Einwandern von Brasilien als Verwandte 1.Grades

Alles was man wissen muss, um in Brasilien nicht ins Fettnäpfchen zu treten.....

Re: Einwandern von Brasilien als Verwandte 1.Grades

Beitragvon rossoneri » Di 2. Jun 2015, 16:21

Versteh mich nicht falsch. Ich habe nicht gesagt, dass es mir hier nicht gefällt. Ich bin zufrieden hier, dazu auch gesund und ohne Kinder, d.h. viele Probleme betreffen mich Stand heute auch nicht.

Ich kenne aber wie gesagt viele Leute, die von Deutschland schwärmen als wäre es das Paradies. Ich möchte mich dieser Meinung gar nicht anschließen und finde es oft auch traurig, dass die Leute hier so sehr über das eigene Land schimpfen.

Ich lebe aber gern hier und tat das auch in Deutschland. Wobei ich mir doch eine Heizung im Haus wünschen würde. Ich glaube, der Winter wird lang und kalt :o
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Re: Einwandern von Brasilien als Verwandte 1.Grades

Beitragvon Cheesytom » Di 2. Jun 2015, 23:17

Heizung entfâllt und ich dusche seit ca. 10 Jahren kalt, was meistens lauwarm bedeutet. Im schlimmsten Fall - auch wg. der Mücken - lange Klamotten, Strümpfe und nachts eine Concha, eine Steppdecke.
Gruss aus Maceió, Alagoas
Thomas
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Re: Einwandern von Brasilien als Verwandte 1.Grades

Beitragvon Colono » Mi 3. Jun 2015, 00:52

Ja Rossoneri,

in etwa so sehe ich das auch. Wir leben hier im Vale schon auf einem relativ gehobeneren Niveau und kulturell gesehen, fūhlen wir uns hier schnell heimisch. Ich bin jetzt schon mehr als 12 Jahre hier. Deshalb habe ich extra nachgefragt weil ich meinte du fūhlst dich nicht wohl. Unsere Lebensbedingungen sind meiner Meinung nicht recht viel anders als in Italien, Spanien oder Portugal. Deutschland war mir schon immer etwas zu prūde, zu preussisch und zu autoritär, darum lass ich es mal aussen vor. Ich bin da als Bayer schon zu sehr Sūdländer. Ich kann es einfach nicht ab wenn man Nordeuropa als Referenz und Mittelpunkt der Welt akzeptieren muß. Es gibt genūgend andere lebenswerte und geniale Plätze. Manches finde ich hier sogar besser als in Europa. Die Vielfalt beim Essen und daß du hier fast zu nichts gezwungen wirst. Ausser verständlicherweise Steuern zu bezahlen. Gut, wenn ich aus dem Fenster schaue, ab und zu hab ich noch einen Flashback nach Norditalien und den Schweizer Bergseen.
Jeder der Arbeiten möchte oder eine Geschäftsidee hat, findet doch bei uns relativ schnell einen Job und hat somit sein Auskommen und eine preiswerte Krankenversicherung weil der Arbeitgeber die Hälfte davon ūbernimmt. Ich habe Bekannte welche ein Hotel in Balneário besitzen. Die ganze Familie darunter eine ältere Frau geht zum SUS unserer Prefeitura. So schlecht kann es also nicht sein. Nun wenn man nichts bezahlen braucht muß man halt Abstriche bzw. Wartezeit hinnehmen. Von Nix kommt nix. Zumindest ūber den Jordan gehen lassen sie einen nicht und darauf kommt es an. Jeder hat Anspruch.So etwas kostenfrei in Deutschland umzusetzen, unvorstellbar. Obwohl ich eine PKV die ich mir z. Zt. noch leisten kann habe, sehen mich die Ärzte nur wenn es nicht mehr anders geht. Trotz allem, mit einer Versichertenkarte hat man einfach ein besseres Gefūhl.

