"de companhias"

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"de companhias"

Beitragvon karlnapp » Mi 9. Feb 2011, 14:35

Es ist schon zu vielen glücklichen Ehen, zwischen (vorwiegend) Brasilianerinnen und Deutschen, gekommen (umgekehrt sind mir persönlich keine bekannt). Ich will mich jedoch einmal über einen offenbar recht üblichen Weg der Eheanbahnung zwischen Angehörigen beider Nationen auslassen.

Nach der Lektüre dieses Beitrags werden mir sicher zahlreiche Betroffene wütend widersprechen. Dieser Post bezieht sich allerdings nur auf die Erfahrungen meiner bras. Ehefrau, einer Dra. der Psychologie, und erhebt keinerlei repräsentativen Anspruch. Während eines zweimonatigen Urlaubs in Deutschland im Jahre 2009 ergab sich mehr zufällig der Kontakt zu neun Brasilianerinnen, die ihren Ehemännern nach Deutschland gefolgt waren. Ausnahmslos konnte meine Frau diese als ehemalige „de companhia“ erkennen, was ihr aufgrund ihrer langjährigen beruflichen Erfahrung im öffentlichen bras. Gesundheitswesen leicht fiel. Auch die meist fehlerhafte Beherrschung der portugiesischen Muttersprache ließ auf deren (ehemaliges) Milieu und Niveau schließen.
Die mexikanische Vermieterin (gleichfalls eine Einstige) unsrer damaligen Ferienwohnung vermittelte zu jener Zeit die Kontakte zu diesen „Latinas“, weil meine Frau den Wunsch äußerte, nach einigen Jahren der Abstinenz in Afrika, wieder mal in ihrer Muttersprache zu konversieren.
Zur Ehrenrettung muss jedoch hervorgehoben werden, dass die Mehrheit (5 von 9) der eher wahllos beobachteten bras.-deutschen Ehepaare mit ihrem Leben, Los und den resultierenden Kindern recht zufrieden war.
Also sei es drum, das ist ein guter deutscher Mittelwert!

Manchmal habe ich mich schon gefragt, warum sich ausgerechnet die Brasilianerinnen so einer besonderen Beliebtheit erfreuen? Hat das nur mit dem Liebreiz ihrer meist exotischen Schönheit zu tun? Das kann durchaus sein, ist aber bestimmt nicht der einzig ausschlaggebende Grund ihrer Vorzüge, zumal die Auserwählten diesem Kriterium oftmals nicht entsprechen.
Seinem von der Natur gegebenen Instinkt folgend, mit dem ein Mann ja ausgestattet sein muss (oder zumindest sein sollte), versucht er sich halt der holden Weiblichkeit zu nähern, um sein Glück zu probieren. Bei der deutschen Damenwelt kann der „paarungsbezeugende“ deutsche Mann daraufhin mitunter seine blauen Wunder erleben. Der zur Abweisung seines Annäherungsversuches verwendete moderne Wortschatz der deutschen Angehimmelten beschränkt sich meistens auf: „Hau ab, Du !&@*$#!!“ Kein Wunder, dass viele deutsche Männer von solch aggressiven Äußerungen abgeschreckt werden und mit einem gewissen geschlechtsneutralen Benehmen versuchen, nicht besonders aufzufallen, um dann irgendwann doch noch in einer schwachen Stunde erhört zu werden. Seltsamerweise ist es aber gerade diese Sorte von selbstbewussten Damen, die sich im Internet als gütig und warmherzig (sprich: unansehnlich, „macha“ und emanzipatorisch) anpreist und auf den virtuellen, überspringenden Funken der Liebe eines Besserverdienenden setzt.

Die bras. Umworbene wird auch nicht allen männlichen Paarungsversuchen nachgeben können, da sie ja oftmals bereits vergeben ist und nicht immer bereit sein wird, wegen einer Affäre, ihre feste Beziehung aufs Spiel zu setzen. Nach meinen persönlichen Erfahrungen ist sie jedoch bemüht, auf nettere Weise abschlägig zu sein, welche dem Bewerber nicht vollständig den Mut nimmt, auch weiterhin seinem Begehren nachzugehen. Vielfach wird dieses Erstkontakt-Sexualverhalten der Brasilianerinnen ihrer häufig afrikanischen Abstammung zugeschrieben. Wer jedoch Afrika ein wenig kennt, der weiß, dass das sog. „typische afrikanische Sexverhalten“ gar nicht existiert, sondern dort mitunter sogar viel striktere Sitten herrschen, als in den westlichen (bzw. den nunmehr auch östlichen) Demokratien. In Brasilien ist der freundlichere Umgang mit dem jeweils anderen Geschlecht vermutlich auch auf die schnöde Marktregel von Angebot und Nachfrage zurückzuführen, denn es tummeln sich dort nicht, Millionen von sexbereiten, überwiegend männliche Immigranten auf dem Geschlechter-Beziehungs-Markt herum, die zu einem Verdrängungswettbewerb beitragen.
Nicht unerwähnt bleiben sollte aber auch die natürlichere Einstellung der Brasilianer zum Sex, die offen bekennen, dass Männlein wie Weiblein diesen eigentlich gleichermaßen mögen.

