Einige Fragen bzgl. Auswandern

Tipps und Fragen von Auswanderungswilligen und Leuten, die es schon in Brasilien geschafft haben / Wirtschaftliche Unabhängigkeit

Einige Fragen bzgl. Auswandern

Beitragvon Detlefnbg » Mo 5. Mai 2008, 09:20

erstmal ein herzliches hallo an alle forenmitglieder!
ich bin schon einige zeit in diesem forum angemeldet und habe noch einige fragen bezüglich
der auswanderung nach brasilien.
meine freundin (brasilianerin mit deutschem paß- lebt seid über 20 jahren in deutschland) und ich
beabsichtigen 2009 nach brasilien auszuwandern. wir haben dort sehr gute kontakte durch die familie meiner freundin.
unser ziel ist rio grande do sul und dort porto alegre oder passo fundo. wir waren dort schon oft in urlaub und es gefällt uns dort sehr gut, zumal die klimatischen verhältnisse sehr angenehm sind.
wir lesen sehr viel in diesem forum und kommen aus dem staunen nicht heraus wennns ums auswandern nach brasilien geht. im speziellen um die benötigten finanziellen mittel um ein 'erträgliches' leben in brasilien zu führen.
erträglich ist dabei sicherlich von mensch zu mensch sehr unterschiedlich, aber wenn ich hier lese das zu einem halbwegs erträglichen leben in brasilien 5000 reais notwendig sind, so bin ich doch sehr erstaunt.
uns stehen monatlich, ohne in brasilien arbeiten zu müssen, 1300 euro zur verfügung, das entspricht ca. 3250 reais. ich gehe davon aus das dies für eine normale lebensführung in brasilien ausreicht. es handelt sich um bu-renten die ich beziehe. nun noch einige fragen:
ich möchte in deutschland mein konto bei der dresdner bank behalten und in brasilien über das geld verfügen. das müsste eigentlich über geldautomaten möglich sein. hier wäre ich über vorschläge sehr dankbar.
(wir haben bereits ein konto in brasil)
da wir beabsichtigen in brasilien zu heiraten, dürfte die dauerhafte aufenthaltsgenehmigung doch kein problen sein, oder ?
ich möchte meine deutsche staatsangehörigkeit behalten, zumal dies für mich bezüglich der renten sehr wichtig ist.
das wärs im groben und ich wäre für tips zur weiteren planung unseres vorhabens sehr dankbar.

nochwas am rande : ich lese immer wieder über die hohen kosten von mietwohnungen oder häusern in brasilien.
wir waren im januar in brasil und ich habe mich mal genauer umgeschaut. für ein haus ca. 130 qm in ibiruba (rio grande do sul) wurden im schnitt 350 - 400 reais verlangt. hinzu kommen die kosten für strom und gas sowie wasser etc. diese sind mit ca. 130 euro zu beziffern.
es grüßt ganz herzlich
antonia und detlef
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Re: Einige Fragen bzgl. Auswandern

Beitragvon donesteban » Mo 5. Mai 2008, 11:02

Detlefnbg hat geschrieben:erstmal ein herzliches hallo an alle forenmitglieder!
Ja, dann mal ein Hallo zurück an Euch.
Detlefnbg hat geschrieben:... und kommen aus dem staunen nicht heraus wennns ums auswandern nach brasilien geht. im speziellen um die benötigten finanziellen mittel um ein 'erträgliches' leben in brasilien zu führen. ...
Das geht mir ähnlich und deckt sich auch nicht meinen Erfahrungen (Recife/Nordosten). Ich wurde schon belehrt, dass Sao Paulo nicht mit Recife vergleichbar wäre und dabei sind auch in etwa 5.000 Reais als Minimum erwähnt worden, die man dort wohl haben muss. Aus Gesprächen mit Einheimischen, die in Sao Paulo leben, schließe ich jedoch, dass man auch mit wesentlich weniger z.B. 2.000 bis 3.000 Reais anständig leben und wohnen kann. Mit Euren 3.250 Reais kommt ihr sicherlich gut zurecht, wenn man nicht unbedingt den ganzen Tag in Kneipen sitzt, die 7,50 für ein Bier verlangen. Und wenn es Dir als Rentner langweilig wird, kannst Du vielleicht noch ein paar Reallos dazu verdienen.
Detlefnbg hat geschrieben:... ich möchte in deutschland mein konto bei der dresdner bank behalten und in brasilien über das geld verfügen. das müsste eigentlich über geldautomaten möglich sein. hier wäre ich über vorschläge sehr dankbar. ...
Mache es doch genau so, wie Du schreibst. Ich würde mich über einen guten Online-Zugang kümmern. Schaue Dir das TAN-Verfahren an. Es wäre lästig, wenn man sich TAN-Blöcke aus DE nachschicken/faxen lassen müsste. Ich habe ein Konto mit TAN-Blöcken und ein Geschäftskonto mit einem TAN-Generator. Da gehen die TANs nicht aus. Wenn die Kreditkarte einmal nicht ausreicht, könntet Ihr vermutlich über die Banco do Brasil in Frankfurt auch was nach Brasilien überweisen. Habe keine eigene Erfahrung. Es gibt aber Threads zu diesem Thema.
Detlefnbg hat geschrieben:... nochwas am rande : ich lese immer wieder über die hohen kosten von mietwohnungen oder häusern in brasilien.
wir waren im januar in brasil und ich habe mich mal genauer umgeschaut. für ein haus ca. 130 qm in ibiruba (rio grande do sul) wurden im schnitt 350 - 400 reais verlangt. hinzu kommen die kosten für strom und gas sowie wasser etc. diese sind mit ca. 130 euro zu beziffern. ...
Wow, das klingt wirklich sehr günstig. In einem armen bis mittleren Bairro in Recife zahlt man für ein kleines Casa Popular so ab 200 Reais pro Monat. So ab 400 bis 600 bekommt man in mittleren Bairros etwas Bewohnbares. Aber 130 qm glaube ich nicht. Habe nie die qm erfragt, weil eh keiner weiß, was qm sind ;-) Ein Bekannter von mir wohnt in Sao Paulo für 600 mit Frau und Kind. War nie dort, aber so wie ich ihn kenne, wohnt er weder super schick noch "favelamäßig". Und ca. 50% für Wohnung ist bei uns eigentlich auch Gang und Gebe.
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Re: Einige Fragen bzgl. Auswandern