Manchmal vergleiche ich meine Jugend (ich komme aus den Geburtenstarken) mit der meines heranwachsenden Filho
Es war damals fūr uns nicht leicht einen Ausbildungsplatz zu finden. Dagegen steht den Jungs und Mädels heute in Brasilien Tūr und Tor offen. Sie brauchen nur auf die Internetseite von Senai gehen und schon können sie sich einen entspechenden Ausbildungsberuf rauspicken. Im Unterschied zu Deutschland haben sie hier in Brasilien Anspruch darauf, jeder wird genommen wenn er frūh genug kommt. Gut momentan sparen sie bei der Bolsa (Bafög) aber das wird sich bestimmt wieder ändern. Ausserdem krieg ich das wie in Deutschland genauso nicht. Trotzdem wūnsche ich mir daß mein Sohn die Schule mit gutem Enem fertig macht. Selbst bei den kostenfreien staatlichen Unis findet man teilweise einfache Zugangsvoraussetzungen vor. Z.B. Elektrotechnik, gesucht, gut bezahlt. Ich bin selber aus dem Fach. Da gibt es z. Zt. im Technologiezentrum in Joinville keine Restriktionen. Die sind froh wenn du kommst. Wenn du den Cisco-Schein dazu machst rennen sie dir danach die Bude ein.
Der Bub unseres Forumskollegen Frankie hat es in die FURB (jetzt UFSC) zum Studium als Bauing.geschafft. Das steht hier irgendwo im Forum. Also wer seinen Weg machen will, findet ihn hier auch. Drum kann ich mir beim bestem Willen nicht vorstellen was einem in Deutschland leichter als hier gemacht wird. Zum "Thema": Höchstens die angesprochenen Damen finden einen Gönner, aber das ist nicht jeder unabhängigen Frau Sache aber bei Bedarf finden sie hier noch leichter einen Millionär.
Man hat ja auch Freizeit, einen Rave mit lauen Sommerabenden wird man höchstens in Ibiza finden Just for Fun in etwa genauso. Aber auf einer Mittelmeerinsel scheiterts wiederum an den Bildungsmöglichkeiten. Nicht so in Florianopolis. Fūr mich ist es einfach ein Zeichen daß jemand hier noch nicht im Sūden war, wenn er meint jemand hier heraus holen zu mūssen. Ich beglūckwūnsche jeden der es fertig bringt hier eine Existenz aufzubauen.

Die Nächte hier werden mit der Zeit ganz schön frisch. Aber so findet man auch in Brasilien Zeit sich aufs wesentliche zu besinnen, Glūhwein zu trinken und Pinhão (In etwa mit Marone aus Sūdtirol vergleichbar) auf dem Holzofen zu rösten. Du kennst das ja.

Rossoneri, wenn du vielleicht mal in BC bist, meld dich mal per PN.

Abr. Colono


kleine Anregung

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Re: Einwandern von Brasilien als Verwandte 1.Grades

Beitragvon juef » Do 4. Jun 2015, 12:37

cabof hat geschrieben:Die Polemik kenne ich, Anfang der 90iger kamen ein paar Mädels (meist Au-Pair), alles deutscher Abstammung - meist waren die Ur-Urgroßeltern ausgewandert und zur Frage der Einbürgerung wurden Dokumente aus der Zeit verlangt, abgesehen davon, das die damaligen Auswanderer andere Probleme hatten als Papierkram, nehme auch an, daß die Papiere sich in den Tropen "aufgelöst" haben. Der Zahn der Zeit sozusagen...


Hi Cabof,
Polemik? Welche Polemik?? Wir haben doch hier bislang weitgehend einen friedlichen, hilfreichen Austausch - dass es Menschen gibt mit eher skeptischem und welche mit eher optimischtisten Ansätzen: das ist Gauß.

Ok, ansonsten hast Du den Inhalt erfasst - Danke.

