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Deborah Colker: Nó
Folge 1/2,
"Nó", zu deutsch: "Knoten" - so heißt das neue Stück der brasilianischen Starchoreografin Deborah Colker. "Nó" ist ein Stück über Liebe und Begierde, über Schmerz und Befriedigung. Das Stück wird getanzt von 16 Tänzern und Tänzerinnen der "Companhia de Dança Deborah Colker". Sie setzten das Thema "Wünschen" zu Klangcollagen von Berna Ceppas um. "Nó" hatte im Mai seine Welturaufführung bei dem Tanzfestival Movimentos in Wolfsburg und wurde anschließend mit überwältigendem Erfolg auf einer großen Brasilien-Tournee gefeiert.
"Nó" ist ein Stück über Liebe und Begierde, über Schmerz und Befriedigung und über die unbekannten Abgründe, die hinter unseren geheimen und oft nicht eingestandenen Wünschen lauern. So verwickeln sich die Tänzer und Tänzerinnen immer wieder in kunstvolle Fesselungsaktionen, drehen sich an verschiedenen Stricken gefesselt wie abwesend durch die Luft oder verdrehen sich in virtuosen Menschenknäueln. Wobei es den vermeintlichen Opfern immer wieder gelingt, sich mit atemberaubender Schnelligkeit aus allen Verstrickungen zu befreien. Die Bühne wird dominiert von 120 Seilen, die von der Decke herabhängen und zu einem massiven Baum verknotet sind. Manche Tänzer suchen bei ihm Halt, andere springen und rennen ihn an. Und wenn sich dieser Baum im Laufe des Stückes auflöst und zu einem Wald aus einzeln herabhängenden Seilen wird, erscheint die Bühne endgültig als eine faszinierende Seelenlandschaft, in der sich die Tänzer immer wieder in den Fallstricken ihrer Sehnsüchte verheddern. Geschickt weiß Deborah Colker dabei die verschiedenen Pas de deux und Gruppenszenen mit Ensembleszenen zu verbinden.
Deborah Colkers Name steht für Perfektion und kreative Unruhe: seit 1980 in der Tanzszene aktiv, ist sie heute eine der bekanntesten Künstlerinnen Brasiliens. Höhepunkt ihrer bisherigen Karriere war der Laurence Olivier-Preis, die höchste Theaterauszeichnung in England.
Erstausstrahlung
Deborah Colker: Nó - Tanz, D 2005 Sonntag, 19.02.2006
Beginn: 20.15 Uhr Ende: 20.45 Uhr Länge: 30 Min.
VPS: 20.15
Regie: Dieter Schneider
Gruss brasilmen Thomas
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