Die Wahrheit ueber Natal

Infos und Tipps zu Hotels, Pousadas, Städten und Regionen in den Bundesstaaten Bahia, Sergipe, Alagoas, Pernambuco, Rio Grande do Norte, Ceará, Paraiba, Piauí und Maranhão.

Die Wahrheit ueber Natal

Beitragvon Gast » Di 6. Dez 2005, 14:56

wird derzeit in verschiedenen Versionen dargestellt.
Hier ist nun meine !!!!!!!!!!!!!
Aufgrund dreier Todesfaelle deutscher Touristen in den letzten drei Monaten, alle im Bereich der Praias an der Via Costeira, und des Ueberfalls auf eine deutsche Touristin in der letzten Woche ( 10 Uhr morgens im Bereich Via Costeira - sie hat sich leider Gottes aber auch gegen einen einfachen Ueberfall mit Raubabsicht gewehrt ) bei der diese nicht lebensgefaehrlich angeschossen wurde ist hier in den Medien maechtiger Rummel.
Sicherlich zu Recht wird wieder einmal die Unfaehigkeit der Behoerden( insbesondere Tourismusministerium ) dargestellt, die Sicherheitsanforderungen wenigstens in ein international uebliches Mindestmass zu ruecken.
Edwin Suikerbuik, seines Zeichens Chef der Flybrasil hier in Natal, nutzt die Gunst der Stunde um maechtig draufzuhauen - auf die katastrophalen Sicherheitsverhaeltnisse, die mangelnde Kooperation zwischen Tourismusinvestoren und hiesigen Behoerden und Instituitionen - um so mal kurz zu erklaeren - FLYBRAZIL CANCELT AB SOFORT 20 FLUEGE - oder mit anderen Worten, sie fliegen nur noch 15taegig, nicht mehr woechentlich.
Soweit so gut - Treffer - versenkt - !!!!!!!!!!!!!!!!!
Dass Flybrazil die woechentlichen Charterfluege ab Duesseldorf nicht so wie erwartet verkaufen konnte ist allgemein bekannt, die Preise sind mittlerweile in Regionen abgerutscht, da ist schwimmen fast teurer !
Aber Spass beiseite - hier in Natal ist seit Jahren die dramatische Situation an den Praias der Via Costeira bekannt - bekannt bezueglich der gefaehrlichen Unterstroemungen, die jedes Jahr immer wieder Todesopfer gefordert haben.
Warum internationale Hotels hier bauen - grosses Fragezeichen -
Warum Reiseveranstalter wie z.B. Flybrazil nicht auf diese Gefahren hinweisen - grosses Fragezeichen -
Es ist absolut unverantwortlich von Reiseveranstaltern , wie von den Hoteliers, ihre Gaeste nicht auf diese Gefahren hinzuweisen - aber die Profitgier scheint halt keine Grenzen zu kennen !!!
Da wird im Falle eines Toten ein bisschen oeffentlich bedauert, die Missstaende, selbstverstaendlich immer nur die Versaeumnisse der Anderen, kritisiert - passiert ist seit Jahren nichts.
Die Bombeiros ( Lebensretter der Feuerwehr, schoen rotgekleidet wie die BaywatchHerren ) fahren in Fahrzeugen, die nicht mal die Fahrt von der Fahrzeughalle zum Strand ueberstehen ( so geschehen am letzten Samstag ), sind staendig chronisch unterbesetzt, haben zuwenig bis veraltetes Equipment und von dem bisschen was sie haben ist meistens die Haelfte aufgrund von Defekten in Reparatur.
DAS ABER IST ALLES SEIT JAAAAAAAHREN BEKANNT, das duerfte auch den Reiseveranstaltern bekannt sein, warum wird es nicht an die Reisenden weitergegeben - ach ja, dann verdient man ja nichts, weil die Wahrheit ueber Natal sich nicht verkaufen laesst.
Das aber meine Herren aus der Zunft gehoert sich nicht, ist im hoechsten Masse unmoralisch und vor allem absolut unnoetig, denn Natal und Region gehoert mit Recht zu den schoensten Ecken im Nordosten Brasiliens, eben nur nicht an der Via Costeira , zumindest nicht zum baden.
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Re: Die Wahrheit ueber Natal

Beitragvon Marion » Fr 9. Dez 2005, 11:32

Thieß hat geschrieben:....Aufgrund dreier Todesfaelle deutscher Touristen in den letzten drei Monaten, alle im Bereich der Praias an der Via Costeira, und des Ueberfalls....