Jürgen
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Re: Einwandern von Brasilien als Verwandte 1.Grades

Beitragvon juef » Do 4. Jun 2015, 13:07

Hola Trem Mineiro,

Herzlichen Dank für Deine ermutigenden und erfrischenden Worte! Keine Bange, Du klingst nicht zu pessimistisch. Mir ist das Realistische nahe - mag sein, dass Sefant das etwas anders sieht - und Du hast sehr konkret die Fallen angesprochen.
Herzlichen Dank hierfür, das ist einer von dieser brauchbaren Beiträgen, die sehr, sehr helfen.

In der Tat hatten wir die letzten Tage auswärts verbracht und sind nebenher einiges weitergekommen. Wir haben auch - faszinierend dass verschiedene Beiträge von amazonasklaus und weiteren - etwas Glück und herausfinden können, dass der Ur-ur-Großvater meiner Schwägerin am 20.6. 1876 in Joinville ankam. Im Archiv von Joinville liegt auch eine Heiratsurkunde vor. Scheinbar dokumentiert diese Urkunde indes eine andere Ehe als die, aus der dann der Nachkomme - Uropa meiner Frau - hervorkam. Da müssen wir noch nach einem anderen Dokument suchen. Von diesem Nachkommen, dem Uropa, gibt es dort im Archiv auch eine Sterbeurkunde - keine Ahnung, ob das auch was helfen würde?
Ein weiteres Problem könnte die Tatsache darstellen, dass dieser Ururopa ursrpünglich aus Langenbruck zu stammen scheint. Dies ist eine Kleinstadt (Dlouhy' Most)im heutigen Norden von Tschechien, damals Böhmen. Böhmen gehörte damals wohl zu Österreich-Habsburgen, soweit ich mich in der Historie auskenne - aber verbessert mich, bitte, falls ich irre. Es wurde ja erst später zum Deutschen Reich angeschlossen (den komischen Kommentar eines Forumbeitrages hier zum 'Heimholen,etc' möchte ich übersehen), so meine Frage: kann das dann trotzdem klappen, oder würde man dann auf das großzügige Verständnis des Sachbearbeiters angwiesen sein ?

Trem Mineiro, könntest Du mir eventuell Deine damalige Sachbearbeiterin nennen, bitte? Evtl hast Du auch eine Email addresse von ihr? Diesen Teil mit der Organisation hatte ich nicht ganz verstanden.

Und lass mich Dich bitte korrigieren: Jürgen Klinsi Klinsmann ist Deutscher, er hat nur zusätzlich die amerikanische Staatsbürgerschaft durch Heirat einer Amerikanerin erhalten. :)

Ja, da stehen wir derzeit und schauen, ob es noch Wege gibt. Deine Ausführungen zu Ausbildung und Studium untermauern das von anderen Gesagte. Wie schwer dann die Sprachprüfung in der Tat ist, wird sicher auch vom jeweiligen Kandidaten abhängen. Als ich meine Führerscheinprüfung in Los Angeles (U.S.) absolvierte mit 50 Fragen, sagte mir auch jeder, das wäre sehr schwer - und ich bestand auch mit meinem - damals - rudimentärem Englisch. Es wäre sicher sehr schade, erst in BRA anzufangen mit einem Studium, und dann feststellen zu müssen, die Sachen werden anderswo nicht anerkannt. Da sollte man vielleicht vorher das zwischen den Hochschulen abklären lassen. Aber - wie schon gesagt: wir gehen der Sache mit den Vorfahren in erster Konsequenz derzeit nach.

Ein wirklich fabelhafter Beitrag, vom HERRN gelenkt und geschenkt :) Nochmals ganz herzlichen Dank!!!!

Gottgeliebt,
Jürgen

Na endlich mal Beitrag, der von Optimismus, Hoffnung und Gottvertrauen geprägt ist. Jürgen, zieh die Sache durch, mach dich schlau und zeig uns, das wenn ein Wille da ist, es auch einen Weg gibt. Und halte uns auf dem laufenden.

