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BeitragVerfasst: 29 Sep 2006 01:52 
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Mal sehen ob ich Dir ein wenig helfen kann...........

1. Es gibt niemanden, dem Du in der Gastronomie vertrauen kannst,
schon gar nicht in Brasilien! Geh einfach davon aus.... damit machst
Du schon mal keinen Fehler.
2. Der Trick ist, sie beim Bescheissen zu erwischen. Dafür musst Du Dir
überlegen wo und wie sie Dich bescheissen können? Das kontrollierst
Du dann. Nur zwei von hundert Möglichkeiten: Zähle am Vorabend
einzelne Produktgruppen, z.B. wieviele Cola hast Du vorm
Aufsperren, wieviele beim Schichtwechsel und Vergleiche mit dem
Registrierstreifen. Oder setze einfach ab und zu einen Bekannten
von Dir als Gast rein, der Dein Personal beobachtet, sprich die
Bedienungen ales bonieren und der an der Bar nur gegen Bon
abgiebt (Wienerwaldsystem)
3. Wenn Du Sie dann beim Bescheissen erwischt hast.........um
Gottes Willen nicht rausschmeissen!! Damit war die ganze Mühe
umsonst und Du fängst beim Nächsten wieder von vorne an.
Sondern demonstriere Ihnen, dass Du schlauer bist als sie.
(Dürfte in Brasilien nicht so schwer sein) z.B. dreh den Spieß
um und bescheisse sie. Wie? Ich hoffe Du hast einen "Chef-
Schlüssel" für Deine Registrierkasse!? Dann boniere einfach für
die Bedienung, die Dich bescheisst, ein paar Getränke mehr ein.
Das gibt dann erst mal lange Gesichter bei der Abrechnung,
wenn sie mehr abgeben muß als sie eingenommen hat. Wenn sie
dann mit heulen fertig ist, kannst Du sie ja fragen ob sie mit
dem "Bescheisst Du mich.......Bescheiss ich dich-Spiel" weiter
machen möchte oder eher doch anders?
4. Als Gastronom, solcher bist Du jetzt, mußt Du alle
Einkaufspreise kennen. Von allem.....Brötchen, Kaffee,
Zahnstocher, etc. Nur so kannst Du weitgehenst verhindern,
dass Dich Dein Einkäufer und/oder Liferant betrügen
5.........6......7...........bis ca. 497. ein andermal (vieleicht sollte mal jemand ein Buch darüber schreiben...... oder gibts das schon?

Woher ich das alles weiss? Vieleicht ist es ja ein kleiner Trost: Ich hab auch mein Lehrgeld bezahlt, wie alle...also "Willkommen im Club"

Viel Glück mit Deinem Laden!


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BeitragVerfasst: 29 Sep 2006 13:13 
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Danke für deine mega schnelle "Hilfe".
Du hast anscheinend einiges schon erlebt. Wie heisst es so schön, Erfahrung ist nicht lernbar, diese muss man erleiden.

Spass bei Seite. Leider ist die Situation hier wirklich so wie beschrieben. Nun, ich denke aber auch nicht verwunderlich. Der grösste Teil der Bevölkerung kämpft ums überleben. Die Schulbildung ist alles andere als optimal. Zudem glänzen die Leute mit Faulheit. Wird ja von den intelligenteren Leuten hier nicht anders vorgelebt. Somit das Resultat Egoismus und profitieren. Wenn man selber nicht mitspielt=die letzten beissen die Hunde... Leider
Ich lebe nun mittlerweile 1 Jahr hier und bin sehr zufrieden. Suche auch nicht die kritischen Kontakte. Zudem dürfte es hier in Goiâs auch wesentlich ruhiger zugehen wie an der Küste und den Touristenorten.....

Betreffend Hilfe habe ich nicht wirklich gemeint, dass ich Hilfe benötige. Viel mehr, es kann ja sein dass jemand Interesse an unseren MOJITOs hat. Ein Schweizer Lieferant gibt allenfalls mehr Basisvertrauen.
Mein Hauptgebiet ist derzeit Goiâs und Distrito Federal.
Alles andere ist Zusatz kann aber bedient werden.

