Diferencas culturais entre brasileiros e alemaes

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Diferencas culturais entre brasileiros e alemaes

Beitragvon katjapower » Di 7. Mär 2006, 20:31

Hallo!
Ich schreibe gerade meine Magisterarbeit über kulturelle Unterschiede zwischen Brasilianern und Deutschen und über die Erfahrungen von Brasilianern in Deutschland.
Dabei möchte ich vor allem herausfinden, in welchen Bereichen Brasilianer in Deutschland aufgrund ihrer kulturellen Herkunft Schwierigkeiten haben und ob es auch Bereiche oder Situationen gibt, in denen sie ihre Herkunft als Chance nutzen können, sich in die deutsche Kultur zu integrieren.
Hat jemand von euch Brasilianern, die hier in Deutschland leben, Erfahrungen damit? Worin seht ihr die größten kulturellen Unterschiede zwischen Brasilianern und Deutschen?
Würde mich über Beiträge freuen.
Um abrazo,
Katja

Oi gente!
Eu to escrevendo meu TCC sobre diferencas culturais entre brasileiros e alemaes e sobre as experiencias de brasileiros que vivem na Alemanha.
Sobre tudo quero desencavar em que situacoes brasileiros sentem dificuldades de se integrar na cultura alemã devido sua nacionalidade brasileira
e se o fato de ser brasileito trouxe alguma vantagem ou faciladade pra se integrar na cultura alemã.
Algum brasileiro que vive na Alemanha me pode contar algo sobre isso? Na sua opinião, quais são as diferenças culturais mais significativas entre brasileiros e alemães?
Um abrazo,
Katja
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Sprachkurs Portugiesisch (Brasilianisch)

Beitragvon tinto » Di 7. Mär 2006, 22:59

Interessantes Thema! Nun schreibst Du auf deutsch wie in portugiesisch nur die männliche Form - und das als Frau.

Deshalb eher als Verständnisfrage: Richtet sich Deine Untersuchung nur an brasileiros/Brasilianer (könnte man ja so verstehen) oder auch an brasileiras/Brasilianerinnen?

Klingt vielleicht kleinkariert, aber unsere Gleichstellungsbeauftragte hat mich da auch mal gezwungen sowas klarzustellen....

Edit - und Ergänzung zu nachfolgenden Beiträgen: Anlässlich des Frauentages wollte ich das einfach mal provozieren :lol:
Zuletzt geändert von tinto am Mi 8. Mär 2006, 20:12, insgesamt 1-mal geändert.
_________________________________
Schöne Grüße,
tinto
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Beitragvon Careca » Mi 8. Mär 2006, 00:07

tinto hat geschrieben:unsere Gleichstellungsbeauftragte

Warum ist das schon wieder eine Frau?!? *duckundweg*


...
und nu zurück zum Thema ...
Abraços
Careca

"No risc, no fun!
MfG Microsoft"
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Beitragvon Jorginho » Mi 8. Mär 2006, 07:58

tinto hat geschrieben:Interessantes Thema! Nun schreibst Du auf deutsch wie in portugiesisch nur die männliche Form - und das als Frau.

Deshalb eher als Verständnisfrage: Richtet sich Deine Untersuchung nur an brasileiros/Brasilianer (könnte man ja so verstehen) oder auch an brasileiras/Brasilianerinnen?

Klingt vielleicht kleinkariert, aber unsere Gleichstellungsbeauftragte hat mich da auch mal gezwungen sowas klarzustellen....


Im Portugiesischen schließt der männliche Plural auch Frauen (und Kinder) ein, Tinto. Und warum schreibst du, wenn du schon so PC sein möchtest, nicht Gleichstellungbeauftragtin? :twisted:

Prima fand ich mal einen Artikel über diese /in-Seuche, in dem schön gezeigt wurde, daß beim Plural von negativen Wörtern wie Verbrecher, Betrüger oder Mörder merkwürdigerweise nie das /innen angehängt wurde. Da sind's dann plötzlich alles nur noch Männer und die Verbrecherinnen, Betrügerinnen, Mörderinnen werden galant unter den Teppich gekehrt.

Ich finde es wohltuend, wenn jemand wie Katja auf dieses zwanghafte /in-Anhängen verzichtet!
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Beitragvon katjapower » Mi 8. Mär 2006, 08:28

Hallo!

