Die deutsche Mittelschicht

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Die deutsche Mittelschicht

Beitragvon Andy2008 » Do 8. Apr 2010, 21:25

Ich habe gerade einen schönen Artikel über die deutsche Mittelschicht gefunden. Da ich nach meinen Beobachtungen der Beiträge den Eindruck habe, dass sich die meisten hier zu der Mittelschicht zählen, dürfte auch der Artikel für alle von Interesse sein.

Hier der Link:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,687760,00.html

Grüße
Andy2008
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Re: Die deutsche Mittelschicht

Beitragvon stanley » Do 8. Apr 2010, 23:41

Andy2008 hat geschrieben:Ich habe gerade einen schönen Artikel über die deutsche Mittelschicht gefunden. Da ich nach meinen Beobachtungen der Beiträge den Eindruck habe, dass sich die meisten hier zu der Mittelschicht zählen, dürfte auch der Artikel für alle von Interesse sein.

Hier der Link:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,687760,00.html

Grüße
Andy2008


Die deutsche Mittelschicht in Brasilien lebend, ist wohl nicht gemeint in diesem Bericht.
Wer Hartz4 in Deutschland erhaelt, gruen denkt, rot waehlte und schwarz arbeitete, zaehlt zwar nicht mehr zur Mittelschicht, aber hat mehr "cash in the pocket" als der sog. Mittelstand. Who cares?
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Re: Die deutsche Mittelschicht

Beitragvon popolado » Fr 9. Apr 2010, 00:15

Allein das Einkommen ist wohl zuwenig um jemanden in eine 'Schublade' -schicht zu stecken.

Früher in D war ich als single dann wohl Oberschicht, fühlte mich aber in meinem job als der Depp vom Dienst, für alles verantwortlich und bei wichtigen Entscheidungen übergangen, falls es nicht klappte mußte ich es aber ausbaden bzw. ausbügeln.

Dann warf ich alles hin, reiste ohne festes Einkommen herum, damit wohl zur Unterklasse gehörend.
Neuer job und Frau und schwuppdiwupp war ich wieder Mittelklasse. Nach Insolvenz und Jobverlust mit ALG kurzfristig Unterklasse, bin ich dann als Freiberufler auf einem ähnlichen Niveau wie früher in die Oberklasse gerückt, wenn auch nur aufgrund von Steuervergünstigungen. Da ich zwischenzeitlich öfters eine Auszeit nehme, andere nennen das Sabatical, bin ich wieder in die Unterschicht mit 0,00 Einkommen abgestürzt.

Also für mich macht diese Einteilung absolut keinen Sinn, außer daß Soziologen etwas zu tun haben. Lebt man als Unterschichtler im eigenen Haus (ob geerbt oder selbst gebaut) so lebt manch einer wohl unbeschwerter als der gerade noch zur Oberschicht sich zählende yuppie, der im gemieteten Apartment mit geleastem Töfftöff lebt.

Aber um mal den Bezug zu Brasilien herzustellen. Hier wird genauso unsinnig nach Anzahl TV etc. in Klassen eingeteilt.

Zum Glück ruft das ganze bei mir maximal ein kurzes Darmdrücken hervor.
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Re: Die deutsche Mittelschicht

Beitragvon Robinho » Fr 9. Apr 2010, 19:39

popolado hat geschrieben:Allein das Einkommen ist wohl zuwenig um jemanden in eine 'Schublade' -schicht zu stecken.

Früher in D war ich als single dann wohl Oberschicht, fühlte mich aber in meinem job als der Depp vom Dienst, für alles verantwortlich und bei wichtigen Entscheidungen übergangen, falls es nicht klappte mußte ich es aber ausbaden bzw. ausbügeln.

