Ein kleines Hotel am Strand oder Deutsche Lebensträume in Br

Tipps und Fragen von Auswanderungswilligen und Leuten, die es schon in Brasilien geschafft haben / Wirtschaftliche Unabhängigkeit

Das Vögelchen

Beitragvon bruzundanga » Sa 28. Apr 2007, 04:02

hat recht.

Nur eines darfst Du nicht: Ohne Fakten vorzuweisen gescheiter sein als die Brasilianer.

Auch wenn der Mist noch so gross ist!!!
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Sprachkurs Portugiesisch (Brasilianisch)

Ach ja

Beitragvon bruzundanga » Sa 28. Apr 2007, 04:13

und Frau W. kann dann mal bei mir vorbeikommen um noch was über Br. zu lernen.

Nur so nebenbei.

P.S. Mas Pericia não é de graça
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So what

Beitragvon patecuco » Sa 28. Apr 2007, 17:26

mikelo hat geschrieben:Wir Deutschen .....wer nicht vom Hotel träumt, macht ein Restaurant auf, und damit ist die Bandbreite der Kreativität auch schon am Ende.


So what ??

Was solls, wer muß denn, nur weil er auswandert, auch gleich den Preis für innovative Unternehmensgründer gewinnen. Viele Deutsche im Ausland sind natürlich auf dem normalen Arbeitsmarkt nicht vermittelbar, da zu geringe Sprachkenntnisse, zu hohe Gehaltsvorstellungen oder falsche Qualifikation bzw. andere Dinge dagegen sprechen.

Deshalb ist Selbständigkeit sicher eine Alternative. Die günstige (in Euro) Möglichkeit ein Hotel/Restaurant aufzumachen ist ein weiterer Pluspunkt. Auch erstklassige Sprachkenntnisse sind nicht so wichtig.

Aber hat die Autorin evtl. daran gedacht, daß ein ganz anderer Grund dahintersteckt. Eine Pousada ist gleichzeitig als Wohnsitz nutzbar (und der Wunsch nach einem Leben in Strandnähe erfüllt sich), die anfallende Routinearbeit kann man an Personal delegieren, ein noch so geringes Einkommen gibt dem Betreiber das Gefühl doch als Unternehmer im Ausland tätig zu sein.

Und schlußendlich will nicht unbedingt jeder der eine Pousada kauft, dort ständig leben. Ein Geschäftsführer eingestellt und man kann auch sonstwo in der Welt leben, ab und an einige Zeit in 'seiner pousada' verbringen und fühlt sich trotzdem dort zuhause. Der Verdienst spielt vielleicht gar keine so große Rolle. Zumindest erfuhr ich von vielen Eigentümern, daß die verpachtete pousada eigentlich wirtschaftlich unrentabel ist.

Vielleicht sollte man die "Phantasielosigkeit" unter diesem Gesichtspunkt sehen. Es ist ein neues Zuhause und eine wirtschaftliche Investition in einem.
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Beitragvon tadinho » So 29. Apr 2007, 03:12

....es ist schon was wahres dran....die meisten kommen mit ihren ersparten nach brasilien...suchen sich eine pousada....und denken jetzt ist es geschafft....hinsetzen und warten bis die gäste das geld bringen...denn....der vorbesitzer hat ja auch locker 100.000 im jahr gemacht und schließlich bin ich deutscher und kenne mich aus....wen gastronomie bzw hotelerie so einfach ist frage ich mich warum in deutschland so viele pleite gehen....ist in brasilien keinen deut anders...90% der jenigen die eine pousada kaufen oder ein restaurant eröffnen waren noch nie in diesen bereich tätig gewesen....das resultat folgt...obwohl es auch ausnahmen gibt....
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Aller Anfang ist schwer

Beitragvon tartaruga » Mo 30. Apr 2007, 12:37

Oi Perequito, du hast absolut recht. Warum immer nur Pousada.
Jetzt habe ich bereits geschrieben warum ich es gemacht habe, aber das interessiert ja doch keinen, daher habe ich alles wieder gelöscht.
Die meisten, die hierher kommen um etwas selbstständig zu arbeiten haben keienerlei Ahnung vom hiesigen Markt und seinen Bedüfnissen.
Auch kenne ich viele, die sehr wohl etwas brauchbares gelernt haben aber keinerlei Lust verspüren diesen Beruf auch hier auszuüben.
Z.B der Malermeister der in Deutschland 20 Jahre bis zum burn out geschuftet hat, will der wirklich den gleichen Mist hier weitermachen ?
Geregeltes Leben ? Brrrrrrrrr. Dafür brauch ich wirklich nicht nach Brasilien. Mit dem Wissen von heute würde ich sicher alles anders machen, aber vor 5 Jahren war das Pousadading die einzig richtige Entscheidung.
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Beitragvon O_Periquito » Mo 30. Apr 2007, 22:28

ich mochte hier mal was klar stellen, ich hatte nicht die absicht jemanden zu nahe zu treten der ein hotel oder eine pousada hat. das ist ein schwerer job und man verdient sein geld nicht im schlaf. und was in meinen augen noch schlimmer ist, der pousada - oder hotelbesitzer verdient zu wenig geld gemessen an seinem job und seines langen stundentages, ganz zu schweigen von dem nervenkrieg mit den angestellten.

