vielleicht war Itabuna gemeint
Aber recht muss ich Dir geben, so banale Dinge wie Busfahren, Schlang-stehen bei der Post, einem Strassenkomoedianten zusehen, also immer wenn ne Menge Brasis zusamenkommen, und gemeinsam ausharren muessen, ist es meist weit angenehmer als man es von Deutschland aus kennt.
Ist vielleicht eine kulturelle Eigenschaft.. vielleicht ist man in D. schon vorprogrammiert auf die doofe Warterei, ist innerlich muffelig und ueberhaupt mag man es nicht anderen so nahe zu kommen...
Hier scheinen sich die Leute manchmal richtig zu freuen, dass so viele Menschen um einen rum sind. Jetzt koennen sie endlich mal erzaehlen, was ihnen auf dem Herzen liegt.
Im ernst, jedes Mal wenn ich in irgend einer Schlange stehe, sucht mein Nachbar nach irgendeinem Grund Kontakt aufzunehmen.. sei es nur ein Blick der sgane soll.. Puh, das dauert ja, was.. und sowie diser erste Kontakt da ist, kennen die Brasis keine Scham.... entweder erzaehlen sie aus ihrem Leben oder fragen dich tausend Dinge.. es dauert nicht lange und die anderen Nachbaren im naeheren Umkreis bringen ihre Beitraege und Meinungen zu dem Gespraech
Ein Vergleich zwischen D. und Brasilien, der sehr typisch ist: man laeuft jemanden ueber den Weg und fragt nach der Uhrzeit.. in Deutschland: der andere erschrickt, guckt dich verheerend an, dass du es wagst ihn anzusprechen (er kennt dich doch gar nicht!) und ohne anzuhalten sagt er dir die Uhrzeit (oder er geht einfach schleunigst weiter)... In Brasilien, dieselbe Frage, der Typ schaut dich an, lacht, guckt lange und ausgiebig auf seine Uhr(en), checkt nochmal auf seinem handy obs auch die richtige Uhryeit ist und sagt es sei halb zwoelf, und schon fast Zeit zum Essen, und er muesse sich beeilen nach Hause zu kommen, weil seine Frau was kocht, und blablabla...
Busfahren ist damit auch so eine Situation, und meistens freuen sich die Brasilianer wenn sie die Moeglichkeit haben was zu erzaehlen oder irgendwie zur Aufmerksamkeit beizutragen. Natuerlich gibt es Ausnahmen, in disem unseren Land der Kontraste. Es duerfte nicht wundern am gleichen Tag die schoenste Busfahrt seines Lebens und kurz danach die schlimmste zu erleben
