Doppelte Staatsbürgerschaft und Steuern

Fragen zur Gesetzeslage in Brasilien, Einwanderungs-, Einfuhr- und Zollbestimmungen sowie Steuerfragen

Re: Doppelte Staatsbürgerschaft und Steuern

Beitragvon moni2510 » Mi 27. Aug 2014, 18:24

ja, ist doch gecancelled mit dem Land, wo die Leistung erbracht wird. Ist wohl aus dem Zusammenhang gerissen.

Falls es wirklich so sein sollte, dann schiessen sie sich halt noch mehr ins Knie als bisher. Dabei sollte doch alles viel einfacher werden.
---
Woher soll ich wissen, was ich denke, bevor ich es hier aufschreibe.
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Re: Doppelte Staatsbürgerschaft und Steuern

Beitragvon cabof » Mi 27. Aug 2014, 19:47

und da wäre da noch mein DE Kumpel - er wird nach BR zur Baustelle geschickt und reist mit Turi-Stempel ein.... va-banque Spiel.
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Re: Doppelte Staatsbürgerschaft und Steuern

Beitragvon Colono » Mi 27. Aug 2014, 22:11

moni2510 hat geschrieben:ja, ist doch gecancelled mit dem Land, wo die Leistung erbracht wird. Ist wohl aus dem Zusammenhang gerissen.

Falls es wirklich so sein sollte, dann schiessen sie sich halt noch mehr ins Knie als bisher. Dabei sollte doch alles viel einfacher werden.
Diese alte Entsenderegelung ist Geschichte. Da schiesst sich keiner ins Bein.
Ganz im Gegenteil. Dem brasilianischen Staat gingen vorher jede Menge Sozialabgaben und Steuereinahmen flöten. Gerade aus Nachbarländern wo oft nach dem Rotationsprinzip entsendet wird. Angenommen falls ich mal nach Deutschland ginge und schnell mit paar ein Leuten zusammen einen Bau hochziehe. Da kommen sie gleich mit dem Sheriff und Schäferhund. Schwarzarbeit ist das was sonst? Warum sollte das anderswo und branchenbedingt unterschiedlich sein. Ūberleg mal. Sicher wird das zukūnftig so gehandhabt: Sollte mal einer kurz aus dem Ausland weisungsbefreit nach dem Rechten schauen kommen, regt sich bestimmt keiner auf. Wenn aber dann Arbeitsrechte eingefordert werden, Kūndigungsschutz etc. sieht es schlecht aus fūr den AG. Wie mit einer Putze auch.
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Re: Doppelte Staatsbürgerschaft und Steuern

Beitragvon Trem Mineiro » Fr 29. Aug 2014, 21:37

Oi Colono
du hast das 3 Zeilen zitiert und aus dem Zusammenhang genommen.

Kannst du mal erläutern, wie die Konsequenzen in diesem vom TE genannten Fall sind.
Mit einer Arbeitserlaubnis und einem Visto V braucht ein ausländischer Arbeitnehmer der auf der Basis eines Werkvertrages nach Brasilien kommt, also neuerdings ein Arbeitsbuch und fällt unter brasilianisches Arbeits- und Sozialrecht und muss vor Erreichung der 180 Tage-Frist in Brasilien Steuern zahlen?

Ich hab die 3 Zeilen auch mal an meine Kollegen (Personal-Abteilung) in die Filiale in Belo geschickt und warte auf deren Auslegung. Wir haben grade wieder eine Entsendung für eine Kurzbaustelle, 3 Monate vor uns)
In sofern interessiert mich auch deine Interpretation. (für die anderen unter uns, vielleicht in deutsch)

Dazu ein praktische Frage, wer soll sich denn ins Arbeitsbuch als brasilianischer Arbeitgeber eintragen und zu welchen Gehalt.

Gruß
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Zuletzt geändert von Trem Mineiro am Fr 29. Aug 2014, 21:48, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Doppelte Staatsbürgerschaft und Steuern

Beitragvon Trem Mineiro » Fr 29. Aug 2014, 21:45

Colono hat geschrieben:Warst wohl schon zu lang in Brasilien Trem. Hattest wohl auch eine Putze "sem Carteira" hehehe. Nun gut so lange nichts passiert.


Wie kommst du denn auf solche Unterstellungen, grade als Ausländer ist man da doch wohl vorsichtiger, meine Faxi hatte ein Arbeitsbuch und in den letzten 4 Jahren hatten wir grade wegen der verschärften Bestimmungen nur eine Diarista.

Warum unterstellst du mir nicht gleich Sklavenarbeit und behauptest, dass man Frau ständig mit einer Reitpeitsche rumlief.
Ich sehe in diesem Thread auch keinen Anlass zu faulen Witzen, wie auch ich sie manchmal gerne mache, aber alles zu seiner Zeit.

Gruß
Trem Mineiro
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Re: Doppelte Staatsbürgerschaft und Steuern

Beitragvon Colono » Mo 1. Sep 2014, 13:23

Trem Mineiro hat geschrieben:Oi Colono
du hast das 3 Zeilen zitiert und aus dem Zusammenhang genommen.

