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Condor




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 Betreff des Beitrags: Die wirklichen Stars der Musica Popular Brasileira
BeitragVerfasst: 17 Sep 2005 23:13 
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Brasiliens populärste Musiker werden von Deutschlands Radios kaum oder gar nicht gespielt, von den Kommerzmedien gewöhnlich unterschlagen. Wer im Tropenland wohnt, weiß ohnehin, wer populärer ist – Caetano Veloso oder Roberto Carlos, Gilberto Gil oder das Duo Zezè di Camargo e Luciano? Und wer demnächst beruflich oder privat nach Brasilien kommt, sollte einfach mal testen: Sind Gilberto Gil, Caetano Veloso, Chico Buarque, Carlinhos Brown, Chico Cesar, Tom Zè oder Marisa Monte wirklich die großen Namen dieser Musik-Supermacht, liefern sie dem Volke die Ohrwürmer, tanzt man in den Schwoofdielen am liebsten nach deren Titeln, werden deren CDs am meisten verkauft, am meisten im Radio gespielt? Und sind Interpreten, Bands wie Badi Assad, Lenine, Virginia Rodrigues, Daudè, Trio Mocoto oder Olodum, die man in Deutschland so anpreist, in ihrem Heimatland tatsächlich so populär? Bebel Gilberto – am Zuckerhut jetzt ein Star, gar die „Königin der neuen brasilianischen Musik“? Sorry, oder besser auf Portugiesisch – sinto muito – alle Genannten machen eine meist interessante, wohlelaborierte Musik, doch verglichen mit den wirlichen Stars und Hitmachern sind einige davon direkt kleine Lichter, sogar Bebel Gilberto. Über Geschmack läßt sich streiten – mir wäre am liebsten, wenn Chico Buarque die Hitlisten anführte. „Wir sind von Dummheit umzingelt – in Brasilien wächst sie gefährlich an“, erklärte er unlängst - die letzten zwei Jahrzehnte konstatierte der Komponist und Romancier gar eine „Bewegung der globalisierten Idiotie“. Der meistgespielte, meistgehörte, meistgekaufte Musiker ist er in Brasilien jedoch bei weitem nicht.
Schon mal was vom Sänger und Komponisten Roberto Carlos gehört? Seit über drei Jahrzehnten ist er Brasiliens einziger Megastar – von keinem anderen wurden mehr Tonträger, DVDs verkauft, keiner wird so oft nachgespielt. Selbst von Caetano Veloso, Gal Costa, Marisa Monte, bekannten Bands wie Skank, Vexame, Barao Vermelho. Eine der erfolgreichsten CDs von Maria Bethania enthält nur Roberto-Carlos-Stücke. Über keinen steht mehr in der Musikpresse. Landauf, landab strahlen Sender tägliche(!) stundenlange Spezialsendungen mit Balladen, Boleros von Roberto Carlos aus. Natürlich hat er den Grammy in der Sparte „bester lateinamerikanischer Sänger“, der ganze Kontinent liebt ihn. Theoretisch dürfte er deshalb in keinem internationalen Musikprogramm deutscher Sender fehlen – doch genau das passiert. Roberto Carlos paßt nicht ins Konzept. Denn wider alle Klischees mögen die meisten Brasilianer, auch die jungen, sentimentale bis ultraromantische Stücke weit mehr als hektisch-aufgeregte Titel nach Art der immer schnelleren, marschähnlichen Karnevalssambas. „Politisch korrekt“ wäre daher, wenn auch die Weltmusiksparte endlich den dominierenden Musikgeschmack der Brasilianer akzeptieren, entsprechend reflektieren würde, anstatt weiter absurde Klischees von afrobrasilianischer Exotik, vom feurigen, temperamentvollen Brasileiro zu pflegen. Sentimentales, Langsames von den Beatles, Stones, allen heutigen anglo-amerikanischen Rock-und Pop-Größen legen die deutschen Radios gerne auf – da winkt man in Brasilien ab, wir haben Besseres. Neben Roberto Carlos auch Nana Caymmi, Leandro, Roberta Miranda, Alexandre Pires und viele andere. In dem Tropenland, 24-mal größer als Deutschland, hat einheimische Musik heute einen konstanten Marktanteil von über achtzig Prozent, selten verläuft sich einmal ein nordamerikanischer, britischer Titel unter die ersten Zehn, Zwanzig der Hitparaden.
