Deutsche Elektrogeräte unter 220 Volt und 60 Hertz

Tipps und Fragen von Auswanderungswilligen und Leuten, die es schon in Brasilien geschafft haben / Wirtschaftliche Unabhängigkeit

Deutsche Elektrogeräte unter 220 Volt und 60 Hertz

Beitragvon bombinhas001 » Di 1. Nov 2011, 17:23

Zwar habe ich schon in früheren Beiträgen darüber gelesen, jedoch geht ja die Entwicklung elektrischer Helfer weiter. Außerdem habe ich mir von den Preisen und der Qualität solcher Küchen- und Waschküchenhelfer in Brasilien ein - zugegebenermaßen verheerendes - Bild gemacht. Und darum wieder die Frage:
Gibt es Probleme mit meinen Elektrogeräten (Kühlschrank, Waschmaschine, Trockner etc.), die ich hier für 230 Volt und 50 Hertz kaufe, in Brasilien?
Toaster, Kaffeemaschine, Brotbackmaschine, Waffeleisen etc. funktionieren gut. Elektrowecker geht jede Stunde 10 Minuten vor.
Wer weiß kompetent Bescheid? Angeblich soll Miele da problemloser sein als andere Marken. Stimmt das? - Ich kann es mir kaum vorstellen.

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Re: Deutsche Elektrogeräte unter 220 Volt und 60 Hertz

Beitragvon markuslanz » Mi 2. Nov 2011, 00:22

nein stimmt nicht das miele da problemloser ist. es kommt darauf an was fuer geraete das sind. z.b. handyladeadapter sind kein problem die sind von allen marken von 110 bis 220 nutzbar. bei 220 rasieraparaten ist das schon wieder anders. die brauchen laennger zum laden und werden auch nicht richtig voll.
einfache kuechengeraete wie mixer oder ruehrgeraet laufen bei 110 einfach langsamer, sonst passiert nichts. grosse dinge wie waschmaschiene u.s.w vergiess es, die schrottest du.

fuer dein problem gibt es spannungswandler von 220 auf 110 und wenn du etwas genauer suchst auch von 110 auf 220. die billigen fangen bei 40 euro an und die etwas besseren die den anschluss von geraeten mit mehr watt erlauben um die 350 euro.
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Re: Deutsche Elektrogeräte unter 220 Volt und 60 Hertz

Beitragvon karlnapp » Mi 2. Nov 2011, 13:08

Keinesfalls nur aus Lust am Widersprechen möchte ich hiermit meinem Vorschreiber entgegnen, dass es einfachere Möglichkeiten gibt als die Verwendung von 110/220V-Transformatoren.
In Brasilien werden fast durchweg Drehstromzähler installiert, d.h. die Spannung zwischen den Phasen beträgt an der Sicherungsverteilung ~ 210-230V. U.U. ist auch eine Umrüstung auf Drehstrom möglich.
Ein örtlicher bras. Elektriker wird somit sicher einige Steckdosen auf 220V umverdrahten oder installieren können.
Die allermeisten Haushalts-Elektrogeräte vertragen die 60Hz. Inwieweit das auch für moderne Wasch- und Spülmaschinen oder Kühlschränke zutrifft, hängt von den Modellen ab. Ggf. vorher einen Fachmann konsultieren.
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Re: Deutsche Elektrogeräte unter 220 Volt und 60 Hertz

Beitragvon weilerlbb » Do 3. Nov 2011, 20:10

Im Grunde nicht.
Unterumständen müssen größere Schläuche angeschlossen werden, da bei 50 Hz mehr Flüssigkeit im Kreislauf bewegt wird.
Zeituhren laufen schneller
aber sonst laufen die Geräte ohne Probleme.
oder man kauft Adapter die deie Spg auf 220V/60Hz transformieren
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Re: Deutsche Elektrogeräte unter 220 Volt und 60 Hertz

Beitragvon Admin » Do 3. Nov 2011, 22:50

Elektromotoren haben mit der höheren Hertz-Zahl kein Problem. Da kann man also einen Trafo nehmen. Sobald jedoch Elektronik drin ist, funktioniert das nicht mehr. Da funzt noch nicht mal mehr ein Radiowecker gescheit (aber das hast du ja schon erwähnt).

Zudem sollte man immer beachten, dass wir in Brasilien fast überall 127V haben. Der 110/220V Trafo zieht also hoch auf etwa 245V. Ist aber für meine Schleuder kein Problem und war es auch nicht für meinen damaligen Kühlschrank.

Das mit den Drehstromzählern habe ich an Privatanschlüssen noch nie gesehen. Aber man kann sich durchaus überall 230V legen lassen. Einfach dem Stromversorger Bescheid geben. Kostet zwar ne mächtige Stange Geld für neuen Zähler und so, aber möglich ist es durchaus.

Aber zur Ausgangsfrage: Ich würde mir alleine schon wegen Ersatzteilen, etc. alles in Brasilien kaufen. Die Geräte, die du in Deutschland kaufst, werden da auch nur noch zusammengeschraubt. Die Brocken kommen eh aus Südostasien oder sonstwo her.
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Re: Deutsche Elektrogeräte unter 220 Volt und 60 Hertz

Beitragvon Sulista » Do 3. Nov 2011, 23:17

Die Sache ist bei großen Geräten wie Waschmaschinen und auch Küchenmaschinen nicht so einfach und es gibt keine Geräte die unter allen Volt/Hertz-Kombinationen laufen. Erspar dir lieber den Ärger und kauf dir diese Geräte hier. So teuer und so schlecht sind die Sachen hier nun auch wieder nicht.