Klar, in meinem Inneren bin ich natürlich so ein Pessimist und Miesepeter, der anderen die Stimmung versaut. Hängt aber auch damit zusammen, dass ich mich in den Jahren 2005 - 2008 intensive mit den Aufenthaltsmöglichkeiten für Brasilianer in D gekümmert habe, aus Eigen-Interesse da ich meine damalige Freundin erst mal 2-3 Jahre in D halten wollte bevor ich sie geheiratet habe. Hilfreich ist das schon vorher erwähnte Forum info4aliens und auch die Ausländerbehörde.

Für Ausbildung (das vielgelobte Duale System) gibt es in der Regel kein Visum (haben wir damals mit geprüft).
Für ein Studentenaufenthalt braucht man eine brasilianische Studienberechtigung und Sprachkenntnisse nach C1 (Goethe)(oder nach DaF Standards. Für die Studienberechtigung ist am besten, wenn man min. 4 Semnester in Brasilien studiert hat und dann hier weiterstudiert. So haben wir das hier gemacht, wobei wir feststellen mussten, dass 4 Semester Biologie in Brasilien hier für die Katz sind. Man fängt also bei 0 an, und auch für den Bachelor braucht man mehr als 3 Jahre (wenn man nix anders macht. Dazu ist die Lernmethode vollkommen anders und für Brasilianer ein wenig fremd, in B hat man auch an der Uni das Gefühl man ist im College.
Man kann also ein Sprachvisum und Studentenvisum beantragen, allerdings wird da immer gefragt, wo der Deutschland-Bezug ist, schließlich lernt man in Brasilien Deutsch leichter und billiger.

Für die C1 Prüfung hat meine Frau übrigens 2 Jahre Vollzeit-Unterricht gebraucht, das ist eine wahnsinnig schwere Prüfung weil es da vor allem um schreiben/formulieren und verstehen geht. Man hat das Gefühl, die gehen davon aus, dass das alles Auswandererkinder sind, die zumindest deutsch sprechen. Die Kurse haben auch eine Menge Geld gekostet, da gehen locker 3.000 € pro Jahr drauf, heute ehr mehr.

Die Möglichkeiten für deine Arbeitserlaubnis sind ja sehr eng definiert, Akademiker und ein veritables Gehalt (und kein Deutscher, der den Job machen kann) wobei man da bei letzteren ja trixen kann, wenn man Beziehungen hat.
Wie Gemic es an anderer Stelle beklagt hat: Man kommt leichter als Asylant nach Deutschland als wie ein regulärer Einwanderer.

Dann gibt es immer diese Gerüchte, dass man mit Italienischen oder portugiesischen Wurzeln die dortige Staatsangehörigkeit "leichter" erlangen kann. Mit dem Schengen-Vertrag wurden die einzelnen Bedingungen homogenisiert und die Staaten mussten mit einer Übergangsfrist diese Sonderregelungen aufgeben.
Darunter wäre z.B. auch die Verbalnote zwischen Deutschland und Brasilien gefallen, aber die wurde erst entdeckt, nach Abschluss des Schengen-Vertrages und bleibt somit verschont. Ist aber ein Ärgernis im Regelwerk.

Das mit den Deutschen Wurzel hat leider auch einen Haken. Ist der Vater deutsch gibt es kein Problem, wenn er die Deutsche Staatsbürgerschaft beibehalten hat, kann er sie für den Sohn/Tochter auch beantragen.
War der Opa Deutscher und der Sohn hat seine Staatsbürgerschaft nicht selber für sich beantragt, so geht das dann nicht mehr für den Enkel. Daran scheitern die meisten Versuche, weil da die Opas gepennt haben.