Beitragvon Trem Mineiro » Mo 5. Mai 2008, 16:26

Oi Detlev
Ich habe 10 Jahre in Belo Horizonte gelebt, bin derzeitig in D und gehe als (jugendlicher) Frührentner mit meiner brasilianischen Frau bald wieder nach Belo zurück. Belo ist sicherlich auch mittlere Preisklasse und nicht so teuer wie SP oder RJ. Wir haben das mit dem erforderlichen Geld mal so durchgerechnet und würden auch die 5.000 (R$) so als Mindestbetrg ansetzten. über +/- 1000 will ich auch gar nicht reden, dass hängt von den persönlichen Lebensansprüchen ab und Geld was nicht da ist, kann man eben nicht ausgeben.
Wir sehen eine große Position in der Krankenversicherung (Plano Saude), den man im Alter nicht grade günstig bekommt und es soll ja mehr als eine Mindestversorgung sein, man wird ja nicht gesünder und daszu braucht man eine Reserve, weil auch eine gute Versicherung nicht alles zahlt. Dazu kommen Kosten für Auto, TV, Internet etc. wenn man da nicht Low Level Standards ansetzt, kostet das alles. Heimreisen fallen wohl nicht an?
Das mit den 3.000 Reais hätte ich vor 5 Jahren auch noch angesetzt, da hatte man bei gleichen €-Einkommen jedes Jahr mehr Reais in der Tasche und die Preise stiegen moderat. Heute bekomme ich für die 2.000 US$, die man für ein Rentnervisum brauchte genug für die Basiskosten. Und die Preise steigen ständig, um immer grade für das, was ich konsumiere. Da nützt mir die Statistik wenig, die mir eine niedrige Inflation vorgaukelt. Aber wer zu zweit in D mit 1.300 Euro auskommt, wird wohl auch in B auskommen. Deine BU-Rente ist in Brasilien zumindest steuerfrei, normale Rente nicht unbedingt.

Gruß

Manfred
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Re: Einige Fragen bzgl. Auswandern

Beitragvon donesteban » Mo 5. Mai 2008, 16:45

Manfred, was kostet denn eine Krankenversicherung Pi mal Daumen, wenn man, sagen wir mit 50 eintritt? Ich habe meine in DE schon über 10 Jahre, zahle knappe 300,00 Euronen, 4 Beiträge zurück, wenn kein "Schaden" eintritt und 1.200 Euro Selbstbeteiligung. Deckung weltweit, versteht sich. Würde sich für mich in ein paar Jahren der Wechsel auf eine Versicherung in BRA vielleicht rentieren, falls ich dann wirklich meistens dort wäre? Hast Du da Erfahrung?
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Re: Einige Fragen bzgl. Auswandern

Beitragvon Trem Mineiro » Mo 5. Mai 2008, 19:11

Oi Spanier
Meine erste deutsche Frau hat bei Eintritt mit 50 ohne Gesundheitsprüfung so um die 550 Reais bezahlt, würde aber, das sich das ja auch erhöht hat heute sicherlich um die 600 kosten. Für's Ehepaar wird es dann sicherlich nicht das Doppelte sein oder vielleicht doch.
Bei deiner deutschen Versicherung mit weltweiter Deckung bin ich immer misstrauisch, gilt die auch weltweit, wenn du länger als 90 Tage in Brasilien bist, bzw. wenn du dich offiziell nach dort abmeldest. Und hast du dann deinen vollen Ansprüche, wenn du in D in Urlaub bist und dort ernsthaft krank wirst. Das ist sicherlich mal interessant zu wissen.
Auch die teueren Planos Saude in Brasilien bieten keinen Rundumschutz.