Ist mir jetzt nicht ganz klar, sind die 3 ertrunken oder Kriminellen zum Opfer gefallen?
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Afogados - Ertrunkene

Beitragvon Gast » Fr 9. Dez 2005, 15:15

ja sorry, kam wohl etwas unklar rueber - also die Todesfaelle waren jeweils Tod durch Ertrinken an der via costeira. Ich warne auch vor dem unkontrollierten Baden im Bereich der praia in Buzios, gleiches Problem, letztes Jahr dort ueber 10 Tote. Hingegen nur 2 Km entfernt in Pirambuzios, wie auch Tabatinga traumhafte Bedingungen zum Baden, im Hochsommer, also bald, auch zum Schnorcheln !
Besten Gruss aus Natal von Thiess
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Beitragvon Gast » Fr 9. Dez 2005, 15:35

Hallo Thiess,

die Bierchen stehen ja noch aus .... :D

Zu der Touristin: an der Verletzung hat sie eine grosse Mitschuld wie ich finde. Vor Überfällen ist man nie gefeit, wenn nicht am Strand, dann woanders. Ein Risiko, mit dem wir hier alle Leben (müssen).

Zu den Ertrunkenen: Stehen da Warnschilder am Strand? (Baden verboten, etc.) Wenn ja, interessiert mich auch nicht, wie die Baywatcher ausgestattet sind, sind die Touris selbst dran schuld. Wenn natürlich alle sagen, "geh rein und schwimm, alles locker", dann ist das aber eine andere Sache ... da fehlen mir halt noch ein paar Infos von dir.

Hier unten bei uns kommt da übrigens gar nichts an News an. Alles locker. Örtlich mag es hochgespielt werden, national oder international interessiert sich keiner dafür. Und das die Reiseveranstalter die Klappe halten, ist ja auch normal. Verluste sind ja einkalkuliert. Lieber es stirbt dann und wann einer, als dass das ganze Geschäft den Bach runter geht. So sind se nunmal, die Investoren ....

Dies nur meine bescheidene Meinung. Meistens sind die Touris eh zu faul, 500m zum nächsten sicheren Strandabschnitt zu laufen ... Selbst dran schuld!
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Beitragvon tinto » Fr 9. Dez 2005, 18:48

Zumindest in Recife stehen viele Warnschilder. In Rio gibt's in Barra eine Feuerwehrstation direkt am Strand, aber die würden nie merken, wenn jemand ertrinkt. Die machen viel lieber Sport und joggen mit Polizeibegleitung durch die Stadt.....In Natal bin ich selbst gerne in den hohen Wellen gewesen. Die Strömung ist auch für geübte eine Herausforderung. Mein Tipp nie direkt gegen die Strömung ankämpfen. Treiben lassen und ist si so: / dann so: \ schwimmen. Alles klar?
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Schöne Grüße,
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Beitragvon Gast » Fr 9. Dez 2005, 22:48

mit der Meinung, - Selbst Dran Schuld - wurde ich mal sehr heftig abgewatscht - obwohl Du meiner Meinung nach vollkommen Recht hast.
Unbegreiflich , das Touris heutzutage noch so falsch ragieren koennen !!!
Schilder gibt es dort kaum, sind auch nicht unbedingt fuer jedermann so sichtbar, dass sie sehr auffallen. In den Hotels wird zu wenig bis garnicht auf die Gefahrenstellen an der Via Costeira hingewiesen und vom Reiseveranstalter Flybrazil angeblich, zumindest bis zum Tage des letzten Ertrunkenen, auch nicht.
Ansonsten geht hier wieder alles seinen Gang, nach kurzem und heftigen Gezeter in den Medien wird wohl ab sofort wieder der `Schwamm - Drueber - Blues `gespielt...... ate logo, Thiess
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Beitragvon Gast » Fr 9. Dez 2005, 22:58

Normale Härte ... am Flughafen wartet ja schon der nächste Shuttle-Bus ... :D ... und da sieht man wieder, so Filme wie der weisse Hai sind voller Warheit (den Hai mal ausgenommen). Aber den Strand "sperren" etc ... unmöglich .... 10 Tote im Jahr sind einfach zu wenig ... :shock:

Wenn natürlich kaum Schilder da sind und die Gefahren seitens der Hotels und Reiseveranstalter runtergespielt werden, ist das natürlich ganz schön dreist. Aber: Money makes the world go round ....

