Fifa-Präsident Sepp Blatter sorgt in Südamerika für riesige Empörung: Er hat Fussball-Länderspiele auf einer Höhe von über 2500 Metern verboten.
Von der neuen Regelung betroffen sind unter anderem die Stadien in La Paz (Bolivien; 3700 m ü. M.), Bogotá (Kolumbien, 2600 m ü. M.) und Quito (Ecuador, 2800 m ü. M.) sowie weitere Fussballplätze in Mexiko und Peru.
Fussballfans und Politiker sind in heller Aufregung. Boliviens Präsident Evo Morales fordert die Fifa auf, die Entscheidung zurückzunehmen: «Dieses Verbot diskriminiert die legitimen Rechte der Leute, Fussball zu spielen, und ignoriert den Gleichheitsgrundsatz, der in der Menschenrechtserklärung der Vereinten Nationen festgelegt ist.» Morales erklärte den 30. Mai kurzerhand zum Protesttag gegen das Fifa-Verbot und spielte gestern medienwirksam vor dem Regierungspalast in La Paz Fussball. Der bolivianische Staatschef will nun einen Krisengipfel mit den anderen Ländern veranstalten, die vom Höhen-Limit betroffen sind.
Begrüsst wird die neue Regelung dagegen in Brasilien, weil den Samba-Kickern in der dünnen Luft der Anden schon bei einigen Partien die Puste ausging. Die Fifa erklärte, das Verbot sei aus medizinischen Gründen und damit zum besseren Schutz der Spieler erlassen worden.
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