Ricardo Moreira in Rio de Janeiro, Product-Manager von Universal Music Brasil, kennt die Probleme mit der europäischen Weltmusikszene, deren Machern nur zu gut. Er hat die auch in Deutschland erhältliche, sehr empfehlenswerte CD-Serie „Pure Brazil“ konzipiert, alle Titel alleine ausgesucht. Doch von Megastar Roberto Carlos ist kein einziger dabei. „Den mag ich unheimlich“, sagt Moreira, „Roberto Carlos ist einer der größten Interpreten, den ich kenne, psychologisch-gefühlsmäßig gesehen soooo brasilianisch. Er ist eine Ikone der romantischen Musik ganz Lateinamerikas, hat dort Riesenerfolg. Nicht zu leugnen - die Brasilianer mögen das Tiefromantische, die mögen langsame Titel. Schnellere, zum Tanzen, sicher auch, aber die langsamen, romantischen bleiben immer am längsten in der Hitparade. Wir haben ja diese Tristeza in uns, die vielleicht noch aus der Zeit der Sklavenschiffe herrührt. Aber ich dachte mir eben, wenn ich Roberto Carlos in die Pure-Brazil-Kollektion mit reinpacke, wird das unsere Zielgruppe draußen in der Welt ablehnen. Man muß eben auch Marktaspekte berücksichtigen.“ Aus den selben Gründen wagte es der Universal-Manager auch nicht, wenigstens einen einzigen Titel der ultraromantischen Sertaneja-Musik mitzunehmen. Die ist in Brasilien unangefochten Marktführer, war in den meisten Regionen Brasiliens schon immer populärer als Samba, den nur eine Minderheit richtig zu tanzen weiß.
Und – man ahnt es schon, auch Sertaneja-Musik wird in den deutschen Radios ebenfalls unterschlagen, nur in absoluten Ausnahmefällen gespielt. Die Megastars dieser enormen Sparte der Musica Popular Brasileira(MPB) sind das Falsett-Duo „Zezè di Camargo e Luciano“, der Nation liefern sie einen Ohrwurm nach dem anderen. Nicht zufällig erwählte sie Staatschef Lula, der Ex-Arbeiterführer, strategisch geschickt zu seiner Anheizer-Band für die Kundgebungen im Präsidentschaftswahlkampf. Der erfolgreichste brasilianische Streifen des Jahres 2005 ist ein Musikfilm. Über Samba? Nein, über Sertaneja. „2 Filhos de Francisco“ zeigt die Biographie dieses Falsett-Duos. Im Soundtrack auch Caetano Veloso, Maria Bethania, Ney Matogrosso und andere.
„Wir sind mehr MPB als Chico Buarque und Caetano Veloso“, sagt Zezè di Camargo. „Das P steht schließlich für populär – und das sind wir viel mehr als die.“ Daran gibt es nicht den geringsten Zweifel - von solchen CD-Auflagen können Gil, Caetano, Carlinhos Brown und all die anderen in Deutschland mehr oder weniger bekannten Musikusse nur träumen. „Sertaneja“ ist inzwischen ein weiter Begriff – reicht von der schlichten Gitarrenballade der Viehtreiber nachts am Feuer bis zum brasilianischen Country-Pop, unverkennbar der Einfluß des Bolero, des mexikanischen Maratchi.
In Brasilien darf man ruhig einen sehr eklektischen Musikgeschmack haben – in der deutschen Szene sturer Puristen nicht. Sertaneja, Roberto Carlos – wie grausig! Ja nicht dabei erwischen lassen, den Sertaneja-Superhit „Pense em mim“ zu trällern! In Brasiliens Intellektuellenzirkeln liefs, läufts ähnlich. Zum Filmstart von „2 Filhos de Francisco“ bekennt der renommierte Psychologe und Kolumnist Contardo Calligaris in der Qualitätszeitung „Folha de Sao Paulo“, bereits seit den 80ern Sertaneja zu mögen, dies aber immer verschwiegen zu haben: „Leandro und Leonardo oder Zezè di Camargo e Luciano zu hören, galt in meinen Kreisen als Zeichen extremer musikalischer Vulgarität. Aber ich wette – wenn unsere Sertaneja-Duos englisch sängen, würden sie in Nashville genauso triumphieren wie in unserem Barretos.“
Auf jede im Laden legal verkaufte CD kommen heute in Brasilien etwa zehn Raubpressungen. Wer in Rio die Copacabana entlanggeht, kann das Angebot der illegalen CD-Straßenhändler begutachten – alles offen auf den Fußwegen ausgelegt. Die „Ambulantes“ bieten nur Musik an, die das Volk wirklich mag. Deshalb fehlen nie Roberto Carlos und Sertaneja-Duos wie Zezè di Camargo e Luciano, Xitaozinho e Xororò, Bruno e Marrone und viele andere der Sparte. Bebel Gilberto, Caetano Veloso? Leider meist Fehlanzeige. In den Slums an den Großstadtperipherien kennt die kaum einer.
--„coole Europäer“—
