[Buchkritik] Das Feuer Brasiliens

Infos zu Internet, Telefon, Handy, TV und Literatur in Brasilien

Beitragvon Fischkopp » Sa 10. Sep 2005, 12:02

Moin zusammen,

@ Thomas und Zambo: Danke schön, ihr habt mich richtig wieder aufgebaut. Konnte letzte Nacht gar nicht gut schlafen, ich bin doch so sensibel.
@ Careca , ich weiß leider nicht, wer du bist.? Ich halte mich mehr im brasil-web-forum auf. Als ich hier vor einiger Zeit mal kurz „tätig“ war, wurde ich gleich zurück gepfiffen. Ich hatte dummerweise eindeutig zuviel Werbung fürs Buch gemacht, ohne mir vorher anzuschauen, wie der allgemeine Ablauf hier so ist. Seitdem habe ich bei brasilienfreunde.net nicht mehr reingeschaut. Wie es der Zufall so will, kaum bin ich mal wieder hier, gibt es gleich wieder Wind von vorne. Zumindest dachte ich das zuerst. Bin ja nun aufgeklärt worden, wie „gesagt“:Tudo bem., ist in Ordnung so. Bin ich mit einverstanden.
Zum Berater und Vermittler: Stimmt, hätte am Ende des Buches im Anhang besser Platz gehabt.
Dein Zitat: Nur habe ich nicht verstanden, warum Hans1000 dem Buch ne Schulnote "1" gegeben haben soll?

Ab und zu antworte ich auch mal ironisch: Ich habe Hans die Schulnote 1 für seine Rezension gegeben…, nicht er dem Buch, das ist mir schon klar.


Dein Zitat: Das Buch "Das Feuer Brasiliens" ist bei mir nicht in den Mülleimer geflogen, sondern steht im Regal.

Schön, ist ja auch schon etwas.

Dein Zitat: Viele Grüsse an dich, Frau und Kind in den hohen Norden, Fischkopp.
Ist das wirklich deine gebürtige Heimat? Ich habe ernsthaft Skrupel, dich mit "Fischkopp" anzureden. Bei dir bevorzuge ich eher "primo".

Ja , dort bin ich aufgewachsen und lebe auch noch hier. Natürlich mit einigen Unterbrechungen in Brasil. Nenn mich wie du möchtest, habe kein Problem damit.

Noch ein Zitat von dir: Was meinten übrigens ein Leser über das originale unbearbeitete Buch von "Rudi" Hastreiter?
Rolfi aus dem URalt-Brasilforum hat folgendes geschrieben:


ich habe Rudi in Rio persönlich kennengelernt, als er mir sein Buch verkaufen wollte. Habe in Urlaubslaune einige Bierchen mit Ihm getrunken und schließlich sein Buch gelesen.
Inhaltlich geht es hauptsächlich um "Saufgelage" und "Frauen", viele Geschichten sind ganz amüsant aber grottenhaft schlecht geschrieben.

Meiner Meinung nach ist der Autor finanziell am Ende, so das von einer Erfolgsstory keine Rede sein kann, er hatte zwar seine Erfolge in Brasilien, doch nun lebt er vom Verkauf seines Buches an deutschsprachige Touristen.