Edit: Eine etwas andere Sicht der Dinge: In einem für die Öffentlichkeit gesperrten Baggersee in Eich mussten auch erst 3 Kiddies ertrinken, bevor er ganz zugemacht wurde. Es gab zwar viele Verbotsschilder "Privatgrundstück, etc." aber keiner hat sich dran gehalten. Und die Gemeinde erst recht nicht. Die hat nämlich jedes Wochenende dort hunderte von Strafzetteln schreiben können. Da war Sonderschicht angesagt. Da kam richtig Geld in die Gemeindekasse. Warum soll man da unnötig Druck auf den Betreiber machen, das Gelände ordentlich abzusperren ? ... Ist mir gerade noch so eingefallen ... Erst nach den Toten und eingeleiteten Verfahren wurde dort dicht gemacht. Bis zum nächsten Sommer .... Klar sind die Ertrunkenen selbst dran Schuld. Aber wo beginnt die Verantwortung des Verwaltung, dem frühzeitig Einhalt zu gebieten.
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Beitragvon hypermegaglobal » Sa 10. Dez 2005, 02:34

Selbst schuld? Das kann man auch so formulieren: Selbst schuld, dass diese Touristen nach Brasilien in den Urlaub geflogen sind. Es gibt sicher ebenso günstige sonnige Länder, in denen man vor dem Hotel ins Meer springen kann ohne weggespült zu werden.

So schön Brasilien auch sein kann und so sehr ich mich über günstige Flüge freue: ich könnte keine solchen auf sorglose "Massentouristen" zielende Brasilienreisen anbieten und dabei ruhig schlafen.
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Beitragvon tinto » Sa 10. Dez 2005, 09:14

Also, dazu fällt mir nur ein, dass an der französichen Atlantikküste jedes Jahr mehr als Hundert (100!) Touristen ertrinken.

Mehrere hundert müssen dort mit dem eigens dafür am Strand stationierten Helikopter aus dem Meer gezogen werden, der im Sommer täglich mehrmals im Einsatz ist (das hab ich selbst gesehen...), vom Einsatz der vielen gut ausgerüsteten Rettungsschwimmer mal abgesehen. Viele Badetote gibt es jedes Jahr auch in Spanien und Italien, und auch da reden wir nicht über 10 oder 50 Tote....es sind viel, viel mehr!

Das Meer ist gefährlich. Das gehört zum Allgemeinwissen ohne dass es da besonderer Belehrungen bedarf. Weder in Brasilien noch sonstwo.

Dazu noch ein paar hübsche Zahlen:

Durch Selbstüberschätzung und leichtsinniges Handeln gibt es jedes Jahr rund 80 Badetote in Österreich. Quelle: http://www.zivilschutz-vorarlberg.at/zi ... &maxrows=5

Bis Mitte August 2004 sind in Deutschland 376 Menschen ertrunken. Das sind 163 Menschen weniger als im Vergleichszeitraum 2003. Das berichtet die Deutsche Lebensrettergesellschaft. In den Sommermonaten Juni bis August 2004 ertranken 213 Personen, im Vergleichszeitraum des Vorjahres starben 332 Personen. Ursache sei vor allem das schlechtere Wetter. Quelle: bioblatt.de

Kann man sagen: Selbst schuld, dass die Leute in Europa geblieben sind :twisted:

Oder umgekehrt: Was für ein Glück, dass es in Deutschland manchmal schlechtes Wetter gibt. Wer zum Beispiel will heute im Baggersee oder in der Ostsee baden?
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Schöne Grüße,
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