Christentum in Brasilien

Allgemeine Fragen & Tipps über alles, was dem Gringo in Brasilien passieren kann

Christentum in Brasilien

Beitragvon BeHarry » Do 17. Sep 2009, 05:17

Eines finde ich in Brasilien (und auch in Argentinien) wirklich Klasse:

Die Leute sind noch richtig religiös !

Sind zwar auch viele dubiose Gruppierungen dabei, radikale Christen, etc. aber ich fühle mich in Brasilien wohl, gerade auch, weil man nicht überall angemacht wird, wenn man ein Kreuz um den Hals trägt, oder in die Messe geht.

In Europa finde ich, sind die Atheisten manchmal wirklich unangenehm aufdringlich.
Könnten doch einfach die Christen machen lassen, ohne sich immer einmischen zu müssen, oder?

Geht aber irgendwie nicht.

Wenn Ihr in Brasilien seid, nehmt mal die Gelegenheit wahr, und geht in eine Messe.
Man trifft wirklich nette Leute, wird sofort in die Gemeinschatf aufgenommen. Ist wirklich schön.
ist zwar auch in österreich ähnlich (weiss nicht genau, wie das in deutschland oder Schweiz ist) - aber ein wenig zurückhaltender sind die Leute schon.
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Re: Christentum in Brasilien

Beitragvon cabof » Do 17. Sep 2009, 05:44

Beharry: Du mußt ganz klar unterscheiden, diese "Evangelicos" sind eine Sekte mit dem Ziel den armen
Leuten noch den letzten Centavo aus der Tasche zu ziehen und diese zu manipulieren - die arbeiten
mit allen Mitteln um auch die letzte Seele einzufangen. (Kenne ich persönlich aus einem Ableger hier in
Köln). Ich bin katholisch, streng (zu meiner Kind/Jugendzeit) erzogen worden, habe mich dann aber
distanziert von diesem Zirkus - sollte ich das Gefühl haben mich mal zurück zu ziehen dann gehe ich in
eine der vielen Kirchen (zB Brasilien) oder an einen anderen Ort (Strand) und lasse meinen Gedanken
freien Lauf. Um auf den Islam zu kommen, dieses vor-mittelalterisches-Denken und Handeln, kötzel,
kötzel.... ich werde niemals einen Fuß in diese Länder setzen. Amen.
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Re: Christentum in Brasilien

Beitragvon Westig » Do 17. Sep 2009, 06:09

Nun ja, BeHarry, bei all Deiner Begeisterung für brasilianische - katholische - Religiösität:
jeder wird auf seine Weise selig.

Dass man / frau wenn sie / er in Brasilien in eine Messe geht, "sofort in die Gemeinschaft aufgenommen wird" ist so nicht richtig. Die Messe ist in der Regel anonym, die meisten Menschen kennen sich nicht, und gehen danach wieder auseinander und jeder und jede seinen und ihren Weg. Bis zum nächsten Sonntag. Mal die (noch?) überfüllten Großkirchen in den Hauptstädten besuchen, wo bei schlechter Akustik kaum die Worte des weit entfernt stehenen Pfarrers zu verstehen sind. Warum tun sich das jeden Sonntag in Brasilien Millionen Menschen an und stehen schwitzend eine Stunde lang in der Messe? Gemeinschaftliche Solidarität miteinander? "Aufgenommen"?

Es sei denn, Du sprichst von kirchlichen Basisgemeinden, die sich nicht auf die Feier der Messe reduzieren, sondern die im alltäglichen Leben gegenwärtig sind und in denen jeder jeden kennt und wo man sich gegenseitig stützt. Aber die haben zu weiten Teilen ihre Bedeutung verloren, nachdem der Vatikan - und nebenbei gesagt der jetzige Papst in seiner damaligen überaus einflussreichen Funktion - mehr als 25 Jahre lang alles daran gesetzt hat, ihre brasilianischen und lateinamerikanischen Protagonisten verkommen und isoliert zu lassen.

Was ganz anderes ist der Umgang in evangelikalen Gemeinden, aber die kennen keine Messe.

