Deutscher Schäferhund

Tipps und Fragen von Auswanderungswilligen und Leuten, die es schon in Brasilien geschafft haben / Wirtschaftliche Unabhängigkeit

Deutscher Schäferhund

Beitragvon Fredi » Di 3. Feb 2009, 16:12

Hallo Leute
Ich beabschtige mit meiner bras. Frau in absehbarer Zeit nach Brasilien (Grossraum Salvador) zu ziehen. Beruflich möchten wir (beide gut 50) keine grossen Stricke mehr zerreissen, sondern ein einfaches, geruhsames und naturverbundenes Dasein an einem ruhigen Ort (Nähe Strand, event. Sitio) leben.
Wir sind beide grosse Hundeliebhaber und möchten uns dann in Brasilien diesen Wunsch erfüllen.
Wir wären sehr dankbar, wenn ihr uns eure Erfahrungen weiter geben könnt bzw. die folgenden Fragen beantwortet:
Kann man in B unproblematisch einen rassenreinen (mit Stammbaum) deutschen Schäferhund kaufen?
Ist dies in und um Salvador möglich?
Wieviel kostet ein solcher Hund?
Wie ist die veterinäre Betreuung?
Gibt es Hundekurse?
Kann man einen deutschen Schäfer gut halten bzw. dressieren; oder wird er wegen der vielen (lauten) Leute ein wenig konfus?
Wird ein grosser Hund von der bras. Bevölkerung gut akzeptiert; insbesondere von den Nachbarn? Oder besteht die Gefahr, dass sie ihn vergiften?

Wir sind für alle Infos sehr dankbar.
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Re: Deutscher Schäferhund

Beitragvon ana_klaus » Di 3. Feb 2009, 16:37

@ fredi

frag mal männlein, der ist genauso bissig wie die von Dir favorisierte Rasse.

Das ist keine Spitze. Medien berichten, dass Schäferhunde die meisten Angriffe ausgeübt haben.

klaus
http://www.pension-brasilien.de
Zuletzt geändert von ana_klaus am Di 3. Feb 2009, 16:40, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Deutscher Schäferhund

Beitragvon amarelina » Di 3. Feb 2009, 16:38

hallo Fredi, ich hatte selber einen (sehr) grossen hund, gott hab ihn selig den Fakito :D einen reinrassigen Fila Brasileiro (75kg lebendgewicht)....
in den tropen ist das klima aber sehr anstrengend für die grossen hunde, sie werden deshalb auch nicht so alt, wie die in Europa. ca. 8jährig....
die leute fürchten sich in der regel vor grossen hunden, weil viele abgerichtet sind. ich selber fühle mich auch nicht wohl, wenn so ein halbes hemd von einem riesentier ohne maulkorb am strand entlang gezogen wird.
unser Fakir war nur gefährlich, wenn er innerhalb seines territoriums war, das hat er mit den zähnen verteidigt, da musste man schon aufpassen....also tor erst öffnen, wenn der hund im zwinger ist!

amarelina
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Re: Deutscher Schäferhund

Beitragvon Westig » Di 3. Feb 2009, 16:52

Kann man in B unproblematisch einen rassenreinen (mit Stammbaum) deutschen Schäferhund kaufen?
Ist dies in und um Salvador möglich?
Wieviel kostet ein solcher Hund?
Wie ist die veterinäre Betreuung?
Gibt es Hundekurse?
Kann man einen deutschen Schäfer gut halten bzw. dressieren; oder wird er wegen der vielen (lauten) Leute ein wenig konfus?
Wird ein grosser Hund von der bras. Bevölkerung gut akzeptiert; insbesondere von den Nachbarn? Oder besteht die Gefahr, dass sie ihn vergiften?

________________________________

Du kannst in Salvador einen Schäferhund mit "pedigree" kaufen, aber das ist noch lange keine Garantie, dass das Tier gesund ist und gesund bleibt. Die gefüchtete "Schäferhundekrankheit" Hüftgelenksdysplasie zum Beispiel ist nur zu 20 % erblich. Aber das weisst Du wahrscheinlich alles selbst. Wir hatten einen Schäferhund mit ausgezeichneten Papieren, trotzdem bekam er - immerhin erst nach 5 Jahren - Dysplasie. Und er hat noch weitere 5 Jahre ganz gut damit gelebt.

In Salvador gibt es gute Tierarztpraxen, und auch größere Operationen werden durchgeführt.

In jedem Fall kannst Du dort einen Hund gut halten und auch gut dressieren, und Hundekurse und Hundeführer gibt es auch.

Ob der Hund konfus wird oder nicht, hängt nicht von den "vielen lauten Leuten" ab, sondern von der Art, wie Du ihn führst.

Wieviel ein Hund kostet, kann man hier so nicht beantworten. Vielleicht helfen diese links weiter:
http://www.olx.com.br/q/pastor-alemao/c-312/p-5
http://www.dogtime.com.br

Deine letzten Bedenken sind berechtigt: insgesamt haben Menschen in Brasilien oft große Angst vor großen Hunden (in Deutschland auch...), und können überhaupt nicht verstehen, wenn man einen Schäferhund frei neben oder vor sich her laufen lässt. Und Vergiftungsgefahr besteht in der Tat, vor allem wenn Du auf einem sitio ausserhalb der Stadt lebst. Da gibt es kein allgemein gültiges Rezept; unser Hund lief nachts nicht frei auf dem Grundstück herum, aber wir kennen etliche Fälle von Vergiftungen und daraus folgenden Einbruchsdiebstählen, und das nicht nur in Brasilien, sondern auch in anderen lateinamerikanischen Ländern, in denen wir mit unseren Hunden lebten.
Viel Glück!
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Re: Deutscher Schäferhund