So verschlägt es einige ausgehungerte Deutsche, jeglichen fortpflanzungswilligen Alters, nach Brasilien, die sich zugleich in die nächstgelegene Bar begeben, um mithilfe einiger weniger Englischkenntnisse endlich ans Ziel der heißersehnten Wünsche zu gelangen. Es darf schließlich kein wertvoller und letztlich teurer Urlaubstag mit Warten und Promenieren verschwendet werden. Auf diese „Kundschaft“ hat sich der bras. Markt schlechterdings längst eingestellt und rasch kommt es zu unkomplizierten Kontakten. Wer kann da schon widerstehen, hält sich doch sogar der Preis in einem erträglichem Rahmen und belastet die Reisekasse nicht mehr als geplant? Dem gewichtigen Bedürfnis des Entschlammens wird neben dem reichlichen Genuss von preiswertem Alkohol fast der gesamte Urlaub geopfert und sogar ein wenig echte, vom Herzen kommende, Liebe ist im Preis inbegriffen.

Wieder ins triste Deutschland zurückgekehrt, wo der verständliche Wunsch der deutschen Frauen nach Versorgung höher bewertet wird, als in Brasilien und sich deshalb bei jenen die vorübergehenden Chancen, wie im Urlaub gewohnt, nicht ebenso einstellen wollen, so machen sich bei dem Heimkehrer gewisse Entzugserscheinungen schon bald bemerkbar. Sogleich entsinnt sich der Notleidende plötzlich der hochheiligen Versprechen, die er seiner zeitweiligen bras. Angebeteten zum Abschied gab und die Liebe beginnt, trotz 10-11000km Entfernung, wieder heftig aufs Neue zu entflammen. Zu Zeiten moderner Kommunikationsmittel ist die Welt klein geworden und der Liebende kann seiner bras. Herzdame täglich oder öfters den Nachreisewunsch übermitteln, bis diese jenen erhört und die notwendigen Mittel für das Flugticket endlich eintreffen.

In Deutschland beginnt dann der Nervenkrieg mit den zuständigen Behörden, die nach dem Wunsch des verliebten Paares möglichst schnell und unbürokratisch die notwendigen Bescheinigungen zur Heirat mit der bras. Braut in Deutschland bewilligen sollen. Mit Unverständnis reagiert das frisch verlobte Pärchen, dass die deutschen Ämter dem Wunsch nach offizieller Zweisamkeit nur entsprechen wollen, wenn gewisse gesetzliche Auflagen erfüllt werden und weil diese von dem Auftritt und Erscheinungsbild der Heiratswilligen nicht immer felsenfest überzeugt sind.

Aber irgendwann hat auch die größte formale Mühsal ein Ende und das internationale Paar geht zum Alltag über. Ganz unerwartet bemerkt dann der frischgebackene Ehemann, dass er nicht nur eine bras. Frau geheiratet hat, sondern auch deren gesamte Großfamilie. Die ist nämlich gezwungen in Zeiten der Not zusammenzuhalten und Jeder hilft nach Kräften Jedem, da ja staatliche Leistungen, wie Hartz IV, im Mutterland der Ehefrau gänzlich unbekannt sind. Somit wird der Frischvermählte ganz ungefragt und selbstverständlich in den Kreis der Sippschaft der bras. Angetrauten aufgenommen und wehe er sträubt sich, dann lernt er evtl. zum ersten Male auch die kratzbürstigen Seiten seiner geliebten Ehefrau kennen, die ja schließlich auf ihre bras. Bareinkünfte ihm zuliebe verzichtet hat.

Ehen zwischen Brasilianerinnen und Deutschen können aber auch auf seriösere Art und Weise zustande kommen und darauf will ich in einem folgenden Beitrag eingehen.
Sollte mir jetzt Jemand schreiben, ich könne ihn mit diesem Bericht nicht beeindrucken, so bleibt diesem/r das unbenommen. Schließlich werden alle Beiträge in diesem Forum geschrieben, um einen Eindruck zu hinterlassen, ansonsten brauchten ja überhaupt keine verfasst werden und das Forum könnte dichtmachen.
Als Moralapostel möchte ich hier auch nicht auftreten, wäre ich doch in jungen Jahren beinahe ebenfalls den Verlockungen einer togolesischen Ashanti „Cherie Bondowe“ erlegen, bis diese plötzlich unangemeldet in der Frühe vor meinem Büro stand und ich nicht wusste, was ich in Deutschland mit ihr anfangen sollte. (Siehe youtube: Cherie Bondowe, Franco)
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Re: "de companhias"

Beitragvon Lemi » Mi 9. Feb 2011, 18:24

karlnapp hat geschrieben: meiner bras. Ehefrau,

ließ auf deren (ehemaliges) Milieu und Niveau schließen.