Auf welcher Basis Naldo und andere ein Arbeitsvisum und AE bekommen ist wohl klar, sind halt Leute die für Deutschland wichtig sind, das gleiche gilt für Klinsmann und ähnliche Fälle. Und nach 8 Jahren regelmäßigem Aufenthalt Sprachkenntnissen und einem kleinen Einbürgerung-Test freut sich Deutschland über jeden der Einwandert. Aber bei deiner Schwägerin steht ja erst mal die AE an.

nachdem du die ganzen Anregungen hier im Forum aufgenommen hast, kann ich dir vor allem raten, dich mit der zuständigen Ausländerbehörde in Verbindung zu setzten. Bis auf das FzF (Familienzusammenführung meist für Eheleute), das ein Anspruchs-Visum ist, sind alle anderen Visa Kann-Visa und in der Regel von der Kooperation der AB abhängig. Ich hab zu denen in der Anfangszeit immer ein gutes Verhältnis gepflegt und hab auch einige Male Probleme, die hier im Forum angesprochen wurden, mit meiner damaligen Sachbearbeiterin besprochen. An sich gehört ja Beratung in deinem Sinne zu ihren Aufgaben.

Ich wünsche dir viel Glück, wird schon irgendwie klappen und halte uns auf den Laufenden.
Entschuldige, dass ich hier so eine pessimistische Note reingebracht habe, ich wollte aber mehr die Stolpersteine mal aufführen.

Gruß
Trem Mineiro[/quote]
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Re: Einwandern von Brasilien als Verwandte 1.Grades

Beitragvon juef » Do 4. Jun 2015, 13:14

amazonasklaus hat geschrieben:Die Meldung im Konsulat wir bis ca. 1900 Pflicht. Andernfalls ist die deutsche Staatsbürgerschaft nach zehn Jahren Auslandsaufenthalt automatisch erloschen. Verloren hat man sie auch, wenn man einen Antrag auf die brasilianische Staatsbürgerschaft gestellt hat. Außerdem hat sich damals die Staatsangehörigkeit nur in der männlichen Linie weitervererbt.

Also muss man nachweisen:
  1. Eine männliche Abstammungslinie zu einem deutschen Auswanderer
  2. dessen Anmeldung im Konsulat
  3. dass er die brasilianische Staatsbürgerschaft nicht beantragt hat

Wenn der Uropa bekannt ist, warum nicht mal im zuständigen Konsulat nachfragen. In Blumenau gab's früher wohl auch einen Honorarkonsul, aber das zuständige Generalkonsulat dürfte in Porto Alegre sein.


Hallo AmazonasKlausi,
Herzlichen Dank für diese klare konkrete Vorgehensweise. Derzeit sind wir nach dem Auffinden der 'falschen' Heiratsurkunde im Stadtarchiv von Joinville, wo der Ururgroßvater 1876 ankam, auf der Suche nach der 'Richtigen' Heiratsurkunde in Sao Bento (vermutlich), wo dann die Abstammung weitergeht.
Praktischerweise haben wir auch eine weitere Schwägerin/Schwester in Porto Alegre, aber auch in Joinville gibt es wohl ein Honorarkonsulat. Wir werden dort weiterbohren.

Find ich Klasse, Deinen Beitrag - nochmals Herzlichen Dank!! :)

Ganz liebe Grüße, Jürgen
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Re: Einwandern von Brasilien als Verwandte 1.Grades

Beitragvon juef » Do 4. Jun 2015, 13:16

Colono hat geschrieben:Ein Bekannter von mir ist ebenfalls Brasilianer mit deutschen Wurzeln. Zur Anerkennung seiner deutschen Staatsbūrgerschaft wurde neben anderen Dokumenten die Schiffspassage (Ticket) der Ūberfahrt seiner Urgroßeltern verlangt. Nicht gerade einfach beizubringen.

Juef, du bist ein Fake. Die Wiedergeburt von Becks. Mit der gleichen bescheuerten Geschichte. Deutschstämmige Brasilianerin nach Heim ins Reich zu holen etc. Nun erzähl uns mal mehr von São Bento do Sul, wo deine Friedas jetzt angeblich herkommen und weshalb du glaubst daß die Leute aus Santa Catarina so abgefahren darauf sind ins kalte und langweilige Deutschland auszuwandern. Wir können das gerne mal diskutieren.



