carnaval in olinda

Infos und Tipps zu Hotels, Pousadas, Städten und Regionen in den Bundesstaaten Bahia, Sergipe, Alagoas, Pernambuco, Rio Grande do Norte, Ceará, Paraiba, Piauí und Maranhão.

Beitragvon tinto » So 6. Mär 2005, 08:02

Hallihallo, Leute,
um das gleich vorweg zu schicken ich bin nicht gegen Schnee...

Es ist gerade Sonntagmoin im Münsterland, die Sonne geht soeben auf, der Himmel sonnig blaugelb, am Boden funkelt Neuschnee, alle Bäume und Sträucher sind weiß, das Thermometer zeigt -6,5 Grad, na vorgestern waren es um die gleiche Zeit -12,5 Grad, ist doch schon wärmer geworden :rockout2:


Careca hat geschrieben:
Lemi hat geschrieben:1 - Wie kann Schnee depressiv machen ? Als wir in Deutschland waren, haben wir sehnsüchtig drauf gewartet, aber er kam nicht.

Wenn ich noch mal sowas lese, krieg ich ne Krise.
....
Wer nochmal nach Schnee giert, sollte ne Reise zur Antartica buchen, während ich das gleiche im Container in der Sonne eines Sommers verputze!

Ich bin dafür, den Schnee kompromisslos Richtung Lemi zu exportieren!! Ein bischen Depression hat noch nie jemanden geschadet, gelle ... :evil:


Also meine Frau findet Schnee auch sehr exotisch.

Und ich freue mich dann immer über die Autofahrer mit Sommerreifen, die Grünen, die von Klimaerwärmung blubbern und jetzt mit dem Fahrrad fahren müssen :jive:

Am unangenehmsten fand ich es mal im juli, wo wir hier an Sommer denken, in Sao Paulo, als es so um die 8 Grad waren und drinnen mangels Heizung auch nur 14 Grad :mrgreen:

Aber Leute, warum diskutieren wir das hier im "Nordosten" und nicht im "Deutschland"-Thread :?: :?: :?: :?:

:idea: Ach ja, weil ich bald in den Nordosten flieg, da fällt mir ein:

belinda hat geschrieben: Dir trotzdem ein paar mehr Sonnenstunden als hier und viele Grade mehr... Wann geht's los? (hast Du noch ein bisschen Platz im Koffer - für mich?)


Also, ich hab gerade mal nachgefragt, wir dürfen 2x32 KG mitnehmen, ich denke bei 10 KG Übergewicht in einem Koffer sagen die nichts - bist Du magersüchtig?

Es geht bald los, sehr bald \:D/
Zuletzt geändert von tinto am So 6. Mär 2005, 08:10, insgesamt 1-mal geändert.
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Sprachkurs Portugiesisch (Brasilianisch)

Beitragvon belinda » So 6. Mär 2005, 08:09

...
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Beitragvon tinto » So 6. Mär 2005, 08:16

belinda hat geschrieben:
Bis wann muss ich das 10 Kilo-Gewicht erreicht haben?


Also insgesamt 42 KG (32 KG plus 10 KG Übergewicht) musst Du in ca 10 Tagen erreicht haben. Ich weiß nicht ob undwenn ja wieviel Du dafür abnehmen musst. 10 KG? Dann sinds jetzt 52, gell :lol:
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Beitragvon supergringo » Di 24. Okt 2006, 12:58

Da ja wenigstens einer hier im Forum auf Reiseberichte steht ... :roll: O:)

Ich kannte mal eine, die lag am Praia von Olinda ...

Nach ein paar Tagen Olinda brauchte ich eine kleine Pause vom Carnavalstreiben und ging zum Strand.

Es war noch recht früh am Morgen, der Strand war zunächst (bis auf ungezählte leere Plastikflaschen und sonstigem Dreck) leer, doch kurz darauf setzten sich zwei nicht gerade besonders vertrauenserweckende Jungs Anfang 20 an einen Nachbartisch.

Ich hatte keine Kippen mehr, kein Strandverkäufer weit und breit, und wenn doch, verkaufte er keine Zigaretten. Großzügig überließen mir die beiden Jungs eine Zigarette, später gaben sie mir noch eine der Marke "US", ausgesprochen "U-Essi", die stärker als normale Zigaretten sind, nur 1 Real die Schachtel kosten und die ich mir mittlerweile regelmäßig aus Pernambuco mitbringen lasse.