Wie du weist, Careca habe ich Rudis Version total überarbeitet und aktualisiert. Grottenhaft schlecht geschrieben scheint „Das Feuer Brasiliens“ ja nicht zu sein. (Schaut euch ruhig die Lesermeinungen auf meiner HP oder im brasil-web-forum an).
Rudi Hastreiter ist mittlerweile leider echt am Ende. Er lebt von seiner Schwester, die ihm aus D´Land mtl. paar Euros überweist. Vom Verkauf seiner Bücher kann er sich höchstens mal einige Antartica- Pilsener leisten. Hat er davon zuviel intus, ist Vorsicht angebracht, sein Frust übermannt ihn dann hin und wieder. Irgendwo ist es schon schade um ihn, ist immer noch ein intelligenter Kerl.
In seinem Buch wird jeder Tourist als widerlicher „Spermane“ niedergemacht. Ich sehe das etwas anders, obwohl es natürlich auch diese speziellen Pflegefalle gibt, die mich auch anwidern. Ich gehe ihnen immer aus dem Weg, ist schon manchmal eine Schande, was dort mitunter abläuft. Aber lassen wir das lieber.
Im „DFB“ steht nun eindeutig, dass Rudi nicht der (selbsternannte) „ König von Copacabana“ ist oder war, wie er in seinem originalen Buch immer wieder geschrieben hatte. ist. Ich hab ihn mal auf den Boden der Tatsachen zurückgebracht. Dazu passende Auszüge aus dem Kaffeebuch, (die größtenteils von mir stammen), wenn`s denn erlaubt ist:
1.) Ich hatte bei meinem Ausstieg nur dreitausend Mark in der Tasche und einen Beruf gekündigt, in den ich nie wieder zurück konnte. Ich hatte meine soziale Stellung aufgegeben. Ich war kein Maurer, kein Tischler, kein Fleischer, kein gar nichts. In Wirklichkeit konnte ich mir gerade mal selbst die Schuhe zubinden. Ich war ein absoluter Fachidiot, der am allgemeinen Arbeitsmarkt nichts wert ist.
… Den Punkt, an dem es noch zwei Möglichkeiten gibt - zu springen oder nicht - hatte ich schon längst hinter mir gelassen.
Ich wäre aber auch nie nach Deutschland zurückgegangen, das hätte mein Stolz einfach nicht zugelassen. So musste ich einfach „durch“. Aber vor allem vergaß ich nie: ich tat nun doch das, was viele andere auch selbst zu gern machen würden.

Das letzte Jahr in Deutschland hatte ich nur zwischen krassen Gegensätzen gelebt. Ich war bei meinen Auswanderungsgedanken manchmal in himmelhoch jauchzender Stimmung, manchmal zu Tode betrübt, bis die Entscheidung getroffen war.
Von der Idee meines Geschäftes war ich überzeugt, aber manchmal fragte ich mich doch zweifelnd: Wird es tatsächlich klappen? Werde ich es schaffen? Was wird alles auf mich zukommen? Und es kam wirklich viel auf mich zu!


2.)Apropos Möglichkeiten zum Geldverdienen in Brasilien:
Zwischenzeitlich war ich durch individuelle Fehler einen Großteil meiner schönen Kohle wieder losgeworden. Ich habe dadurch aber gelernt, das Wichtige vom Belanglosen zu unterscheiden.
Wenn sowohl das Bankkonto als auch das Börsenkonto in die roten Zahlen rutschen, dann muss sich schnellstens etwas ändern.
Nachdem ich in Fortaleza alles verkauft hatte, habe ich dummerweise vollkommen über meine Verhältnisse gelebt. Ich muss zugeben, dass ich das Geld mit offenen Armen aus dem Fenster geworfen habe. Das Spekulieren mit Aktien hat sich für mich auch erledigt, ich bin (erst mal?) bedient. Manchmal hatte ich mehr Probleme, als ich verkraften konnte. Ich lag fast auf dem Rücken wie ein toter Hund. Zu einer warmen Mahlzeit hatte es aber meistens noch gereicht. Ich stehe dazu …
… Auf jeden Fall werde ich nicht zu denjenigen gehören, die selbst nie etwas riskiert haben und sich freuen, wenn andere scheint´s eine Bauchlandung gemacht haben.

3.)Bevor mit gestutzten Flügeln zurück nach Deutschland reiste, stand ich in der Abenddämmerung am Strand. Ich hatte ein sehr flaues Gefühl im Magen und meine Hände waren kalt, sehr kalt. Meine Seele schmerzte. Ich fühlte mich, als wäre ich innerhalb kürzester Zeit um Jahre gealtert. War das schon das Ende meiner Laufbahn? Nein, das durfte nicht sein! Ich habe nicht richtig verloren, ich habe einfach nur erst mal verloren, versuchte ich mir weiszumachen. Die Realität lässt sich jedoch nicht so einfach verdrängen.