Und dass in Europa - im Gegensatz zu Brasilien - Atheisten unangenehm aufdringlich sein sollen, ist so nicht nachvollziehbar. Vor keiner Kirche in Deutschland, Belgien, Holland, Frankreich, stehen Atheisten und drängen sich den Kirchgängern auf. Den meisten Atheisten ist die Kirche völlig egal, und sie "missionieren" nicht.

Aufdringlich hingegen können Mitglieder evangelikaler Kirchen oder Sekten sein, und Zeugen Jehovas, die sonntagsmorgens in der Früh' an der Tür klingeln um ihre Doktrin loszuwerden und um den "Wachturm" und religiöse Traktate anzubieten.

Je nach Sichtweise, können aber auch die Katholische und die Lutherische Kirche in Deutschland und in Brasilien und anderswo ganz schön aufdringlich sein, mit "katholischem Glockenläuten" 24 Stunden am Tag zu jeder vollen Stunde, in Dörfern katholischer Regionen auch alle 15 Minuten, oder mit sogenannten Kirchentagen und anderen Zelebrationen großer kirchlicher Festivitäten, die nichtkirchlich oder nichtkatholisch orientierten Mitmenschen ganz schön auf den Geist gehen können.

Und besonders aufdringlich ist für viele Zeitgenossen in Brasilien (vor allem im Nordosten) die "Volksmission", bei denen nicht nur den örtlichen Katholiken das Fürchten vorm ewigen Höllenfeuer nahegebracht wird. Und wie schlimm und Sündenbeladen - nicht nur jugendliche und gar außereheliche - Sexualität für das katholische Empfinden sei. Über die Folgen kirchlicher Indoktrination und die Rolle der Kirche(n) in Brasilien seit Zeiten der portugieschen Kolonisierung könnte man hier stundenlang diskutieren.

Unerschöpfliches Thema.

Deinen Rat in allen Ehren, in Brasilien die Messe zu besuchen, aber das allein bringt's wohl nicht....
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Re: Christentum in Brasilien

Beitragvon Goman » Do 17. Sep 2009, 07:38

Eine der gefährlichsten , sogenannten Kirchen ist die IGREJA UNIVERSAL REINO DO DEUS unter dem selbsternannten Bispo Macedo , die akzeptieren keine andee Religion und wollen immer nur das eine ! Geld

Meine Frau ist dieser Kirche verfallen und es ist sclimm mit anzsehen , wie die Menschen ausgenommen werden.

Die IURD ist ein rein kommerzieles Unternehmen mit dem Ziel Macedo reicher zu machen , der kauft Fernsehsender , Radiosnder , Unternehmen etc. .

Der wohnt unter anderem auch in New York und Florida im reinsten Luxus.

Die Menschen in Brasilien gehen in diese Kirche und geben 100 Real oder auch mehr , die Pfarren oder Bispos predigen , wenn ihr 200 Real gebt dann bekommt Ihr es doppelt zurück , oder wenn man morgens den Fernsehsender Rede Record sieht , wo dann angeblich von Krankheit und Armut genesene Menschen erzählen , wie die IURD und diese Bispos ihnen geholfen haben .

Für mich ist dies der grösste kriminell in Brasilien , ich werde alles mögliche tun , damit meine Frau aus diesen Fängen herraus kommt , es gibt auch noch wirkliche religiöse Kirchen in Brasilien , wo man seinen Gottesdienst in Ruhe besuchen kann .
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Re: Christentum in Brasilien

Beitragvon Frank-Rinkens » Do 17. Sep 2009, 08:16

Vorsicht! Vorsicht! Vorsicht!!! War auch mal in so einer Messe. Hat mir soweit ganz gut gefallen. Die wollen wirklich nur dein bestes! DEIN GELD!!!
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Re: Christentum in Brasilien

Beitragvon rwschuster » Do 17. Sep 2009, 12:47

Ich hab das seltene Glück gehabt als Kind locker katholisch erzogen zu werden, dannkam ich in deutsche Hände, streng protestantisch, da waren alle bibelfest, dann buddistisch (Mein Onkel war in China stationiert) und in der Mittelschule absolut ateistisch.
den Rest hab ich dann in Brasilien gelernt, in Porto do Mato im NO, wo die Padres noch auf die Pauke hauen, in Goiania wo die Universal ihr Unwesen treibt, im Amazonas wo die schwarzen Hühner auf den Strassenkreuzungen neben den Cachaçaflaschen liegen und die Umbanda tanzt, bei Kerzenlicht .....

