Benedikt XVI. wird am 12. Mai in einem Rehabilitationszentrum für Drogenabhängige mit Jugendlichen sprechen.
München (
http://www.kath.net / KIN) Der 12. Mai 2007 wird ein großer Tag für die Jugendlichen der „Fazenda da Esperança“ – „Farm der Hoffnung“ – in Pedrinhas bei São Paulo: Der Papst persönlich kommt zu Besuch. Benedikt XVI. hört sich an, was die jungen „Drogados“ erlebt haben, und er hält eine Ansprache für sie.
Das Hilfsprojekt wurde von dem 62-jährigen deutschen Franziskanerpater Hans Stapel gegründet, der 1979 als Seelsorger in Brasilien mit der großen Drogenproblematik konfrontiert wurde. „Frei Hans“ suchte einen Ort für die „Drogados“. 1983 entstand die erste „Farm der Hoffnung“, mit Wohnhäusern, Stallungen, viel Land, Haustieren, ausgedehnter Landwirtschaft und bald auch kleinen Handwerksbetrieben.
Das internationale katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ unterstützt das Projekt. Es wächst: Bald entstehen auch „Farmen“ für drogenabhängige Mädchen. Viele schaffen den Ausstieg aus der Droge und entdecken ihre Würde und die Lebensfreude wieder. „Gott verwandelt das ,Gefängnis der eigenen Sucht’ in den Reichtum eines sinnerfüllten Lebens, durch das man verzeihen, Versöhnung stiften und sich selbst in Liebe verschenken kann“, heißt es in einem Erfahrungsbericht.
Viele ehemalige Drogenabhängige helfen jetzt anderen, von der Sucht loszukommen. Heute gibt es eine Erfolgsquote von 84 Prozent – wohl eine der höchsten der Welt. Die Idee verbreitet sich: Weitere „Fazendas“ werden gebaut, heute sind es 33 in Brasilien. Seit 1998 gibt es „Farmen der Hoffnung“ auch ausserhalb Brasiliens, in Deutschland (bei Berlin), Russland, Paraguay, Guatemala, Mexiko, Argentinien, Moçambique und auf den Philippinen.
Durch den Einsatz der Bewohner können sich die „Farmen der Hoffnung“ weitgehend über Wasser halten: Man züchtet Hühner, Schweine, Wasserbüffel, Salat, Blumen, Nutzpflanzen, entwickelt Farbstoffe aus tropischen Pflanzen; die einen arbeiten in Möbelschreinereien, andere backen Brot, Pizzas usw. „Kirche in Not“ unterstützt die Infrastruktur der „Farmen“: Wasser, Strom, Bauholz, Fahrzeuge, Maschinen, Werkzeuge und vieles andere mehr.
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