Einladungsschreiben für einen 3-Monatsbesuch

Tipps und Fragen von Auswanderungswilligen und Leuten, die es schon in Brasilien geschafft haben / Wirtschaftliche Unabhängigkeit

Re: Einladungsschreiben für einen 3-Monatsbesuch

Beitragvon Ollie_1984 » So 6. Okt 2013, 14:55

Ahh sehr cool, gut zu wissen, danke! Natürlich ist es besser wenn sie deutsch spricht, aber es ist gut zu wissen, dass man keine Angst haben muss, abgeschoben zu werden!

Ja diesen Integrationstest gibt es noch! Ich habe letzte Woche mit einer Bekannten gesprochen die von den Philippinen kommt. Sie lebt seit ca. 19 Jahren, verheiratet mit 2 Kindern, hier. Sie spricht sehr gut deutsch und hat auch bereits eine Ausbildung hier absolviert. Sie musste letztes Jahr nochmal den Integrationstest machen...
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Re: Einladungsschreiben für einen 3-Monatsbesuch

Beitragvon Brazil53 » So 6. Okt 2013, 15:25

Mal ein paar Begriffe erklären.
Eine Duldung bekommen nur Ausländer welche das Land verlassen müssen, aber im Moment noch nicht können.

Mit der Heirat eines Deutschen ist die Familienzusammenführung praktisch vollzogen. Darum hat deine Frau den Anspruch auf eine Aufenthaltserlaubnis.

Sie wird zuerst befristet. Bei manchen Paaren erst einmal auf ein Jahr, andere bekommen gleich 2 Jahre oder 3 Jahre Befristung. Danach wird die Aufenthaltsgenehmigung in eine unbefristete Niederlassungserlaubnis umgewandelt. 3 Jahre sind es bei Ehegatten von deutschen Staatsbürgern, andere müssen 5 oder 7 Jahre warten bis sie einen unbeschränkten Aufenthalt in Deutschland bekommen.

Das bedeutet in der Praxis, dass nach der Hochzeit ein ausländischer Partner 2 Jahre mit dem Ehemann zusammenleben muss, um in Deutschland bleiben zu können. Wenn man nach sich nach zwei Jahren trennt und die Scheidung einreicht, dann folgt ja noch das Trennungsjahr.
Danach ist der Partner 3 Jahre mit einer Befristung in Deutschland und hat ein Bleiberecht.

Ich habe es schon mehrfach erlebt, dass eine große Liebe ganz plötzlich nach exakt zwei Jahren endete und der Partner sich mit dem Trennungsunterhalt auf eigene Füße stellte. Danach lebte "Mann oder Frau" völlig unabhängig in Deutschland.
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Re: Einladungsschreiben für einen 3-Monatsbesuch

Beitragvon amazonasklaus » So 6. Okt 2013, 15:48

cabof hat geschrieben:glaube nicht den Unkenrufen, das Du bis ans Lebensende fuer die geschiedene Holde Unterhalt zahlen musst, - das stimmt so nicht mehr.... googele mal rum.

Keine Ahnung, ob's stimmt, aber bei einem Bekannten ist das seiner Aussage nach tatsächlich so. Ist ein ähnlicher Fall wie beim TE: Braut aus Brasilien importiert, wo sie berufstätig war. Bei der Scheidung wurde u.a. argumentiert, dass sie der Heirat zuliebe ihr eigenes Einkommen aufgegeben musste. Zwar wurde der Scheidungsunterhalt trotzdem auf einige Jahre befristet, aber da sie wegen unzureichender Deutschkenntnisse keinen adäquaten Job findet und somit auf Sozialhilfe abrutschen würde, muss der Typ nun endlos weiter zahlen. Er hofft, dass sie irgendwann wieder heiratet.
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Re: Einladungsschreiben für einen 3-Monatsbesuch

Beitragvon Ollie_1984 » So 6. Okt 2013, 15:52

jetzt mal ganz blöd gefragt, wie hoch ist denn so ein Trennungsunterhalt (wieviel Prozent vom Einkommen? oder wonach richtet sich dieser) und kann man sich dagegen schützen (wahrscheinlich nicht oder)? Soetwas kann man ja nicht im Ehevertrag regeln/festhalten!
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Re: Einladungsschreiben für einen 3-Monatsbesuch

Beitragvon Brazil53 » So 6. Okt 2013, 18:03

Also den Trennungsunterhalt kann man nicht mit Verträgen ausschließen, er steht dem schlechter gestellten Partner gesetzlich zu.
Der Trennungsunterhalt wird bis zur rechtskräftigen Scheidung bezahlt.

Es gibt Berechnungsformeln, welche auch fiktive Einkommen oder Mietersparnis usw. berechnen. Über den Daumen rechnet man 3/7 deines Einkommens. Wenn du 3000 Euro hast, dann bezahlst du zwischen 1300 und 1500 Euro Trennungsunterhalt.

Danach gibt es den nachehelichen Unterhalt. Das ist aber gesondert zu vereinbaren, oder im Streitfall gerichtlich zu regeln. Bei kurzer Ehe bis zu 2 Jahren brauchst du im Regelfall nichts weiter zu bezahlen. Bis zu drei Jahren ist es eine Einzelfallentscheidung. Nach drei Jahren ist es keine kurze Ehe mehr und es kann unter Umständen weiter Unterhalt anfallen.