P.S. Wollte meinen kümmerlichen Beitrag gerade einstellen und sehe, dass Lemi und Jorginho sich auch gemeldet haben.
Zitat Lemi:
Aber zur Beruhigung an Fischkopp: meine knapp 10 Euro hast du ja schon bekommen und wenn man in Brasilien lebt, liest man wahrscheinlich auch manche Dinge mit anderen Augen. Das habe ich z.B. auch ganz stark beim Klaus-Hart Buch "Unterm Zuckerhut" gespürt ........ man fühlt sich sofort mit dem Autor auf einer Wellenlänge.
Ausserdem weiss ich ja selber als "Volksautor" (hoffentlich kriege ich jetzt kenne virtuelle Backpfeife für diesen Ausdruck), wie schwierig es ist ein Buch zusammenzuschreiben.

Oi, dann hast du das Buch in D`land bei mir gekauft? Ich kann dich jetzt nicht so recht einordnen. Direkt nach Brasilien habe ich nur wenige Exemplare geschickt, in D sind natürlich mehrere über den Tresen bei mir gegangen (es bringt nichts, wenn bei amazon bestellt wird, ich brauch doch auch was zum Leben). Dadurch habe ich auch einige Kontakte knüpfen können, kann ja nicht schaden.
Die Dinge sieht man bestimmt mit anderen Augen, wenn man sich selbst dort „durchschlagen“ muss. Wünsche dir gute Unterhaltung, hoffe dir gefällt das ein oder andere.
@ Jorginho: Der Ausdruck „schmähbäuchige deutsche Touristen“ stammt nicht von mir, den hat Careca ins Spiel gebracht. Daher noch mal zur Aufklärung, ich habe niemanden im Buch bewusst verunglimpflicht, weder Dicke noch… Jeder ist nun mal so wie er ist.
Passender Auszug , meine ich jedenfalls:
Ich half meinem müden Gast zum Taxi runter. Bruno bewegte sich mit der Schwerfälligkeit eines Flusspferdes (und fast der Masse), das eine offene Steppe durchquert. Ich verabschiedete mich von der besorgten Bianca und sagte: „Bevor ihr zum Flughafen fahrt, komme ich noch mal bei euch vorbei. Bis dahin wird er sich vom heutigen Stress ja wohl erholt haben.“
Abends sagte ich dann auch Ade zu den beiden. Bruno entschuldigte sich: „Ich weiß von heute früh wirklich nichts mehr. Es war wohl ganz schön Seegang, sei mir deswegen bitte nicht bös! Shit happens.“
Ich beruhigte ihn: „Ich selbst weiß nur zu gut, wie es ist, wenn einem der Film gerissen ist. Also, wozu die ganze Aufregung? Du bist …“
Ich meinte in seinen traurigen Augen folgendes zu lesen: Ich will nicht zurück! Nein, ich will nicht zurück! Ihr könnt mich nicht zwingen, ich möchte doch hier bei Bianca bleiben!
Er verlangte danach, frei zu sein. Aber sein Verstand behielt die Oberhand, jedenfalls fürs erste.
Wir verabschiedeten uns lange, bevor er ins Taxi stieg und mit seiner Liebsten zum Flughafen fuhr. Ich ging ohne Umwege sofort heim. Ich wollte mal wieder ohne Bier richtig schlafen und ließ deshalb das "einarmige Reißen" in der deutschen Kneipe, einschließlich Religion und Erdkunde, einfach mal ausfallen..