Die mexikanische Vermieterin (gleichfalls eine Einstige) unsrer damaligen Ferienwohnung vermittelte zu jener Zeit die Kontakte zu diesen „Latinas“, weil meine Frau den Wunsch äußerte, nach einigen Jahren der Abstinenz in Afrika, wieder mal in ihrer Muttersprache zu konversieren.

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Tut mir leid, aber nach der obigen Kombination/Konstellation habe ich mir erspart den Rest zu lesen. Irgendwie hat das auch was mit dem Niveau (des Verfassers) zu tun.
Man sieht sich,
In der Unterschicht
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Re: "de companhias"

Beitragvon karlnapp » Mi 9. Feb 2011, 20:39

Habe mir mal kurz Ihr Profil angeschaut, Herr BFN-Gründer lemi.
Über Ihr favorisiertes Thema, die "faxi's", ließ ich mch bereits vor
über 12 Jahren, nach einigen sehr bedauerlichen Vorfällen, in der
hiesigen Tageszeitung aus.

Nichts gegen gute Fußballer, aber der "Cacau" geb. in Santo André,
der mit 15 Jahren nach Deutschland übersiedelte, ist nach eigenem
Bekunden, der Sohn einer "Puutzfrau", wie er in seinem "puutzigen"
Deutsch, während eines Interviews in der DW, bekanntgab.
Na ja, das Beispiel einer gelungenen Integration stellt er ja dar;
das ist den Deutschen in der Heimat wohl das Wichtigste.
Denken Sie von mir, was Sie wollen, aber eine Putzfrau, mit drei
jugendlichen Söhnen, hätte ich nicht nach Deutschland geholt,
geschweige denn in Brasilien überhaupt kennengelernt.

Im Übrigen suchten und fanden wir seinerzeit unsre Ferienwohnung
per Internet, sonst nichts!
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Re: "de companhias"

Beitragvon supergringo » Mi 9. Feb 2011, 23:23

karlnapp hat geschrieben:Denken Sie von mir, was Sie wollen, aber eine Putzfrau, mit drei
jugendlichen Söhnen, hätte ich nicht nach Deutschland geholt,
geschweige denn in Brasilien überhaupt kennengelernt.
Nee, aber vielleicht ne Putzfrau mit drei jugendlichen Töchtern?
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Re: "de companhias"

Beitragvon bruzundanga » Do 10. Feb 2011, 03:01

Receita simples:
Se tu ama uma brasileira fica com ela no brasil (vale em 99% dos casos). Mesmo os casamentos com diplomaticos não deram certos(adoro duplo sentido). Se depois de um tempinho tu falas melhor que ela (a propria lingua) ela ainda pode xingar da pronuncia. Assim ela fica satifeita. Razões mas profundas encontrara nas obras do Roberto da Matta

Mas não esquecas do amor. Ela notara na hora :mrgreen:
In einen hohlen Kopf geht viel Wissen (Karl Kraus)
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Re: "de companhias"

Beitragvon dimaew » Do 10. Feb 2011, 12:35

Bruz, ist das jetzt schon die neue Rechtschreibung? Mir fehlen die Akzente :oops:
Jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt (chin. Sprichwort)
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Re: "de companhias"

Beitragvon bruzundanga » Do 10. Feb 2011, 13:00

Wenn Dir nur die Alkzente aufgefallen sind, ists mit Deinem POrtugiesisch auch nicht weit her. :oops:

Dass hier einige fehlen war mir schon gestern klar. Die Fehler die ich heute sehe sind schon peinlicher. Zum Schluss häuft sich eben alles :)
Zuletzt geändert von bruzundanga am Do 10. Feb 2011, 13:36, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: "de companhias"

Beitragvon karlnapp » Do 10. Feb 2011, 13:23

Nee, aber vielleicht ne Putzfrau mit drei jugendlichen Töchtern?

Nichts für mich, Herr Supergringo, da müsste ich meinen Freund
„Berlusconi“ um erotische Entlastung bitten, falls es sich um Töchter
handelte oder ggf. die Söhne in seinem Fußballverein unterzubringen.