In der Zwischenzeit kam eine Brasilianerin mit ihrem etwa 10 Jahre alten Sohn an den Strand und legte sich nur wenige Meter vor meinen Platz. Sie war Ende 20, irgendwie hatte sie von allem irgendwie etwas zu viel, auch wenn manche der Meinung sind, dass es bei bestimmten Körperteilen gar nicht "zu viel" geben kann. Letztlich hatte ihr Erscheinungsbild kaum Chance auf einen künftigen Platz in meiner persönlichen Ehrenvitrine (in Bezug auf Optik, wie gesagt), aber sie hatte das Gesicht und das Lächeln einer Safadinha, und man kann sich auch mal mit solider Hausmannskost zufrieden geben.

Vor allem vor dem Hintergrund, dass meine Absch(l)ussquote in den letzten drei Tage kümmerlich gewesen war. 0,0, um genau zu sein, und das ausgerechnet zu Carnaval ... :oops:

Sie drehte sich immer wieder um und lächelte ständig in meine Richtung. Das war auch den beiden Typen am Nachbartisch aufgefallen, sie zwinkerten mir laufend zu, grinsten, wenn mich wieder ihre Blicke trafen ...

Na ja, besonders viel Mut musste ich nicht aufbringen, sie anzusprechen, und die Kommentare der beiden Jungs spornten mich zudem an. Wollte ja kein Weichei sein.

Wir tranken eine Cerveja, es war 10 Uhr, und ließen kurze Zeit später ihren Sohn allein am Strand zurück. Ich weiß nicht mehr, wie es dazu kam, aber ich glaube nicht, besonders diplomatisch oder geschickt vorgegangen sein zu müssen, sondern eher direkt.

Mein Hotel lag etwas ungünstig und so steuerten wir in eines der zahlreichen Herbergen ganz in der Nähe vom Strand. Welcher Brasilianer hilft nicht gerne in einer derartigen Notsituation, in der wir uns befanden, und so wurde uns für den Zeitraum von (maximal) zwei Stunden ein bereits vermietetes Zimmer überlassen. Die R$ 15 waren zudem offensichtlich eine willkommene Sondereinnahme ...

Ich war sicher, ihr (auch außerhalb der Zimmerwände hörbarer) abschließende Orgasmus war nicht vorgetäuscht ... (Achtung: SEXPROTZMODUS) ... kurze Zeit später war ich mir allerdings nicht mehr ganz so sicher ... nachdem wir an den Strand zurückgekehrt waren und ein gemeinsames Bier getrunken hatten, ging ich zurück an meinen Platz ... die Jungs am Nachbartisch hatten sich vermehrt, jetzt saßen da vier oder fünf, lachten, machten vulgäre Kommentare, boten mir aber wenigstens weiterhin Zigaretten an, da ich versäumt hatte, welche von dem kurzen Ausflug mitzubringen.

Da stand die Garota plötzlich auf. Im ersten Moment dachte ich, dass sie sich zu mir setzen wolle, aber sie lächelte mich zwar strahlend an, ging aber vorbei an meinem Platz und setzte sich an einen Tisch hinter mir, an dem fünf weitere Brasilianer saßen (Achtung: SCHLAPPSCHWANZMODUS). Es dauerte keine zwei Minuten, da tauschte sie mit allen Männern die Handynummer. Und weitere zehn, vielleicht fünfzehn Minuten später verließ sie mit einem der Fünf den Strand.

Der arme Sohn blieb erneut zurück und langweilte sich.

Jetzt brachen die Traficantes, die mittlerweile allerlei Drogen auf ihrem Tischen ausgepackt hatten, in schallendes Gelächter aus. Man (also der ein oder andere der Truppe) hätte auch schon das Vergnügen mit dieser Nymphomanin gehabt ...

Man verpasste mir noch einen Crash-Kurs "Einnahmemöglichkeiten von Klebstoff", Gott sei Dank blieb es beim Teil I (Anwendung durch die Nase), was mir aufgrund des geringen Konsums entgegen der Prophezeiungen Monstervisionen ersparte, aber mich erfreulicherweise vorübergehend von den Qualen meiner dauerhaft verstopften Nebenhöhlen befreite.

