Christentum in Brasilien

Allgemeine Fragen & Tipps über alles, was dem Gringo in Brasilien passieren kann

Re: Christentum in Brasilien

Beitragvon Takeo » Sa 19. Sep 2009, 23:18

littlebee hat geschrieben:
Takeo hat geschrieben:
amarelina hat geschrieben: religionen dienen in der hauptsache dazu, menschen zu manipulieren, sie dumm und klein zu halten und macht über sie auszuüben.

Daraus muss ich philosophisch streng logisch folgern, dass Du MaterialistIn bist?


Ich sehe zwar keinen zwingenden Grund, daraus zu folgern, dass man mit dieser Aussage ergo "nur" noch MaterialistIn sein kann aber vielleicht habe ich bei den ganzen philosophischem Is-mussen (Materialismus, Naturalismus, Idealismus, Atheismus etc.) auch den Überblick verloren :mrgreen:


Es gibt eigentlich nur zwei Philosophische Grundstroemungen:
Materialisten und Idealisten; Erstere glauben die Idee ist Resulta der Materie, Letzere glauben, Materie ist Resultat der Idee.

Bedenklich finde ich nur, dass das Wort GOTT in Deutschland `out` ist, wie eine Mode... Wenn man das Wort GOTT durch das Wort `Idee` oder gar `Universum`ersetzt macht ploetzilch alles viel mehr Sinn: Das Universum schuf die Welt in sieben Tagen... Im Anfang war das Wort, und das Wort war beim Universum, und das Universum war das Wort etc... ich koennt mich nur wieder darueber aufregen, dass die meisten sog. Atheisten nur kurz und vollmundig mal eben behaupten Atheisten zu sein, ohne den blassesten Schimmer von Philosophie, Physik, Relativitaet oder gar Quantenphysik zu haben... von Relativitaet oder Quantenphysik habe ich zwar auch nicht viel Ahnung, aber immerhin genug, um das Wort Atheist lieber etwas vorsichtiger zu gebrauchen!
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Re: Christentum in Brasilien

Beitragvon BeHarry » So 20. Sep 2009, 05:00

Takeo hat geschrieben:Es gibt eigentlich nur zwei Philosophische Grundstroemungen:
Materialisten und Idealisten; Erstere glauben die Idee ist Resulta der Materie, Letzere glauben, Materie ist Resultat der Idee.

Bedenklich finde ich nur, dass das Wort GOTT in Deutschland `out` ist, wie eine Mode... Wenn man das Wort GOTT durch das Wort `Idee` oder gar `Universum`ersetzt macht ploetzilch alles viel mehr Sinn:
...

dann bin ich aber materialistischer Idealist.
Kohle abzocken kann man bei mir nämlich auch schlecht. Aber ich helfe gerne anders.
Manchmal reichen doch wenig Sachen.

Z.B. bei Pennern in der Stadt, die kriegen von mir fast nie was (landet ja sowieso in der Flasche), dafür unterhalte ich mich manchmal mit denen. Ist wirklcih beeindruckend, ich glaube, vielen Leuten, denen es nicht so gut geht, fehlt einfach ein bisschen mehr Kontakt und mal jemand der zuhört. Das ist gar nicht mal Geld, oder so, gibt bei uns ja sowieso Sozialhilfe.
Aber viele Leuten fehlt einfach ein bisschen menschlicher Kontakt. Auch Leuten, die nicht unbedingt auf der Strasse leben.
Die Gesellschaft hat sich da zu individualistisch entwickelt, finde ich.
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Re: Christentum in Brasilien

Beitragvon Brazil53 » So 20. Sep 2009, 09:38

Was ist Gott?
Da haben sich schon andere den Kopf darüber zerbrochen.

Dostojewski hat gesagt: „Ohne Gott ist alles erlaubt“. Dahinter steckt die Urangst vor dem Chaos.
Ich denke eher, „Mit Gott ist alles erlaubt“. Was alles im Namen Gottes verbrochen wurde zähle ich jetzt nicht auf. Kein Gott hat es bisher geschafft die Schlechtigkeit des Menschen zu bremsen.
Und die Geschichte des Christentums wird bis heute zurecht gelogen. Die jüngste Lüge stammt von Papst Benedikt, der in Brasilien behauptete, die Christianisierung habe sich nie mit Gewalt vollzogen.


