Diplom/Unternehmen in Rio

Tipps und Fragen von Auswanderungswilligen und Leuten, die es schon in Brasilien geschafft haben / Wirtschaftliche Unabhängigkeit

Re: Diplom/Unternehmen in Rio

Beitragvon frankieb66 » Mi 28. Dez 2011, 23:48

karlnapp hat geschrieben:... Die Auswahl des geeigneten (meist) erfahrenen Personals ist hierzu besonders wichtig. Gelegentlich werden jedoch auch Berufseinsteiger herangezogen, falls der Arbeitsmarkt nur derartige hergibt. Solche Chancen sollte der Einsteiger suchen.

Naja ... dich würde ich eh' nicht aquirieren ... ansonsten: Man mag's kaum glauben, aber es gibt sogar "einheimische" Spezialisten in Brasilien. Ja, das ist so.
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Re: Diplom/Unternehmen in Rio

Beitragvon karlnapp » Do 29. Dez 2011, 02:08

Zweifellos gehört Brasilien zu den gefragtesten Ländern der, unter Fernweh leidenden, Arbeitssuchenden. Dafür gibt es zahlreiche gute Gründe, die Jeder für sich selbst abwägen muss.
Die Zeiten, in denen Einwanderer in Brasilien willkommen waren, um dort menschenleere Gebiete zu bevölkern, sind jedoch endgültig vorbei. In gleicher Weise gilt das mittlerweile auch für die Technik.
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Re: Diplom/Unternehmen in Rio

Beitragvon NilsOle » Do 29. Dez 2011, 12:36

Im konkreten Fall sah es so aus, dass gemeinnütziger Verein für regenerative Energien sein Ausstellungshaus über Sponsoren finanzieren wollte. Die Erwartungshaltung war ohne vorheriges Wissen quasi deutsche Entwicklungshilfe. Tatsächlich gibt es Möglichkeiten wenn man komplett deutsche Produkte als Werbung verbaut. Das hätte aber mein Budget von 1 Million Rais wegen der Importkosten gesprengt. Das Projekt ist bis auf ungeklärten Zeitpunkt verschoben.

Die Aussage, dass man doch eher ein paar Jahre Berufserfahrung mitbringen muss um als Speziallist in Brasilien eingestellt zu werden ist stimmig. Auch in einem so jungen Markt wie der Windkraft gibt es brasilianische Konkurrenz. "Inwent" organisiert zahlreiche Besuche von jungen Absolventen auch in meiner Firma in Deutschland. Ich betreue selbst regelmäßig. Ganz klares Ziel ist es für die Brasilianer sich bei europäischen Windkraftanlagenherstellern vorzustellen und für diese in Brasilien zu arbeiten. Fast alle haben in den letzten Jahren Werke gebaut. Das geht auch gar nicht anders weil 60% der Fertigung in Brasilien erfolgen muss um Anlagen verkaufen zu dürfen.

Ich hatte 2008 das Glück, dass man noch zögerlich war das Risiko des Markteintritts einzugehen und dass das Bewusstsein der hiesigen Ingenieure für diese Chance in dem Markt im Nordosten Brasiliens Fuß zu fassen noch nicht so stark entwickelt war wie jetzt. Die Innovation musste noch von außen kommen.

Die beste Möglichkeit bleibt trotzdem über eine europäische Firma den Sprung zu schaffen. Brasilien ist beliebter als China und deshalb muss man auch in Zukunft einige Gründe mitbringen, warum man DER Kandidat für dieses Land ist.
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