So das war’s, Leute. Mir tut der Specknacken schon weh, so lange am PC tippen, ich muss mich doch schonen.
Careca, also bitte nicht wieder soviel Arbeit und gib mir mal einen Tipp, wer du bist. Du weißt ja, ich wohne hinterm Deich und bin etwas begriffsstutzig.
Schönen Gruß an alle Brasilienfans

P.S. Jetzt auch noch Latino: Glaub es mir, es ist vollkommen anders jetzt. Auch was im heutigen Rio anliegt, mehr oder weniger. Hab nun echt keinen Bock mehr, da näher drauf einzugehen, sorry
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Beitragvon jensonline » Sa 10. Sep 2005, 19:05

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Beitragvon Careca » Sa 10. Sep 2005, 20:21

Fischkopp hat geschrieben: [...]Rudi Hastreiter ist mittlerweile leider echt am Ende. Er lebt von seiner Schwester, die ihm aus D´Land mtl. paar Euros überweist. Vom Verkauf seiner Bücher kann er sich höchstens mal einige Antartica- Pilsener leisten. Hat er davon zuviel intus, ist Vorsicht angebracht, sein Frust übermannt ihn dann hin und wieder. Irgendwo ist es schon schade um ihn, ist immer noch ein intelligenter Kerl. [...]

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Fischkopp hat geschrieben:Careca, also bitte nicht wieder soviel Arbeit und gib mir mal einen Tipp, wer du bist. Du weißt ja, ich wohne hinterm Deich und bin etwas begriffsstutzig.

Wie sagte schon Konig Otto der Erste von Bremen: "Ich kann überall arbeiten. Die Plätze sind überall gleich lang und gleich breit." Also, hinter dem Deich ist vor dem Deich und er hatte auch ja schon gesagt: "In diesem Geschäft gibt es nur eine Wahrheit: Der Ball muß ins Tor."

Du willst von mir wissen, ob wir beide schon ein SKOL zusammen hatten oder haben werden?

Jorginho hat geschrieben:
Fischkopp hat geschrieben:schmähbäuchige deutsche Touristen


Wat is denn dat? Schmähbäuchige? :bprust:

Eine Verunglückung des Wortes schmerbäuchig.
Wenn "Bäuche mit Schmäh" Sinn gegeben hätte, dann ... :roll:
Abraços
Careca

"No risc, no fun!
MfG Microsoft"
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Schon erstaunlich

Beitragvon Gast » Sa 10. Sep 2005, 21:03

wie man zu so einem Buch soviel schreiben kann. Ist hier eindeutig wie in der Politik, es wird viel zu viel "geredet ".
Ach ja, ich hab`s gelesen, manches Mal gelacht, fand es insgesamt unterste Schublade. Und für mich sind die Vögel, ob Autor, Haupt- oder Randfiguren ,zum größten Teil " ganz arme Säue " !!!
Da gehe ich lieber an die selbige Schublade und hole mir einen alten " Henry Chinaski " raus, der ist nicht gefaked und LEBT !!!
Munter bleiben :lol: :lol: :lol:
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Hexenjagd

Beitragvon Fischkopp » So 11. Sep 2005, 15:54

Zitat Jensonline: kannst du mir bitte erklären, warum die positiven Bewertungen in der "ARD" fast ausschliesslich von Usern abgegeben wurde, die damit ihren 1. und einzigen Beitrag dort schrieben????

@ Jenson…Was du hier veranstaltest ist eine Frechheit, grenzt ja schon an Rufmord.
Habe mir eben die Bewertungen bei brasil.web extra noch mal angeguckt.
Drei Leute hatten in der Tat nur einen Beitrag zum damaligen Zeitpunkt abgegeben. Das macht doch nichts, vielleicht gehören sie mehr zu der Gruppe, die hauptsächlich liest und wenig selbst schreibt. Ich habe festgestellt, dass viele sich bestimmt gar nicht trauen, selbst hier und dort etwas eigenes zu schreiben, weil sie ganz einfach, auf dumme Kommentare verzichten wollen. Ich kann das mittlerweile sehr gut verstehen, auch dank dir. Ja ja, es sind schon eine Menge Experten am Werk, Freunde eben…

