Chacara in Brasilien

Tipps und Fragen von Auswanderungswilligen und Leuten, die es schon in Brasilien geschafft haben / Wirtschaftliche Unabhängigkeit

Beitragvon Severino » Di 2. Mai 2006, 08:37

oi takeo
sehr schön geschrieben. Aber vielleicht hat ja unser Krokodil ein paar Millionchen und dann geht das natürlich schon....so ein bisschen das Feld bestellen und seine Ruhe haben....

oi thomas
Die industrielle Landwirtschaft ist geprägt von einem sehr harten Wettbewerb. Ausserdem werden da wohl andere Investitionen getätigt, als Jacare das vorhat. Dazu kommt ein hohes Risiko und eine geringe Rendite. Also wohl sicher nicht das, was man sich unter einem ruhigen Lebensabend vorstellen sollte. Ausser man hat eine stattliche Rente aus Europa. Dann kann man sein Pferd aber auch auf einem sitio unterstellen und muss sich nicht mit der Ernte rumplagen...

oi kalle
Das Gehalt einer Lehrerin in Brasilien wird wohl so um die R$ 1000 sein. Davon kann eine Familie überleben, aber grosse Sprünge sind da auch nicht drin...
Und mit 2000 Stück Vieh wird der tio auch nicht viel mehr verdienen, wie die Lehrerin, wobei es noch darauf ankommt, ob es Fleisch- oder Milchwirtschaft ist und wieviel er mit 80 noch arbeitet....
paz e amor
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Beitragvon Jacare » Di 2. Mai 2006, 11:21

Hallo, Leute !
Sorry, bin nunmal ein unverbesserlicher Optimist und glaube leider
immer noch, daß man mit harter Arbeit und guten Ideen seinen Weg
machen kann. :D Will aber ganz deutlich klarstellen, daß ich nie
behaupten würde, daß das Leben auf einer Chacara/Sitio/Fazenda ein
zuckerschlecken ist und ich ziehe den Hut vor diesen Menschen, die sich
mit dieser harten Arbeit den A* sch aufreissen um ihre Familien über die
Runden zu bringen. Das sollte mal gesagt werden. Wie überall im Leben
kenne ich Beispiele wo es funktioniert und andere wo es in die Hose
ging. Ich kenne zum Beispiel einen Fazenda-Besitzer der Milch- u.
Fleischwirtschaft in Minas Gerais betreibt und seine Frau macht die
Pousada, bewirtet die Gäste und die Sache läuft. Woanders mag es
sein, daß die gleiche Sache den Bach runter ging. Wieso, weshalb auch
immer. Aber wenn mir am Ende eines Tages dann auch die Flügel
wachsen und die Sache mit Brasilien ging aus irgendwelchen Gründen
in die Hose (muß ja net aber könnte). !&@*$#!, was soll´s! Ich hab´s
zumindest versucht :wink:
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Beitragvon Severino » Di 2. Mai 2006, 11:56

!&@*$#!, was soll´s! Ich hab´s zumindest versucht

Das ist die richtige Einstellung. Optimismus brauchst Du in Brasilien. Ich denke mit Deiner Einstellung hast Du durchaus die Chance in Brasilien was auf die Beine zu stellen. Dazu hast Du hier sicherlich auch ein paar interessante Hinweise bekommen. Ich kenne genug Brasilianer, die mit dem salario irgendwie durchkommen. Dann wirst Du das mit der Chacara wohl auch schaffen, se deus quizer......
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Beitragvon Jacare » Di 2. Mai 2006, 12:51

