Einstellungskriterien für Putzfrauen (Faxi´s)

Allgemeine Fragen & Tipps über alles, was dem Gringo in Brasilien passieren kann

Re: Der übliche Fehler aller Europäer

Beitragvon Chata » Di 13. Sep 2005, 23:12

Jorginho hat geschrieben:
Bagi hat geschrieben:
Chata hat geschrieben:Eine deutsche Verkäuferin steht sich gut 8 Stunden die Beine in den Bauch und geht - wenn sie Glück hat - mit 700 - 800 Euro nach Hause. Davon zahlt sie Miete, Kleidung, Essen, Transport etc. Was bleibt ihr wirklich zur freien Verfügung übrig? Bestimmt keine 100 Euro.

....Was bekommt sie als Empregada: Kost und Logis, Arbeitskleidung und nimmt Ende des Monats 100 Euro mit...


Seit langem das Dümmste was ich in diesem Forum gelesen habe...


So hart würde ich es nicht sagen, aber die Rechnung stimmt auch für mich hinten und vorne nicht. Selbst mit einem Dumping-Stundenlohn von 6 Euro (und da müßte die Verkäuferin ja schon Pech und nicht Glück haben) käme sie schon auf 775 Euro netto. Dazu kämen dann aber auch noch staatliche Unterstützungen wie Wohngeld. Außerdem scheint die brasilianische Empregada überhaupt kein Privatleben zu haben oder wie erklärt es sich, daß sie bis zum Monatsende keinen Centavo von ihrem Geld ausgeben mußte?

Dann rechne es selber aus. Eine ungelernte Verkäuferin bei Minmal oder HL in München bekommt um die 1000 Euro Brutto im Monat. Wenn sie ledig ist, bleiben ihr um die 800 Euro übrig. http://www.n-heydorn.de/gehaltsrechner.html
Wenn Sie Glück hat, bekommt Sie Wohngeld oder hat Anspruch auf eine Sozialwohnung. Mit Nebenkosten etc. kommt sie auf ca. 400 Euro nur für die Miete. Dann muss sie noch Telefon, Monatskarte, Essen, Trinken, Kleidung bezahlen. Meinst sie hat 100 Euro zum verprassen übrig?
Geh mal in Deutschland zu essen. Selbst in unserer kleinen Dorfkneipe kommst nicht unter 15 Euro pro Person weg. Und dabei hast nur Hauptgericht und 2 Bier gehabt.
Ich will damit nicht behaupten, dass es ihr genau so schlecht geht wie einer domestica in Brasilien. Nur wenn man die Systeme vergleicht, ist domestica für jemand ohne Ausbildung in Brasilien auch kein schlecht bezahlter Job.
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Beitragvon Lemi » Di 13. Sep 2005, 23:15

Chata hat geschrieben:Wäre es besser sie hätte gar keine Arbeit oder sie würde in eines der Bordelle arbeiten und sich von widerlichen Touristen für ein paar Dollars besteigen lassen?


Oh Gott Chata, hast du noch nicht bemerkt, dass 99% aller Garotas de Programa von Brasilianern und nicht von ausländischen Touristen bestiegen werden ? Klischees, Klischees ..................

Chata hat geschrieben:Eine Haushaltshilfe bekommt mehr als 100 im Monat - schließlich hat sie eine Schlafstelle mit eigenem Bad, Essen und Arbeitskleidung. Was müsste sie verdienen, um das selbst zu bezahlen? Und wer zahlt den Transport von und zur Arbeitsstelle? Oder kostet das dem Arbeitgeber nichts? Das fällt doch alles weg, wenn sie als Haushaltshilfe arbeitet. Also nimmt sie ihre 100 oder was auch immer netto mit.


Nur so zur Info: die wenigsten Faxis schlafen bei ihrem AG. Diese Regel gilt eher für Babás. Und bitte tue mir einen Gefallen: Tu nichts so als wären 100 R$ ein Batzen Geld. Ich garantiere dir, dass man davon nur sauschlecht leben kann.


Chata hat geschrieben:Du vergleichst 2 Systeme, die in der Form nicht vergleichbar sind. Ich kann über brasilianische Arbeitgeber nicht mitreden, weil ich diese nicht kenne. Aber ich kann mich nicht erinnern, dass meine Eltern unsere Mädelz jemals respektlos behandelt hätten. Ich kenne aber genügend Fälle, wo gerade deutsche Arbeitgeber gar keinen Respekt gegenüber ihre Angestellten kennen und dies auf sehr raffinierte Art und Weise ausspielen, insbesondere dann wenn sie nicht deutsch sind.


Brasilianische AG behandeln ihre Angestellten mit Sicherheit rücksichts- und respektloser als Deutsche. Ein Deutscher sieht in der Hausangestellten immer noch einen Menschen, ein Brasilianer "hält" sich eine Angestellte ............ mehr brauch ich ja wohl nicht zu sagen.