Die "hungrige" Mutter begegnete mir noch am selben Abend mitten im Carnaval. Sie knutschte wild und leidenschaftlich in den Armen eines Typen, aber so weit ich mich erinnern kann, keiner vom Strand.

---

Ich kannte mal eine aus Porto das Galinhas und wenn man den Ortsnamen wörtlich übersetzt, so passt er gut zu ihr. Hühnchenhafen. Aber das würde praktisch bei allen Brasilianerinnen passen, die ich mal kannte ... Sie war bis vor kurzem mit einem Portugiesen verheiratet, der nur noch zahlen durfte, und sie besuchte während Carnaval ihre Mutter in Recife.

Nach den abwechslungsreichen Vormittag, an dem mich eine Nymphomanin zum Frühstück verspeiste und ich von einer Handvoll Traficantes eine kostenlose "Drogenberatung" (was ist und wie nimmt man "Cola" = Klebstoff) erhalten hatte, kehrte ich kurz in mein Hotel zurück, duschte und ging in Richtung Carnavals-Treiben.

Ehrlich gesagt, ich fühlte mich die ganzen Tage schon etwas verloren, war zwar wie in Trance mit den Blocos mitgegangen, genoss die Musik, die Farbenpracht sowie die Kostüme und Figuren des Carnavals, hatte auch ein paar nette Begegnungen gehabt, doch bis auf eine verwelkte Mutter, die mir zu allem Überfluss noch ihre allerdings sehr aparte 15-jährige Tochter aufschwatzen wollte, nachdem ich ihr selbst eine Absage für ein Techtelmechtel erteilt hatte, gab es keine, bei der ich mir große Chancen ausrechnen konnte, irgendwann mal zu erzählen, dass ich sie kannte ...

Das lag hauptsächlich daran, dass die meisten Besucher in größeren Gruppen auf das Fest gingen und es somit nicht ganz leicht war, als einzelne Person und dazu noch als Gringo außer Smalltalks Integration zu finden ... zum anderen waren viele Besucher ziemlich jung, also unter 18, und die besonders „Schnuckeligen“ der 18+ waren meist bereits vergeben ... und drittens fuhren die allesamt blond(iert)en 30+ allein reisenden Touristinnen aus USA und Europa nicht sonderlich auf mich ab (und ganz ehrlich, ich auch nicht auf sie) ... was machten die da wohl???

Ich hatte damals haufenweise Gummibärchen von HARIBO nach Brasilien importiert, die hauptsächlich für Favelakids vorgesehen waren.

Ein bisschen aus Langeweile nahm ich eine Dose mit ca. 100 kleinen Tüten Süßigkeiten mit und verteilte sie schon fleißig auf dem Weg zum Centro... es gab ein paar reizende und amüsante Momente, aber nichts, was mir im Gedächtnis hängen geblieben wäre ... peinlich fand ich allerdings, dass mich auch ältere Damen (ab 40) anbettelten, nachdem ich ihre Enkelkinder mit den Leckereien versorgt hatte ... na ja, vielleicht wollten sie auch mal wieder was zum Lutschen ... :wink:

Als ich endlich im Herzen der Altstadt angekommen war, hatte ich nur noch eine Handvoll Tüten. Der Versuch, damit ein bisschen Anschluss zu finden, sah ich schon als gescheitert an. Doch da entdeckte ich eine besonders schnuckelige Mulattin. Groß gewachsen, lange Beine, blitzende Augen, ein schöner Mund, ein bezauberndes rot-weißes Kleid, dass ihre schlanke Figur, den schönen Hintern, die Taille und ihre braune Haut wunderbar zur Geltung brachte ... und ihre zwei süßen Kinder, ein Mädchen und ein Bub, beide bildhübsch.

Ich stellte mich in deren unmittelbare Nähe und überreichte den beiden Kindern je eine Tüte Gummibärchen, erklärte ihnen, wie sie zu öffnen waren und was sie mit den Süßigkeiten machen sollten ("So chupar ... entao majucar ... e voce vai gostar", ein schlimmer Schelm, wer Böses dabei denkt!) ...

