Dauervisum in Deutschland

Alles was man wissen muss, um in Brasilien nicht ins Fettnäpfchen zu treten.....

Re: Dauervisum in Deutschland

Beitragvon brasilharry » Sa 30. Jul 2016, 19:31

Odonkor, ich resumiere: ihr wollt in Deutschland leben, aber habt keine Wohnung (ich lasse mal die Uebergangsloesung deiner Eltern weg), ihr habt keine Arbeit, ihr habt kein Kapital, deine Verlobte spricht kein Deutsch. Ich halte diese Voraussetzungen doch fuer einigermassen bedenklich.

Die Einstellung "Und in Armut leben lassen wird sie der deutsche Staat sicher nicht..." scheint mir in eurem Fall auch nicht sonderlich zielfuehrend zu sein.

Ich wuerde mich auch keinesfalls auf Aussagen verlassen, die irgendein Verwaltungsmensch am Telefon oder muendlich persoenlich gemacht hat. Ihr habt ja noch etwas Zeit, waere sicher gut, wenn ihr diesen Wechsel doch ueberdenkt und gruendlich vorbereitet.
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Re: Dauervisum in Deutschland

Beitragvon jorchinho » Sa 30. Jul 2016, 19:34

Such dir Arbeit, dann bist du krankenversichert. Wenn du deine Holde dann heiratest, ist sie automatisch bzw. nach Antrag bei deiner KK beitragsfrei mitversichert. Dann sieht die Angelegenheit schon ganz anders aus....
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Re: Dauervisum in Deutschland

Beitragvon cabof » Sa 30. Jul 2016, 21:05

Wir reden hier über eine evtl. Verlängerung der 90 Tage für die Holde - dann greifen unsere Ratschläge bzw. Erfahrungen. Es dürfte wohl anders aussehen, wenn die
beiden entweder in BR heiraten oder die Hochzeit innert der 90 Tage Frist stattfinden kann. Das ist dann ein anderer Aspekt. Glaube kaum, das eine Behörde die
Ehe zwischen - sagen wir mal Hartz IV Empfänger und einer Ausländerin verbieten kann. So einen Fall hatte ich noch nicht im Zuge der Betreuungen. Ganz persönlich gesehen, diese angestrebte Lebensgemeinschaft steht nicht auf festen Füßen... trotzdem viel Glück.
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Re: Dauervisum in Deutschland

Beitragvon jorchinho » Sa 30. Jul 2016, 22:13

cabof hat geschrieben:Wir reden hier über eine evtl. Verlängerung der 90 Tage für die Holde - dann greifen unsere Ratschläge bzw. Erfahrungen. Es dürfte wohl anders aussehen, wenn die
beiden entweder in BR heiraten oder die Hochzeit innert der 90 Tage Frist stattfinden kann. Das ist dann ein anderer Aspekt. Glaube kaum, das eine Behörde die
Ehe zwischen - sagen wir mal Hartz IV Empfänger und einer Ausländerin verbieten kann. So einen Fall hatte ich noch nicht im Zuge der Betreuungen. Ganz persönlich gesehen, diese angestrebte Lebensgemeinschaft steht nicht auf festen Füßen... trotzdem viel Glück.

Cabof, die Behörde kann keine Hochzeit verbieten, nur mit der AE wirds eng.....und Ansprüche auf irgendwelche Leistungen....das wäre zu einfach...war bei meiner Holden auch der Fall, Männe verdient relativ gut, alles abgefangen, liegst du dem Staat auf der Tasche, drehen sie dir ne Nase....irgendwie auch richtig so......
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Re: Dauervisum in Deutschland

Beitragvon odonkor1990 » Sa 30. Jul 2016, 23:21

Wie lange liegen eure Erfahrungen denn zurück?
Noch ein anderer Punkt. Kann es nicht sein dass ihr auf eine gewisse Willkür gestoßen seid? Ein Mitarbeiter von der Ausländerbehörde meinte sogar zu mir, wenn sie keine/nur sehr wenig Sprachkenntnisse mitbringt, braucht sie sich erst garkeine Hoffnungen auf einen Aufenthaltstitel machen, mit der Anmerkung, dass ich dann ihren Rückflug bezahlen werde. Sehr freundlich ;-) Aber natürlich völliger Quatsch.

Ein anderer Auszug:
´´2. Aufenthalt nach Eheschließung

Durch die Eheschließung entsteht regelmäßig ein Anspruch auf die Erteilung der Aufenthaltserlaubnis.

Ob die Heirat im Inland stattgefunden hat, ist dabei unwichtig, in jedem Fall müssen beide Partner jedoch die eheliche Lebensgemeinschaft im Inland führen wollen. Ausländer, die sich im Zeitpunkt der Eheschließung rechtmäßig (z. B. als Besucher mit Touristenstatus, als Student mit Aufenthaltsbewilligung oder als Inhaber einer Aufenthaltsbefugnis), geduldet oder als Asylbewerber mit Aufenthaltsgestattung in Deutschland aufhalten, können hier anschließend die Aufenthaltserlaubnis erhalten. Falls der Aufenthalt jedoch nicht oder nicht mehr rechtmäßig ist (z. B. wegen illegaler Einreise oder entstandener Ausreisepflicht), kann eine Ausreise erforderlich werden. Das Visum zur Familienzusammenführung ist dann bei der deutschen Auslandsvertretung im jeweiligen Heimatland zu beantragen. Es besteht jedoch grundsätzlich ein Einreiserecht.