Weiter: Vier Leute jedoch hatten jeweils 4, 9, 14 und 83 andere Beiträge geschrieben.
Du willst doch wohl nicht allen Ernstes behaupten, dass ich da hinter stecke? Sollte ich da mal über Konsequenzen für dich nachdenken, was meinst du?
Öl ins Feuer gießen war noch nie mein Ding, aber man darf sich auch nicht alles bieten lassen.
Siehe hierzu:
http://brasil-web.de/forum/showthread.php?t=2728&page=3
( Seite 1+2 nicht vergessen).
Auf meiner HP war ich eben auch noch, um deinen Vorwürfen …
Ich habe sämtliche Emailadr. der Leute, die eine Rezension für mich geschrieben haben, schließlich hatte ich sie um den kleinen Gefallen gebeten. Einige, die dort wieder gegeben wurden, solltest du eigentlich als Brasil-Fan oder besser Stinker kennen. Setz mal deine dunkle Sonnenbrille ab und informier dich in Zukunft lieber vorher genauer. So etwas Linkes macht man einfach nicht.
Negative Berichte ( so wie von dir )kommen von alleine, da brauche ich mich nicht weiter drum kümmern. Um etwas rel. Positives zu erhalten, bedarf es dagegen einer geringen Mühe.

Zitat Thieß:
Ach ja, ich hab`s gelesen..

Du hast es nicht gelesen, möchte ich mal behaupten.
Ich kann mich an dich noch sehr genau erinnern, denn du hattest vor ich sag mal ca. 2 J. das Buch „Der Aufsteiger von Rio“ von Rudi H. über ebay bei mir gekauft. Ich hatte damals nur 10 Exemplare zum Verkauf zur Verfügung. Wir hatten anschließend noch kurz per Email Kontakt,. Ich meine mich erinnern zu können, dass ich dir das Buch nach Hannover geschickt hatte. Verbessere mich ruhig, sollte das nicht stimmen, aber an und für sich kann ich mich auf mein Gedächtnis ganz gut verlassen.
Ich weiß auch noch, dass du Rudis Buch rel. ämüsant oder ähnlich fandest, von unterste Schublade war jedenfalls nicht die Rede. Na gut, dann hast du anscheinend in der Zwischenzeit deine Meinung geändert, kommt ja vor, auch bei mir.

Mit unterste Schublade gebe ich dir aber vollkommen recht, was das Aufsteigerbuch anbetrifft. Auch deswegen habe ich ihm einen vollkommen anderen Sinn gegeben, vieles rigoros gestrichen und Neues eingebracht. Das nennt sich nun „Das Feuer Brasiliens“! Ich wollte den Titel gar nicht noch mal erwähnen, aber zur Aufklärung muss ich das wohl.

Kritisieren ist immer leicht, aber bitte mit Hand und Fuß und nicht blind hinein.
Es macht echt keinen Spaß, sich mit solchen Dingen, befassen zu müssen.
Also, danke schön Thieß (+ Jenson.)., ich befasse mich immer überaus gerne mit Dingen, die einem den (Sonn-) Tag versauen können.
Wie wäre es denn, wenn ich mich abwertend über deine Arbeit in Natal äußern würde, obwohl ich sie nicht kenne?
Ich würde normalerweise nicht mal auf den Gedanken kommen, obwohl er mir gerade kam.
Das ist doch ein Leichtes im Web, wie man sieht. Aber keine Angst, ich versuch fair zu bleiben, auch wenn’s allmählich schwer fällt. Sieh das jetzt bitte nicht als Drohung an, denn so ist es wirklich nicht gemeint.