Aber die schöne Mutter riss den Kindern die Tüten aus der Hand und fauchte mich aufgeregt an, was ich denn da ihren Lieblingen gegeben hätte ... sie dachte, es wären Drogen ... ich klärte sie schmunzelnd auf, nahm als Beweis selbst ein Probeexemplar und streckte der Mutter die Tüte für einen Selbstversuch hin ... offenbar schmeckte ihr das süße Bärchen (so, wie mir auch später das ihre schmecken sollte) und lächelte erleichtert. Ich kaufte ein paar Wasserflaschen, es war brütend heiß, und verteilte sie. Mami und ich teilten uns den Inhalt einer Flasche. Da wusste ich, die habe ich im (und bald am) Sack ... :mrgreen:

Die Mulattin erzählte mir (den offiziellen Teil) ihre(r) Lebensgeschichte, ich (den offiziellen Teil) meine(r) Reise-Abenteuer ... und wir quatschten und alberten so lange bis es dunkel wurde ... ich brachte sie und die Kinder zum Busbahnhof auf der anderen Seite der Stadt und als ich sah, wie die Busse vollgequetscht mit Menschen waren, führte ich die drei an den Taxistand und bezahlte den Transfer nach Recife. Sie küsste mir dafür die Hände ...

Natürlich waren wir für die Nacht verabredet, ich wartete die obligatorische halbe Stunde, da stieg sie aus dem Bus. Sie kam also nach brasilianischem Maßstab pünktlich ... :pimp:

Dann machte ich mal wieder Bekanntschaft mit dem Phänomen brasilianischer Logik. Sie war nur aus Recife nach Olinda gekommen und mich abzuholen und um wieder zurück nach Recife zu fahren ... :roll:

Hier sei zu viel Favela-Pack, zu viele Drogen, Malandros etc. Doch was sollte ich in Recife, dachte ich ... hier war es doch okay und hier hatte ich v.a. mein Hotelzimmer ... wäre es nach mir gegangen, hätten wir sowieso gleich dorthin gehen sollen ...

Ich setzte mich durch, wie immer bei (scheinbar) wichtigen Dingen ... wir gingen die paar Schritte zu einer der Bühnen, da schoss ein vielleicht 15-jähriger Junge an uns vorbei ... zwei mit langen Holzlatten bewaffnete, etwas ältere Teenager verfolgten und erreichten ihn schließlich und droschen erst erbarmungslos mit den Holzlatten auf ihn ein, bis sie gebrochen waren, dann griffen sie zu herum stehenden Stühlen aus Metall. Die Menge schrie auf, die Musik stoppte ... dann ergriff die Polizei die zwei wütenden Schläger und eine Minute später wurde der Knabe abtransportiert ... der Kopf war voller Blut und derart deformiert, dass der Junge wohl kaum noch am Leben war und wenn, ... :cry:

Nur ein paar Sekunden später spielte wieder die Musik und jeder dachte nur an Carnaval. Ich blickte meine Namorada in Spe mit traurigen Augen an, griff ihre Hand noch etwas fester, entschuldigte mich für meine Dickköpfigkeit, zog sie zum Taxistand und fuhr mit ihr nach Recife Antigo ...

Auf einem großen Platz in der Altstadt spielte auf der riesigen Bühne vor bestimmt 20.000 Menschen eine Band verschiedene Musikrichtungen. Überwiegend Rocki, aber auch Axé und Carnavals-Klassiker aus Pernambuco. Wenn diese Musik ertönte, fand ich es am schönsten. Wir hatten viel Spaß, tanzten eng oder wild (beim Frevo) und waren bald beide klitschnass. Da es in der unmittelbaren Nähe nichts Trinkbares gab, verließen wir nach einer guten Stunde die Menschenmassen und suchten uns einen freien Platz vor einer der vielen Bars und Cafes. Ich denke, wir haben uns so ziemlich die schäbigste Kneipe ausgesucht, aber was solls, wir saßen im Freien, tranken günstig Bier und machten uns gegenseitig Komplimente.

Irgendwann war es an der Zeit zu gehen. Ich machte keine Anstalten, sie zu fragen, wo sie denn vorhätte, diese Nacht zu verbringen. Sie auch nicht. Ich ging davon aus, dass sie diese Nacht mir gehören würde. Sie wohl auch. Denn wir stiegen gemeinsam ins Taxi und fuhren in mein Hotel. Ach ja, den ersten Zungenschlag hatte ich wohl schon in der Altstadt Recifes bekommen ... und die Taxifahrt war dann auch kurzweilig ...