Kannst du mal erläutern, wie die Konsequenzen in diesem vom TE genannten Fall sind.
Mit einer Arbeitserlaubnis und einem Visto V braucht ein ausländischer Arbeitnehmer der auf der Basis eines Werkvertrages nach Brasilien kommt, also neuerdings ein Arbeitsbuch und fällt unter brasilianisches Arbeits- und Sozialrecht und muss vor Erreichung der 180 Tage-Frist in Brasilien Steuern zahlen?

Ich hab die 3 Zeilen auch mal an meine Kollegen (Personal-Abteilung) in die Filiale in Belo geschickt und warte auf deren Auslegung. Wir haben grade wieder eine Entsendung für eine Kurzbaustelle, 3 Monate vor uns)
In sofern interessiert mich auch deine Interpretation. (für die anderen unter uns, vielleicht in deutsch)

Dazu ein praktische Frage, wer soll sich denn ins Arbeitsbuch als brasilianischer Arbeitgeber eintragen und zu welchen Gehalt.

Gruß
Trem Mineiro


Auf besonderen Wunsch habe ich es dir mal uebersetzt. Ich sehe das nicht aus dem Zusammenhang gerissen.

Auf die Frage wenn ein ausländischer Arbeitnehmer seine Dienstleistungen in Brasilien anbietet, sind die Gesetze, die den Arbeitsvertrag regeln die des Ursprungslands oder brasilianische Gesetze?

Gibt es folgende Antwort:
Die Rechtsprechung der Arbeitsgerichte war vorher, dass das Rechtsverhältnis von den Gesetzen des Landes der Erbringung der Dienstleistungen geregelt wird, wie im Präzedenzfall mit der der Erklärung Nr. 207 / TST veroeffentlicht, welche jedoch vom obersten Arbeitsgericht im April dieses Jahres verworfen wurde. Basierend auf Abstimmung mit Resüme seitens der Vizepräsidentin, Ministerin Maria Cristina Peduzzi.

Ansonsten habe ich bereits vorher deine Fragen nach Möglichkeit beantwortet. Brauchst nur zu lesen. Deiner Firma empfehle ich einen Fachanwalt fūr Arbeitsrecht.
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Re: Doppelte Staatsbürgerschaft und Steuern

Beitragvon Colono » Mo 1. Sep 2014, 14:00

Trem Mineiro hat geschrieben:
Colono hat geschrieben:Warst wohl schon zu lang in Brasilien Trem. Hattest wohl auch eine Putze "sem Carteira" hehehe. Nun gut so lange nichts passiert.


Warum unterstellst du mir nicht gleich Sklavenarbeit und behauptest, dass man Frau ständig mit einer Reitpeitsche rumlief.
Ich sehe in diesem Thread auch keinen Anlass zu faulen Witzen, wie auch ich sie manchmal gerne mache, aber alles zu seiner Zeit.

Gruß
Trem Mineiro


Ich kann mich nicht erinnern irgend welche Witze bzw. Unterstellungen bezueglich deiner Frau gemacht zu haben. So habe ich das mit der Reitpeitsche verstanden.

Wenn da jemand versucht einen Fragesteller unnoetigerweise aus einem oeffentlichen Internetforum in eine private Kommunikation zu ziehen, der darf sich nicht wundern wenn das dann in Form von Witzeleinen kommentiert wird. Nun denn, meine formale Antwort hattest du ja bereits.
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Re: Doppelte Staatsbürgerschaft und Steuern

Beitragvon Trem Mineiro » Mo 1. Sep 2014, 15:40

Ich hatte das mit der Übersetzung erbeten, weil ich mit meinem Verständnis des Textes keinen Zusammenhang zum Fall des TE gab.
Und du sagst es ja selber in deiner Übersetzung: Wenn ein ausländischer Arbeitnehmer seine Dienstleistungen in Brasilien anbietet.
Das ist hier nicht der Fall, da der Arbeitgeber des Arbeitnehmer in Brasilien eine Dienstleistung anbietet. Diese 3 Zeilen, die aus einem größeren Werk heraus zitiert sind, sind für den TE nicht relevant.

Für ihn persönlich gilt die Steuergesetzgebung, nach der er nach 180+1 Tage im Jahr Aufenthalt steuerpflichtig wird. Und klar braucht er kein Arbeitsbuch, aber natürlich ein Arbeitsvisum/Arbeitserlaubnis für die der Brasilianische Arbeitgeber zuerst mal mit der Beantragung der Arbeitserlaubnis in Vorleistung treten muss. Der haftet übrigens auch für die Erfüllung der steuerlichen Gegebenheiten.
Der TE bekommt ja auch in Brasilien kein Entgelt sondern wird weiterhin von seinem AG in D bezahlt

Das ist auch die Position, die die Personalabteilung unserer Filiale in BH einnimmt.

Aber vielleicht kannst du ja mal den angezogenen Präzedenzfall schildern, auf die sich dein 3-Zeilen Auszug bezieht.

Gruß
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