Beitragvon amarelina » Di 3. Feb 2009, 17:01

Tudo bem Westig, aber für was hast denn einen wachhund wenn er nachts nicht frei rumlaufen darf/kann?
wir haben unseren Fila erzogen, dass er nur fressen von mir oder von meinem mann angenommen hat.

amarelina
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Re: Deutscher Schäferhund

Beitragvon Westig » Di 3. Feb 2009, 17:25

Amarelina, glaub mir, die betroffenen Bekannten hatten ihren Hund, genau wie Du auch, als Wachhund erzogen; und zwei davon waren in Recife in einer militärischen Hundeschule mit strengen entsprechenden Kursen, und dennoch wurden die Hunde schwach und fraßen vergiftete Wurst, die über die Mauer geworfen worden war. Das, so hieß es, würden und sollten die NIE tun. Und in anderen Fällen ebenfalls. Da hilft auch Deine Garantie und die der Ausbildungsakademie nicht weiter.

Und im Übrigen: wo habe ich geschrieben, dass unser Schäferhund ein Wachhund war? Unsere Grundstücke in den Ländern wo wir lebten waren stets anderweitig bewacht. Da musste kein Schäferhund nachts frei rumlaufen und bei jeder Person die auf dem Bürgersteig am Tor lang ging - Brasilianer lieben es, nächtelang herumzuspazieren - laut und drohend bellen. Da die Tiere doch lieber des nachts im Innenhof halten. Deswegen vielleicht haben insgesamt unsere Hunde sehr lange gelebt.
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Re: Deutscher Schäferhund

Beitragvon 1306 » Di 3. Feb 2009, 18:05

hallo Fredi,

schau mal bei mir rein.

www.marbach.com.br
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Re: Deutscher Schäferhund

Beitragvon Westig » Di 3. Feb 2009, 18:38

1306 - marbach: hervorragende seite, herausragend gut gemacht. Glückwunsch!
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Re: Deutscher Schäferhund

Beitragvon Severino » Di 3. Feb 2009, 19:15

Hunde sind in Brasilien die "Standard-Alarmanlage". Leider sind aber ein Grossteil der Hundebesitzer absolute Volltrottel, bzw. haben keine Ahnung von artgerechter Haltung. Aber es gibt hier in Brasilien genauso wie in Europa alles, was das Herz begehrt und der Geldbeutel hergibt. Ein gut erzogener Hund mit der entsprechenden Haltung (z.B. grosser Bereich im Quintal mit Schatten/Hütte) ist für Brasilien schon eher die Ausnahme. Hunde bekommen oft nur die Reste vom Essen, sprich Bohnen und Reis - und sind ansonsten sich selbst überlassen - oder angekettet, weil der eigene Besitzer Angst hat. Ich selbst habe einen Strassenköter, der bei uns frei herumlaufen kann und Fressen ausschliesslich von mir akzeptiert. Das Einzige, was ich ihm noch nicht beibringen konnte ist hinter Carnice/Müll herzuschnüffeln - obwohl er immer genug zu fressen hat.... Bin eben auch kein professioneller Hundeerzieher....
paz e amor
Severino
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Re: Deutscher Schäferhund

Beitragvon Teckpac » Di 3. Feb 2009, 19:19

amarelina hat geschrieben:hallo Fredi, ich hatte selber einen (sehr) grossen hund, gott hab ihn selig den Fakito :D einen reinrassigen Fila Brasileiro (75kg lebendgewicht)....
in den tropen ist das klima aber sehr anstrengend für die grossen hunde, sie werden deshalb auch nicht so alt, wie die in Europa. ca. 8jährig....
die leute fürchten sich in der regel vor grossen hunden, weil viele abgerichtet sind. ich selber fühle mich auch nicht wohl, wenn so ein halbes hemd von einem riesentier ohne maulkorb am strand entlang gezogen wird.
unser Fakir war nur gefährlich, wenn er innerhalb seines territoriums war, das hat er mit den zähnen verteidigt, da musste man schon aufpassen....also tor erst öffnen, wenn der hund im zwinger ist!

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Meines Wissens nach werden alle grossen Molosser nicht älter als 8-9 Jahre im Schnitt, unabhängig vom Klima. Und jeder Hund kann nur so gut oder schlecht sein, wie der Mensch der ihn führt! Selbst der kleinste Hund kann zum Beisser werden, wenn sein Herr ihn nicht richtig erzieht. Die grössere Gefahr geht doch wohl von den sogenannten Kampfhunden aus, die man hier in Brasilien leider immer öfter sieht. Leider immer öfter als Begleitung von Goldkettchen behangenen "Gernegrossens". Mein Onkel in D hat seit ich denken kann Deutsche Schäferhunde, nie wurde einer zum Problemfall. Der einzige Nachteil liegt halt in der Zucht, es ist fast unmöglich einen "gesunden" Hund zu erwerben. Das Porscheheck wurde zwar etwas behoben, aber die Dysplasie nicht! Man sollte, wenn man auf Nummer sicher gehen möchte den Belgischen Schäferhund in Betracht ziehen, der ist nicht so verzüchtet! Ob dieser in Brasilien zu bekommen ist kann ich allerdings nicht sagen! Mir sind grosse Hunde zehnmal lieber als kleine "Fusshupen", die Grossen haben mehr Charakter! Und als Wächter sollte man sich lieber einen Ganter mit ein paar Gänsen anschaffen, die machen mehr Lärm und fressen auch keine vergifteten Wurstköder!! In diesem Sinne......
Ich hätte lieber Alzheimer als Parkinsson...lieber ein paar Biere vergessen zu bezahlen, als sie zu verschütten! Salmei, Dalmei, Adomei....
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