Ich hatte schon in diesem Thread erwähnt, dass mein Hotelzimmer und die Konstellation der Betten nicht gerade romantisch waren. Die Betten waren so kurz geraten, dass ich meine Füße am Bettende fast auf den Boden stellen konnte, wenn mein Kopf am Bettanfang lag. Auch die Mulata war dafür zu groß geraten. Das Zimmer war nicht gerade geräumig, sondern ziemlich klein und kostbarer Platz wurde schließlich auch noch durch das sperrige Hochbett verschwendet. Das Bad war eng und auch auf dem Boden war beim besten Willen weder Stellung zu beziehen noch wäre es sonderlich bequem gewesen, da der Boden überall gefliest war. Ich hatte für die paar Tage Carnaval einen Haufen Geld für das schäbige Hotelzimmer bezahlen müssen, sonst wäre ich nicht so geizig gewesen und hätte vom Taxifahrer ein Motel ansteuern lassen ...

Nun gut ... sie hüpfte, wie jede Brasilianerin, erst mal unter die Dusche ... natürlich war ich dann an der Reihe, aber es wäre wirklich nicht notwendig gewesen, mich darauf hinzuweisen ...

Als ich frisch und wie neugeboren das Badezimmer verließ, traute ich meinen Augen nicht ... mit dem rechten Bein stand sie neben einem der Betten, das linke Knie hatte sie auf der Matratze abgestützt, das Bein dabei unter ihrem rechten Schenkel gekreuzt, die Hände an der Wand und den Hintern appetitlich und einladend nach hinten gestreckt. "Fode me", sagte sie und meine Vorfreude wuchs sichtbar ... sie grinste, zauberte ein Kondom hervor, riss die Packung mit den Zähnen auf, wie es ebenfalls alle Brasilianerinnen, zumindest aus "meinen Kreisen", zu tun pflegen, gab es mir zum Überstreifen ... "Fode me", widerholte sie und fügte noch "no cu" hinzu ...

Ich hatte bis auf die Ausnahme am selben Vormittag seit Tagen keinen Sex. Ein mehr als enttäuschendes Zwischenergebnis ausgerechnet zu Carnaval. Wichsen ist Tabu für mich in Brasilien, es sei denn eine Herrin befiehlt es mir ...

Also hatte ich eigentlich genug Reserven, doch dem Hunger dieser Mulattin war ich kaum gewachsen. Sie ging noch sage und schreibe fünfmal duschen (Achtung: SEXPROTZMODUS), aber am Ende und trotz der halben Blauen, die ich in der Zwischenzeit geschluckt hatte, ging sie wohl immer noch nicht ganz befriedigt zu Bett (Achtung: SCHLAPPSCHWANZMODUS) ...

Wir verabredeten uns zwar für den frühen Nachmittag, gingen gemeinsam auf den "Galo" in Recife, trennten uns aber abends und ich sollte noch mal anrufen ... ich erreichte sie nicht (sie hatte kein Celular), aber ich versuchte es auch nur ein, zwei mal ... denn ich hatte plötzlich etwas anderes auf dem „Zettel“ ...

---

Mein Fazit zum Carnaval in Olinda: Ein tolles Fest, viel Tradition, tolle Atmosphäre, ganz im Widerspruch zu Rio de Janeiro, so etwa, wie die traditionsreiche authentische alemannische Fasenacht in Rottweil oder Basel im Gegensatz zum niveaulosen, kitschig vulgären Karneval von Düsseldorf und Köln.

Die Atmosphäre das barocken Altstädtchens ist einzigartig, sich dort von der Musik der Blocos mitreißen zu lassen, keine Kunst. Atemberaubend, wenn Zehntausende die Stadthymne „Olinda“ oder andere Gassenhauer Mitsingen und –tanzen.

Ein bisschen vorsichtig sein, sollte man mit den steilen Gassen mit Kopfsteinpflaster. Dreck inkl. aller möglichen Flüssigkeiten lassen den Boden ziemlich glitschig werden und neben ausrutschen und stolpern läuft man Gefahr, besonders wenn sich Blocos zueinander bewegen oder queren, in ein unübersichtliches Gedränge verwickelt zu werden.

