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BeitragVerfasst: 04 Mai 2006 11:09 
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Zur Ergänzung Milchwirtschaft in Brasilien: Für den Liter Milch gibt es ca. 55 Centavos, z.B. von Nestle. Eine gute Kuh gibt 20-30 Liter Milch pro Tag. Ein Drittel der Kühe ist galt (gibt keine Milch). Pro 50 Kühe brauchst Du mindestens einen festanangestellten Mitarbeiter, besser zwei, da Du ja noch Mais und Soja pflanzen musst. Nun kann jeder selber rechnen wieviel Kühe er für die Finanzierung seines Lebensstandards braucht...



paz e amor
Severino


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BeitragVerfasst: 07 Mai 2006 22:50 
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milchkühe oder lehrerinnen, wäre ja für viele beinahe die selbe rechnung. vielleicht sogar einfacher zum eintippen in den taschenrechner. :wink:


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BeitragVerfasst: 24 Mai 2006 16:20 
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Hab da mal in einen anderen Forum eine etwas andere Geschäftsidee gesehen. :lol: Da hat jemand seine Urlaubswohnung in Brasilien für deutsche Touristen gleich mit Schoko-Frau angeboten. So zusagen eine andere Form von allinclusive... :wink: Schon recht makaber wie sich der Herr die Sonne finanziert.


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BeitragVerfasst: 24 Mai 2006 19:24 
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Och, dieser Gentleman der etwas anderen Art ist auch hier im BF unter dem Künstlernamen 'Regina' aktiv:
Guckst Du zum Beispiel hier



Creative Offshore IT Outsourcing in Brazil


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BeitragVerfasst: 25 Mai 2006 09:07 
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Ist ja klar, hätte ich mir auch denken können... Brasilienfreunde. :lol:


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 Betreff des Beitrags: Re: Chacara
BeitragVerfasst: 08 Aug 2006 06:42 
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Registriert: 08 Aug 2006 05:33
Beiträge: 138
Wohnort: ne, bitte, nicht mehr im DFF...
Jacare hat geschrieben:
Also eigentlich habe ich mir das so gedacht. Meine Frau näht und ver-
kauft die Kleidung und ich bewirtschafte die Chacara zum 1. für die
Eigenversorgung und zum 2. um noch etwas Geld zusätzlich zu ver-
dienen.
...
Ich will nur leben können.


Jacaré, mehr als überleben wirst Du damit auch nicht können.
Ich glaube nicht, dass Du über einen längeren Zeitraum damit zufrieden sein wirst.

Trotz allem, ich sehe einige Möglichkeiten in Brasilien auch in der Landwirtschaft rentabel zu sein, selbst bei Kleinbetrieben.
Würde dazu aber Pflanzungen empfehlen, die sonst keiner macht, was einen ziemlich langen Vorlauf notwendig macht.

Ich überlege mir im Moment selbst eine kleinere Fazendinha zu kaufen ( so 50-60 hektar), nicht gerade in den "teuren" Gegenden wie Sao Paulo, Rio)
Habe dafür (auch) kein richtiges Konzept - will ja aber auch nicht davon meinen Lebensunterhalt bestreiten.
Im Hinterkopf schwebt mir vor allem ein paar Nischenprodukte, welche ich mal ausprobieren will.
Da sind u.a.:
- Vanille
- Parfümessencen , will jeweils mal probeweise ein paar Hektar Vetyver, Geranium, etc. anbauen. Vielleicht auch mal ein paar andere Sachen.
- Ylang-Ylang (das sind Bäume) aber auch zur Parfümessenzen Gewinnung.
- dann noch ein paar Asiatische Früchte, welche in Brasilien im Moment gar nicht angebaut werden.
Durch Zufall bin ich auch noch auf eine weitere Sache gekommen: Bitterorangen.
Habe einen Bekannten (Agronom), welche gerade die Leitung einer Bitterorangenplantage in der Karibik übernommen hat.
Diese beliefern exklusiv einige europ. Likörhersteller mit getrockneter Orangenschale !
Werde mal probeweise auch ein paar von den Bäumen pflanzen. Vielleicht kann ich mich da noch mit einklinken.

Persönlich bin ich aber mehr auf die Essenzengewinnung eingestellt. Wobei ich plane, diese direkt an europäische Firmen zu liefern.
Diese haben den Vorteil, dass ein kg/liter davon schnell mal ein paar Tausender (Euros, nicht Reais) wert ist.
Luftfracht fällt da nicht so doll in's Gewicht.
Und notfalls kann man auch mal eine Jahresernte im Koffer mitnehmen.

Auch Angestellte/Landarbeiter haben nur wenig Ahnung über deren Vertriebswege, also auch Probleme was "abzuzweigen" (Rinder lassen sich mal schnell zum Nachbarn schaffen.... sind halt krepiert, oder weggelaufen)

Gerade im Amazonasbereich liesse sich mit Essenzen sicherlich noch sehr viel machen. Wenn jemand von Euch die Idee aufgreifen will, hätte ich nichts dagegen.
Gerade die Parfümindustrie sucht ständig "neue" Düfte. Es dürfte in Brasilien noch so 10-20.000 Pflanzen geben, die nur darauf warten, dass jemand mal deren Essenzen konzentriert, und der Industrie anbietet.
Da lassen sich sicherlich noch etliche finden, die Abnehmer finden würden.

Dazu ist das ein sehr regelmässiges Geschäft, ohne grosse Fluktuationen.
Wenn ein Hersteller erst einmal eine bestimmte Substanz in seinem "Parfümchen" drinne hat - ist er auf Deufel und Verderben drauf angewiesen dieses weiterzubenutzen. Und muss regelmässig beziehen.
Wenn man seriös ist und auch fest jedes Jahr bestimmte Mengen, zur vereinbarten Qualität liefert, bleiben einem diese bis an's Lebensende treu - und werden auch nicht für 1-2 Euro Preisunterschied weglaufen.

Parfümessenzen lassen sich übrigens aus jedem Pflanzenteil gewinnen.
Blüten, Schale, Blätter, etc. kommt jeweils auf die Pflanze drauf an.

Bei Eukalyptus/Tannen/Fichten sind das die Blätter/Nadeln, bei Orangen, Ylang-Ylang die Blüten, bei Geranium die gesamte Pflanze, beim Vetyver die Wurzeln....
Theoretisch könnte ich mich auch mal in den "Busch" setzen und einfach mal alles was da so um mich rumwächst, ausprobieren.
Gibt ja in Brasilien wirklich genug endemische Pflanzen.... wäre wohl kein Problem etwas ganz Neues zu finden.

Die Idee mit der Vanille... ist eigentlich auch nur mal zum Ausprobieren gedacht.

Brasilien importiert diese (Hauptlieferanten hierfür sind Madagaskar, Komoren, Indonesien). Der Markt ist vorhanden.
Die Vanillepflanze (eine Orchideen-Art) stammt aus Mexico - müsste wahrscheinlich auch in Brasilien gut wachsen.
Ginge aber genauso auch mit anderen Gewürzen, wie Zimt (wird aus Rinde eines Baumes gewonnen), oder (Gewürz-)Nelken.

Lasst mal einfach Eure Fantasie ein bissl spielen. Da gibt es noch so einige Nischen für "Klein"Bauern mit Idee und Herz.


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