Roberto Carlos, Sertaneja-Musik – „vielleicht zu romantisch für coole Europäer“, sagt in Sao Paulo der brasilianische Musikexperte Biaggio Baccarin. Da ist was dran. Zudem sind viele coolen Vorkoster, von löblichen Ausnahmen abgesehen, der brasilianischen Landessprache gar nicht mächtig, plappern nur nach, was auf den Waschzetteln der Plattenfirmen steht, bedienen nur den eigenen Geschmack. Motto – das macht doch nichts, es merkt ja keiner.
Viele Brasilianer tanzen gerne eng zusammen, pflegen den erotisch-sinnlichen Paartanz wie keine andere Nation weltweit – Deutsche nicht mehr, Erfolg der Amerikanisierung durch die westliche Führungsmacht. Aus teils panischer Angst vor Körperkontakt lieber alleine hopsen in der Disco, dem Treffpunkt der Nichttänzer. Doch die populäre brasilianische Musik ist Tanzmusik, erschließt sich am besten über den Paartanz. Von den Verwaltern der Musica Popular Brasileira in den deutschen Sendern, Printmedien ist nicht bekannt, daß sie sich regelmäßig bei Samba, Bolero, Forrò oder Zouk austoben, gar gelegentlich in Rios seelenvollen Schwoofdielen auftauchen, Kurse bei Brasiliens bestem Tänzer und Tanzlehrer Jaime Aroxa in Rio nehmen. Vielleicht haben deshalb die wirklichen Stars der MPB sowenig Chancen in Deutschland. In Jaime Aroxas Tanzakademien werden Roberto Carlos & Co. hoch und runter gespielt. Und beim Samba? Natürlich der in Deutschland fast völlig unterschlagene Jorge Aragao, in Brasilien gemäß Branchenstatistiken die Nummer Eins der Sparte, populär wie Alcione, noch so eine große Unbekannte. Der dunkelhäutige Aragao schafft bis zu zweiundvierzig Auftritte pro Monat, kämpft seit jeher für authentischen, sehr gut tanzbaren Samba – und für schwarzes Selbstbewußtsein, ist einer von den ganz politischen Sambistas. Jahrelang schleppt er Kühlschränke und Möbel, macht nur nebenbei Musik. Doch dann läßt er Brasiliens Schwarze vor zwei Jahrzehnten mit dem Lied „Coisa de Pele“, die Sache mit der Haut, aufhorchen, protestiert gegen kulturelle Überfremdung. „Als ich diesen Samba schrieb,“ sagt er im Exklusivinterview, „wurden in Brasilien zu achtzig Prozent nur ausländische, anglo-amerikanische Titel gespielt – fast nichts von uns, genau das Gegenteil von heute. Dieser Samba steht für eine Zeit, als sich auf einmal die Dinge änderten.“ Martinho da Vila, Zeca Pagodinho, neugegründete Sambabands feierten zuvor undenkbare Erfolge. Einen Samba-Hit, „Hot-Saia“, hat Aragao auf Tanzstar Jaime Aroxa gemünzt:“Der hat mich immer angefeuert, solche Sambas für die Schwoofdielen zu komponieren, für Leute, die gerne zusammentanzen, frei, leicht, fließend. Genau mein Ding.“ Schauen wir auf die „Hitparade“ der CD-Straßenhändler – Aragao und die göttliche Alcione sind natürlich immer reichlich im Angebot.
Brasiliens größtes Nachrichtenmagazin „Veja“ schrieb, daß die Erste Welt in Wahrheit gar nicht daran interessiert sei, die echte nationale Musik des Tropenlandes kennenzulernen. Man wolle doch nur ein bißchen andere Würze, die zum sonst üblichen Musikgeschmack der Nordamerikaner und Europäer passe. Brasilianische Musik guter Qualität klinge nicht exotisch genug, sei gar zu sanft. Um in der Ersten Welt Erfolg zu haben, müßten sich die brasilianischen Musikusse daher den dortigen Stilen, Genres anpassen – das typisch Brasilianische werde dann lediglich zu etwas Temperinho, Würze. Bebel Gilberto – für „Veja“ das beste Beispiel. Andere mixen ebenfalls Elektronik, sogar Tecno mit Bossa-Nova, damits ankommt. Nichts für Jaime Aroxa, der gerade in Rio de Janeiro den Zouk, die charmantere, elegantere, sinnlichere Version der Lambada populär macht.
--„O Iraque è aqui“--
„Der Irak ist hier“, singt Jorge Aragao auf seiner neuesten CD, „das Volk in den Ghettos hat Angst“. Der Sambista bedient keines der in Deutschland so beliebten sozialromantischen Brasil-Klischees – schließlich werden in dem Tropenland mehr Menschen umgebracht als im Irakkrieg, ermordete eine Todesschwadron 2005 dreißig Menschen an Rios Slum-Peripherie, eines von vielen Massakern.
Brasilien ist ein Land extremer Sozialkontraste – auch die Musikszene daher weit facettenreicher, als sich mancher vorstellt.