Ausländische Touristen sah ich eher wenig, ab und an eine Gruppe von einem Reisebus, dafür fiel mir insgesamt ein gutes Dutzend grundsätzlich blond(iert)er Gringas zwischen Ende 20 und vierzig auf (aus USA, Skandinavien, Großbritannien und Deutschland, Österreich und Schweiz), die keinen großen Wert darauf legten, in Deckung zu gehen, um nicht immer mal wieder zwischendurch erlegt zu werden. Vielleicht suchten sie aber auch nur die große Liebe ... :roll:

Nach Olinda reist zu Carnaval das ganze Hinterland aus Pernambuco, lebt dort ein, zwei, drei Wochen auf der Straße, somit viel Favela, viel Konsum von Drogen, viel Gewalt und viel Criminalidade ...

Nach vier Tagen hatte ich für meinen Geschmack genug gesehen und besuchte alte "Freunde" in der Nachbarstadt ...

---

Ich kannte mal eine, die „tanzte“ normalerweise im „Sampa“.

Meine mulattische „Namorada“ hatte ihr persönliches Frühstück per Blow-Job eingenommen, doch sie blieb hungrig. So hungrig, dass sie vielleicht meinte, dass ich sie in den kommenden Tagen nicht richtig versorgen könnte. Vielleicht hatte ich aber auch nur Pech, sie telefonisch zu erreichen. Mittlerweile hatte ich aber auch ein bisschen die Nase voll von Olinda und Carnaval, auch das merkwürdige Hotel trug seinen Teil dazu bei und so entwickelte ich die Idee, doch mal bei meinen „Freunden“ in Boa Viagem vorbei zu schauen ...

Dort hatte ich schließlich aus dem Vorjahr eine „Namorada“, die mir neben dem üblichen brasilianischen Zeitvertreib nicht nur Zugang zu einer besonders schummrigen Favela verschaffte, sondern mich auch irgendwie zur „Persona non grata“ machte, die keine besonders hohe Angst vor Attentaten irgendwelcher Art haben musste. Man kannte mich, man mochte mich oder akzeptierte mich zumindest ... ich hatte dort meinen persönlichen Taxifahrer, kannte alle von der Seguranca, die Handvoll Traficantes, die Barackenbetreiber und deren Helfer, die meisten Nutten, und während alle gerne mit mir ein Smalltalk hielten, machten die minderjährigen Taschendiebe einen großen Bogen. Die einzigen, die mich richtig zum Kotzen fanden, waren die deutschsprachigen Betreiber der Kuppelpousadas, aber das sehe ich fast mehr als Kompliment ...

Irgendwo findet sich im Forum ein Beitrag über den Anfang des Abends. Das „Chakatak“ war tot, im „Bamboo“ stieg eine ziemlich peinliche Party, aber ich traf ein paar „Freunde“, ein oder zwei Verflossene und schließlich auch meine „Namorada“. Die hatte angeblich Kopfweh, übernachtete aber, wie sich am nächsten Morgen heraus stellte, nicht in ihrer nahe gelegenen Favela, sondern in einem Apartment direkt neben dem „Bamboo“. Es würde mich wundern, wenn da kein wartender Gringo wohnte ...

Wir saßen auf der Terrasse, ich gab ihr das heilige Versprechen, allein nach Hause zu fahren und sie am nächsten Tag anzurufen. Das eine Versprechen hielt ich brav, man kann doch aber bitte nicht zu viel verlangen ... ich erblickte nämlich eine, die mich auch schon die ganze Zeit im Focus hatte ... soweit ich mich erinnere, gab es da einen ziemlich unbeholfenen US-Amerikaner, der noch an die große Liebe glaubte und ziemlich dummes Zeug quatschte, dann ein paar Italiener, einerseits besoffen, andererseits frech und respektlos ... und geizig ... nur einer war nett und sympathisch, der hatte sich dann auch eine der „Schnuckeligsten“ gerissen, wenn man das Wort bei dem insgesamt niederschmetternden Angebot überhaupt verwenden darf ... die Deutschen lungerten zum Großteil drinnen an der Bar herum oder glotzten nach den Stripperinnen im Disco-Keller ...

