Einfuhrgrenze für US-Dollar ohne Deklaration bei der Einreis

Allgemeine Fragen & Tipps über alles, was dem Gringo in Brasilien passieren kann

Einfuhrgrenze für US-Dollar ohne Deklaration bei der Einreis

Beitragvon Bananajoe » Fr 21. Dez 2007, 13:49

Hallo ihr,

vorige Woche hatte ich mit der Haspa gesprochen, wollte pro Person 9500 Reais mitnehmen, also ingesamt 19.000 Reais, weil meine Frau mitreist. Die Einfuhrgrenze von Reais ohne Deklarationspflicht ist mir bekannt, also pro Person 10.000 Reais. Aber die Bank sagte mir, dass der Real hier in Deutschland nur einen schlechten Kurs hat und es ratsam wäre, erstmal gegen US-Dollar zu tauschen und dann zu einem besseren Kurs in Brasilien gegen Reais tauschen. Mir ist aber keine genaue Einfuhrgrenze für US-Dollar nach Brasilien bekannt. Die Ausfuhrgrenze von Euro aus Deutschland ist mir auch bekannt, liegt bei 12.500 Euro pro Auslandsüberweisung ohne Meldepflicht bei der Bundesbank.

Wer kann mir genau sagen, bis zu wieviel US-Dollar kann man pro Person deklarationsfrei nach Brasilien bar einführen?

Und ist der Real-Kurs bei Überweisungen nach Brasilien via Banco do Brasil in Frankfurt (Überweisungsgebühr soll dort nur 4 Euro betragen, habe gehört) besser als der in deutschen Banken und Wechselstuben in Deutschland?

Ich möchte mich ja gründlichst informieren, bevor ich Geld nach Brasilien wegen Hauskauf bringe.

Gruß
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Re: Einfuhrgrenze für US-Dollar ohne Deklaration bei der Einreis

Beitragvon cabof » Fr 21. Dez 2007, 22:02

Hallo - mW ist die Grenze 10.000 Reais resp. Gegenwert in Fremdwaehrung, pie mal Daumen
gibt es im Moment um die 2,60 R fuer einen Euro. Die Frage nach der Deklaration und deren
Folgen konnte im Forum nicht beantwortet werden, persoenlich meine ich eine heikle Sache,
nicht zuletzt wegen Raub.....
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Re: Einfuhrgrenze für US-Dollar ohne Deklaration bei der Einreis

Beitragvon Bananajoe » Sa 22. Dez 2007, 00:06

Hallo!
Das ist natürlich keine einfache Sache, ist natürlich auch etwas heikel, weil das auch der Policia Federal bei meiner Einreise am 20. Januar auffallen könnte! Es ist auch natürlich wegen Raubgefahr riskant. Zumal die brasilianischen Geldautomaten mit EC, Maestro oder VISA höchstens pro Tag 1000 Reais :( rausspucken, dabei brauche ich eine weit höhere flüssige Summe für den Hauskauf, jeden Tag Geld holen, nur 1000 Reais, das nur in ingesamt ca. 20 Tagen, dann sind es nur 20.000 Reais :( , die Villa kostet ja weit mehr in Reais. Ich könnte meine EC-Karte und auch meine VISA Card benutzen, dann könnte ich pro Tag vielleicht 2000 Reais ziehen.

Ach ja, könnte ich vielleicht in Brasilien über z. B. Banco do Brasil den für die Zahlung der Villa die nötige Summe von meinem Postgirokonto aus Deutschland nach Brasilien auf das Konto des Hausverkäufers überweisen lassen? Das ist aber nicht einfach wegen Deklarationspflicht bei Überschreiten von Höchstgrenzen.

Ich werde mal über meine Gasttochter telefonisch den Alteigentümer fragen lassen, ob er auch bei Abschluss des Kaufvertrags eine Anzahlung bzw. eine Ratenzahlung akzeptieren könnte, bis die ganze Zahlungssumme dann bei ihm ist. Bzw. auch ob er auch US-Dollar bar akzeptieren könnte. Wenn er tudo bem sagt, dann könnte ich eine kleinere Anzahlsumme an ihn bar zahlen und den Rest gleich nach meiner Rückkehr von Deutschland nach Brasilien auf sein Konto überweisen.

Gruß
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Re: Einfuhrgrenze für US-Dollar ohne Deklaration bei der Einreis

Beitragvon Qulf » So 24. Feb 2008, 03:07

wenn Du in BR egal wo ein Haus kaufst dann bist Du als Käufer immer in der besseren Position. Der Immobilien-Markt ist schon seit Jahren sehr ziemlich am Boden und ich empfehle Dir nur Dich nicht unter Druck setzten zu lassen. Die Brasis wollen im Gegensatz zu Dir meistens beim Kauf irgend etwas tauschen oder auch abstottern. Also bleib cool und diktiere dem Verkäufer Deine Vorstellungen.
Verhandele direkt mit dem Verkäufer. Die Makler (Correitor) sind oft dümmer als Bohnenstroh. Die Banken sind im Verhältnis zu dt. Banken durch die Bank wesentlich unseriöser und verlangen für alles unverschämte Gebühren. Wenn Du einen EURO von D überweist so kommen nur 95 Cent an. Bei größeren Summen gewinnt nur die Bank. Wenn Du ein dt. Konto bei der Citibank hast dann kannst Du täglich 2000 R$ in BR stressfrei am Automaten abheben (zum besten Umtauschkurs, Oanda.com) Das Netz der Citibanken ist bestens.
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Re: Einfuhrgrenze für US-Dollar ohne Deklaration bei der Einreis

