Einbürgerung

Tipps und Fragen von Auswanderungswilligen und Leuten, die es schon in Brasilien geschafft haben / Wirtschaftliche Unabhängigkeit

Einbürgerung

Beitragvon Kane Rai » Mi 13. Aug 2008, 00:08

Hat hier jemand Erfahrung mit Einbürgerung (naturalização)?

http://g1.globo.com/Noticias/Mundo/0,,M ... IDADE.html

"O requisito básico para a naturalização ordinária é que ele esteja regularmente no Brasil, classificado como permanente, com um prazo de residência mínima de quatro anos ou de um ano, se ele tiver filho ou 'cônjuge brasileiro", explicou Tuma Júnior.


Das dürfte für die meisten Residenten ja kein Problem darstellen.

Além disso, é preciso saber ler e escrever em português, como determina a legislação.


Gibt's da einen Standardtest oder entscheidet der bearbeitende Agente der PF, ob man portugiesisch spricht?

Die rechtlichen Folgen in D sind mir bekannt:
- Verlust der deutschen Staatsangehörigkeit, wenn eine fremde ohne Wissen und Genehmigung der deutschen Behörden angenommen wird.
- Genehmigung gibt's nur, wenn man mit guten Gründen nachweisen kann, warum die doppelte zwingend erforderlich ist.

Ist aber halb so wild, weil:
- Die brasilianischen Behörden sicher Besseres zu tun haben, als ein Briefchen nach D'land zu schicken.
- Als Geburtsdeutscher kann man jederzeit die dt. Staatsangehörigkeit wieder erhalten, wenn man die andere niederlegt.
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Re: Einbürgerung

Beitragvon Itacare » Sa 16. Aug 2008, 21:07

Die Frage lässt unendlich viele Antworten zu.
Um das einzugrenzen: willst du als Präsident kandidieren?

Falls nein, bitte mehr Infos. Dann kommen sicher auch mehr Antworten.
Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen.
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Re: Einbürgerung

Beitragvon dietmar » Sa 16. Aug 2008, 21:21

Naturalisierte können nicht als Präsident kandidieren ..... :lol:

Was ich aber nicht verstehe, ist der verlinkte Artikel. Da geht es doch gar nicht um Einbürgerung (also Staatsangehörigkeit) sondern ganz alleine um Aufenthaltsgenehmigung (Visto permanente) ... vielleicht solltest du mal was über deinen Status sagen, denn vermutlich bist du derzeit illegal in Brasilien, oder?
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Re: Einbürgerung

Beitragvon Kane Rai » So 17. Aug 2008, 03:04

Admin hat geschrieben:Was ich aber nicht verstehe, ist der verlinkte Artikel. Da geht es doch gar nicht um Einbürgerung (also Staatsangehörigkeit) sondern ganz alleine um Aufenthaltsgenehmigung (Visto permanente) ...


Wo steht denn das? Der Minister spricht doch konkret von den Anforderungen einer gewöhnlichen Einbürgerung ("O requisito básico para a naturalização ordinária").

Admin hat geschrieben:vielleicht solltest du mal was über deinen Status sagen, denn vermutlich bist du derzeit illegal in Brasilien, oder?


Nein, bin Inhaber einer Permanência.

Warum ich die brasilianische Staatsbürgerschaft anstrebe? Weil ich dann im Fall einer für mich ungünstigen Gesetzgebungsänderung meine EU-Staatsbürgerschaft niederlegen kann.
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Re: Einbürgerung

Beitragvon dietmar » So 17. Aug 2008, 05:11

Ja, hast recht. Habe das nicht zuende gelesen. War denn die Amnestie vor 10 Jahren Aufenthalt oder Einbürgerung? Ich bin davon ausgegangen, dass es so war wie in Spanien 2005, wo Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigungen verteilt wurden und keine Pässe. Daher finde ich den Artikel verwirrend, da von der Immigrantenproblematik auf die Einbürgerung gesprungen wird und die Visumsgeschichte dann (hier muss ich mich ebenfalls korrigieren) gar nicht angesprochen wird.

Da werden die Ausländerstatuten bezüglich Aufenthaltsgenehmigung verschärft und dann wirbt ein Minister für Einbürgerung - sehr komisch ....

Ich werde mich allerdings womöglich in den kommenden 1-2 Jahren hier einbürgern lassen, Antrag könnte ich aufgrund bras. Kind jetzt schon stellen, werde es allerdings nur mit Beibehaltungsgenehmigung machen. Sehe nur geringe Vorteile, aber keinerlei Nachteile. Aber eilt nicht, da ich die Deutsche keinesfalls aufgeben werde.

