Bürokratie bei Überweisung...

Tipps zum Erwerb, Verkauf, Vermietung von Häusern, Wohnungen oder Grundstücken in Brasilien (KEINE IMMOBILIEN-ANGEBOTE) sowie Infos zu Bau, Umbau, Ausbau und Renovierung

Bürokratie bei Überweisung...

Beitragvon ger » Di 25. Sep 2012, 20:51

Hallo, ich habe gerade die Anzahlung für ein Grundstück geleistet, per Überweisung Postbank auf Konto bei der HBSC (4 stelliger €-Betrag > 10000 Reais).
ging soweit auch alles problemlos, nur der Empfänger kommt nicht an das Geld.
Ein von mir unterschriebenes Fax mit der Begründung für die Überweisung etc. habe ich dem Empfänger zukommen lassen.

Das reicht allerdings nach Meinung der HBSC Filiale in Brasilien nicht.
Gefordert wird eine beglaubigte Unterschrift und die Meldebescheinigung:

Zitat Bank: "Conforme análise, é necessário reconhecer firma das assinaturas e comprovante de residência da parte domiciliada no exterior. Gentileza providenciar e nos encaminhar."

Ich nehme an das ganze muß dann notariell beglaubigt und wahrscheinlich auch noch übersetzt werden. Ist das der ganz normale Wahnsinn bei derartigen Transaktionen? Ich kann's aber irgendwie nicht glauben daß das so ablaufen muß, was meint ihr?

Grüße, Gerald.
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Re: Bürokratie bei Überweisung...

Beitragvon frankieb66 » Di 25. Sep 2012, 21:05

ger hat geschrieben:Hallo, ich habe gerade die Anzahlung für ein Grundstück geleistet, per Überweisung Postbank auf Konto bei der HBSC (4 stelliger €-Betrag > 10000 Reais).
ging soweit auch alles problemlos, nur der Empfänger kommt nicht an das Geld.
Ein von mir unterschriebenes Fax mit der Begründung für die Überweisung etc. habe ich dem Empfänger zukommen lassen.

Das reicht allerdings nach Meinung der HBSC Filiale in Brasilien nicht.
Gefordert wird eine beglaubigte Unterschrift und die Meldebescheinigung:

Zitat Bank: "Conforme análise, é necessário reconhecer firma das assinaturas e comprovante de residência da parte domiciliada no exterior. Gentileza providenciar e nos encaminhar."

Ich nehme an das ganze muß dann notariell beglaubigt und wahrscheinlich auch noch übersetzt werden. Ist das der ganz normale Wahnsinn bei derartigen Transaktionen? Ich kann's aber irgendwie nicht glauben daß das so ablaufen muß, was meint ihr?

Grüße, Gerald.

Geldwäschegesetze, usw. gibts überall auf der Welt ... aber wo ist das Problem zu einem Notar zu gehen und dir deine Unterschrift beglaubigen zu lassen. Kostet hier bei mir in der Region z.B. 10 EUR. Und dann vielleicht noch einen Auszug ausm Melderegister von deiner Gemeinde. Wenn das dann wirklich "offiziell" für Brasilian gültig sein soll dann noch beim für dich zuständigen Bras. Konsulat vorbeischauen um die Dokumente zu legalisieren. Ein dt. Stempel ist in Brasilien nix wert. Auch der nicht vom dt. Notar. Und natürlich ist das nicht der ganz normale "Wahnsinn", sondern das ist ganz normal. Es gibt auch nur wenige Leute die höhere Beträge im rechtslosen Raum hin- und herschaufeln, zumindest keine "Normalverdiener".
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Re: Bürokratie bei Überweisung...

Beitragvon cabof » Di 25. Sep 2012, 21:34

Jawohl, so ist das in Brasilien.
In Deinem Falle holst Du Dir die Meldebescheinigung beim Bürgeramt ab, gehst zum Notar und läßt die Unterschrift beglaubigen,
darauf achten, das der Notar beim zuständigen, brasil. Konsulat auch akreditiert ist (HP des Konsulats gibt Auskunft) dann
werden dort die Meldebescheinigung sowie die Unterschriftsbeglaubigung abgestempelt (17,50 Euros pro Stempel) und Rückporto
beilegen- Ob auch eine Übersetzung nötig ist, weiß ich nicht - bei der brasil. Bank anfragen. Dann auf jeden Fall bei einem
Übersetzer machen lassen, der ebenfalls beim Konsulat akreditiert ist, wieder Stempel, wieder Kosten.

Bei meinem Bekannten kamen ca. 10% weniger vom Gesamtbetrag in Brasilien an, resp. wurden in Brasilien gutgeschrieben, die
dortigen Banken waschen sich die Hände bei solchen Überweisungen.

Berichte uns mal. Danke.