Und nun sei ehrlich und rede dich nicht raus.
Schönen Tach noch

Der Nächste bitte
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Beitragvon Seebaer » So 11. Sep 2005, 19:30

Moin Fischkopp,

habe das Buch auch gelesen, muss allerdings gestehen das ich es nur geliehen hatte.
Ich habe sicherlich kein literarisches Meisterwerk erwartet, aber fuer mein Empfinden ist vieles nur oberflaechlich erwaehnt ohne irgendwelche Hintergundinformationen obwohl die Lebensgeschichte von dem Rudi sicherlich viel mehr hergegeben haette. Die Sauftouren in Rio und Umgang mit den Girlies dort sind ja ausfuehrlich beschrieben, aber wie hat er es denn letztendlich geschafft sich mit der Hilfe seiner Frau in Rio das Geschaeft aufzubauen? Was hat die lokale Konkurrenz dazu gesagt? Wieso weg aus Rio nach Fortaleza? Wie lief das Leben dort? Und warum der totale Absturz vom "fast Millionaer" zum hilfebeduerftigen? Gerade weil er sich ja vorher in seinem Buch oefter ueber die deutschen "Looser" ausgelassen hat.

Ich denke das Thema wuerde viel mehr interessanten Stoff bieten, den man einfach zur Unterhaltung lesen kann, oder woraus der Eine oder Andere einfach auch was lernen kann.
Das Buch (die Geschichte) muss sich dann ja auch nicht auf 174 Seiten beschraenken sondern koennte dann ja auch doppelt so lang werden :wink:

Vielleicht kannst Du dich ja mit dem Rudi nochmal zusammensetzen und dann eine richtige Biographie seines Lebens verfassen :wink:

Ich wuerde sie dann sicherlich nochmal lesen.

Wo lebt der Rudi denn nun heutzutage? Immer noch in Rio?
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Moin Fischkopp

Beitragvon Gast » Mo 12. Sep 2005, 06:03

ja da habe ich etwas verwechselt, ich gebe Dir Recht !
Hatte die Aufsteiger gemeint. Dazu ist meine Meinung bekannt.
Du solltest aber sachliche Kritik ein bißchen neutraler betrachten, was hat mein Statement zu dem Buch mit meiner Arbeit in Natal zu tun ? Hättest Du sicherlich auch freundlicher erhellen können !
Das finde ich ausgesprochen schwach und deplaziert !!!
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Grosse Klasse

Beitragvon Fischkopp » Mo 12. Sep 2005, 16:56

Zitat Seebär: Und warum der totale Absturz vom "fast Millionaer" zum hilfebeduerftigen?

Moin Seebär, das mit dem Absturz habe ich weiter vorne schon erklärt: Zuviel Geld verschwendet, bei der Scheidung seiner Norma zuviel überlassen usw. Wenn du Zeit hast, dann lies das Buch doch noch mal. Sorry, aber du scheint`s auch einiges übersehen zu haben, geht mir aber manchmal auch so.
Zitat Seebär: Wieso weg aus Rio nach Fortaleza?
Das steht alles im Buch.
Auszug DFB:
Stephan, ich möchte dir bei dieser Gelegenheit noch etwas mit-teilen, was mir sehr am Herzen liegt. Ich schwöre dir: Die Scheidung meiner Ehe hat mir unheimlich weh getan. Ich mag Norma immer noch, aber wir haben einfach keine gemeinsame Zukunft mehr.
Wir haben zwar mittlerweile reichlich Schotter, eine stattliche Anzahl Wohnungen, eine Ferienhaussiedlung und ein gut gehendes Geschäft, aber es sind dennoch zwei total verschiedene Welten, in denen wir uns bewegen! Also wäre es der größte Verrat an ihr, wenn wir die Ehe beibehielten, ungefähr so, wie wenn man der Lügen voll den besten Freund umarmt.
Deswegen habe ich ihr auch meinen Teil unseres hart erarbeiteten Vermögens geschenkt, um ihr wenigstens auf diesem Weg die Trennung leichter zu gestalten. So kann ich mich auch für ihre große Hilfe bedanken. Das Geld ist nicht völlig hinausgeworfen, denn, wie ich sie kenne, wird sie es zu erhalten wissen.
Ich habe durch sie auch festgestellt, dass man immer beharrlich sein Ziel verfolgen muss. ..
Ich weiß wohl, dass Norma mich noch gern hat. Aber das ändert nichts daran, dass ich Rio diesen Herbst verlassen werde. Du stellst mir in deinem letzten Brief so viele Fragen. Warum ich mich überhaupt von Norma getrennt habe, warum ich nicht in Rio bleibe, warum ich mein gut gehendes Geschäft verkaufen will und warum ich so viel meiner „Ex“ überlassen habe. Auch fragst du mich, wie ich es schaffen konnte, in einer verhältnismäßig kurzen Zeit so gut dazustehen. Einen Teil der Antwort kennst du ja schon.

