Deutsch lernen in Deutschland ?

Aktuelles zum Thema aus Lehre, Forschung und Unternehmen sowie Informationen zum Thema Bildung in Brasilien

Deutsch lernen in Deutschland ?

Beitragvon minimops » Do 22. Jun 2006, 17:19

Hallo,
nachdem mich meine brasl. Freundin im Mai besucht hat und wir gemeinsam Urlaub machten möchte Sie jetzt für 3 Monate kommen.Wir möchten ausprobieren,ob es mit uns zwei auch funktioniert,wenn ich arbeiten muss.
Ich dachte mir,dass Sie nicht die ganze Zeit zu Hause rumsitzen muss,sollte Sie einen Deutschkurs besuchen.Nun meine Frage,wie hat Eure brasl.Freundin/Freund deutsch gelernt ? Schule oder nur im Alltag ?
weiss vielleicht jemand eine Schule / kann mir eine Empfehlen in Ludwigsburg/Stuttgart ? -würd mich freuen von Euren Erfahrungen zu hören und daraus zu lernen.
Gruß
Stephan
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Sprachkurs Portugiesisch (Brasilianisch)

Beitragvon thomas » Do 22. Jun 2006, 17:55

Das Preiswerteste sind sicherlich Kurse der Volkshochschule (Deutsch als Fremdsprache). Eher am oberen Ende angesiedelt sind die Kurse des Goethe-Instituts.
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die gleiche Frage

Beitragvon MFcarving » Mi 9. Aug 2006, 21:13

Die gleiche Frage hätte ich auch, nur dass ich ne Sprachschule in München bräuchte.
Der Sprachkurs muss zusätzlich noch auf die Eingangssprachtests an deutschen Hochschulen abziehlen.
Ist nicht ganz ohne da was passendes zu finden, was vor allem preislich im Rahmen bleibt. Bin selber noch Student und kann meiner Freundin da leider nicht unter die Arme greifen.
Wäre dankbar für jeden Tip!
Danke schon mal
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Beitragvon seitenwandkletterer » Mi 9. Aug 2006, 21:37

Billig ist´s sicher nicht, aber sehr gut: http://www.dkfa.de/ger/home_ger.php

Abendkurs, 11 Wochen, €660
Taqgeskurs, 8 Wochen, €660
zzgl. Prüfungsgebühren

Da werden fundamentale Kenntnisse der Grammatik vermittelt. Teilweise musste ich selbst wieder den Grammatikduden rauskramen, um meiner Frau bei den Aufgaben zu helfen. Das Sprechen kommt allerdings zu kurz, das müsst Ihr schon zu hause üben.

...SWK!
"Onde tudo que se planta cresce e o que mais floresce é o amor"
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Beitragvon Trem Mineiro » Mi 9. Aug 2006, 21:44

Oi Gente
Ich gehe mal davon aus, dass der Kurs auch als Begründung für ein Sprach/Studiervisum in D dienen soll.
Dann muss es ein Deutsch-Intensiv-Kurs mit mindestens 20 Wochenstunden sein, den auch die Ausländerbehörde anerkennt. Die werden für Immigranten auch von der Ausländerbehörde gefördert(d.h. bezahlt), was leider dazu führt, dass diese Kurse so um die 250 Euros pro Monat, Dauer 6 Monate, kosten. Mit dem Anschlusskurs wird dann meist auch die Studienreife erreicht.
Ich ziehe das derzeit mit meiner brasilianischen Bekannten durch, sie kommt sich reichlich unterfordert vor, da sie aus Brasilien ein anderes Lernpensum gewöhnt ist. Da aber der Kurs auch von Asiaten, Osteuropäern und Südamerikanerinnen mit anderen Lernzielen besucht werden, spielt sich das Niveau dort ein.
Intensivunterricht in Kleingruppen mit max. 2-3 Leuten kosten über 500 Euros.
(alle Zahlen stammen von Berlitz bzw. Interlingua)

Gruß

Manfred
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VHS!!!

Beitragvon RonaldoII » Mi 9. Aug 2006, 22:09

Oi,

denke das in beiden fällen das die VHS am günstigsten ist ca. 200 €, aber ich denke immer für ein Jahr!!! Ich glaube nicht das man in einer Privatschüle günstiger wegkommt!!! Ist ja in beiden Fällen ist es ja erstmal ein Besuch, oder???

Ich glaube so VHS-Kurse gehen immer über ein Jahr!! ich weiß nicht, ob das Sinn macht für 3 monate !!!! Ruft doch erstmal in der Stadt, wo ihr wohnt bei der VHS an!!!!

