deutsche Rente in Brasilien

Tipps und Fragen von Auswanderungswilligen und Leuten, die es schon in Brasilien geschafft haben / Wirtschaftliche Unabhängigkeit

Re: deutsche Rente in Brasilien

Beitragvon cabof » Fr 28. Jun 2013, 23:53

Ich habe mich noch nicht schlaugemacht. Es gab in der Vergangenheit Anfragen von BR - ob der günstigen Gebrauchtwarenpreise in DE -
einen solchen gebrauchten zu kaufen und rumgurgeln in DE/EU und anschliessend wieder abzustoßen, Langzeitreisende, käme billiger als
Leihwagen.... waren Fantasten, deshalb habe ich mich nicht darum gekümmert.
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Re: deutsche Rente in Brasilien

Beitragvon Limao » Sa 29. Jun 2013, 03:48

Das mit non-resident Konten ist in Deutschland in der Tat nicht einfach, nicht mal weil die Banken kein Geschäft machen wollen, selbst wenn größere Gelder eingezahlt werden, das Problem ist vielmehr die Gesetzgebung, und darauf bezogen die AGBs/ internen Risiko - Richtlinien der Banken etc. (Geldwäsche mit ein Hauptgrund, Belege, wo das Geld her kommt etc., mangelnde Zugriffsfähigkeit im Insolvenzfall spielt eine ebenso eine grosse Rolle, oder es ist einfach bei vielen immer noch regional operierenden Kreditinstituten einfach nicht vorgesehen, ich will das auch nicht bewerten). Beispiel: Ein brasilianischer Auslandskunde würde ein Konto eröffnen macht Geschäfte in Deutschland, versenkt Geld oder zahlt steuern nicht etc. Die Bank hat kaum eine Chance an Sicherheiten zu gelangen, es gibt keine Abkommen mit Brasilien wegen Steuern., nur unter sehr hohen Kosten und mit äusserst langer Zeitverzögerung und bürokratischen Schwierigkeiten könnte vollstreckt werden. Im Zweifel ist die Bank sogar nachrangiger Gläubiger, der eigenen Gebühren...die Banken gehen in Deutschland selbst keine Risiken ein, ist meine Meinung.

Da fällt unser Rentner natürlich durch, in der Eingabemaske vor dem Sachbearbeiter der Bank, er bräuchte ein Konto für seine Rente, aber nicht wohnhaft und Ausländer - ist rein formal nicht vorgesehen.
Das dürfte nicht nur Brasilianer sondern auch ganz viele andere nicht EU Bürger wie Türken, etc auch betreffen, zur Rente abgemeldet und in die Heimat zurükgezogen gibts ein Problem - entweder Gebühren für Auslandsüberweisung der Rentenanstalt oder mit Familien-Freundeshilfe oder gemeldet bleiben.

Noch interessanter wird’s wenn ein kleiner Brasilianer (nicht juristische Person) in Deutschland investieren will, z.B. teilweise kreditfinanziert, weil er etwa das günstige Zinsniveau ausnutzen und ein bisschen hebeln oder was auch immer will. Es gibt meines Wissens nur eine einzige Bank, die bislang Kredite an non-residents gewährt (DB) aber nur in ganz engen Grenzen, Beispiel Eigentumswohnung nur innerhalb von 50-60% des Beleihungswertes und nicht mal bei Selbstnutzung, z.B als Ferienwohnung, sondern nur bei Vermietung, die Mieten müssen als zusätzliche Sicherheit herhalten. Die Sache ist die, das Kredite/Darlehen immerauch eine persönliche Schuld sind, per Gesetz. Das was Investoren in Deutschland investieren – wenn teilweise kreditfinanziert – müssen sie sie sich an Kredit im Ausland holen, beispielsweise die Töchter der deutschen Banken in England/Schottland/ Gibraltar sonstwo … Das geht dann auch bei der deutschen Tochtergesellschaft, es ist doch eigentlich verlogen, oder?
Ich will alerdings nicht bestreiten, das ab bestimmten Größenordnungen auch politische Lösungen/Subventionen etc. zm Tragen kommen.
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Re: deutsche Rente in Brasilien