Aber dennoch Roberto743 nochmals. Deine Hinweise sind wichtig und kann viel Unheil verhindern.
Viel Glück ebenfalls und hoffentlich wenig Verdruss.


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BeitragVerfasst: 29 Sep 2006 23:30 
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Den Dank kann ich nicht annehmen! Meine Hilfe war an Holger3
gerichtet, der den Tread eröffnet hat!!!!!!!!

Aber auch Dir "Viel Glück"! (Wirst Du aber nicht brauchen, die
Döner rennen garantiert in Brasilien)


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 Betreff des Beitrags: Re: Döner Kebap in Brasilien
BeitragVerfasst: 30 Sep 2006 01:26 
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Zitat:
Fazit: Nach dieser noch kurzen, aber intensiven Erfahrungen mit dem MOJITO (Kebap) wird sich auch hier dieser durchsetzen.


Das glaube ich auch.
Habe vor 2 Jahren schon einen Bericht im TV gesehen, über Kebap Imbissbuden in Sao Paulo.
Viele Brasilianer essen die Teile ja auch in D, warum nicht hier.
Aber, so nebenbei, die Brötchen auf Deiner Webseite, die sehen so gar nicht realistisch aus, sieht ja aus wie ein Hamburgerbrötchen. Was nimmst Du denn da?


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BeitragVerfasst: 30 Sep 2006 01:35 
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palmito hat geschrieben:
Das Problem mit Döner in Brasilien ist folgendes:

Wesshalb sollte jemand in Brasilien für einen Döner 5 Realos bezahlen,
wenn du um die Ecke ein Rodizio für 7 Real bekommst.

Das funktioniert hier bei uns in Europa, wo das Fleisch sehr teuer ist.
1 Kilo picanha oder Filet so um die 11 Real in Brasilien,
bei uns 60 bis 70 Sfr.


Dann sag mir nur mal eins, wieso sind Habibs und Pittsburgi so erfolgreich? Du kennst die Preise in diesen Läden, und was man dort bekommt?


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BeitragVerfasst: 30 Sep 2006 18:51 
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roberto743 hat geschrieben:
Aber auch Dir "Viel Glück"! (Wirst Du aber nicht brauchen, die
Döner rennen garantiert in Brasilien)


Seit ca. zwei Jahren gibts auch Doener in Lissabon, am Martim Moniz, gegenueber vom Hotel Mundial, der Cheffe muss das Business aus Deutschland mitgebracht haben. Inder, vielleicht Pakistani. So auch die Belegschaft. Anfangs haben sie die Sosse noch, nachdem die Pitabroetchen angeroestet wurden, jeweils vor allen Beilagen auf die Innenseiten des Broetchens geschmiert (so wie es sich gehoert) und dann erst Salat, Tomaten und Fleisch eingefuellt. Seitdem der Cheffe nicht mehr da ist, kommt die Sosse am Schluss obendrauf, und damit ist es nicht mehr der Doener, der er einmal war. Man kann schliesslich auch nicht "Pfeffersteak" auf die Karte schreiben und ohne Pfeffer servieren. Das ist einfach the portuguese way....naemlich Dinge ohne Sinn und Verstand probieren, zu vereinfachen...das geht natuerlich maechtig in die Hose. Ich schreibe das nur, weil ich endlich wissen will, wieso Brasilien Brasilien ist. Portugal hat eine ganz eigene, unlogische Mentalitaet, Grund genug zu behaupten, dass Brasilien heute ohne Portugals Einfluss anders waere. Wahrscheinlich reicher, aber langweiliger.


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BeitragVerfasst: 30 Sep 2006 19:43 
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Gregor hat geschrieben:
palmito hat geschrieben:
Das Problem mit Döner in Brasilien ist folgendes:

Wesshalb sollte jemand in Brasilien für einen Döner 5 Realos bezahlen,
wenn du um die Ecke ein Rodizio für 7 Real bekommst.

