Das Ende unseres Gartenschlauches

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Re: Das Ende unseres Gartenschlauches

Beitragvon Itacare » Di 14. Jun 2016, 13:52

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Re: Das Ende unseres Gartenschlauches

Beitragvon O_Periquito » Mi 15. Jun 2016, 11:26

@itacare
der schlauch ist ein schmuckstück, den würde mein mann nur für den privaten gebrauch kaufen und immer wegräumen wenn er ihn benutzt hat. für eine firma muss man was einfaches kaufen was auch nicht zu teuer ist. viele benutzen die dinge, keiner achtet darauf das nix kaputt geht. wenn etwas kaputt geht, weisst ja wie das ist: "KEINER WAR ES UND NIEMAND HAT ETWAS GESEHEN."
wir haben zwar KEINER und NIEMAND nicht auf unserer lohnliste, aber sie sind immer allgegenwärtig bei einer firma.

@cabof
einen angestellten etwas bezahlen lassen, das geht nicht, da ruft schon ganz laut das sindicato de trabalho, "NÃO PODE"
wir hatten eine neueinstellung, der hat uns erklärt, "so wie er weiss muss die firma immer alles bezahlen wenn ein schaden durch einen arbeiter entsteht". nun já, er hat nicht lange in unserer firma überlebt. nach seinen drei monaten probezeit hat er seine papiere bekommen, macht jetzt einen monat.
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Re: Das Ende unseres Gartenschlauches

Beitragvon cabof » Mi 15. Jun 2016, 12:12

Ich erinnere mich mal an eine Unterhaltung mit dem Besitzer einer Salzgewinnung in Cabo Frio, schon viele Jahre her - Thema Angestellte/Arbeiter... er sagte mir im gewissen "offtopic" - die erscheinen sogar schon zum Vorstellungsgespräch mit dem Arbeitsgesetzbuch...
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Re: Das Ende unseres Gartenschlauches

Beitragvon Itacare » Mi 15. Jun 2016, 19:58

Bin Laden. Bin Pause. Bin Urlaub. Gibt es an jeder Ecke, nur die Bin Arbeiten sind selten :mrgreen:
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Re: Das Ende unseres Gartenschlauches

Beitragvon Hallorin » Do 16. Jun 2016, 07:19

jorchinho hat geschrieben:Andersrum habe ich auch schon bemerkt, wie das Grinsen in die Gesichter zieht, wenn der Deutsche mal wieder zu genau arbeitet.......bis sie dann das Ergebnis sehen und die Gesichter wieder lang werden.....kkkkkkk

Tatsächlich? Erzähl mal ein Beispiel, wie kann man denn zu genau arbeiten? :)
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Re: Das Ende unseres Gartenschlauches

Beitragvon zagaroma » Do 16. Jun 2016, 15:14

Hallorin hat geschrieben:Tatsächlich? Erzähl mal ein Beispiel, wie kann man denn zu genau arbeiten? :)


Also jetzt stell Dir mal so einen Arbeiter vor: der lebt in einer Hütte aus unverputzten Ziegelsteinen, mit wackeligem Basilit auf dem Dach und einem Leintuch als Tür, mit festgestampftem Lehmboden, der sich bei jedem Regen in ein Schlammbad verwandelt. Ohne Scheiben in den Fenstern, mit ein paar lose hängenden Kabeln, wo man aufs Bett steigen und die Birne festdrehen muss, um im Schlafzimmer das Licht anzumachen. Da schlafen sie zu viert und in der Küche auf dem zerbeulten Sofa schlafen noch zwei. Und bei allen seinen Nachbarn ist das genauso.

Der kommt also in Dein komfortables Haus und soll die Gartenmauer und die Wege draussen mit teurem Naturstein verkleiden. Du stehst daneben und verlangst, dass alle Fugen gleichmässig 4 mm breit sind und Du misst akribisch jede einzelne nach.