Beitragvon cabof » Sa 29. Jun 2013, 12:51

Danke für Deine Ausführungen. Banken wollen doch Geschäfte machen... in solchen Fällen sähe ICH kein Problem, solange das Konto auf
Guthabenbasis geführt wird - ähnlich wie ein Sparkonto - kann man ja auch nicht überziehen. Kann mir nur vorstellen - die Banken
wollen einen Kreditrahmen einräumen (mit möglichst wenig Risiko), denn daran verdienen die ja, ein Ausländer könnte diese ausnutzen
und "abräumen" und tschiss. Sei la.
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Re: deutsche Rente in Brasilien

Beitragvon MESSENGER08 » Sa 29. Jun 2013, 14:43

cabof hat geschrieben:Danke für Deine Ausführungen. Banken wollen doch Geschäfte machen... in solchen Fällen sähe ICH kein Problem, solange das Konto auf
Guthabenbasis geführt wird - ähnlich wie ein Sparkonto - kann man ja auch nicht überziehen. ...


Das wiederspricht sich aber.
Wie soll die Bank was an Dir verdienen wenn Du nicht überziehen kannst ??? #-o

Du glaubst doch nicht im Ernst das eine Bank irgendwas verdient, wenn jeder Kunde sein Konto schön im Plus hält und nicht überzieht. Oder sonstige Produkte, wie Versicherungen, Kredite, etc. kauft. Die machen das doch nicht um Dir einen Gefallen zu tun, sondern um Geld zu verdienen, viel Geld !!!

:twisted:
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Re: deutsche Rente in Brasilien

Beitragvon cabof » Sa 29. Jun 2013, 20:16

Ich sehe das anders Messenger - du gibst den Banken kostenlos Geld (evtl. zuzügl. Kontoführungsgebühren) die nutzen Dein Giro-Geld
kostenlos und haben einen gewissen Gewinn/Vorteil. In der EU ist oder läuft der Gesetzesantrag das JEDER Bürger ein Konto haben muß
oder kann oder soll.. zumindest auf Guthabenbasis. Ich habe noch erlebt, Ende der 60iger, wie Lohntüten mit Bargeld ausgegeben wurden.
Kann es das sein? Unsere Enkel oder Urenkel werden darüben lachen, das es "Papier" und "Metall" zum Bezahlen gegeben hat. Nach der Geburt werden die einen Chip implantiert bekommen... das reicht für ALLES, vom Ausweis bis zur Zahlung ... wetten das?
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Re: deutsche Rente in Brasilien

Beitragvon Alexsander » Sa 29. Jun 2013, 20:35

Eine Bank hat einen riesigen Vorteil für jede Einlage. Da nur 2% des Geldes tatsächlich da sein müssen kann man es also mit Faktor 50 verleihen!!!
D.h. aus 1000 Euro Einlage werden 50 Ts. Euro Kredit!! Und wenn der Kredit nicht mehr bedient wird bricht das Kartenhaus zusammen.
Darum ist ja das ganze System auch sofort am Ende wenn die Kunden zur Bank gehen und Ihr Geld abheben wollen.