PS - wie hoch waren die Überweisungskosten bei Deiner deutschen Bank? Mein Bekannter hat 130 Euros bezahlt.
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Re: Bürokratie bei Überweisung...

Beitragvon ger » Mi 26. Sep 2012, 11:21

frankieb66 hat geschrieben:
ger hat geschrieben:Hallo, ich habe gerade die Anzahlung für ein Grundstück geleistet, per Überweisung Postbank auf Konto bei der HBSC (4 stelliger €-Betrag > 10000 Reais).
ging soweit auch alles problemlos, nur der Empfänger kommt nicht an das Geld.
Ein von mir unterschriebenes Fax mit der Begründung für die Überweisung etc. habe ich dem Empfänger zukommen lassen.

Das reicht allerdings nach Meinung der HBSC Filiale in Brasilien nicht.
Gefordert wird eine beglaubigte Unterschrift und die Meldebescheinigung:

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Ich nehme an das ganze muß dann notariell beglaubigt und wahrscheinlich auch noch übersetzt werden. Ist das der ganz normale Wahnsinn bei derartigen Transaktionen? Ich kann's aber irgendwie nicht glauben daß das so ablaufen muß, was meint ihr?

Grüße, Gerald.

Geldwäschegesetze, usw. gibts überall auf der Welt ... aber wo ist das Problem zu einem Notar zu gehen und dir deine Unterschrift beglaubigen zu lassen. Kostet hier bei mir in der Region z.B. 10 EUR. Und dann vielleicht noch einen Auszug ausm Melderegister von deiner Gemeinde. Wenn das dann wirklich "offiziell" für Brasilian gültig sein soll dann noch beim für dich zuständigen Bras. Konsulat vorbeischauen um die Dokumente zu legalisieren. Ein dt. Stempel ist in Brasilien nix wert. Auch der nicht vom dt. Notar. Und natürlich ist das nicht der ganz normale "Wahnsinn", sondern das ist ganz normal. Es gibt auch nur wenige Leute die höhere Beträge im rechtslosen Raum hin- und herschaufeln, zumindest keine "Normalverdiener".


Danke für die Antwort!
Das Problem dabei ist daß mir das Prozedere sicher einen Arbeitstag kostet; und bzgl. Geldwäsche: ich kann's immer noch nicht glauben daß das normal ist, ich bin ja nicht mit einem Koffer voller kleinen Scheine am Bankschalter gewesen; nachdem die Überweisung über mein normales Girokonto abgwickelt wurde ist die gesamte Transaktion ja komplett nachvollziehbar...

Aber wenn's denn so ist muß ich die Kröte wohl schlucken..
Grüße,
gerald.
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Re: Bürokratie bei Überweisung...

Beitragvon ger » Mi 26. Sep 2012, 11:27

cabof hat geschrieben:Jawohl, so ist das in Brasilien.
In Deinem Falle holst Du Dir die Meldebescheinigung beim Bürgeramt ab, gehst zum Notar und läßt die Unterschrift beglaubigen,
darauf achten, das der Notar beim zuständigen, brasil. Konsulat auch akreditiert ist (HP des Konsulats gibt Auskunft) dann
werden dort die Meldebescheinigung sowie die Unterschriftsbeglaubigung abgestempelt (17,50 Euros pro Stempel) und Rückporto
beilegen- Ob auch eine Übersetzung nötig ist, weiß ich nicht - bei der brasil. Bank anfragen. Dann auf jeden Fall bei einem
Übersetzer machen lassen, der ebenfalls beim Konsulat akreditiert ist, wieder Stempel, wieder Kosten.

Bei meinem Bekannten kamen ca. 10% weniger vom Gesamtbetrag in Brasilien an, resp. wurden in Brasilien gutgeschrieben, die
dortigen Banken waschen sich die Hände bei solchen Überweisungen.

Berichte uns mal. Danke.

PS - wie hoch waren die Überweisungskosten bei Deiner deutschen Bank? Mein Bekannter hat 130 Euros bezahlt.


Danke für die Tipps, ich werd's mal so versuchen.
Die Kosten für die Überweisung bei der Postbank waren übrigens überraschend niedrig, nur 12€.
Wieviel davon jetzt tatsächlich gutschrieben wird weiß ich nicht, ich werd's berichten sobald alles durch ist.
Grüße,
Gerald
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Re: Bürokratie bei Überweisung...

Beitragvon cabof » Mi 26. Sep 2012, 11:38

Ich wünsche Dir viel Glück. Ist aufwendig - okay, wenn der Empfänger nun sagen wir mal 9300/9500 (als Beispiel) gutgeschrieben bekommt
dann wird er natürlich auch aufschreien und nachfordern, evtl. geht das Prozedere wieder von vorne los - da wäre zu überlegen, den
Restbetrag per Western Union/Money Broker etc. zu schicken, dann fallen die Stempelkosten weg und es geht auch sehr schnell. Boa sorte.
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Re: Bürokratie bei Überweisung...