Zuerst will ich mich einfach von allem freimachen, was mich belastet. Behielte ich zum Beispiel mein Geschäft bei, sähe ich meine Verflossene mindestens dreimal am Tag. Das würde hundertprozentig nicht gut gehen, denn wie sie mich noch liebt, liebe ich sie ebenfalls. Diese glücklose Liebe wird immer in uns brennen. Sie hat aber nicht die geringste Chance einer Vollendung und eines dauerhaften Bestandes. Und bloß als Geschäftspartner können wir beide nicht bestehen.

Was aber hilft mir das viele Geld in dieser Stress-Situation, wenn ich dabei nicht zufrieden bin! Wir würden uns bestimmt dabei gegenseitig aufreiben. Zum Schluss wäre dann vielleicht, außer unserer beider Armut, gar nichts mehr da.
So bin ich nun irgendwie auch heilfroh, dass ich meine Freiheit wiedergewonnen habe und tun und lassen kann, was ich will.
Wenn man fühlt, dass im Herzen etwas fehlt, dann kann man nicht glücklich sein, auch wenn man im Luxus lebt.
Wie du ja bereits weißt, werde ich in Fortaleza einen großen Biergarten mit angeschlossener Diskothek kaufen, wie auch selber führen. Und dazu brauche ich den Rücken frei…

Wer nie ein Abenteuer eingegangen ist, wird meine Einstellung nicht verstehen können. Ein geradliniger Kurs ist nicht mein Ding und wird es auch nie sein.

Zitat Seebär: Vielleicht kannst Du dich ja mit dem Rudi nochmal zusammensetzen und dann eine richtige Biographie seines Lebens verfassen.

Das werde ich garantiert nicht machen, es macht keinen Spaß hier. Fast alle hacken hier nur auf mir rum, anstatt auch mal zu erwähnen, das dies und jenes im Buch nicht schlecht ist.


Zitat Seebär: Wo lebt der Rudi denn nun heutzutage? Immer noch in Rio?
Jo, zuletzt in Gloria.

Weiter geht`s mit Zitat Thieß:
ja da habe ich etwas verwechselt, ich gebe Dir Recht !
Hatte die Aufsteiger gemeint. Dazu ist meine Meinung bekannt. Du solltest aber sachliche Kritik ein bißchen neutraler betrachten, Das finde ich ausgesprochen schwach und deplaziert !!!
Hallo Thieß, von sachlicher Kritik deinerseits kann gar nicht die Rede sein, denn du verwechselst hier mal eben nebenbei 2 Bücher und haust mich deswegen in die Pfanne.
Deplaziert war also ganz klar dein Beitrag, ist nun mal so. Gut, du hast dich halbwegs entschuldigt, mehr liegt wohl nicht drin. Da könnte Jensoffline sich ein Beispiel dran nehmen, er hat aber wohl kein Rückrat. Der wird sich bestimmt jetzt das DFB- Buch kaufen und darin irgendetwas suchen und dann geht´s von vorne los. Shame on you.

Zitat Thieß: was hat mein Statement zu dem Buch mit meiner Arbeit in Natal zu tun ?