Das funktioniert hier bei uns in Europa, wo das Fleisch sehr teuer ist.
1 Kilo picanha oder Filet so um die 11 Real in Brasilien,
bei uns 60 bis 70 Sfr.


Dann sag mir nur mal eins, wieso sind Habibs und Pittsburgi so erfolgreich? Du kennst die Preise in diesen Läden, und was man dort bekommt?


Hier bei mir in meiner Strasse gibt es abends ein Haufen lanchonetes auf der Strasse. auf ca. 500 Meter gibtes über 10 Mobile Hamburger-Stände, 3-4 Hamburger-Lanchonetes, 4-5 Pizza-Lanchonetes. X-tudo kostet R$4.
Kunden sind immer reichlich vorhanden.
Ein Döner für R$4 würde einschlagen wie eine Bombe.


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 Betreff des Beitrags: Re: Döner Kebap in Brasilien
BeitragVerfasst: 11 Okt 2006 00:30 
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Gregor hat geschrieben:
Zitat:
Fazit: Das glaube ich auch.
Habe vor 2 Jahren schon einen Bericht im TV gesehen, über Kebap Imbissbuden in Sao Paulo.
Viele Brasilianer essen die Teile ja auch in D, warum nicht hier.
Aber, so nebenbei, die Brötchen auf Deiner Webseite, die sehen so gar nicht realistisch aus, sieht ja aus wie ein Hamburgerbrötchen. Was nimmst Du denn da?


Die Brötchen sind Pão Sirio, Hamburger, Careca und Pão Fohla. Somit für jeden Geschmack eigentlich etwas vorhanden. Keine Fotomontage, alles echt. Reissenden Absatz finden Pão Frances, Folha und Sirio. Ist teilweise eine Preisfrage. Denn die Brotpreise sind sehr unterschiedlich.
Wir verkaufen z.B. den Kebap (hier Mojito) mit Pão Frances für 2.50R$


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BeitragVerfasst: 11 Okt 2006 00:40 
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Gregor hat geschrieben:
palmito hat geschrieben:
Das Problem mit Döner in Brasilien ist folgendes:

Wesshalb sollte jemand in Brasilien für einen Döner 5 Realos bezahlen,
wenn du um die Ecke ein Rodizio für 7 Real bekommst.

Das funktioniert hier bei uns in Europa, wo das Fleisch sehr teuer ist.
1 Kilo picanha oder Filet so um die 11 Real in Brasilien,
bei uns 60 bis 70 Sfr.


Betreffend Preiskalkulation. Stimmt, das Fleisch ist hier wesentlich billiger. Hingegen hinkt der Preisvergleich mächtig. Denn die Kepabproduktionen in der Schweiz kaufen das Fleisch für ca 10-14R$/kg ein. Hier derzeit ca 5R$/kg. Für die Fertigung benötigt man viel Energie (Tiefkühlung) und diese ist hier teurer wie in der CH und teilweise D. Zudem sind die Maschinenstunden nicht günstiger, Inox z.B. wesentlich teurer. Macht man nun eine Vollkostenrechnung, ist man bei ca Faktor 2. In Deutschland kostet der Döner ca 3€=9R$. Hier der Mojito 4R$. Noch Fragen?
Fleisch bzw. Essen ist dann günstig in Brasilien, wenn die Kühlkette oder die industrialisierten Arbeitsschritte kurz sind oder dort wo viel Handarbeit gefragt ist.
Kann soeben auch noch vermelden, dass wir letzten Samstag in der Kleinstadt Anápolis innerhalb von 6Stunden an einem Verkaufsort 178Mojitos verkauft haben. Tendenz steigend....
http://www.mojito.com.br


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BeitragVerfasst: 11 Okt 2006 02:33 
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@ tamboro

wann kommt ihr nach ES???

Ich hab hunger aufn Döner.

das einzige was ich an Deutschland vermisse 8)


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