Chata hat geschrieben:Wenn es in Brasilien keine Pflicht gibt seine Haushaltshilfe zu registrieren, dann ist es schon ein Problem. Bei uns bekommen die "Cesantía", das sind 3 Monatsgehälter + den Urlaub anteilsmäßig ausbezahlt. Wenn man das nicht bezahlt, kann die vor Gericht gehen. Und Gerichte sind für "Arme" kostenlos, weil die Kosten der Arbeitgeber bezahlen muss. Das dieser Prozess sowieso vom Arbeitgeber verloren wird, ist eigentlich klar, oder?


Dieses Kapitel verstehe ich nicht, denn erstens gibt es eine Pflicht Faxis zu registrieren und zweitens beträgt das Aviso previo nur 1 Monatsgehalt + anteilmässig 13. Gehalt und Urlaubsgeld. Cesantia ? ......... nie gehört !


Chata hat geschrieben:Dann nenne doch besseren die Alternativen! Wo sind sie? Auch in Deutschland gibt es für Leute ohne Ausbildung keinen Managerjob. Nicht mal als Bürohilfe kannst hier ohne Ausbildung arbeiten. Also bleiben Hilfskraft im Supermarkt oder .... putzen gehen. (ok, dann kannst Dich "Raumpflegerin" schimpfen.)


Die beste Alternative wäre, wenn der Staat seinen Bürgern ein anständiges Bildungssystem anbieten könnte. In Deutschland ist das noch der Fall. In Brasilien ist das Bildungssystem zweigeteilt: Es gibt die öffentlichen Schulen für Arme und die Privatschule für Reiche. Dreimal darfst du raten, wo die Qualität besser ist. Gleiches Recht auf Bildung für alle wäre m.E. ein nicht unwichtiger Fortschritt für soziale Gerechtigkeit in Brasilien.
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Beitragvon supergringo » Mi 14. Sep 2005, 08:50

Chata hat geschrieben:Wäre es besser sie hätte gar keine Arbeit oder sie würde in eines der Bordelle arbeiten und sich von widerlichen Touristen für ein paar Dollars besteigen lassen?
Auch die unteren und mittleren "mittleren" Angestellt(inn)en lassen sich oft genug für ein paar Reais besteigen, weil das jämmerliche Gehalt nicht ausreicht.

Chata hat geschrieben:Ich weiß nicht was daran verwerflich sein sollte, eine Haushaltshilfe zu haben. Es kommt fast wie Sklavenhandel rüber.
Ist es in vielen Fällen auch in Brasilien. Und so, wie Du anfangs argumentiert hattest, klang durch, dass Du das nicht anders handhaben wirst, wenn auch scheinbar aus - sagen wir mal etwas geschönt - mangelndem Bewusstsein.

Wie kamst Du eigentlich zu Deinem Spitznamen?
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Beitragvon Chata » Mi 14. Sep 2005, 09:24

nun, keiner von Euch hat mir bisher echte Arbeitsalternativen genannt. Welche Möglichkeiten hat in Brasilien ein Mensch ohne Bildung eine andere Arbeit zu finden?
Plantagen? Fabriken? Alles ebenfalls für den Salario mínimo. Dafür haben sie mindestens genau so "schlechte" Arbeitsbedingungen wie als Haushaltshilfe, oder?
Und ich habe nie behauptetet, das 100 R$ eine Menge Geld wären. Nur zwischen Arbeit in der Plantage oder Fabrik und Haushaltshilfe, würde ich die Haushaltshilfe wählen.
Die Mädelz von meinen Eltern sind in der Regel zwischen 5 und 10 Jahren bei uns geblieben. Die haben auch bei uns gewohnt und sie kamen oft aus dem Amazonasgebiet. Meine Mutter hat ihnen alles beigebracht, von Körperhygiene, Kochen bis hin zum Geldsparen. Keine ist "arm" von uns gegangen. Alle hatten über die Jahre für ihre Verhältnisse eine schöne Summe Geld angespart, mit der sie sich später ein kleines Häuschen in ihrer Heimat kaufen konnten. Und alle kommen immer noch hin und wieder zu Besuch. So schlecht können sie also nicht behandelt worden sein, oder?

Wie macht ihr das mit Euren Haushaltshilfen? Schickt ihr sie in die Schule? Zahlt ihr ein Gehalt von dem sie sich eine adequate Wohnung, Kleidung und Essen leisten können?


