amarelina hat geschrieben:
hilfe ohne gegenleistung hat oft etwas sehr demütigendes für den der sie bekommt
So seh ich das auch. Außerdem beweist die Gegenleistung eine gewisse Ernsthaftigkeit und Interesse an dem, was angeboten wird. Diesen Punkt sehe ich jedoch im Zusammenhang mit Bildung.
Verkrachte Existenzen, Drogen, Alkohol, usw. oder Krankheit und Alter sind umständebedingt auf Hilfen angewiesen ohne Gegenleistung bringen zu wollen oder bringen zu können.
Ich könnte mir vorstellen, ein Projekt aufzuziehen nach dem Konzept der Germain Bank, "Willige" erhalten eine Leistung, müssen aber auch Leistung bringen.
Hier würde ich mir den Weg überlegen, Lernen, Leistung und Verdienen zu verbinden. Beispiel (wenn ich nähen und schneidern könnte):
ich schaffe einige Nähmaschinen an und bringe jungen Mädchen nähen und schneidern bei. Parallel dazu lasse ich die Mädchen stundenweise (einfache) Bettlaken, Bettwäsche, Handtücher, Tischwäsche, Gardinen oder ähnliches fabrizieren, die vermarktet werden. Der Erlöse hieraus deckt die Kosten und ermöglicht die Anschaffung neuer Maschinen. Den Mädchen ließe ich die Wahl, für die Fabrikation der Wäsche ein Taschengeld zu bekommen, oder einen Teil anzusparen für die Übernahme einer Nähmaschine, um nach Ausbildungsende selbst mit einer Schneiderei anzufangen.
Das fiel mir jetzt gerade spontan ein im Zusammenhang mit einer Brasilianerin, welche ihre Familie mit Nähen ernährt. Die Arbeiten verkauft sie auf dem Markt.
Weiteres kleines Beispiel: Ein junger Mann ohne Beschäftigung half auf der Baustelle meines Bruders. Neben dem Lohn bekam der junge Mann einen Rüttler, welcher in einem Umzugscontainer mit nach BR gebracht wurde. Mit diesem Rüttler hat sich der Junge eine Existenz geschaffen. Ein anderer, sehr geschickt im Montieren, fing mit einem Werkzeugkasten an, Mopeds zu reparieren - Anstoß hierfür war die Ideengebung, Werkzeugkasten gegen Autoreparatur. Heute betreibt er eine kleine Werkstatt.