Se Deus quizer ! Logo, der wohl wichtigste Aspekt. Wenn Gott
nicht in deiner Ecke steht, schafft man es sowieso nicht. Selbst
wenn man z.B. mit 10 Millionen EUR im Köfferchen nach Brasilien
kommt. :wink:
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Beitragvon Severino » Di 2. Mai 2006, 16:32

oi jacare
Also 10 Mio. Euro brauchst Du ja nicht gleich. Eine brauchbare Chacara kriegst Du so ab 150.000 R$. Die hat dann so 3 arqueros, einen Brunnen und ein zwei Häuschen drauf und nen Zaun rundrum. Fehlen noch die vacas oder bois und die Früchte oder Pflanzen. Wo stellst Du Dir denn das so vor, geografisch meine ich? Mato Grosso?
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Beitragvon thomas » Di 2. Mai 2006, 17:09

Severino hat geschrieben:Und mit 2000 Stück Vieh wird der tio auch nicht viel mehr verdienen, wie die Lehrerin, wobei es noch darauf ankommt, ob es Fleisch- oder Milchwirtschaft ist und wieviel er mit 80 noch arbeitet....


Also ganz so schlimm sind die Verhältnisse dann auch wieder nicht!

2000 Stück Vieh sind anderthalb Mio R$ wert (46 R$/@ Boi Gordo bei 17 Arrobas)
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Beitragvon thomas » Di 2. Mai 2006, 20:27

Also ausgewachsen meine ich.. nicht halbverhungerte Kälber im Sertão.
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Beitragvon Kalle » Mi 3. Mai 2006, 03:20

Hi Thomas,

der Onkel ist mind. 6 bis 8 x im Jahr Unterwegs von Santo Anastácio nach Naviraí. Und 2.000 Kopf sind ja nicht alle Gleich alt. Und sollte, - wie bereits geschehen- eine Duerreperiode anstehen, und Zusaetzliches Weideland angemietet werden, dan wirds knapp!!

In der "entresafra" stehen die Jungbullen auf der Weide und man wartet das Sie die entsprechenden "Arrobas" auf die Rippen bekommen. In diese "Entresafra" Zeit, hast du Kapital, aber kein Centavo in der Tasche!

Das mit dem Vieh hats in sich. Waehrend im Osten von S.P. (Presidente Prudente, Araçatuba, Epitácio usw.) eher Kaelber gezuechtet werden (Der boden ist zu Schwach fuer Intensive Viehzucht), wird in Mato Grosso (wegen dem Besseren Boden) diese Kaelber Schlachtreif herangezuechtet.
Fuer die "Peões" ist es ein fest, wenn die Jungbullen Kastriert werden, und die Hoden in Unmengen auf dem Grill landen! Ich habs bisher nicht geschaft wenigstens mal zu probieren.
Dagegen aber in Naviraí/MS abends in den Suempfen "Rã Pimenta" eine Riesenkroete gejagt. Kroetenschenkel mit agrião und Reis am Lagerfeuer!!!!!
"A vida é uma peça de Teatro, que não permite ensaios. Por isso, cante, chore, dance, ria e viva intensamente antes que a cortina se feche e a peça termine sem aplausos."
(Charlie Chaplin)

Gruß,
Kalle
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Beitragvon Jacare » Mi 3. Mai 2006, 11:50

@Severino
Das mit den 10 Mille ist schon klar :lol: Wir wollen uns um Ribeirao Preto
ansiedeln. Da lebt meine ganze "Bande" und so liegt es auf der Hand.
Klimatisch ist die Gegend optimal für den Früchte- und Gemüseanbau
geeignet. Aber wie bereits besprochen werde ich damit kein Vermögen
verdienen können. Also müssen noch weitere Eisen ins Feuer. Se Deus
quizer ! :wink:
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Beitragvon thomas » Mi 3. Mai 2006, 12:37

Schon klar, dass er zwischendurch Liquidität braucht.. Wollte nur sagen, dass die Lehrerin ihren Job eher gern gegen 2000 Cabeças tauscht.. ;)

Ja die Lagerfeuerromantik.. schon toll als Abwechslung zur Stadt.. was ich auch immer wieder beeindruckend finde, ist das klare Wasser im Landesinnern.. das es sowas noch gibt, hätte ich vorher auch nie gedacht.
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