Zuletzt geändert von khart am 18 Sep 2005 15:13, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Die wirklichen Stars der Musica Popular Brasileira
BeitragVerfasst: 18 Sep 2005 09:11 
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khart hat geschrieben:
„vielleicht zu romantisch für coole Europäer“


Ich empfehle Biaggio Baccarin einmal das "Musikantenstadel" zu besuchen: dort findet er dann das deutsche Pendant zur Música Sertaneja. :twisted:

Ich habe meiner Frau einmal online ein paar Beispiel vorgespielt: Sie war ziemlich verblüfft, wie sehr sich der deutsche und brasilianische Pseudo-Romantik-Trash ähneln. Das erklärt übrigens auch die Beliebtheit der Oktoberfeste in Brasilien.

Ansonsten hat Klaus Hart natürlich Recht: Einige Stars werden in Europa einfach überbewertet. Aber in Brasilien passiert dasselbe beispielsweise hinsichtlich der portugiesischen oder französischen Musik: Da bekommt man auch den Eindruck, diese bestünde nur aus Fados. Zeitgenössische Stars und Bands wie DaWeasel, Pedro Abrunhosa, Clã oder Moonspell kennt kaum ein Schwein. Vor kurzem ist der französische Rapper MC Solaar das erste Mal in Brasilien aufgetreten. Dessen große Zeit war aber schon vor rund zehn Jahren abgelaufen... Dasselbe gilt für Rachid Taha. Und Manu Chao haben sie auch erst vor zwei oder drei Jahren entdeckt. Ich kann mich noch an meine verzweifelten Versuche erinnern, in São Paulo Alben von zeitgenössischen Künstlern aus Argentinien, Kolumbien oder Mexiko aufzutreiben. Mit Glück fand man eine Scheibe von Fito Paez (und den kann man dann ja schon als eine Art Caetano Veloso Argentiniens bezeichnen). Das war's dann aber auch.

khart hat geschrieben:
In Brasilien darf man ruhig einen sehr eklektischen Musikgeschmack haben – in der deutschen Szene sturer Puristen nicht.


