Deutsch lernen in Deutschland ?

Aktuelles zum Thema aus Lehre, Forschung und Unternehmen sowie Informationen zum Thema Bildung in Brasilien

Beitragvon seitenwandkletterer » Fr 11. Aug 2006, 16:56

MFcarving hat geschrieben:Hallo nochmal,

erstmal ne dumme Frage, was is denn die "UFMG in BH"? Wohl eine Uni in Bahia?



UFMG = Universidade Federal de Minas Gerais
in
BH = BeHaga = Belo Horizonte

Die UFMG ist zusammen mit der UFRGS in Porto Alegre die beste Universidade Federal in Brasilien. Meines Erachtens stehen beide nur hinter der USP in Sao Paulo und der UNICAMP in Campinas (beides Estaduais) zurück.

...SWK!
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Sprachkurs Portugiesisch (Brasilianisch)

Beitragvon MFcarving » Fr 11. Aug 2006, 17:23

Ah, Danke.

Dann hat sich das schon mal geklärt.

muitos cumprimentos,

MF
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Beitragvon Trem Mineiro » Fr 11. Aug 2006, 22:48

OI MF
SWK hat das schon geklärt, ist eine SpitzenUni, staatlich und umsonst, dafür 60.000 Bewerbungen bei 3.800 Studienplätzen jedes Jahr. Wer da einen bekommt……..

Meine Freundin ist erst seit 10 Wochen in Deutschland, ist aber, da zwei Studiengänge hinter sich, schon ein wenig älter. Wir sehen die Zeit hier als Übergang, bis ich wieder nach Brasilien zurückgehe. Sie will hier halt nicht Rumsitzen und die Zeit für die berufliche Weiterbildung nutzen. Das ich das finanziere ist wohl klar, sind aber Peanuts um dieses schlimme Wort mal zu verwenden.
Ich habe mein Portugiesisch auch in Brasilien auf der Straße gelernt und meine Stunden dann wieder gestoppt. Ich habe zu schnell falsches gelernt, dass meine Lehrerin mir das nicht mehr austreiben konnte. Aber so klingt das auch heute noch, damit käme ich an kleine Uni in Brasilien. Und für mich war es die 3. lateinische Sprache und ich bin ja kein junger Spund mehr.
Andersherum ist das viel schwieriger. Fremdsprachen sind für die meisten Brasilianer nur Trockenübungen ohne Sinn und Zweck, keine Praxis und nach 2 Jahren ist alles wieder weg.
Über die Qualität der Deutschkurse hier habe ich ja schon ein wenig belächelt, stattlich gefördert und daher teuer, aber ohne Qualitätskontrolle. In solchen Schulen wird das länger als 6 Monate dauern. Würde gut gehen, wenn die Brasilianerinnen nicht so schüchtern wären, das braucht 3-4 Monate bis sich das einspielt.

Ich weis nicht, wie deine Freundin hier finanziell über die Runden kommen soll. Von den Reais, die sie drüben selber sammeln kann bleibt bei einem Umtausch nur noch ein drittel Euronen über. Dazu braucht man hier viele Sachen, an die man drüben nicht denkt und hier teuer nachkauft. Und Brasilianerinnen haben einige Gewohnheiten, für die sie drüben so gut wie nix bezahlen, Friseur, Maniküre, Depilage, Kosmetika, Schuhe, usw. Das sind alles Sachen, die hier ins Geld gehen. Schön, wenn es dann hier so weitergeht, fällt das alles aus finanziellen Gründen weg, kommt noch ein Steinchen auf den Problemberg oben drauf.

Wie weist ihr denn nach, dass sie ausreichende Mittel für x-Monate hier hat, 1.000 Euro pro Monat und Wohnraum etc…..Verpflichtungserklärung von dir ?
Ich glaube ich hatte mal dazu was gesagt oder an anderer Stelle.

Wir wohnen übrigens derzeit in Wiesbaden, sonst in Belo hier ist es im Mittel ein wenig wärmer als im Rest von Deutschland und auch trockener.

Gruß

Manfred
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Beitragvon MFcarving » Mo 14. Aug 2006, 04:42