Die Aufenthaltserlaubnis kann unter bestimmten Umständen versagt werden. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn die eheliche Lebensgemeinschaft nicht (mehr) besteht, schwer wiegende Ausweisungsgründe (z. B. schwere Straftaten) vorliegen oder vorher ein Einreise- und Aufenthaltsverbot wegen einer Abschiebung oder Ausweisung entstanden ist. Die Dauer dieses Verbots wird auf Antrag in der Regel befristet.´´

Abschließend noch: Anscheinend hatte ich es vergessen zu erwähnen, wir werden schon heiraten bevor wir nach Deutschland kommen.
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Re: Dauervisum in Deutschland

Beitragvon jorchinho » Sa 30. Jul 2016, 23:53

Dann macht das, und ich wünsche euch sehr viel Glück. Aber anscheinend bist du ja einigermaßen beratungsresistent, also zieh dein Ding durch. Was im Endeffekt bei rauskommt......bitte später nicht hier rumheulen.......... Und was geschrieben steht auf irgendwelchen Seiten welche du hier gerne anführst..du glaubst doch auch nicht, das Gabelstapler Gabeln stapeln, oder?
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Re: Dauervisum in Deutschland

Beitragvon odonkor1990 » So 31. Jul 2016, 00:09

jorchinho hat geschrieben:Dann macht das, und ich wünsche euch sehr viel Glück. Aber anscheinend bist du ja einigermaßen beratungsresistent, also zieh dein Ding durch. Was im Endeffekt bei rauskommt......bitte später nicht hier rumheulen.......... Und was geschrieben steht auf irgendwelchen Seiten welche du hier gerne anführst..du glaubst doch auch nicht, das Gabelstapler Gabeln stapeln, oder?


:wink:
Danke für deinen Wunsch, lieb von dir.

beratungsresistent kann man das vielleicht schon nennen, aber ich sehe die Realität in Deutschland... und glaub mir, ich habe mit einigen jungen Leuten dort zu tun gehabt...kenne sehr gut den Fall von einem Marokkaner, der letzten Winter nach Deutschland kam (über den Schiffsweg, mit vielen ´´wahren´´ Flüchtlingen). Nicht in Armut gelebt, nicht mit einer Deutschen verheiratet, kein Kapital mitgebracht, daher natürlich auch nicht (in Deutschland) versichert gewesen. Und jetzt, knappes Jahr später? Fängt wohl bald ne Ausbildung an, kriegt staatliche Unterstützung bislang, usw... gibt diverse solcher Beispiele von Leuten, die eben nicht vor dem IS fliegen oder irgendwo in Äritrea Sklavenarbeit ausgeliefert sind. Und im Nordosten Brasiliens sind die Verhältnisse auch nicht grade besser als in einer Großstadt in Marokko ;-) (kurze Anmerkung: er hat vorher schon kein soo schlechtes deutsch gesprochen, da er es dort in der Uni gelernt hatte. Aber ihr meintet ja, dass dieser Punkt nicht entscheidend ist)

Wenn ich zig solcher Beispiele in Deutschland sehe, dann habe ich eben ein gewisses Trotz-Gefühl in mir, was die Chancen meiner zukünftigen Ehefrau betrifft. Wenn ich sehe, wer alles in DE bleiben darf, werde ich sicherlich nicht die ´´Heimreise´´ mit ihr antreten. Das mögt ihr naiv oder sonst was finden, aber wir haben unsere Gründe warum wir zusammen in Deutschland leben wollen, und nicht in Brasilien..das sind private Gründe, und da sehe ich derzeit keine Alternative zu einem gemeinsamen Leben in Deutschland. Wärt ihr in meiner Situation, wärt ihr vielleicht auch etwas ´´beratungsresistent´´ :(
Dennoch bin ich natürlich sehr dankbar für jeglichen gut gemeinten Rat und Tipp, keine Frage!
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Re: Dauervisum in Deutschland

Beitragvon angrense » So 31. Jul 2016, 01:14

beste voraussetzungen für eine ehe.... beide hartz 4, keinen festen wohnsitz in DE! herzlichen glückwunsch.... du weißt aber schon, dass du als ehemann pflichten deiner ehefrau gegenüber hast?! #-o

wenn du eh alles besser weißt, dann mach es doch so! wünsche euch viel erfolg dabei!
und.... berichte mal.

ps: fragen hättest du hier gar nicht stellen müssen, wenn du ja schon alles zum thema weißt! =D>
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Re: Dauervisum in Deutschland

Beitragvon brasilharry » So 31. Jul 2016, 02:01

Lasst den Odonkor mal machen, vielleicht schafft er es ja auch seine Verlobte als Kriegsfluechtling auszugeben ... Mit der Argumentation, dass es im Nordosten Brasiliens auch nicht viel besser ist, wird er sicherlich weiterkommen!
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Re: Dauervisum in Deutschland

Beitragvon cabof » So 31. Jul 2016, 07:07

Odonkor hat sich ein paar Meinungen reingeholt, mehr nicht. Ist leider so, das die Fragesteller nicht immer nur Zuspruch ernten und dann geht das
Gemetzele los. Er scheint sich ja im Vorfeld schon erkundigt zu haben. Richtig, Rechtssicherheit gibt es nur von den zuständigen Behörden - wobei ich mich nicht auf div. Telefonate verlassen würde, pers. Vorsprechen und einen Laufzettel abholen, dann müsste es passen. Man kann seinen Fall aber auch nicht mit der Flüchtlingspolemik vergleichen - es geht nur um eine bi-nationale Eheschliessung. Sollten sich die Behörden querstellen bleibt Dir immer noch der Rechtsweg.. viel Glück und berichte uns mal.
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