Kaum war meine angeblich kopfweh-kranke „Namorada“ von der Bildfläche verschwunden, saß ich schon neben der „Serrana“. Sie kam nämlich ursprünglich aus Espirito Santo und eine, die ich von dort mal kannte, antwortete mir auf die Frage, ob sie denn Morena sei oder Mulata, „nem Morena, nem Mulata, to Serrana“ und lachte, dass man sich verlieben musste ... Es war also ein Typ, den ich als „Latina“ bezeichnen würde, also mehr „weiße Gene“ bzw. weniger „Melanin“ als bei einer Morena. [-> aktuelle Playboyausgabe: Thais Caxoeiro]

Bei meinen Besuchen in Boa Viagem waren mir nicht viele Frauen begegnet, bei denen ich in Deutschland aus Angst vor einem Korb mit mir hadern würde, bis ich sie anspreche. Es waren nicht mal eine Handvoll: Die wirklich bildhübsche, junge, mulattische Bedienung und Bumsnudel des deutschen Chakatak-Besitzers, auf den man in diesem Bezug wirklich neidisch werden konnte, die Negerin Wilma, der das Programa keinen großen Spaß bereitete (zumindest nicht mit mir, auch wenn sie mich mehrmals regelrecht anflehte, doch noch mal die Nacht mit ihr zu verbringen), die analgeile Oberschlampe Alberta (oder Roberta?) mit Riesentitten, damals die engste Freundin meiner „Namorada“ und einmal kostenloser nächtlicher Ersatz, als meine alleine „Tanzen gehen“ wollte, und die mittlerweile leider nach Fortaleza gezogen war, weil dort das Business besser lief, und eine blondierte Branca, Jaqueline oder so, die ich gleich nach ihrer Telefonnummer fragte, als ich sie entdeckte, die aber offensichtlich schon fest gebucht war für einen mehrwöchigen Aufenthalt in Porto das Galinhas und die ich somit nie wieder traf.

Sonst gab es solide Mittelklasse, überwiegend fanden sich aber ziemlich hässliche Fetzen. Dicke Ärsche, fette Bäuche, die z.T. mit meinem und der meisten anderen Touristen locker mithalten konnten, nicht gerade anmutige Gesichter, schlimmste Frisuren, dazu übertriebener Gebrauch der Farbenvielfalt des Schminkkastens und oft verbunden mit frevelhaftem Kleidungsgeschmack ... hinzu kam Frust und Lethargie aufgrund der in der Vergangenheit eingefahrenen, zahlreichen Körbe der oft respektlosen Touristen, aber selbst wenn sie einen an der Angel hatten, zeigten sich viele gelangweilt, guckten abgeturnt, sprachen quasi keinen Ton, allerdings kann ich gut verstehen, wenn einem bei dem Blödsinn, den viele Touristen quatschten, v.a. die Amis und die Italiener, die Lust zu einem Gespräch vergeht. Andere der Vogelscheuchen kompensierten ihr schreckliches Aussehen mit übertriebener Laszivität, lachten vulgär, fummelten gleich an den Hosen rum, hauchten Unanständiges in die Ohren der Männer, versuchten, die Gringos auf alle erdenkliche Art heiß zu machen, priesen ihre Vorzüge bzw. für welche Schweinereien sie so alles bereit waren. Ich finde es immer wieder erstaunlich, die meisten Männer wurden rot, waren eher abgeschreckt ob solcher Sauereien, sehnten sich augenscheinlich viel mehr nach ein wenig Zärtlichkeit ... Die meisten Typen waren geizig, luden die Mädchen nicht mal zu einem Bier ein und zeigten keinen Willen, ein wenig Geld zu investieren, um ihrem Gegenüber an die Titten fassen zu dürfen, obwohl sie offensichtlich gerne zugegriffen hätten ... vielleicht hatte der ein oder andere auch die Taktik, länger zu warten, damit die Tarife nach unten purzelten, nahm dann aber in Kauf, mit einer der besonders hässlichen Krähen den Rest der Nacht verbringen zu müssen ... mein Anspruch ist da höher ...

Ich saß also neben der weit und breit Hübschesten, Ana Luiza hieß sie, glaube ich. Ich hatte Glück, normalerweise „tanzte“ sie im „Sampa“, einem anderen Laden am Ende von Boa Viagem, in den ich ein Jahr zuvor aber nur mal kurz reingeschnuppert hatte, weil mit der Eintritt zu teuer war. Wegen dem (peinlichen) Event war sie aber ausnahmsweise mal ins „Bamboo“ gegangen, ein Experiment, dass sie so schnell nicht wiederholen würde.

