CEMIG - unberechtigte Forderungen

Fragen zur Gesetzeslage in Brasilien, Einwanderungs-, Einfuhr- und Zollbestimmungen sowie Steuerfragen

CEMIG - unberechtigte Forderungen

Beitragvon Frankfurter » Mi 17. Jul 2013, 19:35

CEMIG stellt Forderungen im Nachhinein, da der Zähler von uns manipuliert worden sei.

Vorgeschichte: ETW in BH gekauft 2005 . Umgebaut 2006. Verkauft 2011. Für die Zeit von 2007 bis 2012 ( bereits neuer Eigentümer ) sollen wir Nachzahlung in Höhe von RS 5.000 leisten.

Vom Nachbar der ETW und Hausverwaltung haben wir schriftlich, dass wir bis zum Verkauf der Wohnung max. 3 Wochen pro Jahr in der Wohnung waren. Scheibar kann man bei CEMIG nicht lesen. Wir haben denen schon den Kaufvertrag zugeschickt. Monatliche Stromrechnungen bis zum Verkauf der ETW wurden jeweils bezahlt . Diese waren um die RS 20-30 / Monat. ( Nur während der 3 Wochen Anwesenheit 50-60 RS höher )

Meine Frage :
In welchen Zeitabschnitten müssen in Brasilien Stromzähler ausgetauscht werden ( Eichgesetz in D alle 5 Jahre )

Ist es hier in Brasilien möglich, dass ein Anwalt als Korrespontenzadresse fungiert ( der z.Z. eingeschaltet sagt, das sei nur bei anhängender Klage üblich )? CEMIG schickt immer noch Korrespondenz an die Adresse in BH.

Wer hat ähnliche Erfahrungen mit CEMIG ?

Kennt jemand einen guten brs. / dt. Anwalt in BH ?

Ist es sinnvoll eine neg. Feststellungsklage gegen CEMIG zu starten ?
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Re: CEMIG - unberechtigte Forderungen

Beitragvon amazonasklaus » Mi 17. Jul 2013, 20:24

Ob es das richtige Vorgehen ist, weiß ich zwar nicht, aber ich würde da nicht weiter aktiv werden. Der Versorger kann (aus Deiner Sicht) gern den Strom sperren bis die Forderung beglichen wird.
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Re: CEMIG - unberechtigte Forderungen

Beitragvon moni2510 » Mi 17. Jul 2013, 20:55

in der Regel muss man erstmal alles zahlen, damit sie einem nicht die CPF ruinieren... ich wuerde mal die pequenas causas in BH besuchen...
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Woher soll ich wissen, was ich denke, bevor ich es hier aufschreibe.
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Re: CEMIG - unberechtigte Forderungen

Beitragvon amazonasklaus » Mi 17. Jul 2013, 21:12

moni2510 hat geschrieben:in der Regel muss man erstmal alles zahlen, damit sie einem nicht die CPF ruinieren...

Wenn ein Unternehmen jemanden unberechtigterweise in einer Schuldnerregister eintragen lässt, dann steht demjenigen ein Schadensersatz für danos morais zu. Da gab's schon etliche Fälle. Wenn der TE die Forderung zurückweist (was er getan hat), dann muss das Unternehmen die Forderung erst mal vor Gericht einklagen. Bis dahin wäre eine Eintragung in ein Schuldnerregister nicht erlaubt und der Frankfurter könnte sich schon mal die Hände ob des zu erwartenden Schadenersatzes reiben.
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Re: CEMIG - unberechtigte Forderungen

Beitragvon Frankfurter » Mi 17. Jul 2013, 23:37

amazonasklaus hat geschrieben:Ob es das richtige Vorgehen ist, weiß ich zwar nicht, aber ich würde da nicht weiter aktiv werden. Der Versorger kann (aus Deiner Sicht) gern den Strom sperren bis die Forderung beglichen wird.


Danke erst mal....

Wir wohnen seit 2011 nicht mehr in BH. In unserem Haus in Süd MG ( wird in den nächsten Tagen fertig ) haben wir schon mal den Schwiegervater als "Stromabnehmer" angemeldet. Also da ist dann nix mit Stromsperre.

CEMIG hat schon wieder angerufen und macht richtig Terror. Meine Frau ist mit den Nerven völlig runter. :!:

CEMIG will Rechnungen der Umbauarbeiten, und die Anmeldung der Arbeiter ( die waren angemeldet ) ! Was hat das aber mit der Forderung zu tun ? Wir haben schriftl. !! Erklärungen vom Nachbarn und dem Hausverwalter , wohnt im gleichen Haus wie die verkaufte ETW, dass wir nur max. 3 Wochen p.a. dort waren... in BH ( Sonst auf Reisen in Br. und der Verwandtschaft in Süd MG.) Wie sollen wir Strom zahlen für eine Zeit, in der wir nicht in der Wohnung waren.
Selbst der nachweis, dass das Konsulat in Frankfurt in einer Vollmacht , als Wohnort meiner Frau Frankfurt/Main, angibt, wird nicht von CEMIG beachtet, oder die können kein portug. lesen :twisted:
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Re: CEMIG - unberechtigte Forderungen