Bei youtube gibt es eine schönen Film dazu. Titel: "Wie funktioniert Geld" Nach der nächsten Währungsreform sind wir dann alle wieder schlauer!!
Brasilianer sind da cleverer vertrauen sowieso nicht gerne einer Bank ihr Geld an. :D
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Re: deutsche Rente in Brasilien

Beitragvon Frankfurter » Sa 29. Jun 2013, 20:48

Alexsander hat geschrieben:
Brasilianer sind da cleverer vertrauen sowieso nicht gerne einer Bank ihr Geld an. :D


Ja genau. dafür nehmen die für jeden Nagel den die kaufen einen Kredit auf ( 6 x RS 2.- :oops: ) und hoffen auf die Inflation
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Re: deutsche Rente in Brasilien

Beitragvon cabof » Sa 29. Jun 2013, 21:03

Leute: die Physik unterliegt physikalischen Gesetze - unveränderbar (zumindest bis heute) aber das Gebilde "Finanzen" ist künstlich aufgebaut und manipulierbar, besonders jetzt durch das Internet. Obamaa hustet und hat sofort Einfluß auf die Weltwirtschaft.
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Re: deutsche Rente in Brasilien

Beitragvon weilerlbb » Do 4. Jul 2013, 01:33

Ja, ich lasse meine Rente nach Brasilien Überweisen.
Ich rate Dir folgendes.
1. Eröffne in Brasilien ein Bankkonto
2. Eröffne kein Bankkonto bei einer Sparkasse oder Volksbank. Dss habe ich gemacht bevor ich nach Brasilien auswanderte weil mir in Deutschland der Sparkassenangestellte sagte, Mit der Maesz´trkarte konnte ich an jeden Geldautomaten Geld abheben und per Online Geld auf mein brasilianisches Konto überweisen. Geht nicht mit der Karte konnte ich kein Geld am Geldautomaten abheben, dazu benotigt man eine VISa Maestrokate. online Überweisung scheiterte weil Brasilien keine IBAN und BIC Nummern hat. Diese muss man aber in das Onlineformular eintrage werden.
Die Notlösung, ich habe in Deutschland mich an eine Vertrauensperson gewendet der mir helfen mußte damit ich in Brasilien Geld erhalte.
Was geht, ich kann aus Brasilien von meinem Konto Geld auf ein anderes Konto in Deutschland überweisen weil in Deutschland alle KOnte ein BIC und IBAN-Nr. haben.
Ich habe Geld von meinem Konto auf das KOnto meines Bekannten überwiesen.
Dieser ist zur seiner Bank und hat mein Geld mit einer Auslandsüberweisung auf mein brasilianisches Konto überwiesen, so bin ich in Brasilien zu meinem Geld gekommen.
Zur Zeit bin ich in Deutschland. Das Konto bei der Sparkasse habe ich gekündigt und bin zur Deutschen Bank gewechselt. Im nachhinein habe ich erfahren das die Tarco Bank überall in Brasilien vertreten ist unter ihren Namen Citybank Es wäre wohl Sinnvoller gewesen zu dieser Bank zu wechseln.
Wichtig ist zu wissen das in Brasilien eine Inflation von fast über 7% ist. Wenn Sie sich die Rente jeden Monat nach Brasilien überweisen lassen verlieren Sie Geld.
Deswegen ist es besser seine Rente auf ein Deutsches Konto überweisen zu lassen. Dieser Bank eteilen Sie einen Dauerauftrag das Ihnen in bestimmten Zeitabständen automatisch ein Betrag auf ihr brasil. Konto überwiesen wird, ich lasse mir alle 2 Monat 1.500€ überweisen. Sollte ich mehr brauchen muss ich per online zusätzliches Geld auf mein Konto überweisen. Geht das nicht muss ich meinen Freund wieder einschalten.
MfH
hw
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Re: deutsche Rente in Brasilien

Beitragvon cabof » Do 4. Jul 2013, 05:39

Bei mir ist die Sache anders, der BR - wieder permanent in Brasilien, kommt nicht mehr zurück wird sein Geld gleich vom Rentenamt auf
sein brasil. Konto überweisen lassen, da wollte ich nur wissen, wieviel Prozent auf dem Weg verloren gehen... sage mal 900 Euronen werden überwiesen und wieviel Reais landen auf dem Konto... in 2-3 Monaten kann ich hierzu einen Erfahrenswert mitteilen, die Sache
läuft noch.
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