Für Freud war Religion eine Illusion und Gott "Vaterprojektion", die unverstanden bleibt.
Er meinte, dass unser Geist sich eine gigantische Vatergestallt aufbaut, um in der Realität zurechtzukommen.
Von ihr erwarteten wir Schutz und Erfüllung von Wünschen, die uns sonst versagt bleiben.

Nietzsche kritisiert vor allem das, was die Theologen aus der Lehre Christi gemacht haben. Das Christentum ist für Nietzsche eine Sklavenmoral, die zur Schwäche und Unterwürfigkeit führt.

Feuerbach muss ich zitieren, dass kann ich nicht zusammenfassen.
"Der Mensch glaubt an Götter, nicht nur weil er Phantasie und Gefühl hat, sondern auch weil er den Trieb hat, glücklich zu sein. Er glaubt ein seliges Wesen, nicht nur weil er eine Vorstellung der Seligkeit hat, sondern weil er selbst selig sein will; er glaubt ein vollkommenes Wesen, weil er selbst vollkommen zu sein wünscht; er glaubt ein unsterbliches Wesen, weil er selbst nicht sterben will. Was er selbst nicht ist, aber zu sein wünscht, das stellt er sich in seinen Göttern als seiend dar. Die Götter sind als wirklich gedachten, in wirkliche Wesen verwandelten Wünsche des Menschen.“
http://www.gottwein.de/Eth/RelKr01.php

Der Ursprung der Religion ist Angst. Der Vorstellung, dass es keinen Gott gibt, der uns beschützt, und dass wir mit dem Tod für immer weg sind, ist für die Menschen unerträglich. Deshalb haben die Menschen Gott erfunden.
Es wird auch immer wieder gesagt, dass Gott den Menschen Halt und Trost gibt.
Genauso kann man sagen, dass Millionen von Menschen ihren Halt und Trost in Alkohol und Drogen finden.
Ich denke es würde die Menschheit viel weiter bringen, wenn sie die statt der Bibel, des Korans oder des Talmuds die großen Philosophen lesen würden, damit könnten sie ihr Leben besser und schneller ins Gleichgewicht bringen.
Was kein Mensch braucht, ist die Kontrolle von „Gläubigen“ ob wir unser Leben richtig gestalten.

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Re: Christentum in Brasilien

Beitragvon BeHarry » Mo 21. Sep 2009, 04:26

habt ihr das in Berlin mitbekommen, wo so n Dutzend Ahteisten sich bei Psychoanalythiker mit Drogen zugeschmissen hat, um ihre Lebensprobleme zu bewältigen? (2 sind tot).

Sowas passiert leider immer wieder.
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Re: Christentum in Brasilien

Beitragvon Westig » Mo 21. Sep 2009, 04:57

BeHarry hat geschrieben:habt ihr das in Berlin mitbekommen, wo so n Dutzend Ahteisten sich bei Psychoanalythiker mit Drogen zugeschmissen hat, um ihre Lebensprobleme zu bewältigen? (2 sind tot).

Sowas passiert leider immer wieder.
Glauben hilft einem schon, dass es nicht soweit kommt.
Hilft in vielen Lebenssituationen weiter. Atheisten müssen dann zum Arzt.



BeHarry, Unsinn. Woher weißt Du so genau, dass die Patienten, die sich da ihrem Therapeuten mit seiner "psycholytischen Psychotherapie, Körper- und Gestalttherapie sowie Hilfe bei spirituellen Krisen" (Der SPIEGEL) anvertrauten, Atheisten waren? Klar kann Glauben welcher Art auch immer weiterhelfen. Aber auch ganz schön in Not, in Abhängigkeit, und auch in Depressionen bringen. Und auch Glaubensmenschen müssen zum Arzt. Nicht mehr oder weniger als Atheisten....
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Re: Christentum in Brasilien

Beitragvon BeHarry » Mo 21. Sep 2009, 10:51

Westig hat geschrieben:BeHarry, Unsinn. Woher weißt Du so genau, dass die Patienten, die sich da ihrem Therapeuten mit seiner "psycholytischen Psychotherapie, Körper- und Gestalttherapie sowie Hilfe bei spirituellen Krisen" (Der SPIEGEL) anvertrauten, Atheisten waren?