(das ist keine anwaltliche Beratung und ich übernehme keine Haftung, wenn doch noch andere Kosten bei einer Trennung entstehen.) :mrgreen:
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Re: Einladungsschreiben für einen 3-Monatsbesuch

Beitragvon Alexsander » So 6. Okt 2013, 19:06

Hi,

zum Aufenthaltsrecht von verheirateten Ausländern aus Drittstaaten ist am 01.07.2011 eine Änderung eingetreten. Es geht um die sogenannte Ehebestandszeit. Trennt man sich nach 2 Jahren ist das Bleiberecht verwirkt; auch wenn man sich noch in der Ehe befindet, wenn man getrennt ist.

http://www.anwalt24.de/beitraege-news/fachartikel/aufenthaltsrecht-die-verlaengerung-der-ehebestandszeit-von-2-auf-3-jahren-was-passiert-mit-altfaellen

Damit sollen sogenannte Scheinehen erschwert werden. Im übrigen kann ich nur sagen, dass die Frau meines Kumpels in Deutschland, trotz Ehe, nach 3 Monaten ausreisen musste. Die beiden haben allerdings in Brasilien geheiratet.
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Re: Einladungsschreiben für einen 3-Monatsbesuch

Beitragvon Itacare » So 6. Okt 2013, 20:58

Ollie_1984 hat geschrieben:jetzt mal ganz blöd gefragt, wie hoch ist denn so ein Trennungsunterhalt (wieviel Prozent vom Einkommen? oder wonach richtet sich dieser) und kann man sich dagegen schützen (wahrscheinlich nicht oder)? Soetwas kann man ja nicht im Ehevertrag regeln/festhalten!


Also ich hatte da einen absoluten Pflegefall. Konnte nicht schwimmen, konnte nicht Radfahren, sprach kein Deutsch, geschweige denn bayrisch. :mrgreen:
Kümmere Dich um Deine (zukünftige) Frau.
Integriere sie, bei Freunden, Bekannten und in der Familie. Kein „vielleicht“, sondern „das ist sie“ und basta.
Sie muss spüren, dass Du hinter ihr stehst, und wenn Du das ernst meinst, wird sie das.
Alle Unkenrufe werden von euch abprallen wie ….. lästige Fliegen.
Durchziehen, Verstand- und Selbstvertrauen, Ende. Trennung? Wenn es die richtige ist - gaaaanz ferne Theorie.
Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen.
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Re: Einladungsschreiben für einen 3-Monatsbesuch

Beitragvon cabof » Mo 7. Okt 2013, 03:19

Was ihr schreibt ist in Teilen schon richtig, letztendlich ist der Richterspruch massgebend - und wie bei der Justiz so ueblich, faellt dieser unterschiedlich aus. Es gibt da die Duesseldorfer Tabelle und andere Parameter - mein Fall ist der: BR Mann ist Witwer geworden, ueber 15 Jahre in DE gelebt, kaum Sprachkenntnisse, keinen Kurs bestanden - was er letztendlich als Witwer bekommen hat: einen Aufenthaltstitel
in Form einer Plastikkarte und die besagt, er darf nicht laenger als 6 Monate ausserhalb DE resp. Schengen
sein, dann ist Feierabend in DE - auch nach 15 Jahren Ehe... kaum zu verstehen, seine Witwerrente ist der andere Knackpunkt, sie liegt unterhalb des ¨Satzes¨ und waere somit ¨Aufstocker¨ geht auch nicht - letztendlich hat er sich entschieden nach BR zurueckzukehren... das ist mein Fall.
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Re: Einladungsschreiben für einen 3-Monatsbesuch

Beitragvon Frankfurter » Mo 7. Okt 2013, 06:46

Also OLLIE

jetzt mal Schluss mit den ganzen miesen Ideen. !!

Das Leben ist nun mal ein Risiko, No Risk NO Fun !! Ich glaube hier im Forum mal gelesen zu haben, dass 50 % aller "Zusammenführungen" von Br. und D gut gehen. Wieso sollst Du nicht zu den Gewinnern gehören.

So wie Du Dich bisher hier im Forum darstellt, traue ich Dir voll zu, dass Du so viel Feingefühl hast, Deiner zukünftigen Frau gute Voraussetzungen zu bieten, dass Ihr glücklich werdet.
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Re: Einladungsschreiben für einen 3-Monatsbesuch

Beitragvon cabof » Di 8. Okt 2013, 22:43

Offtopic - oder aktuell...... lasst eure Holde nicht über Madrid einreisen..... zahlt ein paar Euros mehr bis Frankfurt. Heute hatte ich etwas Zeit mir dieses Spektakel anzusehen... gleich am Gate standen diese "Franco Ära Schergen" dort und zogen die BR aus der Reihe der Ankommenden..... etwas agresiv wie ich fühlte, sehr traurig zu sehen, meist dunkelhäutige.... kaum auszudenken wenn die Policia Federal in Brasilien auch so agieren würde. Na ja, Hauptsache die Salafisten dürfen in Schengen-Europa tun und lassen was sie
wollen....
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