Ach je, während man selbst in den größten brasilianischen Plattenläden außer einheimischer Musik kaum etwas vorfindet, bieten dir die großen deutschen Plattenläden ein breitgefächertes Angebot mit Musik aus aller Welt. Die sturen Puristen sind ja wohl sehr viel eher die Brasilianer. Übrigens: Wegen der ganzen Raubkopien veröffentlichen die internationalen Plattenfirmen viele ihrer Produkte gar nicht mehr in Brasilien. Also sind sie nur noch als Import zu unverschämten Preisen erhältlich. Die Tatsache, daß brasilianische Musik so einen hohen Marktanteil hat, hat viele Ursachen (vom notorischen Patriotismus der Brasilianer bis hin zu den fehlenden Sprachkenntnissen), und die einheimische Industrie hat dabei auch tüchtig nachgeholfen... und zwar nicht nur mit sauberen Mitteln.

khart hat geschrieben:
„Leandro und Leonardo oder Zezè di Camargo e Luciano zu hören, galt in meinen Kreisen als Zeichen extremer musikalischer Vulgarität. Aber ich wette – wenn unsere Sertaneja-Duos englisch sängen, würden sie in Nashville genauso triumphieren wie in unserem Barretos.“


Yeah, die wären dann wahrscheinlich so erfolgreich wie Sandy & Júnior es waren. Deren kläglichst gescheiterter Versuch, die USA zu erobern, war einer der teuersten und größten Flops der Musikgeschichte - weltweit!


Zuletzt geändert von Jorginho am 18 Sep 2005 11:49, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 18 Sep 2005 10:55 
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Chico Buarte und Roberto Carlos - da komme ich ins schwärmen. Die sind super! Nelson Ned war auch genial - er war kleinwüchsig und hatte eine gewaltige Stimme. Sie nannten ihn "el pequeno gigante de la canción"
Shakira und Juanes mag ich auch - aber nur wenn sie spanisch singen. Schade, dass die Protestlieder von Juanes in Deutschland nicht gespielt werden. Er hat eines wo er über die Unsicherheit und Kriminalität singt .. er wünscht sich nichts sehnlicher als abends "lebend" :shock: zu seiner Süßen zurück zu kommen. Das entspricht doch sehr der Realität in Lateinamerika.


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Chata hat geschrieben:
Chico Buarte

:D Bitte nicht gemaßregelt fühlen, aber er schreibt sich "Chico Buarque". Nur falls du nach CDs von ihm suchen solltest. :wink: 8) ... hoffentlich setzt es jetzt nicht Schläge wegen der Korrektur ...
Tja, spanisch klingt in deutschen Ohren nicht sofort hitverdächtig. Spanische Hits kommen erst immer dann als Sommer-Hits nach D-Land, wenn die ganzen deutschen Mallorca-Urlauber zurück kommen. :roll: Und da fallen deine Favoriten halt nicht so einfach rein, gelle ... :( :? :(



Abraços
Careca

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BeitragVerfasst: 18 Sep 2005 12:27 
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Careca hat geschrieben:
Tja, spanisch klingt in deutschen Ohren nicht sofort hitverdächtig. Spanische Hits kommen erst immer dann als Sommer-Hits nach D-Land, wenn die ganzen deutschen Mallorca-Urlauber zurück kommen. :roll: Und da fallen deine Favoriten halt nicht so einfach rein, gelle ... :( :? :(


In brasilianischen Ohren doch auch nicht. Ich finde es z.B. sehr traurig, daß viele internationale Hits in Brasilien nur durch oftmals grottenschlechte Coverversionen bekannt werden.


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BeitragVerfasst: 18 Sep 2005 13:01 
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Stimmt. Ich habe mal paar brasilianische Cover-Versionen von Robbie Williams gehört ...
[img]http://www.my-smileys.de/smileys2/4_9_7[1].gif[/img]
Das erinnert mich an die 70er in D-Land, wo jeder englische Hit sofort eine Übersetzung erfuhr. (... diese Welle ist garantiert ungefähr paar Tage als jener Tag später eingeschlagen sein, an dem Connie Cramer starb ... nee, eigentlich schon früher ...) Das war grausam, das war hart. Aber zumindest können dann viele in der eigenen Muttersprache mitsingen ...