Dann warf ich alles hin, reiste ohne festes Einkommen herum, damit wohl zur Unterklasse gehörend.
Neuer job und Frau und schwuppdiwupp war ich wieder Mittelklasse. Nach Insolvenz und Jobverlust mit ALG kurzfristig Unterklasse, bin ich dann als Freiberufler auf einem ähnlichen Niveau wie früher in die Oberklasse gerückt, wenn auch nur aufgrund von Steuervergünstigungen. Da ich zwischenzeitlich öfters eine Auszeit nehme, andere nennen das Sabatical, bin ich wieder in die Unterschicht mit 0,00 Einkommen abgestürzt.

Also für mich macht diese Einteilung absolut keinen Sinn, außer daß Soziologen etwas zu tun haben. Lebt man als Unterschichtler im eigenen Haus (ob geerbt oder selbst gebaut) so lebt manch einer wohl unbeschwerter als der gerade noch zur Oberschicht sich zählende yuppie, der im gemieteten Apartment mit geleastem Töfftöff lebt.

Aber um mal den Bezug zu Brasilien herzustellen. Hier wird genauso unsinnig nach Anzahl TV etc. in Klassen eingeteilt.

Zum Glück ruft das ganze bei mir maximal ein kurzes Darmdrücken hervor.



Respekt . Meiner Meinung nach richtig =D> =D> =D> =D>
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Re: Die deutsche Mittelschicht

Beitragvon Frarry » Fr 9. Apr 2010, 20:40

Kommt darauf an wo man die Messlatte ansetzt.
In deutschland wesentlich höher als in Brasilien.
Sie haben das Recht zu Schweigen denn alles was
Sie zitieren, kann gegen Sie verwandt werden .
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Re: Die deutsche Mittelschicht

Beitragvon Itacare » Fr 9. Apr 2010, 21:38

Wenn es nur nach den reinen Zahlen geht, darf ich mich nicht beklagen. Mache ich auch nicht.
Dennoch, alles zu relativ. Es gibt Menschen, die verdienen 3.000, geben aber nur 2.500 aus- und können sich alles leisten.
Andere verdienen auch 3.000, geben aber 3.500 aus. Und wenn sie 30.000 verdienen würden, würden sie 35.000 ausgeben. Das ist der Unterschied. Ob Reais oder Euronen, völlig egal.
Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen.
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Beitragvon Pfälzer » Sa 10. Apr 2010, 16:48

.....fällt mir gerade eine nette kleine "Wett-Geschicht" ein, mit der ich jedesmal (in besseren Zeiten...) in meiner "Stamm-Kneipe" ein Bierchen gewonnen habe.

Wettet einfach mal in irgend einer Kneipe, Bistro, Lokal etc...mit nem anderen Gast darum, zu welcher Schicht er sich in Deutschland zählt. Durchweg wird die eigene Einschätzung auf der Mittelschicht-/Oberschicht liegen. Und diese Einschätzung ist eindeutig falsch - weil euch/uns halt immer diese unsere eigene Einschätzung eingetrichtert wird....so lange, bis wir selbst daran glauben.

Also, (Sorry!) die "Mittelschicht" fängt bei Ärzten und Rechtsanwälten (mit eigener Praxis) "Mittelständlern", sprich selbstständigen Unternehmern mit eigenem Betrieb, hoch bezahlten Managern etc....an. Ackermann (DB) mit 10€Mio. Jahresgehalt gehört nach dieser Definition somit nicht zur "Oberschicht", jedoch durch sein "Insiderwisssen" eben doch dazu.

Und zu welcher "Schicht", was meint IHR, zählt sich der Arbeiter, Angestellte, Beamte, kleine Selbstständige....oder gar derjenige, welcher ein kleines Häuschen von Großmuter geerbt hat....?

RICHTIG:::: NATÜRLICH ZUR MITTEL-/OBERSCHICHT!

Hoffe, mit meinem Beitrag einen kleinen Durchblick geleistet zu haben und verbleibe mit

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Re: Alles Relativ.....

Beitragvon Pfälzer » Sa 10. Apr 2010, 16:51

Pfälzer hat geschrieben:.....fällt mir gerade eine nette kleine "Wett-Geschicht" ein, mit der ich jedesmal (in besseren Zeiten...) in meiner "Stamm-Kneipe" ein Bierchen gewonnen habe.