Hola Colono,
diesen "Beitrag" überlese ich mal. juef
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Re: Einwandern von Brasilien als Verwandte 1.Grades

Beitragvon juef » Do 4. Jun 2015, 13:20

amazonasklaus hat geschrieben:Naldo spielt schon lang in Deutschland. Ich meine, dass er vor 10 Jahren oder so zu Werder gekommen hast. Ganz normaler Einbürgerungsfall. Bei Dante werden nächstes Jahr auch die 8 Jahre voll. Deshalb lässt er sich jetzt auch nicht nach Russland oder England abschieben. Recht so, ich tippe dass, er nächste Saison bei den Bayern wieder besser zur Geltung kommen wird.

C1 ist richtig schwer. Mit dieser Stufe soll man immerhin nachweisen, dass man hinreichende Sprachkenntnisse für ein Hochschulstudium hat. Da reicht's bei weitem nicht, im Alltag zu allen Themen mitreden zu können. Da geht es darum, komplexe Sachtexte zu interpretieren und kohärente, grammatikalisch saubere Aufsätze zu verfassen. Vermutlich würden viele Deutsche an C1 scheitern.


Ja, das hatten wir dann auch schon gedacht, wenn man 8 Jahre hier sei, dass bekommt man die EInbürgerung leichter. Ich war ein großer Fan von Dante (wir sind Fan von Borussia!!), meine Frau hat ihn gar am FLughafen getroffen und sich mit ihm vor dem Weihnachtsurlaub unterhalten in F'furt, aber offen gesagt: ich glaube nicht, dass er seine alte Leistung je wieder erreichen wird, das one-seven-Trauma ist zu stark und zudem ist die Konkurrenz - wenn gesund - auch zu stark. Für ihn wäre ein Wechsel um mehr Spielpraxis zu erhalten, sicher sinnvoll.

C1 gehe ich erst an, wenn wir mit dem Einbürgern scheitern.
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Re: Einwandern von Brasilien als Verwandte 1.Grades

Beitragvon juef » Do 4. Jun 2015, 13:25

Mazzaropi hat geschrieben:Beim Nachweis der deutschen Abstammung muss aber immer auch noch nagewiesen werden das die Vorfahren, auf die man sich beruft, verheiratet waren zum Zeitpunkt der Geburt Ihrer Kinder, der Nachweis der dt. Staatsbürgerschaft allein reicht nicht. Das kann in Brasiland u.U. zum Problem werden wo auch frührer nicht immer der grosse Wert auf eine standesamtliche Hochzeit gelegt wurde. Wenns hoch kam gab´s ´ne kirchliche. Und selbst wenn, dann ist die Beibringung der entsprechenden Nachweise wieder eine ganz andere Geschichte.

Bitte auch beachten das nach deutschem Recht die Staatsangehörigkeit bis 1975 nur vom deutschen Vater abgeleitet werden konnte. Erst seit 1975 kann auch die Mutter ihre deutsche Staatsangehörigkeit auf die Kinder weitergeben.

:cool:


Danke sehr, Mazzaropi,
für diese wichtigen Hinweise! Wir denken aber sehr, dass die Vorfahren alle erst heirateten, und dann Kinder gezeugt haben, zumindest ist das für die letzten 4 Generationen durchgehend bewiesen, wir wüssten nicht, warum der Ururopa davon abgewichen sein sollte. Es ist stark zu vermuten, dass seine erste Frau starb und dass er dann in Sao Bento erneut heiratete und die Abstammungslinie zu meinem Scwiegervater begründete, die Linie haben wir ja.

Drehst Du auch Filme? (oder bist Du einfach nur Fan von Mazza??)

Herzliche Grüße, Jürgen
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Re: Einwandern von Brasilien als Verwandte 1.Grades

Beitragvon GatoBahia » Do 4. Jun 2015, 17:10

Ich bin jetzt aber wirklich echt so unendlich dankbar das meine Verlobte mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keine deutschen Vorfahren hat! Das ist mir doch alles zu kompliziert #-o

Gato :mrgreen:
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