Bruz, ist das jetzt schon die neue Rechtschreibung? Mir fehlen die Akzente

Se tu amas uma brasileira fica com ela no Brasil (vale em 99% dos casos). Mesmo os casamentos com diplomáticos não deram certo (adoro duplo sentido). Se depois de um tempinho tu falas melhor que ela (a propria lingua) ela ainda pode xingar da pronuncia. Assim ela fica satifeita. Razões mais profundas encontrará nas obras do Roberto da Matta

So korrekt? Diese orthographischen Kritiken sind jedoch von geringerer Bedeutung!
Viel mehr fällt auf, dass sogar die Nicks einiger antwortender User erröten.
Ist das Thema denn wirklich so brisant, unbekannt und beschämend?
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Re: "de companhias"

Beitragvon bruzundanga » Do 10. Feb 2011, 14:09

Ist das Thema denn wirklich so brisant, unbekannt und beschämend?


Brisant nur für die jeweils betroffenen. Unbekannt nun wirklich nicht. Wieso beschämend, wer schämt sich schon für andere?

Rotwerdende Nicks sind mir nicht aufgefallen, Smilies schon eher (wobei der erste sagen sollte "schäm Dich" und der zweite "ich versinke vor Scham")

Was ich sagen wollte: In der Regel ist es besser mit der Frau in Brasilien zu bleiben, als Sie mit nach Deutschland zu nehmen. (Sofern es sich um eine Brasilianerin handelt :mrgreen: ). Natürlich ist das nicht in allen Fällen möglich und Regeln haben auch ihre Ausnahmen.
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Re: "de companhias"

Beitragvon karlnapp » Do 10. Feb 2011, 15:26

Bras. Touristen trifft man allerwärts, sogar im Masai Mara (wo wir Ende
2009 unsren Abschied von Afrika nahmen) oder in Rothenburg ob der Tauber.
Das sind immer nette Begegnungen; man tauscht ein paar Höflichkeiten aus
und die Frage nach dem Wohnort in Brasilien ist selbstredend unausbleiblich.

Auf Volksfesten oder Flohmärkten begegneten wir gleichfalls schon bras.
Emigrantinnen, in Begleitung der deutschen Ehemänner oder zu mehreren
in der Gruppe. Bei diesen ersparten wir uns inzwischen die Frage nach dem
Herkunftsort in Brasilien, da diese fast regelmäßig als peinlich empfunden wurde.
Andererseits erkennt meine Ehefrau ohnehin die Dialekte der Region, die üblicher-
weise als das „Armenhaus Brasiliens“ bezeichnet wird, sich aber einer touristischen
Beliebtheit erfreut.

Immer wieder muss ich meine Ehefrau beruhigen, die befürchtet mit einigen
ihrer, in Deutschland ansässigen, weiblichen Landsleute in einen Topf geworfen
zu werden, für die sie sich verständlicherweise schämt.
Bisher können wir uns jedoch nicht beklagen. Nur im letzten Jahr, zu den
Sarrazin-Hochzeiten, argwöhnte ein Klassenkamerad an meinem Geburtsort,
meine Frau solle gefälligst Deutsch lernen. Als ich Demjenigen jedoch zu verstehen gab,
dass die bras. Pension und Sozialrente (INSS) meiner Ehefrau in der Summe ein
Vielfaches des deutschen ALGII-Bezugs ergeben und sie deshalb in keinster Weise
auf die soziale oder sonstige Hilfe ihres momentanen Gastlandes angewiesen sei,
gab er sich zufrieden.
Was ich sagen wollte: In der Regel ist es besser mit der Frau in Brasilien zu bleiben, als Sie mit nach Deutschland zu nehmen. (Sofern es sich um eine Brasilianerin handelt

Als ich meiner bras. Ehefrau im Irak zu Beginn der 80-er zum ersten Mal begegnete, wo sie seinerzeit als Schulpsychologin bei Mendes Jr. beschäftigt war, da hätte ich es für völlig ausgeschlossen gehalten, dass ich diese mal heiraten würde.
Zehn Jahre später schickte mich meine damalige Firma nach Brasilien, weil ich der Einzige war, der einigermaßen Portugiesisch sprach. Eigentlich hatte ich „Aufwärmen“ nicht vor, aber es ergab sich halt doch und wir sind nunmehr seit 17 Jahren verheiratet. Der Gedanke, nach Deutschland zu ziehen, kam uns nie, da für uns beide in Brasilien die „bucks“ waren (Ausnahme unsre Eh.-Zeit in Afrika).
Erst jetzt können wir es uns leisten, zwischen beiden Kontinenten zu pendeln, da wir beide in Rente und finanziell unabhängig sind.
Das zur Erklärung Ihrer gutgemeinten Ratschläge, die wir schon viel früher und aus eigener Erkenntnis beherzigten.
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