Beitragvon moni2510 » Do 18. Jul 2013, 00:01

Habt ihr das schon auf Seiten wie reclameaqui etc. gepostet?

http://www.reclameaqui.com.br/indices/776/cemig/

Und wie gesagt, ich wuerde vermutlich morgen bei Juizado pequenas causas sitzen... kostet zwar Zeit, aber kein Geld :D
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Re: CEMIG - unberechtigte Forderungen

Beitragvon cacao » Do 18. Jul 2013, 09:47

Ich hatte einen ähnlichen Fall in Recife, sie wollten von mir sogar über 10000 Reais. Damals hat es gereicht dass die Hausverwalterin mir bestätigt hat, dass ich nur kurze Anwesenheitszeiten hatte. Darüber hinaus hatte ich auch alle Rechnungen gezahlt, die Kosten waren damals genauso hoch wie nach dem Austausch des Stromzählers. Ein Immobilienmakler, der damals meine Wohnung verwaltete sagte mir die Celpe versuche das immer wieder. Ein ihm bekannter Anwalt habe bisher jeden Prozess gegen die Celpe gewonnen, bzw. hätten diese Schadenersatz zahlen müssen. Vielleich macht es Sinn nach einem Immobilienverwalter zu suchen der das in BH schon öfter erlebt hat und einen entsprechenden Anwalt nennen kann.
Darüberhinaus wie kommen die auf einen Betrag von 5000 Reais, wie hat sich der Differenzbetrag errechnet, das sind völlig willkürliche Behauptungen die sich durch nichts belegen lassen. Woher wissen die dass im Jahr 2007 der Zähler manipuliert worden sei, hat der Manipulator einen Zettel mit Datum hinterlassen? Bei mir war es komischerweise auch 2007. Auch hatte in meinem Gebäude nur die Hausverwaltung direkten Zugangn zu den Zählern, ich hatte den bis dahin nie gesehen. Warum ist dem Stromableser 6 Jahre lang nicht aufgefallen, dass am Zähler angeblich manipuliert wurde? Aus meiner Sicht eine sehr dubiose Vorgehensweise. Ich gehe mal davon aus, dass einige Immoblienmakler ähnliche Probleme hatten und entsprechende Anwälte kennen.



www.apartmentrecife.jimdo.com
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Re: CEMIG - unberechtigte Forderungen

Beitragvon amazonasklaus » Do 18. Jul 2013, 11:18

Frankfurter hat geschrieben:Wir wohnen seit 2011 nicht mehr in BH. In unserem Haus in Süd MG ( wird in den nächsten Tagen fertig ) haben wir schon mal den Schwiegervater als "Stromabnehmer" angemeldet. Also da ist dann nix mit Stromsperre.

Gesperrt würde ja der Stromanschluss in der alten Wohnung. :)
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Re: CEMIG - unberechtigte Forderungen

Beitragvon MESSENGER08 » Do 18. Jul 2013, 13:42

Was ich nicht ganz verstehe, wenn ich ein Haus oder eine Wohnung verkaufe, dann melde ich mich doch vorher bei der CEMIG und COPASA ab und lass die Zähler ausbauen.
Dann habe ich auch die Sicherheit das der Käufer dann auch die Anschlüsse auf SEINEN Namen laufen lässt und nicht weiter auf meinen Namen. Vermutlich hat der Käufer den Anschluss nicht umgemeldet, somit seid Ihr noch die Ansprechpartner der CEMIG.

Wartet erst mal ab, was passiert, so lange die CEMIG Euch nicht verklagt, brauchst Du nicht gegen die vorgehen, da kommt sowieso nichts dabei raus.

Als erstes wird sicher in der Wohnung der Strom abgestellt, und das ist dann ja nicht Dein Problem, dann wird sich der Käufer schon bei Dir melden. Dann verlangst Du vom Käufer das der Anschluss umgeschrieben wird, was aber nicht möglich sein wird solange offene Rechnungen da sind. So oder so, wird sich der Käufer darum kümmern müssen.

:cool:
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Re: CEMIG - unberechtigte Forderungen

Beitragvon Frankfurter » Do 18. Jul 2013, 14:39

Vielen DANK für die Hinweise, die ich bisher in dieser Sache erhalten habe.

Sie bringen meine Frau und mich doch ein Stück des Weges, das Problem so oder so zu lösen.

Leider haben wir den Zähler nicht ausbauen lassen. Unwissenheit ! ---- klar schützt vor Strafe nicht :oops:

Die Käuferin war/ist die Mutter eines hohen Justizmanns in BH. Da geht man(n) vielleicht zu blauäugig mit dem Vertrauen um.
Aber wir werden jetzt weiter unsere Hausaufgaben machen.
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