@lemi
Wenn Du in Kolumbien deine Haushaltshilfe entläßt oder sie von selbst geht, das spielt keine Rolle, denn sie wird immer behaupten, Du hättest sie entlassen, dann zahlst du Preaviso ( 1 Monatsgehalt) + Cesantía = Arbeitslosengeld (3 Monatsgehälter) + den anteiligen Urlaub + Seguridad Social für die 3 Monate cesantía. Eine Haushaltshilfe geht also immer mit mindestens 4 Monatsgehälter.
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Beitragvon supergringo » Mi 14. Sep 2005, 10:02

Chata hat geschrieben:nun, keiner von Euch hat mir bisher echte Arbeitsalternativen genannt.
Du hast die derzeitige Alternative selbst benannt: Prostitution.

Und den springenden Punkt hast Du auch erkannt. Fehlende Bildung. Nur, warum fehlt sie. Schon mal darüber nachgedacht?
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Beitragvon Chata » Mi 14. Sep 2005, 10:28

supergringo - fehlende Bildung führt nicht zwangsläufig zur Prostitution.
Gerade in Ländern mit hoher Tourismusquote ist Prostitution normal - Beispiel Thailand. Da kommen die "reichen" Europäer und schmeissen mit den Dollars rum. Nur genau da, sehe ich die Ausbeutung. Das ist in meinen Augen viel verwerflicher als eine Haushaltshilfe zu halten.
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Beitragvon Lemi » Mi 14. Sep 2005, 10:41

Chata hat geschrieben: nun, keiner von Euch hat mir bisher echte Arbeitsalternativen genannt. Welche Möglichkeiten hat in Brasilien ein Mensch ohne Bildung eine andere Arbeit zu finden?


Politiker ........... siehe Lula. :lol:

Mal im Ernst: Es geht hier nicht darum, Alternativen zu suchen, sondern erstens den Grund des Übels beim Namen zu nennen (was ich schon getan hatte: ungerechtes Bildungssystem) und jedem Menschen das Recht einzuräumen, human behandelt zu werden. Daher verstehe ich auch Maninhas Einwände.

Chata hat geschrieben:Plantagen? Fabriken? Alles ebenfalls für den Salario mínimo. Dafür haben sie mindestens genau so "schlechte" Arbeitsbedingungen wie als Haushaltshilfe, oder?


Ja, genau das ist Brasilien. Wir sind hier in keinem tropikalen Paradies ! Ca. 60% der Bevölkerung bekommen Salario minimo. 2% der Bevölkerung hingegen bekommen mehr als 20 Salario minimos pro Monat.

Chata hat geschrieben:Und ich habe nie behauptetet, das 100 R$ eine Menge Geld wären. Nur zwischen Arbeit in der Plantage oder Fabrik und Haushaltshilfe, würde ich die Haushaltshilfe wählen.


Behauptet nicht, aber so getan als ob ! Warum willst du nicht in Plantagen oder Fabriken arbeiten ? Ist dir das etwa zu schmutzig ? Ich habe beides schon gemacht und lebe immer noch. Zur Not würde ich auch als Faxi oder Caseiro arbeiten, wenn es nötig wäre. Das sind in Brasilien ganz normale Jobs. Die Unfairness geht vom AG bzw. der Sozialpolitik der Regierung aus.

Chata hat geschrieben:Die Mädelz von meinen Eltern sind in der Regel zwischen 5 und 10 Jahren bei uns geblieben. Die haben auch bei uns gewohnt und sie kamen oft aus dem Amazonasgebiet. Meine Mutter hat ihnen alles beigebracht, von Körperhygiene, Kochen bis hin zum Geldsparen. Keine ist "arm" von uns gegangen. Alle hatten über die Jahre für ihre Verhältnisse eine schöne Summe Geld angespart, mit der sie sich später ein kleines Häuschen in ihrer Heimat kaufen konnten. Und alle kommen immer noch hin und wieder zu Besuch. So schlecht können sie also nicht behandelt worden sein, oder?


Warum musstet ihr die Faxis aus dem Amazonas einfliegen lassen ? Waren euch die örtlichen Fachkräfte etwa zu "anspruchsvoll"? Anscheinend ja, denn laut deiner Aussagen konnten sie ja rein gar nichts (ausser vielleicht fischen und auf Bäume klettern).

Eure Faxi muss total abgeschottet gelebt haben, wenn sie sich anschliessend soviel leisten konnte. Oder sie hatte einen Nebenjob !? War sie denn abends immer zu Hause ?

P.S.: Meine Schwager haben auch keine Ausbildung, aber waren sehr schnell reich .................. denk mal an die Illegalität !

Chata hat geschrieben:Wie macht ihr das mit Euren Haushaltshilfen?


Wir lassen sie arbeiten. Novelas gucken darf sie aber nicht.

Chata hat geschrieben:Schickt ihr sie in die Schule? Zahlt ihr ein Gehalt von dem sie sich eine adequate Wohnung, Kleidung und Essen leisten können?