RonaldoII
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Beitragvon MFcarving » Do 10. Aug 2006, 13:54

Naja, wenn der Sprachkurs und die folgende Feststellungsprüfung (und natürlich der Eingangssprachtest) an der Uni positiv ausfällt will meine Freundin gleich das Studium in Deutschland dranhängen. Also ein etwas längerer Besuch.
Zu dem Tip mit der VHS: Sehr gute Idee, daran hab ich bis jetzt noch gar nicht gedacht. Aber ich finde keinen direkten Hinweis, dass die auch deutsch für Portugiesen anbieten(müssen die Professoren oder Lehrer nicht portugiesisch sprechen um alles richtig erklären zu können?). Und ist es nicht grundsätzlich so, dass mit steigender Teilnehmerzahl der Kurs billiger wird?
Dazu hätte ich sowieso noch eine Frage: Hat jemand Erfahrungen wie die Brasilianer/innen anfangs ohne Sprachkenntnisse in Deutschland zurecht kommen? Klar helfe ich ihr, hab mir während meines Praktikums hier ein Feld, Wald und Wiesen-Portugiesisch antrainiert. Aber man kann sich ja auch keine 24 Stunden um sie kümmern, zumindest in der Vorlesungszeit muss ich ab und zu mal in die Uni..
Ist es aus eurer Erfahrung eher schwierig für die sonnenverwöhnten Mädels sich an das ruppige deutsche Klima zu gewöhnen- auch was die zwischenmenschlichen Umgangsformen angeht? Oder hat die WM das Land und die Leute so einschneident verändert dass ich mir da keine Sorgen machen muss:)
Vielen Dank für eure bisherigen und zukünftigen Antworten!!
Gruß MF
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Beitragvon Trem Mineiro » Do 10. Aug 2006, 20:49

Oi MF
Wie ich geschrieben habe, mache ich das ja grade mit. Studentin der UFMG in BH, erst mal Sprachkurs hier, dann Studienreife (dafür hat man 2 Jahre Zeit) und dann noch ein bisschen Studium bis wir dann wieder zurück nach Brasilien gehen.

Es ist sehr schwer, trotz englisch und französisch, das sie in B in der Schule belegt hatte fehlt ihr hier jede Sprachpraxis. Sie hatte wenigstens in B schon einen Monat Intensiv-Einzelunterricht, was ihr ein wenig geholfen hat. Aber privat sprechen wir bald nur Portugiesisch, außer zu Übungszwecken.

Hier ist sie mit 20 anderen Schülern (Nationalitäten hatte ich ja schon geschildert) in einer Intensiv-Klasse. Natürlich spricht der Lehrer kein portugiesisch (kein thailändisch, singalesisch, Farsi oder ukrainisch). Das ist schwer am Anfang, aber so war es bei mir in der Schule als Dötzchen auch. Mein Englisch-Lehrer sprach kein Wort deutsch mit uns.
Meine Freundin ist aufgrund ihrer Vorbildung und Disziplin sicher die beste Schülerin im Kurs, die anderen kompensieren das, weil sie schon teilweise Jahre in D leben und erst jetzt mit Unterricht anfangen. Aber nach 2 Monaten hier spricht meine Freundin auch mit andere Deutsch, wenn es sein muss und ich nicht dabei bin.

Zum Glück ist sie den ganzen Tag in der Schule, nachmittags komme ich früh nach hause und dadurch machen wir viel zusammen. Alleine hätte sie zuviel Angst, ist halt ihr erster Auslandsaufenthalt überhaupt.

Und sie leidet, jetzt ist das Wetter ja wieder normal, 23°C, morgens kühler - und sie friert.
Trotz aller Liebe, das Heimweh nach der Familie, nach Brasilien, nach dem Leben dort ist da, auch wenn sie es bekämpft. Und sie gibt sich wirklich Mühe, andere weinen jeden Tag..
Wir reisen viel herum, es ist immer was los, wir treffen viele Leute, nur wenige Brasilianerinnen (!), gehen auf viele Feste (deutsche). Aber wehe der Winter kommt, wo man mehr zuhause sitzt. Dann gehen wir erst mal nach Brasilien, zumindest für 6 Wochen Urlaub.

Sie mag Deutschland, schätzt die Sicherheit, den ÖPNV, die Sauberkeit, die freundlichen Menschen, die Ordnung. Und trotzdem, wenn ich nicht wäre, säße sie morgen wieder in Flugzeug (wenn denn die VARIG fliegen würde)

Es ist schwer für Sie und es fällt ihr nicht leicht - und von ihren Chancen, Herkunft, Bildung her sollte es nicht so schwer sein, ist es aber trotzdem.
Aber ich glaube, sie wird durchhalten.