Gruß

Manfred
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Re: Einige Fragen bzgl. Auswandern

Beitragvon Urubu » Mo 5. Mai 2008, 21:21

Also ich lebe in Brasilia und denke schon das man mit 3000-3500 auskommen kann.
Allzu grosse Spruenge kann man damit zwar nicht machen, aber zum vernuenftigen Leben sollte es alle mal reichen!

Aber in D kann man davon ja auch nicht grad in Saus und Braus leben!

Und eine gute Krankenversicherung musst Du schon mit ca 800Reais fuer beide veranschlagen!

Lg Klaus
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Re: Einige Fragen bzgl. Auswandern

Beitragvon donesteban » Mo 5. Mai 2008, 22:17

Trem Mineiro hat geschrieben:... Bei deiner deutschen Versicherung mit weltweiter Deckung bin ich immer misstrauisch, gilt die auch weltweit, wenn du länger als 90 Tage in Brasilien bist, bzw. wenn du dich offiziell nach dort abmeldest. Und hast du dann deinen vollen Ansprüche, wenn du in D in Urlaub bist und dort ernsthaft krank wirst. Das ist sicherlich mal interessant zu wissen. ...
Erst mal Danke für die Info und japp, genau darüber rätsle ich auch. Habe mir bereits vorgenommen, mal das Kleingedruckte zu studieren. Irgendwie schiebe ich das seit Monaten vor mir her. Noch ein Punkt, den ich hier veröffentlichen sollte, wenn ich es überprüft habe und das muss ich vor Oktober schaffen.
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Re: Einige Fragen bzgl. Auswandern

Beitragvon dinho1199 » Di 6. Mai 2008, 00:52

Solange du in D gemeldet bist und nicht mehr als 180 Tage im Jahr im Ausland verbringst gilt deine private KV auch weiterhin. Ansonsten müsstest du dann in Brasilien eine abschließen.
Diskutiere nie mit einem Idioten. Erst zieht er dich auf sein Niveau herab und dann schlägt er dich mit seiner Erfahrung.
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Re: Einige Fragen bzgl. Auswandern

Beitragvon Detlefnbg » Di 6. Mai 2008, 07:59

hallo,
erstmal herzlichen dank für eure antworten.
ich muss da noch was korregieren da ich mich in meiner ersten fragestellung
undeutlich ausgedrückt habe.
wir besitzen ein haus in ibiruba und würden dieses event. verkaufen um in passo fundo ein neues zu kaufen. aber das ist noch nicht sicher , da der großteil der verwandschaft in der nähe von ibiruba lebt. da ihre geschwister alle landwirtschaft
betreiben würden wir natürlich ;-)) davon profitieren in ibiruba zu bleiben.
ich persönlich finde es auch ganz gut 'von der familie aufgefangen zu werden '.
(bitte nicht missverstehen) hier geht doch einiges leichter. tja - das sind unsere momentanen voraussetzungen und da sieht es bestimmt etwas besser mit den 3250 reais aus.
aber für mich stellen sich noch weitere fragen und ich hoffe ich bin nicht zu aufdringlich.
wir planen nächstes jahr in ibiruba zu heiraten. ich möchte meine deutsche staatsbürgerschaft behalten aber eine dauerhafte aufenthaltsgenehmigung
bekommen. der bürgermeister von ibiruba (ein persönlicher freund ) hat uns zwar
hilfe zugesagt, aber ich möchte mich vorher informieren welche schwierigkeiten auf mich zukommen könnten.
antonia hat zur zeit beide staatsangehörigkeiten und möchte ihre deutsche auch dauerhaft behalten, da sie ihre hier erlangten rentenansprüche nicht aufgeben möchte. weiterhin möchte sie wieder als lehrerin in brasilien arbeiten da sie lehramt in
brasilien studiert hat.
lg
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Re: Einige Fragen bzgl. Auswandern

Beitragvon donesteban » Di 6. Mai 2008, 21:09

Detlefnbg hat geschrieben:... ich möchte meine deutsche staatsbürgerschaft behalten aber eine dauerhafte aufenthaltsgenehmigung
bekommen. ...
Ich sehe keine Probleme, nur eben die üblichen Behördengänge.
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