@tartaruga
ich kann mir vorstellen das du wahrscheinlich des öfteren in der woche auf die feira fährst.(sicher ca. 4.00uhr in der früh) um dein obst und gemüse zu kaufen.
da du ja schon deine pousada 5 jahre hast denke ich das du diese arbeit nicht an einen von deinen angestellten DELEGIERT hast, ansonsten wärst du wohl schon längst pleite.

hättest du es mal nicht gelöscht, mich hätte es zumindest interessiert zu lesen was dich bewogen hat eine pousada aufzumachen.

du, ein maler hat hier bei uns in der ecke einen stundenlohn von 10R$, und der ist bestimmt kein malermeister. die meisten die diesen job hier ausüben pinseln einfach lustig drauf los und NULL ahnung.
was wir schon krampfhaft einen guten maler gesucht haben für unser holz innen und aussen, nix zu machen.

mir ist natürlich auch klar das ein hotel oder pousada für viele erst einmal ein anfang ist um überhaupt geld zu verdienen. aber ich bin der meinung man kann auch etwas anderes machen, man muss nur wissen was.
lg periquito
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Beitragvon Jacare » Mi 2. Mai 2007, 11:08

Oi, Gente!

Wichtig ist doch, was man aus solchen Berichten/Beobachtungen/Denkanstössen für sich selbst rausziehen kann, ob man nun in Brasilien lebt oder dort zukünftig leben will. Sicherlich gibt es kein Patenrezept für ein erfolgreiches oder glückliches Leben in Brasilien das für alle passt , aber es ist nunmal eine Tatsache, die sich so auch immer wieder bestätigt, wer in Brasilien geschäftlich einsteigen will, sollte ausreichend Kapital besitzen, die Umgebung und deren Menschen kennen und Berufserfahrung/Ahnung haben vom Business in das er einsteigen will. Und hier werden leider, meiner Meinung nach, die meisten Fehler gemacht. Das hat aber doch nichts mit "typisch deutscher Einfallslosigkeit" zu tun, sondern ist doch eher eine Frage von gesundem Menschenverstand als eine Frage der Nationalität. Oder sind z.B. Asiaten im Staat Sao Paulo etwa einfallsloser/erfolgsloser als Deutsche im Nordosten nur weil die meisten Asiaten entweder "nur" in der Kleiderbranche oder "nur" in der Gemüsebranche tätig sind ? Und sicherlich möchte hier doch auch keiner bestreiten, daß es erfolgreich deutsch geführte Pousadas im Norden Brasiliens gibt . Selbst wenn es die 100.001 dort ist !

LG
Jacare

@brasilblog
Habe schon verstanden was Du damit sagen willst aber wen bereits schon nach der 500 oder 5000 Coco Verde, der Ekel packt und lieber die Alternative deutscher Styroporapfel und saure Orange aus Spanien (schüttel u. würg) der Coco Verde vorzieht, sollte echt besser zurück nach D.
A maioria de erros acontecem entre as orelhas!
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Beitragvon Marco » Sa 5. Mai 2007, 10:31

@ O_Periquito
Mir gefällt deine Meinung sehr.
Gruß
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Beitragvon gringo » Sa 5. Mai 2007, 13:26

O_Periquito hat geschrieben:mir ist natürlich auch klar das ein hotel oder pousada für viele erst einmal ein anfang ist um überhaupt geld zu verdienen. aber ich bin der meinung man kann auch etwas anderes machen, man muss nur wissen was.
lg periquito


na klar gibt es was anderes, ich kenne hier einen CH der hat ein Rest. einen anderen CH der verkauft Klimaanlagen, einen Deutschen der frisiert Haare, einer hat ne Pousada, ein Italiener wo niemand weiss wie aber der hat immer Geld........
ach ich könnte noch viele aufzählen.

Ich habe eine Pousada (nicht gekauft!) Nein gebaut und auch wenn aller Anfang schwer ist, wenn ich wieder mal einen richtig lieben Gast habe (was noch viel der Fall ist) dann stellt mich das auf und ich bin glücklich. Ich habe 21 Jahre in der IT gearbeitet und bin viel auf der Welt rumgekommen (habe in Italien,Indien,Ungarn,Österreich und USA längere Zeit gearbeitet), ich war immer froh wenn ich in einem kleinem Hotel war wo ich gut aufgenommen wurde und sofort Kontakt hatte, wenn ich ins Hilton oder die anderen Grossen musste sitzt du an der Bar rum und wartets ob du jemanden kennenlernen kannst, in kleinen Hotels kommt es sofort zum Kontakt. Ich könnte auch wieder hier in Brasilien in der IT arbeiten, aber will ich das ? NEIN NEIN NEIN, ich finde es so schön mit Menschen zu sprechen eine Dienstleistung zu erbringen und die Leute mit einem Lächeln zu verabschieden.
Ich hatte gerade letzte Woche Gäste aus SP die waren so begeistert, mann lernt immer neue Menschen kennen, ein Brasi kam mit seinem Boot, ein anderer mit seinem Motorrad, der andere kommt alle 2 Wochen mit einem neuem Wagen nur zu Besuch und um was zu trinken, eine kommt mit ihren Kindern vorbei und die baden dann mit meinen Kindern ach das ist Lebensqualität, nicht den ganzen Tag mit Dumps und Errors rumschlagen !
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Beitragvon Hartl » Sa 5. Mai 2007, 14:28

@ gringo

nicht den ganzen Tag mit Dumps und Errors rumschlagen


Hört sich fast nach meiner Geschicht an. :D
Ich glaube es kann sich niemand vorstellen was das für eine sch..ß Arbeit ist mit einem Koffer , Zahnburste und Notebook leben und die Bits und Bytes so verbiegen das da was richtig gutes rauskommt.
Habe auch 10 Jahre SPS Steuerungen programmiert und musste feststellen das diese Arbeit das Gehirn weichklopft.
Kann dich gut verstehen das du jetzt eine Pousada eröffnet hast um dein Gehirn wieder auf analoge Funktion zu gekommen.

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