Thieß, noch mal.: Dein Statement zum falschen Buch, wohlgemerkt.
Wenn ich definitiv etwas nicht kenne, dann äußere ich mich nicht dazu.
Oder wie würdest du es finden, wenn ich über die Pousada von Hans Meier in Natal, dessen Angebote Ausflugstouren mit Buggy etc. ( ich weiß nicht genau, was du in Brasil beruflich machst) schlecht schreiben würde, und mal so nebenbei deinen Namen irrtümlicherweise ins Spiel bringe, statt Hans Meier. Z. B. so: Was der Herr Thies dort anbietet ist doch viel zu teuer, er ist in Wirklichkeit ne ganz arme Sau, Geldgeier und seine Madame erst…
Das würdest du doch bestimmt auch nicht schön finden. Der Ausdruck „ganz arme Sau“ stammt übrigens von dir, so hattest du mich ja bezeichnet ,s. o.
So, nun habe ich doch noch Öl ins Feuer gekippt, wollte ich eigentlich vermeiden. War aber nur Altöl von Titus.

Zitat Thieß: Hättest Du sicherlich auch freundlicher erhellen können !

Mache ich normalerweise auch, aber wie man in den Wald hineinruft so schallt ….
Thieß, ich hoffe, dass du mich nun etwas besser verstehst

Ich stehe nach wie vor voll hinter „Das Feuer Brasiliens“. Sicher, dies und jenes hätte ich anders machen können, stimmt schon. Ich bin eben auch nicht vollkommen. Aber so schlecht, wie einige von euch es machen wollen, ist es garantiert nicht. Ihr wisst gar nicht, welche Arbeit da drin steckt, schade eigentlich.

Lidl hat nächste Woche paar Bücher im Angebot für 4,95 Euro: U.a. Die bayrische Küche, Biere aus aller Welt und Wie kocht man Weißwurst? Vielleicht wäre das ja was für euch, ist bestimmt ein Rezept nicht korrekt wieder gegeben.

Ich kann mir einen kleinen Auszug zum Schluss nicht verkneifen:
Ich gratulierte Horsy heimlich zu seiner stolzen Zukunft und enthielt mich einer jeglichen weiteren Bemerkung. Es gibt Menschen, die sind wahre Meister darin, sich etwas vorzulügen. Er zweifelte nicht daran, dass alles so laufen würde wie geplant. Ich hatte Grund zu der Annahme, dass sein Verstand ziemlich leergewaschen war und seine Vorstellungen daher auf reichlich heißer Luft schwebten. Träum ruhig weiter, du wirst schon sehen, was du davon hast, dachte ich.
Er forderte mich auf: „Komm, geh’n wir um die Ecke auf ein Chopp! Lass uns über Fußball schnacken. Am Wochenende spielt Werder Bremen gegen …“
Ich lehnte ab: „Nein, lass mal gut sein, heute habe ich keine Böcke. Also Fischkopp, halt die Kiemen hoch, man sieht sich.“
Er erhob sich, bedankte sich höflich für das Essen und zog ab...
Als er aus der Tür war, bekannte meine Frau: „Allmählich kann ich es kaum noch erwarten, Deutschland kennen zu lernen.“

So, muss jetzt die Schafe vom Deich holen. Die meckern zwar auch, aber was soll`s .

Schönen Gruß oder lieber doch nicht?
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Mein Gott Fischkopp

Beitragvon Gast » Mo 12. Sep 2005, 17:57

Du bist langweilig und prollig. Das mit " den armen Säuen " war nicht auf Dich bezogen, sondern auf die Figuren in dem Buch, zugegebenermassen habe ich den Buchtitel völlig verwechselt, meine eigene Oberflächlichkeit. :oops:
Aber dass Du Dich permanent angegriffen fühlst ist psychologisch betrachtet sehr aufschlußreich. Ich halte nun meinen Babbel und werde weitere " geistige Ergüsse " von Dir nicht mehr kommentieren. 8)
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Beitragvon thomas » Mo 12. Sep 2005, 19:05

Ich glaube, wir kommen hier alle auch ohne persönliche Beleidungen aus.
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