Der chinesische Stahlriese Baosteel hat mit Vale do Rio Doce die Verhandlungen zum Bau eines Stahlwerks in Brasilien wieder aufgenommen. Die geplante Anlage soll pro Jahr rund 4 Milliarden Kubiktonnen Stahl-Brammen produzieren. Das Investitions-Volumen wird mit 3 bis 4 Milliarden Dollar veranschlagt. 80 bis 90 Prozent davon soll der chinesische Konzern tragen.
Das Werk soll in der brasilianischen Provinz Maranhao erbaut werden. Dort hat zuletzt ein Regierungswechsel stattgefunden. Die neue industrie-freundliche Regierung dürfte für ein einfacheres Genehmigungsverfahren sorgen.
Vale do Rio Doce (CVRD) ist stark daran interessiert, Stahlwerke ausländischer Produzenten in Brasilien anzusiedeln, um damit den Verkauf von Eisenerz zu stimulieren. Um die geplante Jahresproduktion von 4 Milliarden Tonnen zu erzielen, müsste Baosteel rund 6 Millionen Tonnen Eisenerz abnehmen. Der chinesische Konzern wiederum strebt mit dem brasilianischen Standort Kostenvorteile an. Analysten zufolge würden sich durch die Anlage in Maranhao etwa die Kosten für den Seetransport um 50 Prozent verringern.
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