Westig, ich würde bei derartigen Problemen zunächst einmal Hilfe im Kirchenkreis suchen (die es gibt, nicht nur beim Pfarrer).
das würden wohl 99.8% der Gläubigen so machen.

Also bleibt nur noch eine Zielgruppe für diesen Scharlatan: Atheisten und sonstige Verwirrte (einschl. der 0.2%)
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Re: Christentum in Brasilien

Beitragvon Tuxaua » Mo 21. Sep 2009, 13:36

Takeo hat geschrieben:...Wenn man das Wort GOTT durch das Wort `Idee` oder gar `Universum`ersetzt macht ploetzilch alles viel mehr Sinn: ...
Wenn wieder mal Gas und Geld gleichzeitig alle sind und der Laden um die Ecke nicht mehr anschreibt: Ohhh, hat uns das Universum wieder eine harte Bürde auferlegt - der Austausch des Wortes macht wirklich Sinn :wink:

Das ist doch das Problem, dass viele die Augen vor der Realität verschließen! Und der Pfarrer oder die Pfarrerin spenden in so einer Situation vielleicht Trost, aber keine neue Gaspulle.
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Re: Christentum in Brasilien

Beitragvon dimaew » Mo 21. Sep 2009, 14:49

BeHarry hat geschrieben:
Westig hat geschrieben:BeHarry, Unsinn. Woher weißt Du so genau, dass die Patienten, die sich da ihrem Therapeuten mit seiner "psycholytischen Psychotherapie, Körper- und Gestalttherapie sowie Hilfe bei spirituellen Krisen" (Der SPIEGEL) anvertrauten, Atheisten waren?

Westig, ich würde bei derartigen Problemen zunächst einmal Hilfe im Kirchenkreis suchen (die es gibt, nicht nur beim Pfarrer).
das würden wohl 99.8% der Gläubigen so machen.

Also bleibt nur noch eine Zielgruppe für diesen Scharlatan: Atheisten und sonstige Verwirrte (einschl. der 0.2%)


Sorry, aber so einen Unsinn habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Du saugst Dir eine "Statistik" aus den Fingern um Deine kruden Missionierungsversuche zu rechtfertigen. [-X
Hilfe bei professionellen Helfern suchen alle Schichten der Bevölkerung (die es sich leisten können). Da sind Christen, Muslime, Hinduisten, Buddhisten genau so vertreten wie Leute, die nicht an einen Gott glauben. In einem gebe ich Dir dennoch recht: Mancher Geistliche ist als Psychologe/Psychiater besser geeignet als einge, die das angeblich studiert haben. Das sind die Geistlichen, die zuhören können und nicht ihr eigenes Weltbild allem und jedem aufdrücken wollen.
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Re: Christentum in Brasilien

Beitragvon Brazil53 » Mo 21. Sep 2009, 15:41

Wenn es den BeHarry nicht schon geben würde, müsste man ihn erfinden.

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Re: Christentum in Brasilien

Beitragvon Elsass » Mo 21. Sep 2009, 16:46

Das Christentum in Brasilien ist v.a. ein grandioses Geschaeft.
Von den ungebildeten und aberglaeubischen kann man sehr gut Knete abzocken. Die christlichen Sekten in Brasilien sind unzaehlig. Im kleinsten Kaff im Interior gibts an jeder Ecke eine andere Kirche. Das sind in der Regel die am besten geflegten Gebaeude. Die Unwissenden geben anscheinend gerne von dem Wenigen, was sie haben, um sich einen vermeintlichen Platz im Paradies zu sichern. Die Nehmer auf der anderen Seite sind wohl eher schon Zweifler, weil sie das viele Geld dann doch lieber selbst im Jetzt verbraten, auch gerne im Ausland (z.B. Florida, USA), dort faellt es nicht so auf. Der Pastor der Wiedergeborenen hier um die Ecke faehrt denn auch gerne einen Toyota, ein VW Gol waere doch zu gewoehnlich.

Und ganz objektiv. Hat es irgendwas geholfen, das A.H. oder J.S. getauft waren? Oder andere Schlaechter und KZ-Waechter?

Gott ist tot!
Lasst euch nicht ins Bockshorn jagen.
Hier und jetzt wird gelebt. Es gibt kein Paradies.
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