Du wirst lachen. In B.H. besuchen tatsächlich viele Faxis die Abendschule, um wenigstens ihren 1. Grau nachzuholen. Nennt sich hier Supletivo und ist kostenlos für Faxis.

Adequates Gehalt ? Genau, ein für Brasilien adequades Gehalt + SV.

Chata hat geschrieben:@lemi
Wenn Du in Kolumbien deine Haushaltshilfe entläßt oder sie von selbst geht, das spielt keine Rolle, denn sie wird immer behaupten, Du hättest sie entlassen, dann zahlst du Preaviso ( 1 Monatsgehalt) + Cesantía = Arbeitslosengeld (3 Monatsgehälter) + den anteiligen Urlaub + Seguridad Social für die 3 Monate cesantía. Eine Haushaltshilfe geht also immer mit mindestens 4 Monatsgehälter.


Ja dann ist das in Kolumbien eben anders. Wir sprachen hier bisher immer von Brasilien. Eine Faxi wird im Regelfall mit "Aviso previo sem justa causa" entlassen. Das ist für sie der günstigste Fall,wonach sie das bekommt, was ich oben beschrieben habe. Falls jemand aber "com justa causa" entlassen will, braucht er nichts mehr zu zahlen. Anlässe, wie z.B.Diebstähle oder Unpünktlichkeit und Nichterscheinen gäbe es zur Genüge, aber i.a. wird trotzdem "sem justa causa" entlassen, sozusagen als letzte soziale Hilfestellung.
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Beitragvon supergringo » Mi 14. Sep 2005, 10:56

Chata hat geschrieben:supergringo - fehlende Bildung führt nicht zwangsläufig zur Prostitution.
Du willst es wohl nicht verstehen? Viel zu viele haben die "Wahl", sich mit Jobs als domestica, motorista oder sonstigen Sklavenjobs (hauptsächlich auch in Bezug auf gesellschaftlichen Status, Rechten und Respekt) mehr schlecht als recht über Wasser zu halten, oder einen anderen Weg zu gehen, der scheinbar leichter und mehr Geld einbringt. Prostitution und Kriminalität.

Chata hat geschrieben:Gerade in Ländern mit hoher Tourismusquote ist Prostitution normal - Beispiel Thailand.
Eben aus vorgenannten Gründen. Wie auch z.B. in Brasilien.

Chata hat geschrieben:Da kommen die "reichen" Europäer und schmeissen mit den Dollars rum. Nur genau da, sehe ich die Ausbeutung.
Du weisst es vielleicht nicht, aber unterschlage bitte nicht die nicht gerade unbedeutende sexuelle Ausbeutung der oft minderjährigen Hausangestellten durch Mitglieder der Arbeitgeberfamilie ... Mach Dir nichts vor. Die Prostitution in Brasilien ist nicht mit den Touristenströmen aus Bewohnern der nördlichen Erdhalbkugel begründet, sondern eher umgekehrt ...

Chata hat geschrieben:Das ist in meinen Augen viel verwerflicher als eine Haushaltshilfe zu halten.
Es ist natürlich nicht verwerflich, eine Hausangestellte zu haben. Eine zu halten, dagegen schon!
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Beitragvon Jorginho » Mi 14. Sep 2005, 11:15

supergringo hat geschrieben:Du weisst es vielleicht nicht, aber unterschlage bitte nicht die nicht gerade unbedeutende sexuelle Ausbeutung der oft minderjährigen Hausangestellten durch Mitglieder der Arbeitgeberfamilie ... Mach Dir nichts vor. Die Prostitution in Brasilien ist nicht mit den Touristenströmen aus Bewohnern der nördlichen Erdhalbkugel begründet, sondern eher umgekehrt ...


Nicht nur "eher". Ich bin letztens online über einen Zeitungsartikel aus den 60er Jahren gestolpert, in dem der Autor sich über die absurden brasilianischen Vornamen ausließ. Er schreibt da u.a. " ein Ehepaar in der nordbrasilanischen Stadt Salvador da Bahia nannte seine Tochter wahr und wahrhaftig Prostituta – was sich von selbst ins Deutsche übersetzt." Noch Fragen?

http://www.uni-koeln.de/~arc01/Herr%20Strassenbahn.html
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Beitragvon supergringo » Mi 14. Sep 2005, 11:39

@chata
Ein Vorschlag zur Güte. Lies "Zorn" von Patrick Grainville. Lass die Liebes- und Leidenschaftsgeschichten beiseite, geniesse die exzellenten und facettenreichen Beschreibungen von Rio de Janeiro, Sao Paulo und der Provinz Bahias, und befasse Dich vor allem mit den Personen, deren Gefühlen und Schicksalen aus fast allen Bevölkerungsschichten Brasiliens. Vielleicht verstehst Du dann, woraus der "Zorn" entsteht ... !
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