Ich mag die Mädchen aus Espirito Santo. Sie haben eine besondere Gelassenheit. Sie sind nicht zickig, na ja vielleicht ein bisschen, aber sie sind nicht aufdringlich, nicht nervig, nicht anstrengend, quatschen nicht so viel, sind irgendwie tranquila, aber auf der anderen Seite in den für uns Männer entscheidenden Situationen wie auf Knopfdruck mit ausgeprägtem Temperament ausgestattet. Dazu sind sie ausgesprochen „schnuckelig“ und hübsch. Ob in Rio, Salvador oder Belo Horizonte, ich hatte schon überall mal die falsche Auswahl getroffen, wenn aber der „Heilige Geist“ mit im Spiel war, handelte es sich ausschließlich um Volltreffer. Sheila, die tätowierte Panterin, wohl eine der wildesten Reiterinnen der Copacabana, „erbte“ ich von einem Freund und sie besuchte mich mehrmals am frühen Morgen nach dem Job im Help ... mit Vanilda alias Thaíz verbrachte ich eine Woche um Sylvester und sparte kräftig Kosten, da wir bis auf das vereinbarte Salär der ersten Nacht hauptsächlich von Luft und Liebe lebten ... Erica, die mit dem „Serrana“, wanderte mit mir nachts tapfer geschlagene 1½ Stunden auf der Suche nach einem funktionierenden Geldautomaten durch die Copacabana, gab sich aber am Ende mit einem lächerlichen Trinkgeld zufrieden, da ich den ursprünglich ins Auge gefassten Zeitrahmen verkürzte, weil ich mich schon vorher bei einer anderen ausgetobt hatte und merkte, nach der ersten (allerdings ausgedehnten) Runde mit ihr eine längere Pause einlegen zu müssen ... dabei hatte ich ihre Dienstleistungspalette ziemlich rücksichtslos in Anspruch genommen, was ich auch vorschlug, sie war dabei und nicht sehr zimperlich ... und schließlich Dana, die sich von einem zumindest fotogenen Norditaliener sponsern ließ und es nicht nötig hatte, weitere Einnahmequellen zu erschließen ... ich sprach sie auf dem Weg zum Strand an, ob sie denn ein bisschen Sonnenmilch für mich hätte ... „Nein“, sagte sie, „aber Du kannst Dich trotzdem zu mir legen“ ...

Ana Luiza reihte sich problemlos in die positive Schublade „Espirito Santo“ ein ... nach einem Fleischspieß, einer Dose Bier und einem Schwätzchen mit der Seguranca stiegen wir in das Auto meines „persönlichen“ Taxifahrers, den ich aber um Diskretion bat, da er der Nachbar meiner „Namorada“ ist ... die Garota schmiegte sich an mich, gab mir erst ein paar zärtliche Küsse, dann folgten heiße ...

Ich erklärte meiner neuen Bekanntschaft die merkwürdige Situation in meinem Hotelzimmer, was sie erst richtig verstand, als wir es betraten. Ich hatte schon eine Idee und wir gingen in den Frühstücksraum ... mir tun heute noch die Knie weh, wenn ich daran denke, wie aufgeschabt sie vom Teppichboden waren, aber das war es mir wert ...

Am nächsten Morgen entschied ich mich, das Hotel und Olinda zu verlassen, obwohl ich noch eine Nacht gut hatte ... man zeigte sich gnädig und erließ mir die Frigobar-Rechnung, die nicht gerade niedrig gewesen sein dürfte ...

Ich fuhr also mit nach Recife ... meine Koffer stellte ich im Flat-Hotel der Nutte ab ... die ging schlafen, ich auf die Straße ... und rief, wie versprochen, meine „Namorada“ aus dem Vorjahr an ... die Kopfweh waren verflogen und wie es der Zufall will, stand sie schon auf der gegenüberliegenden Straßenseite und winkte mich herbei ... es erinnerte mich an eine heisse Latina in Zürich, aber das ist eine andere Geschichte ....
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Beitragvon robertwolfgangschuster » Di 24. Okt 2006, 19:46

supergringo hat geschrieben:Da ja wenigstens einer hier im Forum auf Reiseberichte steht ... :roll: O:)

Ich kannte mal eine, die lag am Praia von Olinda ...


Ich hab so das dumpfe Gefühl dass mich da jemand provozieren will, aber angesichts der Länge der ladainha komentiere ich nur wenn es allgemein erwünscht und auch dementsprechend entlohnt wird :bier: :banging: :dancing:
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