Gruß



Manfred
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Beitragvon MFcarving » Do 10. Aug 2006, 21:27

Oi Manferd,
Parabéns!
Mit dem Post hast du mir schon jede Menge wichtige Fragen beantwortet!!
Werde mich morgen nochmal etwas ausführlicher melden, denn das ganze Projekt erfordert denke ich noch jede Menge Planung..
Jetzt muss ich aber schleunigst weg, hab nämlich jetzt gleich Arbeit aus und einen wahnsinnigen Kohldampf..
Außerdem mag ich meine Kleine auch nicht warten lassen.
Ate amanha,
Tschau
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Beitragvon MFcarving » Fr 11. Aug 2006, 16:13

Hallo nochmal,

erstmal ne dumme Frage, was is denn die "UFMG in BH"? Wohl eine Uni in Bahia?

Dann kann ich wohl davon ausgehen, dass sie schon in Brasilien mit dem Studium begonnen hat und dann nach einem Jahr Sprachkurs in Deutschland ein Studium anschließen will? Wie lange ist sie denn schon in Deutschland?

Meine Freundin wird jetzt erst 21, weiß nicht ob dass für sie noch zu jung ist um sich für längere Zeit von der Familie und den Freunden zu trennen??
Man liest ja gerade in diesem Forum jede Menge über plötzliches Heimweh.. Ich bin zwar nur zwei Jährchen älter als sie, aber für Deutsche ist ne längere Trennung von der Familie wahrscheinlich leichter zu ertragen.

Dann zu den von dir beschriebenen 2 Jahren für den auf die Uni vorbereitenden Sprachkurs. Ich kann mich auch täuschen, aber das erscheint mir ziemlich lang.. Vielleicht etwas naiv waren wir beide bis jetzt im festen Glauben, dass ein Intensivkurs über ein halbes Jahr eigentlich ausreichend sein sollte.
Ich bin dabei von meinen eigenen Erfahrungen mit dem Lernen der portugiesischen Sprache ausgegangen: Ich kam hier vor 7 Monaten an ohne auch nur zu wissen, was "Obrigado" heißt, wußte also rein gar nix..
Ich hab auch keinen Kurs besucht, sondern nur durch zuhören und mitreden gelernt. Wenn man nämlich gezwungen ist, sich verständigen zu können(ich hatte vor dem Beginn meines Praktikums 40 Tage Zeit), lernt man verdammt schnell!!
Wenn meine Freundin jetzt ein halbes Jahr in D ist, dort einen Sprachkurs macht, zusätzlich noch viel Zeit hat um mit mir und meinen Freunden deutsch zu sprechen..
Du siehst, ich wills nicht ganz einsehen, dass das soooo lange dauert, obwohl ich befürchte, dass du recht hast, weil ich in einer hiesigen Uni höchstens die Hällfte verstehen würde..

Du schreibst noch, dass deine Freundin unter der Kälte im Winter schrecklich leidet. Oh je, dass kann ich mir vorstellen und da tut mir meine Freundin jetzt schon leid. Auch wenn die Temperaturverhältnisse in SC sich nicht großartig von denen in Deutschland unterscheiden, sie kann sich -20 Grad nicht mal vorstellen.
Du hast ja anscheinend ein sehr tapferes Mädel erwischt, das sich nicht unterkriegen lässet!
Ich denke und hoffe, dass meine da genauso eisern kämpft, hab da eigentlich ziemliches Vertrauen zu ihr.
Sie ist, was ihre Ausbildung und Karriere betrifft, auch sehr ehrgeitzig, sie wird sich also von dem bisschen Schnee nicht unterkriegen lassen.

Ihr fliegt wohl in deinen Wintersemesterferien immer nach Brasilien? Die Flüge sind ja nicht grad billig, musst du ihr da finanziell unter die Arme greifen? Meine Freundin kann sich grade so den Flug nach Deutschland leisten, wo sie natürlich bei mir wohnen und nebenbei jobben wird.
Überhaupt, Wohnen und Leben ist finanziell kein Problem, jobbe auch nebenbei und verdiehne dabei ganz gut.
Zu meiner Frage: Ich kann aber wohl davon ausgehen, dass ich meiner Feundin finanziell helfen muss, oder? Wie läuft das bei euch?

Zu guter letzt fällt mir noch ne Frage ein: In welchem Teil von Deutschland lebt ihr? Norden, Süden, Westen, Osten- macht Wettertechnisch ja auch nochmal unterschiede.

Viele Grüße nochmal aus Santa Caterina,
MF
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