PS.: Wenn mir einer meine Kinder hier in irgendeine Kirche bringen will schwinge ich das Buschmesser
Prost Mahlzeit, Sachen gibts dies garnicht gibt
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Re: Christentum in Brasilien

Beitragvon ManausTip » Do 17. Sep 2009, 13:06

rwschuster hat geschrieben:Ich hab das seltene Glück gehabt als Kind locker katholisch erzogen zu werden, dannkam ich in deutsche Hände, streng protestantisch, da waren alle bibelfest, dann buddistisch (Mein Onkel war in China stationiert) und in der Mittelschule absolut ateistisch.
den Rest hab ich dann in Brasilien gelernt, in Porto do Mato im NO, wo die Padres noch auf die Pauke hauen, in Goiania wo die Universal ihr Unwesen treibt, im Amazonas wo die schwarzen Hühner auf den Strassenkreuzungen neben den Cachaçaflaschen liegen und die Umbanda tanzt, bei Kerzenlicht .....

PS.: Wenn mir einer meine Kinder hier in irgendeine Kirche bringen will schwinge ich das Buschmesser



Habe schon gedacht du gehörst zu den von dir als letzt erwehnten.
Die sind mein bester Kerzenlieferant. Du weisst Robert in Manaus fällt öfter der Strom aus.
Die Kerzen braucht man dann nachts bei mir in der Nähe nur auf der Strasse aufzusammeln.
Also schreibe nicht schlecht über die sonst muß ich mir meine Kerzen irgendwann kaufen. :D
Gruss Jürgen

www.pousada-manaus.com
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Re: Christentum in Brasilien

Beitragvon rwschuster » Do 17. Sep 2009, 13:40

ManausTip hat geschrieben:Die Kerzen braucht man dann nachts bei mir in der Nähe nur auf der Strasse aufzusammeln.
Also schreibe nicht schlecht über die sonst muß ich mir meine Kerzen irgendwann kaufen. :D
Gruss Jürgen

http://www.pousada-manaus.com
Hehehe, die Pingaflaschen bring mir mit und die Hühner schicken wir dem Bruno, der hat gerne alte Galinhas
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Re: Christentum in Brasilien

Beitragvon Copafred » Do 17. Sep 2009, 13:48

cabof hat geschrieben: Um auf den Islam zu kommen, dieses vor-mittelalterisches-Denken und Handeln, kötzel,
kötzel.... ich werde niemals einen Fuß in diese Länder setzen. Amen.



Das muss Du auch nicht, die kommen schon zu Dir.

Man genehmige sich dieses Video im yuotube :

http://www.youtube.com/watch?v=6D9oud80UV8
Gottes schönste Gabe ist der Schwabe!
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Re: Christentum in Brasilien

Beitragvon rwschuster » Do 17. Sep 2009, 13:50

BeHarry hat geschrieben:Eines finde ich in Brasilien (und auch in Argentinien) wirklich Klasse:
.... ich fühle mich in Brasilien wohl, gerade auch, weil man nicht überall angemacht wird, wenn man ein Kreuz um den Hals trägt, oder in die Messe geht..

Na das siehst du zu eng, , ob du jetzt ein Kreuz umhängen hast, einen Turban, oder eine Burkha, Weisse Weste und Hose eines pai dos Santos, Shalom Shalom säuselst oder Räucherstäbchen abbrennst......
Niemand wird dich belästigen oder gar beleidigen. Niemand würde hier auf die Idee kommen dir ein Kopftuch oder eine Burkha zu verbieten. Deshalb haben wir keine Terroristen, keine Skandale und kein Ausländerproblem.
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