Hallo Manfred,

Danke für die Antwort!
Ich weiß, das ist alles nicht wirklich einfach..
Denn das Finanzielle löst sich nicht von alleine. Wobei ich in der Beziehung nicht ganz so schwarz sehe, ich bin in einem Jahr mit dem Studium fertig und denke auch, dass ich recht schnell einen ganz ordentlichen Job bekomme- immer vorausgesetzt, die Maschinenbauindustrie boomt noch ne Zeit lang so weiter.
Das heißt im Klartext, wir haben hier in Deutschland eine Durststrecke von einem halben Jahr zu überbrücken. Ist im Rahmen finde ich, denn zur Not, auch wenn ich das nicht so gern hab, würden meine Eltern wahrscheinlich auch mal etwas mehr aushelfen als sie sowieso schon tun. Das mit dem Unterhalts-Nachweiß ist schwierig, e verdade. Muss mir noch überlegen, wie ich mit meinen Discojobs und dem Geld für die Diplomarbeit da irgendwie hin komme.
Warum ein halbes Jahr? Weil wir mittlerweile soweit sind, dass wir gesagt haben, meine Freundin macht erst hier in Brasilien ein halbes Jahr Sprachkurs und kommt dann nach Deutschland nach und macht da weiter. Das ist zwar kein schöner Kompromiss, lange Trennung und so, aber ich will ihr auch nix versprechen, was ich nicht halten kann. Sie träumt von einem Studium im sicheren, reichen Deutschland und dann müssen wir schaun wo wir bleiben, weil wir keine Kohlen haben- muss nicht sein..
Außerdem ist diese Zeit die beste Bewähungsprobe, entweder es hält oder eben nicht, vamos ver.

Bin jetzt im Moment weiterhin am Sammeln von Antragsformularen und dem ganzen Sch... den man so braucht. Vorläufiges Visum, Sprachschule, Immatrikulation für den Sprachkurs in D.. Das ist dermaßen unübersichtlich, teilweise steh ich vor Henne-Ei-Problemen und weiß nicht was ich als erstes machen soll.
Insgesamt muss man sagen, dass es einem der Staat nicht grad leicht machen will. Wahrscheinlich setzt er die Hürden absichtlich etwas höher um die Ernsthaftigkeit des Vorhabens zu prüfen.
Geht mir auf jeden Fall grad alles ziemlich auf die Nerven.

Naja, wenn das dann mal alles geklappt haben sollte, meine Freundin hier fertig studiert hat, ich schon a bisserl was verdient habe, dann wollen wir wahrscheinlich (bzw. meine Freundin will unbedingt) auch wieder zurück nach Brasilien.
Zukunftsmusik..

Weiter Fragen kommen bestimmt,

Viele Grüße,
MF
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Beitragvon Zambo » Mo 14. Aug 2006, 07:00

Teuer, aber eine sehr gute, wenn nicht sogar die beste Möglichkeit in Stuttgart deutsch zu lernen, ist die IFA (Institut für Auslandsbeziehungen). http://cms.ifa.de/deutschkurse/intensivkurse/#13768
Man hat dort von Montag bis Freitag täglich mehrere Stunden Unterricht und kann sich aussuchen, ob vormittags oder nachmittags.
Meine Frau hat dort bis Mittelstufe I gemacht. Ohne Selbstdisziplin geht aber nichts, denn man muss auch Hausaufgaben machen. :wink:
Ein Kurs geht zwei Monate.
Tatsachen schafft man nicht dadurch aus der Welt, daß man sie ignoriert.
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Beitragvon Trem Mineiro » Mo 14. Aug 2006, 21:10

MFcarving hat geschrieben:Insgesamt muss man sagen, dass es einem der Staat nicht grad leicht machen will. Wahrscheinlich setzt er die Hürden absichtlich etwas höher um die Ernsthaftigkeit des Vorhabens zu prüfen.


Jawolll, du hast es erkannt, wenn du aber mal mit den Leuten auf dem Ausländeramt nach ettlichen Besuchen per Du bist, wirst du merken wo deren Sorgen liegen. Da geht es nicht um Brasilianerinnen, deren echte Sorgen sind ganz andere Länder. Aber jede Verschärfung der Bestimmungen, hervorgerufen durch Osteuropäerinnen, Thailänderinnen etc. gelten natürlich auch für Brasilien. Das ist dann den Leuten, wenn sie mit dir reden echt peinlich.

Gruß

Manfred
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Re: Deutsch lernen in Deutschland ?

Beitragvon Largon » Di 15. Aug 2006, 09:51

minimops hat geschrieben:kann mir eine Empfehlen in Ludwigsburg/Stuttgart ?


Die VHS ist ganz schön, es kommt natürlich immer auf die Kollegen und den Lehrer drauf an wieviel hängen bleibt. IntensivKurse jeden Tag gehen 5 Wochen und die anderen Kurse 1-2x pro Woche laufen in der Regel 2-3 Monate.

http://www.vhsstadt.lb.bw.schule.de/vhs/deu_fk.htm
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Beitragvon Trem Mineiro » Di 15. Aug 2006, 19:50

Oi Gente
Zur Erinnerung: Wenn der Sprachkurs auch für die Visabegründung sein soll muss er 20 Wochenstunden haben und insgesamt so um die 1000 Stunden, also 5 oder sogar 6 Monate gehen.

Manfred
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