Beitragvon cabof » So 24. Feb 2008, 08:24

Hallo, klar - als Barzahler gegenüber privaten Verkäufern bist Du im Vorteil. Ich würde vorschlagen, mal 5
Postsparkonten in DE zu eröffnen und dem Verkäufer die Karten aushändigen, dann kann er fallweise sein
Geld abholen und Du bist den "schwarzen Peter" los im Falle von Klonen, Überfall oder Deklaration... leider
sind die Brasis "geldgierig" und wollen alles sofort und auf einmal. Vielleicht klappt es. Viel Glück.
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Re: Einfuhrgrenze für US-Dollar ohne Deklaration bei der Einreis

Beitragvon Brasileiro » So 24. Feb 2008, 14:53

@Bananajoe

also wenn du mehr als die 10.000 Reais nach Brasilien Bar einführen willst, reicht eine Erklärung deiner Heimatbank das du dieses Geld von deinem Konto abgehoben hast und somit der Besitzer bist.
Am besten vom Konsulat beglaubigen und Übersetzen lassen.

Da gibt es dann vor Ort kein Problem.

Oder über einen Geldtransfer, was sicher das sicherste ist.

Bis dann
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Re: Einfuhrgrenze für US-Dollar ohne Deklaration bei der Einreis

Beitragvon Botschaftsflüchtling » So 24. Feb 2008, 15:37

cabof hat geschrieben:Hallo - mW ist die Grenze 10.000 Reais resp. Gegenwert in Fremdwaehrung, .....


Ganz genau! =D>

Egal welche Währung Du einführst, egal ob in bar oder Reiseschecks, sobald der Gegenwert mehr als R$ 10.000,- beträgt, MUSS eine s.g. DECLARAÇÃO DE PORTE DE VALORES - DPV abgegeben werden!!!

Seit einiger Zeit kann man dies auch vorab via Internet erledigen, als eDPV:

https://www4.receita.fazenda.gov.br/dpv-viajante/

:cool:
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Re: Einfuhrgrenze für US-Dollar ohne Deklaration bei der Einreis

Beitragvon donesteban » Mo 25. Feb 2008, 01:04

Bananajoe hat geschrieben:... Aber die Bank sagte mir, dass der Real hier in Deutschland nur einen schlechten Kurs hat und es ratsam wäre, erstmal gegen US-Dollar zu tauschen und dann zu einem besseren Kurs in Brasilien gegen Reais tauschen. ...
Blödsinn. Nimm den Gegenwert (10K/2,6 zur Zeit) in Euro mit und frage bei verschiedenen "Casa de Cambio" nach dem besten Kurs. Bei 500 Euro Scheinen bekommst Du noch einen Punkt oder zwei extra. Ich habe vor ein paar Wochen 2.000 EUR zu 2,58 gewechselt. Bei 100ern hätte ich 2,56 bekommen.

Alle Threads zum Thema Geldtransfer sind vage und chaotisch, finde ich. Ich habe nie etwas Konkretes von jemand gefunden. Z.B. Ich habe am Tag x in DE soundsoviel Euro über folgende Bank dahin überwiesen und y ist in Reais am Tag z angekommen.

Wenn mal jemand einen Transfer macht oder was mit Karte abhebt, dann kann er ja posten, was ganz exakt getauscht wurde und ankam. Ich kann z.B. den korrespondierenden Tauschkurs für Recife erfragen und auch posten. Wäre mal ein erster Schritt in Richtung Klarheit beim Geldtauschen.
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Re: Einfuhrgrenze für US-Dollar ohne Deklaration bei der Einreis

Beitragvon ana_klaus » Mo 25. Feb 2008, 08:33

Wenn es sich, wie in diesem Falle, um einen Hauskauf handelt warum nicht deklarieren ?

Nimm Dein Bargeld,gehe zur BB, zahle Deine Gebühren (sind fix ob Du 100 oder 50.000 wechselst)und Du bekommst den offiziellen Tageskurs.Bei der, für den Kauf
erforderlichen Summe ist das der beste Weg .Aber Vorsicht. die Banco do Brasil wechselt keine 500 Euro und 200 $
Scheine. Warum überweist Du das Geld nicht einfach-Du hast einen Zahlungsbeleg, brauchst nicht mit dem Bargeld
durch die Gegend zu laufen. Im Übrigen ist der Wechselkurs bei den Banken immer besser als in jeder Wechselstube, es
sei denn, Du willst mal eben 100 Euro wechseln.

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Re: Einfuhrgrenze für US-Dollar ohne Deklaration bei der Einreis

Beitragvon donesteban » Mo 25. Feb 2008, 11:43

Klaus, das ist doch grade das Problem. Manche sagen deklarieren, manche sagen überweisen, manche sagen mit Gebühren abgezockt, manche sagen, musste dann was weiß ich alles bei der Einfuhr nachweisen. Ich habe noch keine konkrete, stichhaltige Beschreibungen hier gefunden, was wirklich geht. Stell Dir vor, ich stehe mit 10K Euro in Brasilien, will deklarieren und es fehlt was. Soll ich das Geld dann wegwerfen, wie meine Nagelschere im Handgepäck? Oder was passiert? Viel Unsicherheit bei viel Knete, oder?
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