Bedenke vor allem:
1. Du kannst dich nicht darauf verlassen, dass es hier vor Ort jemanden gibt der Ahnung hat wie man weiße Ware umrüstet
2. Solltest du es schon in Deutschland machen lassen, dann bedenke was dir eine Aussage a la "Das funktioniert ganz bestimmt in Brasilien! Ist ganz einfach! Hat ein Bekannter letzte Woche auch gemacht!." von einen Verkäufer wert ist. Wenn du erstmal hier bist und es läuft nicht, dann viel Spaß bei der Abwicklung des Garantiefalls (die du auch praktisch gesehen kaum haben wirst, das Ganze wird dann unter "Auf eigene Gefahr" laufen).
3. Du zahlst für neue oder auch neuwertige Sachen (kommt auf die Laune des Zollbeamten an) ab $500 Gesamtwert über 50% Einfuhrzoll. Lohnt es sich dann noch für dich?
4. Du wirst schon genug Stress mit dem Umzug haben und auch nicht unerhebliche Kosten. Ist es dir das wirklich Wert wegen ein paar hundert Euro Ersparnis den Aufwand zu treiben inkl. der Gefahr, dass es evtl. doch nicht läuft?

Nur ein kleiner Denkanstoss :wink:
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Re: Deutsche Elektrogeräte unter 220 Volt und 60 Hertz

Beitragvon karlnapp » Fr 4. Nov 2011, 00:37

Das mit den Drehstromzählern habe ich an Privatanschlüssen noch nie gesehen.

Bei allem Respekt, Herr Admin, da haben Sie offenbar etwas verpasst. Wären Drehstromzähler in Privatwohnungen mit 2 Bädern nicht üblich, dann käme es z.B. recht oft zu Problemem beim gleichzeitigen Betrieb von 2 Durchlauferhitzern, die hier zum Erhitzen vom Duschwasser benutzt werden. Sogar ein sog. V-Zähler, der den Stromverbrauch an nur 2 Phasen und dem Mittelpunktleiter misst, ist durchaus üblich in Brasilien. Von einem solchen hatte ich in der Tat noch nie vorher gehört.
Ansonsten kann man alle elektrischen Haushaltsgeräte, die el. Energie in Wärmeenergie umwandeln, wie: Toaster, Grill, E-Herd, Friteuse, Bügeleisen usw. bedenkenlos zwischen zwei Phasen mit ~ 220V betreiben.
Auch kleinere Haushaltsgeräte mit einem Kohlebürstenmotor, wie: Mixer, Staubsauger, Küchenmaschinen usw. vertragen die Frequenz von 60Hz problemlos. Dazu zählen auch Elektrowerkzeuge, wie Bohrmaschinen, Handsägen usw.
Bei Großgeräten wird es bedenklich und ich schließe mich den Vorschreibern an, diese besser in Brasilien neu zu erwerben.

So hoffentlich war es nicht zu fachlich und wurde auch von Laien verstanden. Schließlich ist dies ja auch kein Elektro-Fachforum und wäre es das, dann hätte ich sicher noch einige Einwände vorgebracht.
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Re: Deutsche Elektrogeräte unter 220 Volt und 60 Hertz

Beitragvon guelk » Sa 5. Nov 2011, 18:55

Ich habe nur mit einem Elektrorasierer ohne Akku Probleme gehabt, alle anderen Geräte gehen (Erfahrung aus 30 Jahren). Also, mach Dir mehr Gedanken wegen der Einfuhr als den Geräten selbst.

Grüße
Ja, ich bin Rio gegenüber positiv eingestellt.
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Re: Deutsche Elektrogeräte unter 220 Volt und 60 Hertz

Beitragvon karlnapp » Sa 5. Nov 2011, 21:17

Also, mach Dir mehr Gedanken wegen der Einfuhr als den Geräten selbst.

So generell kann man das nicht schreiben !!!
Als Elektro-Fachmann wüsste ich natürlich genau, welche Geräte ich hier in Braslien verwenden kann. Ein Blick auf das Leistungsschild würde mir genügen.
Es würde jedoch die Möglichkeiten dieses Forums überschreiten, hier auf alle Maschinentypen und Steuerungen einzugehen. Somit beschränkte ich mich auf die gängigsten und vor allem zeigte ich die realistische Alternative zu teuren Transformatoren oder Spannungswandlern auf.
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Re: Deutsche Elektrogeräte unter 220 Volt und 60 Hertz

Beitragvon guelk » Mo 7. Nov 2011, 21:22

@karlnapp:
Es sind dann doch erstaunlich wenige Geräte aus dem Alltag, die heute noch die Netzfrequenz nutzen und NICHT mit 50-60 Hz klar kommen. Wie gesagt, ein Elektrorasierer ohne Akku. Es gab da noch einen Schallplattenspieler vor 30 Jahren, aber die sind ja wohl getrost als ausgestorben zu bezeichnen... Und zuletzt haben die ihre Drehzahl auch intern quarzgesteuert.

Waschmaschine, Wäschetrockner, Kühlschrank und Geschirrspüler aus DE sind schon vor 30 Jahren mit 50-60 Hz zurande gekommen. Und deutsche Geschirrspüler sind VIEL besser.... Ich glaube schon, Probleme wird es kaum geben, ich habe in den letzten Jahren keine Probleme gehabt. Von meiner Arbeit kann ich berichten, daß auch viele "industrielle" Geräte problemlos laufen.

Natürlich kann man auf dem Typenschild nachsehen, ob da "50-60 Hz" draufsteht, genauso wie dort stehen wird, ob das Gerät vielleicht mit 110V arbeitet.... Aber auf den meisten steht es eben drauf.

Grüße
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