Ausserdem glaube ich, dass man es in wie in meinem Fall in 10, 20 oder 30 Jahren als Nicht-EU-Bürger schwerer haben wird, Renten- oder Erbansprüche durchzusetzen. Noch dazu habe ich eine deutsche Tochter, die vielleicht irgendwann in Deutschland lebt und für den Papa muss sie dann ne Verpflichtungserklärung unterschreiben, oder so ... #-o

Und zuletzt: Ein Pass, mit dem ich in über 25 Ländern (Tendenz steigend) leben und arbeiten kann, halte ich für zu kostbar, um ihn gegen eine gleich welche andere davon nicht betroffene Staatsbürgerschaft einzutauschen.

Zudem bin ich überzeugt, dass ein Datenaustausch stattfindet - und wenn nur indirekt. Es wurde ja z.B. schon oft spekuliert, warum dieses dämliche Certidão für die CIE noch bei der Botschaft zu besorgen ist wo nur noch alle bereits bekannten, x-mal beglaubigten und bereits doppelt und dreifach eingereichten Daten draufstehen.

Aber du kannst mir mal dein Motiv von den ungünstigen Änderungen näher erläutern. Weiss auch nicht, wenn "Gefahr im Anmarsch" ist, ob man dann so einfach daraus entlassen wird.
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Re: Einbürgerung

Beitragvon Kane Rai » So 17. Aug 2008, 07:05

Admin hat geschrieben:War denn die Amnestie vor 10 Jahren Aufenthalt oder Einbürgerung?


Ohne den historischen Sachverhalt genau zu kennen, die Formulierung des Ministers ("a concessão de nacionalidade depende também" direkt nach der Bemerkung über die "anistia geral") lässt die Spekulation zu, daß es sich um ein Angebot der naturalização handelte.

Admin hat geschrieben:Ausserdem glaube ich, dass man es in wie in meinem Fall in 10, 20 oder 30 Jahren als Nicht-EU-Bürger schwerer haben wird, Renten- oder Erbansprüche durchzusetzen.


Ist schon fraglich, ob in 30 Jahren überhaupt noch jemand Rentenansprüche durchsetzen kann. :-)

Admin hat geschrieben:Und zuletzt: Ein Pass, mit dem ich in über 25 Ländern (Tendenz steigend) leben und arbeiten kann, halte ich für zu kostbar, um ihn gegen eine gleich welche andere davon nicht betroffene Staatsbürgerschaft einzutauschen.


Die EU hat Vorteile, unbestritten. Ich sehe aber vermehrt die Gefahren, die von einer intransparenten, demokratisch nicht legitimierten Institution ausgehen, welche immer weiter ausufernd legislative Aufgaben übertragen bekommt.

Admin hat geschrieben:Aber du kannst mir mal dein Motiv von den ungünstigen Änderungen näher erläutern. Weiss auch nicht, wenn "Gefahr im Anmarsch" ist, ob man dann so einfach daraus entlassen wird.


Der Linksrutsch in Deutschland ist unverkennbar. Wenn jetzt über eine Koalition mit der Mauermörderpartei auf Landesebene diskutiert wird, wird es nicht lange dauern, bis diese "fit für den Bund" gemacht wird.

Realitätsferne Sozialisten tun immer das, was der Wirtschaft am meisten schadet, aber ihnen persönliche Befriedigung verschafft - die Bestrafung der Leistungsträger einer Gesellschaft. Da ist der Schritt schnell zur Wiedereinführung der Vermögenssteuer, Erhöhung der Kapitalertragssteuer und Besteuerung von Auslandsdeutschen gemacht.

Die nächsten Schritte (als "Kampf gegen die Globalisierung" angepriesen) werden dann die Erschwerung von Kapitaltransfer und Firmenanteilen ins Ausland sein.

Rückwirkend geltende Gesetze sind schnell durchgewunken.

Das könnte, wie Du bereits vermutest, natürlich auch eine Änderung der Staatsangehörigkeitsgesetze mit sich bringen.

Momentan steht dort:

http://www.bmi.bund.de/cln_006/nn_16489 ... gkeit.html

Wie kann ich mich aus der deutschen Staatsangehörigkeit entlassen lassen?
§§ 18 bis 24 StAG

Im deutschen Staatsangehörigkeitsrecht gibt es die Möglichkeit, sich aus der Staatsangehörigkeit entlassen zu lassen. Voraussetzung dafür ist ein Nachweis, dass man eine andere Staatsangehörigkeit beantragt hat und die zuständigen Stellen des anderen Staates zusichern, dass diese Staatsangehörigkeit erworben werden kann.

Wirksam wird diese Entlassung mit Aushändigung einer Urkunde und sofern innerhalb eines Jahres nach Aushändigung der Urkunde nachgewiesen wird, dass die andere Staatsangehörigkeit tatsächlich erworben wurde.
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