Wettet einfach mal in irgend einer Kneipe, Bistro, Lokal etc...mit nem anderen Gast darum, zu welcher Schicht er sich in Deutschland zählt. Durchweg wird die eigene Einschätzung auf der Mittelschicht-/Oberschicht liegen. Und diese Einschätzung ist eindeutig falsch - weil euch/uns halt immer diese unsere eigene Einschätzung eingetrichtert wird....so lange, bis wir selbst daran glauben.

Also, (Sorry!) die "Mittelschicht" fängt bei Ärzten und Rechtsanwälten (mit eigener Praxis) "Mittelständlern", sprich selbstständigen Unternehmern mit eigenem Betrieb, hoch bezahlten Managern etc....an. Ackermann (DB) mit 10€Mio. Jahresgehalt gehört nach dieser Definition somit nicht zur "Oberschicht", jedoch durch sein "Insiderwisssen" eben doch dazu.

Und zu welcher "Schicht", was meint IHR, zählt sich der Arbeiter, Angestellte, Beamte, kleine Selbstständige....oder gar derjenige, welcher ein kleines Häuschen von Großmuter geerbt hat....?

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Re: Alles Relativ.....

Beitragvon stanley » Sa 10. Apr 2010, 17:49

Pfälzer hat geschrieben:
Pfälzer hat geschrieben:.....fällt mir gerade eine nette kleine "Wett-Geschicht" ein, mit der ich jedesmal (in besseren Zeiten...) in meiner "Stamm-Kneipe" ein Bierchen gewonnen habe.

Wettet einfach mal in irgend einer Kneipe, Bistro, Lokal etc...mit nem anderen Gast darum, zu welcher Schicht er sich in Deutschland zählt. Durchweg wird die eigene Einschätzung auf der Mittelschicht-/Oberschicht liegen. Und diese Einschätzung ist eindeutig falsch - weil euch/uns halt immer diese unsere eigene Einschätzung eingetrichtert wird....so lange, bis wir selbst daran glauben.

Also, (Sorry!) die "Mittelschicht" fängt bei Ärzten und Rechtsanwälten (mit eigener Praxis) "Mittelständlern", sprich selbstständigen Unternehmern mit eigenem Betrieb, hoch bezahlten Managern etc....an. Ackermann (DB) mit 10€Mio. Jahresgehalt gehört nach dieser Definition somit nicht zur "Oberschicht", jedoch durch sein "Insiderwisssen" eben doch dazu.

Und zu welcher "Schicht", was meint IHR, zählt sich der Arbeiter, Angestellte, Beamte, kleine Selbstständige....oder gar derjenige, welcher ein kleines Häuschen von Großmuter geerbt hat....?

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Das werde ich heute Abend, den an meiner Porta klopfenden, bettelnden Frauen mit ihren Kindern im Arm fragen, ob Geld allein gluecklich macht?
Meistens geb ich denen Geld, um sich Broetchen zu kaufen. Ohne meine Spende sind diese Frauen bestimmt gluecklicher,oder?
Dein Saufen in der Kneipe mit deinen Kumpels macht dich sicherlich nicht gluecklich oder? Kostet doch Geld, oder? Oder laesst du anschreiben. Das macht dan sicherlich dein Kneipier gluecklicher oder?
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Re: Die deutsche Mittelschicht

Beitragvon Duda » Di 13. Apr 2010, 21:51

@stanley:

Woher weist du denn ob die bettelnden Frauen mit ihren Kindern dein Kleingeld für Brötchen ausgeben?
Ich saß einmal mit meiner Frau in einer Bar als wir von einer Bettlerin angesprochen wurden die nach Geld fragte um ihren Kindern (die aber nicht dabei waren) Kekse zu kaufen. Als meine Frau dann meinte dass sie eine Packung Kekse dabei hatt und sie ihr geben wollte, sagte die Bettlerin "will ich nicht" und ging. :?
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