Die Ruralistas und Sklavenarbeit

Alles über Brasilien aus der internationalen Presse (Beiträge bitte max. anreissen, unbedingt die Quelle verlinken sowie ein eigenes kurzes Statement abgeben).

Die Ruralistas und Sklavenarbeit

Beitragvon marcus.b » Di 17. Okt 2017, 08:56

Arbeitsministerium weicht per Direktive die Definition von Sklavenarbeit und sklavenarbeitsähnliches Zwangsverhältnis auf:
http://blogs.taz.de/latinorama/2017/10/16/brasilien-arbeitsministerium-weicht-per-direktive-die-definition-von-sklavenarbeit-und-sklavenarbeitsaehnliches-zwangsverhaeltnis-auf/
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Re: Die Ruralistas und Sklavenarbeit

Beitragvon Itacare » Di 17. Okt 2017, 12:09

Ich muss gut die Hälfte des Jahres arbeiten, um die Zwangsabgaben an unsere Regierung zu bezahlen. Also wenn das nicht menschenunwürdig ist.
Fazit: ich bin ein Sklave.
Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen.
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Re: Die Ruralistas und Sklavenarbeit

Beitragvon cabof » Di 17. Okt 2017, 13:08

Sklavenarbeit ist ein Begriff.... aber nennen wir es heute ungerechte Arbeitsbedingungen, die es auch bei uns gibt. Gerade wird eine Modekette bestreikt... und
die Wohnblöcke der Genossenschaften sind die senzalas hierzulande- Aber trotzdem ist BR eine Nummer heftiger. Drüben wird das Salario Minimo ausgehöhlt und bei uns der lächerliche Mindestlohn. Die Ausbeuter finden immer Gesetzeslücken - dank einer inkompetenten Gesetzgebung.
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Re: Die Ruralistas und Sklavenarbeit

Beitragvon Colono » Di 17. Okt 2017, 19:00

Itacare hat geschrieben:Ich muss gut die Hälfte des Jahres arbeiten, um die Zwangsabgaben an unsere Regierung zu bezahlen. Also wenn das nicht menschenunwürdig ist.
Fazit: ich bin ein Sklave.


Und noch dazu Leibeigener von mindestens drei Brasilianerinnen. Arme Sau! :mrgreen:
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Re: Die Ruralistas und Sklavenarbeit

Beitragvon Itacare » Di 17. Okt 2017, 19:43

Colono hat geschrieben:
Itacare hat geschrieben:Ich muss gut die Hälfte des Jahres arbeiten, um die Zwangsabgaben an unsere Regierung zu bezahlen. Also wenn das nicht menschenunwürdig ist.
Fazit: ich bin ein Sklave.


Und noch dazu Leibeigener von mindestens drei Brasilianerinnen. Arme Sau! :mrgreen:


Jetzt wo Du es sagst - für die arbeite ich dann den Rest des Jahres. :( Kennst ned zufällig jemand, der nen Ruralista sucht? :D
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Re: Die Ruralistas und Sklavenarbeit

Beitragvon Colono » Di 17. Okt 2017, 20:34

Itacare hat geschrieben: Kennst ned zufällig jemand, der nen Ruralista sucht? :D

Dazu müsstest zu mir nach Brasilien kommen. Wenn du einen nicht mit Enxada und Foice antriffst, dann mit Colher de Pedreiro und Übermorgen sind wir dann mit Steineklopfen dran.

Näo ê fâcil näo........

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Re: Die Ruralistas und Sklavenarbeit

Beitragvon Itacare » Mi 18. Okt 2017, 11:57

Ich stehe da eher auf einen Steinbruch mit Spitzhacke. :mrgreen:

Um aber mal auf den ernsten Eröffnungsbeitrag zurück zu kommen. Die Regeln wurden während der PT drastisch verschärft, jetzt wird n wenig zurück gerudert.
Würde man bei uns die Promillegrenze auf 0,0 setzen, gäbe es automatisch mehr Straftäter.

Das einzige, was langfristig gegen sklaven- und sklavenähnliche Arbeit wirkt, ist Bildung. Die PT hatte es in der Hand……
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Re: Die Ruralistas und Sklavenarbeit

Beitragvon Colono » Mi 18. Okt 2017, 13:57

Itacare hat geschrieben:Das einzige, was langfristig gegen sklaven- und sklavenähnliche Arbeit wirkt, ist Bildung. Die PT hatte es in der Hand……


"O Herr lass Hirn regnen und nimm den Bedürftigen die Regenschirme weg [-o< "

http://educacao.globo.com/artigo/pre-sal-vai-injetar-bilhoes-na-educacao-e-na-saude.html

http://g1.globo.com/economia/pre-sal/leilao-de-libra/platb/

In Anbetracht dessen ballen viele die Faust in der Tasche, murren und fluchen im privaten Kreis, aber das war es dann auch. Man könnte es sich nun leicht machen und die Mehrheit als ignorant abstempeln. Doch so einfach ist es nicht. Viele haben schlicht resigniert, da selbst Protest ihr Leben um kein Deut zu verbessern scheint.
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Re: Die Ruralistas und Sklavenarbeit

Beitragvon cabof » Mi 18. Okt 2017, 18:39

Fruchtgummibärchen und Brasilien - passt das? Hier ein Bericht von den unmenschlichen Arbeitsbedingungen auf Plantagen die ein Wachs für die Fruchtgummis liefern.
Quelle Marktcheck ARD - der Brasilienbericht geht ab ca. 31:30 Minuten los, man kann den Regler rüberschieben und braucht sich die andere Kacke nicht anzuschauen.

http://www.daserste.de/information/ratgeber-service/markencheck/videos/markencheck-haribo-check-video-100.html
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Re: Die Ruralistas und Sklavenarbeit

Beitragvon Itacare » Mi 18. Okt 2017, 20:01

Irgendwie läuft das falsch. Da gibt es zig Politiker, jeder verspricht was anderes, und für einen muss man sich entscheiden.
Warum wird kein Forderungskatalog erstellt, Gewichtung dank Internet doch heute kein Problem mehr. Daran können die Politiker dann ihr Programm orientieren, und wer es trifft und die Einhaltung garantiert, kann sich der Stimmen sicher sein. Einfach mal nur den Spieß umdrehen :mrgreen:
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