Was denkt dieser Mann?
Dass die Gringos total bescheuert sind. Die wissen nicht, wohin mit ihrem Geld und haben nichts anderes im Sinn, als einem ehrlichen Arbeiter das Leben zur Hölle zu machen. Als ob es irgendeinen Unterschied machen würde, wenn die verdammten Fugen mal einen Millimeter breiter oder schmaler wären. Er weiss, wie man richtig arbeitet, das hat er schliesslich gelernt und macht das schon sein ganzes Leben. Niemand hat sich je beschwert. Und für diese Art von Sklaverei müsste der Gringo eigentlich das Doppelte bezahlen, man muss ja alles dreimal machen. Man sieht doch dass er stinkig reich ist, aber geizig schlimmer als ein Portugese.

Kapiert? :mrgreen:
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Re: Das Ende unseres Gartenschlauches

Beitragvon jorchinho » Do 16. Jun 2016, 17:10

Naja, so extrem war es nicht. Fliesen sind ein gutes Beispiel, habe ich selber an die Wand geklatscht. Nicht so perfekt wie ein deutscher Fliesenlegermeister, aber schon ein Unterschied zu unseren pedreiros. Vom Streichen ganz zu schweigen, die machen aus jeder Farbe mehr oder weniger Wasser. Ich habe die Farbe unverdünnt aufgetragen und war nach einem Anstrich fertig, ohne Flecken oder durchschimmernde Altfarbe. Am meisten hat unsere Familie gestaunt, weil sie mir das nicht zugetraut haben. Bin ja nur ein Röhrich.......
Ich werde den Teufel tun und deren Arbeit schlecht machen, aber jeder hat ja nunmal seinen eigenen Stil.....dafür haben die Sachen drauf, wo ich dran verzweifeln würde.....
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Re: Das Ende unseres Gartenschlauches

Beitragvon Itacare » Do 16. Jun 2016, 19:58

jorchinho hat geschrieben:.....dafür haben die Sachen drauf, wo ich dran verzweifeln würde.....


jetzt bist Du aber mit dem Beispiel dran :?:
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Re: Das Ende unseres Gartenschlauches

Beitragvon jorchinho » Fr 17. Jun 2016, 04:44

Itacare hat geschrieben:
jorchinho hat geschrieben:.....dafür haben die Sachen drauf, wo ich dran verzweifeln würde.....


jetzt bist Du aber mit dem Beispiel dran :?:


Zum Beispiel, wenn die sich auf ihre Elektroverkabelungen stürzen und es auf wundersame Weise schaffen, ein weiteres Kabel anzuschliessen bzw. das defekte in diesem Tohuwabohu zu finden, natürlich ohne die eventuell vorhandenen Sicherungen abzuschalten......nix für meine Nerven...
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Re: Das Ende unseres Gartenschlauches

Beitragvon cabof » Fr 17. Jun 2016, 05:21

ich lese aus Interesse mit, kann auch vieles unterschreiben - was Zagaroma schreibt trifft schon in vielen Fällen zu, fortsetzen kann man das mit den Zugehfrauen,
besonders wenn diese in einem Gringohaushalt arbeiten und die tollen Sachen aus Germany sehen und einen vollen Kühlschrank sowieso. Da treffen Welten aufeinander und die Begierde ist geweckt. Aus meinem Familienkreis kann ich bezügl. Handwerker sagen, die werden "empfohlen" wobei das auch kein Garant ist, ich habe die Baustelle (Umbauarbeiten) in der Familie nicht gesehen, das Endresultat schien mir aber ganz vernünftig - hat sich nur sehr lange hingezogen, wussten wohl das
jeden Monat Geld aus Germany kam und da kann man ja über Monate "melken" .... wäre ich vor Ort gewesen... ich glaube ich hätte diese mit meiner geradlinigen Denkweise schon frühzeitig vergrault. Man kann nur raten, wenn ihr rübermacht und ein renovierngsbedürftiges Häusgen habt, eignet euch Grundkenntnisse im allg.
Handwerk an, vieles selbermachen... boa sorte.
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