Nur damit es nicht zu weiteren Diskussionen kommt: Ich schreibe natürlich über Brasilianer und Brasilianerinnen in Deutschland, hatte die weibliche Form nur der Einfachheit halber weggelassen. Da der Großteil der in Deutschland lebenden Brasilianer/innen Frauen sind, wäre es bestimmt nicht sinnvoll, sich nur auf die Männer zu konzentrieren :)

Um abrazo,
Katja
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Beitragvon Severino » Mi 8. Mär 2006, 11:20

Oi Katjapower
Ich lebe zwar in der Schweiz, aber ich denke die Situation ist hier durchaus mit Deutschland vergleichbar.
Der grösste Teil der Brasilianerinnen und Brasilianer die nach Europa kommen tun dies aus dem Grund um eine bessere Zukunft zu haben. Ein grosser Teil der Frauen sucht sich einen Mann zum Heiraten oder landet eben gleich in der Prostitution. Die Männer suchen sich Hilfsjobs, häufig auf dem Bau. Das ist natürlich alles illegal und dem entsprechend ist da die ständige Angst vor der Polizei und auch dem "Wettbewerb". Integration findet nur bedingt statt. Man bleibt unter sich.
Ausserdem ist der Mensch von Natur aus faul und der Brasilianer natürlich auch.
Ich weiss nicht, ob Du schon mal in Brasilien warst, aber das erste was mir auffiel: Die Leute haben Zeit. Unendlich viel Zeit. (Ausnahmen sind hier sicher SP und weitere "Industrieregionen")
Daher der erste Punkt: die deutsche Pünktlichkeit. Das ist man einfach nicht gewohnt und daher hat man damit auch Probleme.
Für Brasilianerinnen besonders wichtig ist der Körperkult: Haare, Finger- und Fussnägel, Körperpflege allgemein.
Weiterhin ist mir aufgefallen: Die Brasilianer sind egoistischer als Europäer. Verstehe ich aber auch, denn wenn ich noch nie eine echte Chance hatte, dann will ich das Erreichte auch nicht teilen.
Dazu kommt fofoca - darin sind die Brasilianer auch Weltmeister.
Ein weiteres Hobby: Schlange stehen. Egal um was es geht, stelle in Brasilien 3 Menschen hintereinander und es werden sich weitere anstellen.
Dazu kommt die brasilianische Bürokratie. Diese ist weltweit nicht zu überbieten. Dazu kommt, dass aber jeder functionario alles besser weiss - und vor alllem für jeden geht es anders. Paradebeispiel hier: Die Banken (Insbesondere Banco do Brasil).
Am Wochenende wird dann gefeiert und getanzt - und das ist es was die Brasilianer ausmacht: Das Leben geniessen.
Der Brasilianer arbeitet um zu leben und der Deutsche lebt um zu arbeiten. Daher lässt sich auch ein Brasilianer im Beruf nicht stressen - wozu auch?
Dies sind so knapp zusammengefasst meine "Erfahrungen", bzw als ein Satz: Der Brasilianer lebt intensiver.

P.S.: Verallgemeinerungen sind rein zufällig. Heute ist ja Weltfrauentag und "Frauen sind ja auch irgendwie Menschen" (habe ich gerade so im Radio gehört von Mister Schweiz).

P.P.S: Wäre schöne eine kleine Zusammenfasung deiner Magisterarbeit hier zu posten, oder?
paz e amor
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Beitragvon Severino » Mi 8. Mär 2006, 11:36

Ach ja, dann ist da ja noch die Liebe (amor e fazer amor), wie konnte ich das vergessen.
Aber hier gilt auch: Der Brasilianer lebt intensiver - mit allen Sinnen.
Und ist in vielen Dingen unkomplizierter, weil man es ja gewohnt ist zu improvisieren.
Ich kenne nur wenige Brasilianer, die hier eine selbstständige Arbeit haben, Mal abgesehen von Reisebüro, GeldTransfer. Übersetzer und brasil Lebensmittel - oder Kleiderladen.
Der grösste Teil arbeitet im Gastgewerbe, der Reinigungsbranche und auf dem Bau. Mit diesen schlecht bezahlten Jobs ist es aber vielen möglich sich in einigen Jahren zumindest ein kleines Häuschen oder Appartement in der Heimat zuzulegen. Ich habe bisher noch keinen einzigen Brasilianer getroffen, der für immer in Europa bleiben wollte. Naja, vielleicht meldet sich ja noch einer...
paz e amor
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