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es wundert nicht, dass die maniokwurzel, grundnahrungsmittel und oft einzige überlebensgrundlage der indianer, gegenstand vieler legenden wurde:
in einem der stämme des grosses volkes der Tupinambá wurde ein mädchen geboren, das sehr weiss und schön war und von seinen eltern Mani genannt wurde. nie hatte es in dem stamm ein kind gegeben, das bezaubernder, fröhlicher, tugendhafter und folgsamer war. es sang und lachte und war eine freude. alle liebten und besuchten es, als sei es eine botschafterin von Tupá dem allmächtigen. doch wie die blumen, die früh ihre blütenkelche öffnen, sich auch früh schliessen, so starb auch Mani, als sie noch sehr klein war.
unter grosser trauer und ehrerbietung des ganzen stammes wurde sie in der mitte des dorfes auf einem grossen feld begraben, das die sonne bescheinen würde, um die fröhlichkeit des mädchens zu wecken. alle stammesangehörigen vergossen bei der beerdigung Manis viele tränen mit eimern voll wasser - Mani sollte sich nicht zu sehr von der sonne verglüht fühlen.
einige zeit danach entspross an dieser stelle eine kleine, grüne pflanze mit einem violetten stengel, die die Tupinambá Manioca nannten, "haus der Mani". das pflänzchen wuchs vor den staunenden augen des ganzen stammes, bis sich an einem sonnigen tag die erde öffnete und eine art kartoffel in der form eines kinderkörpers zum vorschein brachte. alle verstanden, dass dies ein geschenk Manis war. sie wuschen die frucht im wasser des flusses, zerrieben und assen sie. binnen kurzer zeit liebten alle indianervölker die frucht, die ein geschenk Manis war, weiss wie der mond und anmutig wie das lächeln des frühlings.
aus: Brasilianisch kochen Gerichte und ihre Geschichte, Moema Parente Augel im Verlag Die Werkstatt, Göttingen
Farofa Seca für 6 Personen
200 g Maniokmehl
3 EL Butter
In einer Pfanne das Mehl unter ständigem Rühren etwa 10 Minuten rösten. Vom Herd nehmen, nach und nach Butter hineingeben und gründlich verrühren, bis eine grobkörnige Mischung entsteht, die Streuseln ähneln. 1 TL Salz zufügen und heiss servieren.
Farofa Mista
Die Farofa mit Oliven, Mais, Schinken, sauren Aepfeln, Rosinen, kleingeschnittenen Pflaumen, Fleischresten etc. beliebig variieren.
Farofa de Ovos
Aus vier bis fünf Eiern, 4 EL Butter, zwei gehackten Zwiebeln und 3 EL gehackter Petersilie eine weiche Rühreimasse bereiten. Nach und nach Maniokmehl unter ständigem Rühren daruntermischen, salzen.
Farofa de Dendé
Etwas Palmöl in eine Pfanne geben, so dass der Boden eben bedeckt ist. Unter ständigem Rühren nach und nach das Maniokmehl hinzufügen und rösten, salzen.
Eignet sich als Beilage zu afrobrasilianischen Gerichten
Pirão für 4 Personen
1/2 l Gemüsebrühe
1 Tasse Maniokmehl
Die Brühe durch ein Sieb giessen und zum Kochen bringen. Das Maniokmehl unter ständigem Rühren hineinstreuen, bis ein dickflüssiger Brei entsteht, den man mit der Gabel essen kann. Eventuell salzen.
Varianten:
Die Gemüsebrühe durch Fischsud oder Fleischbrühe ersetzen. Maniokmehl hineinrühren und kurz aufkochen.
wir haben das maniokmehl in ermangelung eines brasilianischen lebensmittelladens in unserer stadt, oft bei den afrikanern gekauft, obwohl mein mann sich beschwerte es sei zu grobkörnig und es noch einmal gründlich gesiebt werden musste. auch palmöl gibts in Europa bei den afrikanern oder in asiatischen läden.
amarelina
o problema não é tanto encontrar uma pessoa com quem apeteça dormir, mas sim encontrar uma pessoa com quem apeteça accordar.
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