Beitragvon cacao » Mi 26. Sep 2012, 12:09

Hallo ger

ich habe schon mehrfach Überweisungen von ca. 11000 € nach Brasilien geleistet über die Banco do Brasil, Ordem de Pagamento und mußte bisher nie eine Beglaubigung abliefern, es hat immer eine separate Erklärung per e-mail an die Bank wofür das Geld gedacht ist gereicht.

Die erste Überweisung war noch um einiges höher, ein Apartmentkauf, ging damals direkt von meiner deutschen Bank zur Itau, das dauerte damals eine gewisse Zeit ca. 2-3 Wochen - auch da wurde keine notarielle Beglaubigung von mir verlangt.
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Re: Bürokratie bei Überweisung...

Beitragvon MESSENGER08 » Mi 26. Sep 2012, 13:32

cacao hat geschrieben:Hallo ger

ich habe schon mehrfach Überweisungen von ca. 11000 € nach Brasilien geleistet über die Banco do Brasil, Ordem de Pagamento und mußte bisher nie eine Beglaubigung abliefern, es hat immer eine separate Erklärung per e-mail an die Bank wofür das Geld gedacht ist gereicht


Das mag schön und gut sein, nur geht es hier nicht um die BANCO DO BRASIL. Davon abgesehen ist das Problem, das der Auftraggeber der Überweisung sicherlich als Verwendungszweck der Überweisung den KAUF EINER IMMOBILIE angegeben hat. Das allein reicht schon aus das die Bank in BRA ganz andere Unterlagen verlangen wird als bei einer normalen Überweisung, z.B. Überweisung für pers. Gebrauch/Lebensunterhalt etc.
Bei Immobilien ist das immer eine sehr viel Aufwendigere Sache, da muss der Bank sich auch der Kaufvertrag, ESCRITURA, etc. ebenfalls vorgelegt werden.

:cool:
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Re: Bürokratie bei Überweisung...

Beitragvon Mazzaropi » Mi 26. Sep 2012, 13:48

ger hat geschrieben:Das Problem dabei ist daß mir das Prozedere sicher einen Arbeitstag kostet;


Der Bank ist das egal, die warten gerne, je länger das Geld auf DEREN Konto ist und nicht dem des Empfänger, um so besser für die Bank !!! :twisted:

Gewöhn Dich dran, in Brasilien wird es Dir öfter passieren, das Du einen ganzen Tag brauchst um irgendeinen Behördengang o.ä. zu erledigen !!!

Warte erst ab, wenn DU auf´s Grundbuchamt oder zum Notar gehst um die ESCRITURA und TRANSFERÊNCIA der Immobilie vornimmst! :D
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Re: Bürokratie bei Überweisung...

Beitragvon ger » Di 9. Okt 2012, 15:45

cabof hat geschrieben:Jawohl, so ist das in Brasilien.
In Deinem Falle holst Du Dir die Meldebescheinigung beim Bürgeramt ab, gehst zum Notar und läßt die Unterschrift beglaubigen,
darauf achten, das der Notar beim zuständigen, brasil. Konsulat auch akreditiert ist (HP des Konsulats gibt Auskunft) dann
werden dort die Meldebescheinigung sowie die Unterschriftsbeglaubigung abgestempelt (17,50 Euros pro Stempel) und Rückporto
beilegen- Ob auch eine Übersetzung nötig ist, weiß ich nicht - bei der brasil. Bank anfragen. Dann auf jeden Fall bei einem
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Bei meinem Bekannten kamen ca. 10% weniger vom Gesamtbetrag in Brasilien an, resp. wurden in Brasilien gutgeschrieben, die
dortigen Banken waschen sich die Hände bei solchen Überweisungen.

Berichte uns mal. Danke.

PS - wie hoch waren die Überweisungskosten bei Deiner deutschen Bank? Mein Bekannter hat 130 Euros bezahlt.


Ich hab's genau so gemacht, ging eigentlich recht problemlos und ohne Übersetzung; die Bank hat auch die Übermittlung der gescannten Unterlagen via Email akzeptiert...

Zu den Gebühren: Notar: 12€; Konsulat: ca. 15€; Bankkosten - auch hier eine positive Überrachung: die Postbank hat ca.12€ Gebühren verlangt, der Rest kam komplett in Euro bei der HSBC in Brasilien an; der dem Empfänger letzendlich ausgezahlte Betrag in Reais entsprach lag nur um ungefähr 1% unter dem besten Kurs der letzten Tage...

Grüße und nochmals vielen Dank für die Infos!
Gerald.
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