Abraços
Careca

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BeitragVerfasst: 18 Sep 2005 13:02 
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Jaja, immer der Neid auf Spanisch-sprachige Hits.

Leute, Portugisisch ist eben einfach nicht so bekannt, wie Spanisch.

es ist auch mehr manpower, es sind also mehr Leute, die das singen und hören: spanisch.. Und das ist auch ohne Mallorca-Urlauber so:

Mein Insider-tipp an Euch: Hört Euch mal

El Arrebato (aus der LP/CD Que salga el sol por donde quiera) an: A MI NÀ MÀ Echt irre! Genial, schön, romanitsch, wie nichts auf portugiesisch!

Oder:

Raya Real - los mejores Rumbas. Spanien, Andalusien, meine zweite Heimat PUR!

ich kenn mich in Spanien besser aus, als in brasilien, und glaubt mir: Die haben auch die musik besser im Griff. Was ist denn schon aus Brasilien wirklich raus gedrungen, außer dem Lambada und anderen songs an denen kein Brasilianer wirklich etwas verdient hat.

Den Stolz der Spanier erreichen die nie, auch nicht musikalisch. Ich weiß wovon ich rede, spanischsprachige Länder bereise ich seit 35 Jahren, wir haben Immobilien da, ich ahbe da mehr als drei Jahre meines Lebens verbracht, das ist meine zweite Heimat.

Brasilein kenne ich erst seit 1992, und schon damals haben die musikalisch nichts wirtschaftlich verwertbares auf die Reihe gebracht.

So ist das leider!



_________________________________
Schöne Grüße,
tinto


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BeitragVerfasst: 19 Sep 2005 00:42 
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@careca ;-) ich hau doch nicht :oops:
Im Winter war hier ein protugiesischer Hit in den Charts ... weiß aber nicht mehr wie der hieß ... irgendwas mit pies descalzos oder so. War total schön, aber sowas hält sich leider nicht lange in den deutschen Charts.

@ lemi
zusammen tanzen ist für Südamerikaner eine Art Vorspiel ;-) Noch nichts davon gehört? :D


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BeitragVerfasst: 19 Sep 2005 00:58 
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Beiträge: 42
Lemi hat geschrieben:
Auf Wunsch öffne ich natürlich meine Festplatte für dich, Chata. Aber nur die! Die Hose bleibt zu. :wink:

Danke Lemi, ich hab schon bessere Angebote gehabt und hab nein gesagt ;-)


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 Betreff des Beitrags: Sertaneja-Film vorne
BeitragVerfasst: 22 Sep 2005 22:51 
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Beiträge: 52
22/09/2005 - 16h44m
'2 filhos de Francisco' é o representante brasileiro na disputa por uma vaga ao Oscar


Bianca Kleinpaul - Globo Online

RIO - "2 filhos de Francisco", da Conspiração Filmes, foi escolhido para disputar uma vaga pelo Brasil entre os indicados ao Oscar de filme estrangeiro. Maior sucesso de bilheteria do cinema brasileiro este ano - com mais de 2,6 milhões de espectadores - o filme dirigido por Breno Silveira, bateu 12 candidatos. Seus maiores rivais foram "Casa de areia", de Andrucha Waddington (também produzido pela Conspiração), e "Quase dois irmãos", de Lucia Murat.

O filme, que narra a história da dupla sertaneja Zezé Di Camargo & Luciano, também foi o escolhido pelos internautas na pesquisa do Globo Online sobre o representante brasileiro no Oscar. "2 filhos de Francisco" teve 37% dos 2.536 votos. Em segundo lugar na votação online ficou "Casa de areia" com 439 votos seguido de "Gaijin - Ama-me como sou" (293 votos), "Meu tio matou um cara" (234) e "A dona da história" (200 votos).


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