Einwandern von Brasilien als Verwandte 1.Grades

Alles was man wissen muss, um in Brasilien nicht ins Fettnäpfchen zu treten.....

Re: Einwandern von Brasilien als Verwandte 1.Grades

Beitragvon cabof » Do 4. Jun 2015, 22:21

Viel geschrieben, wenig gesagt. Man kann sich Meinungen im Forum einholen, es gibt vielleicht sogar Vergleichsfälle - aber letztendlich - um Rechtssicherheit zu erlangen - sollte man bei der zuständigen Behörde und/oder Konsulat eine
to-do Liste einholen und abarbeiten, anders geht es nicht. Das gilt auch für die Anfragen nach Heirat, Arbeit, Studium etc. Wir - ich inklusive - berichte von den bekannten Fällen, wir wissen aber auch, das jede DE Behörde da so ihre eigenen Auslegungen hat, nicht zu sprechen von Brasilien.... trotzdem viel Glück. Halte uns informiert. Danke.
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Re: Einwandern von Brasilien als Verwandte 1.Grades

Beitragvon rossoneri » Mo 8. Jun 2015, 14:07

Du sagst da ein paar wahre Worte, Colono. Die Möglichkeiten hier im Süden scheinen sehr groß zu sein. Sei es in der Selbständigkeit oder als Angestellter. Mit der richtigen Einstellung und natürlich auch Können, kann man es mit Sicherheit schaffen. Viele Firmen suchen hier immer noch arbeiter, aber qualifiziert müssen sie schon sein. Ob man am Ende mit jedem Gehalt überleben kann, ist auch schwer zu sagen, aber bei den meisten funktioniert es ja.

Natürlich ist der Weg nicht leicht, aber das ist er ja auch in Deutschland nicht immer. Ich muss aber sagen, dass ich viele junge Leute von hier kenne, die als Studenten in Deutschland waren und auch Monate später aus dem Staunen nicht raus kommen. Mir scheint hier, dass viele einfach gern meckern und das, was sie haben, nicht wertschätzen können oder wollen. Im Rest Brasiliens kenne ich mich wirklich nicht gut aus und kann daher auch keine Vergleiche ziehen. Aber hier bei uns gibt es kaum etwas, das ich brauche, aber nicht bekomme. Die Natur ist wunderschön, die Wege zum Strand sind kurz, die Supermärkte gut gefüllt.
Was mich hier am meisten stört, ist das rücksichtslose Verhalten vieler Brasilianer im Straßenverkehr. Die Zahl der Unfalltoten ist schon erschreckend und traurig. Aber scheinbar werden jetzt zumindest ein paar Kameras an Kreuzungen installiert. Vielleicht hilft das ja was.

Für mich persönlich gibt es fast nichts zu meckern. Ich habe alles, was ich brauche bzw. das was ich vermisse (Familie + Freunde aus Deutschland) ist nicht das Verschulden Brasiliens.

Sorry: das hatte jetzt auch nur wenig mit dem Thema des Threads zu tun
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Re: Einwandern von Brasilien als Verwandte 1.Grades

Beitragvon Trem Mineiro » Fr 12. Jun 2015, 22:32

juef hat geschrieben:Hola
Trem Mineiro, könntest Du mir eventuell Deine damalige Sachbearbeiterin nennen, bitte? Evtl hast Du auch eine Email addresse von ihr? Diesen Teil mit der Organisation hatte ich nicht ganz verstanden.


Hallo Jürgen, war im Urlaub, daher die Antwort erst heute.

Die Dame würde dir nichts nützen, weil sie nur Probleme "lösen" kann, bei denen sie weis, wie das auf ihrer Dienststelle/Stadt gehandhabt wird, also auch, welche Einstellung der Amtsleiter hat. Abgesehen weis ich nicht mehr, ob sie heute noch dort sitzt. Ich wohne nach einem weiteren Aufenthalt in Brasilien jetzt im Allgäu.

Aber letztendlich hat es Cabof in seinem letzten Beitrag erschöpfend ausgedrückt. Ab zur Ausländerbehörde und einfach nett dein Problem schildern.

Gruß
Trem Mineiro
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Re: Einwandern von Brasilien als Verwandte 1.Grades

Beitragvon juef » Sa 13. Jun 2015, 11:37

Hallo Jürgen, war im Urlaub, daher die Antwort erst heute.

Die Dame würde dir nichts nützen, weil sie nur Probleme "lösen" kann, bei denen sie weis, wie das auf ihrer Dienststelle/Stadt gehandhabt wird, also auch, welche Einstellung der Amtsleiter hat. Abgesehen weis ich nicht mehr, ob sie heute noch dort sitzt. Ich wohne nach einem weiteren Aufenthalt in Brasilien jetzt im Allgäu.

Aber letztendlich hat es Cabof in seinem letzten Beitrag erschöpfend ausgedrückt. Ab zur Ausländerbehörde und einfach nett dein Problem schildern.

Gruß
Trem Mineiro[/quote]

Ok Trem Mineiro Allgäuer,

kein Problem. Mittlerweile sind wir enorm weitergekommen, haben die ganze Linie väterlicherseits rekonstruiert und auch das Schiff mit dem der Vorfahr 1874 von Hamburg übergesetzt hat bei der Reederei Friedrich Boy. Wir versuchen nun via des Staatsarchiv in HH-Harburg dortige Unterlagen auskundig zu machen, weil wir das Problem haben, dass wir bislang keine Heiratsurkunde gefunden haben, im Archiv in Joinville nicht. Die Konsulate werden noch angesprochen, das dauert etwas. Vielleicht wird es auch via Verwandte funktionieren. Mal sehen.
Mütterlicherseits hat das auch weitgehendst geklappt. Dazu habe ich dort einen Kontakt mit einem Historiker an einem der Uni Mainz nahestehenden Institut kontaktiert, der auch sehr interessiert ist nach Südamerika Ausgewadnerte Rheinland-Pfälzer zu dokumentieren über ihren weiteren Lebensweg. Die Vorfahren der Mutter stammen nicht aus Langenbruck in Böhmen, sondern vermutlich aus Tübingen/Ludwigsburg/Hunsrück. Aber nach allem, was ihr alle zusammengefasst hattet, ist die mütterliche Linie ehedem obsolet. indes haben wir hier die Urkunde schon vorliegen, dass die Vorfahren keinen Einbürgerungsantrag gestellt haben.

Nun noch was anderes für den Münsteraner Sefant, Moni, KlausAmazonas, Jorchinho, Loci und wie ihr alle heisst (entschuldigt, ich schreibe aus dem Gedächtnis eure Namen, kann ich mich nicht an alle erinnern): ich habe ja sehr viele Infos von euch erhalten, auch bzgl meiner ursprünglichen Idee der Ausbildung, die ihr verworfen hattet. Ich habe diesbezüglich und auch des Studiums und weiterer Inhalte nunmehr eine offizielle Antwort seitens der BRD erhalten. Ich finde sie enthält vieles von dem, was ihr berichtet hatte und was korrekt ist und an einigen Stellen bringt sie noch Aspekte mithinein, die ich auch erwähnte und einiges korrigiert sie. Auf jedenfall ist sie sher umfassend. Herzlichen Dank euch allen erneut! Ich glaube wir sind am Ziel dieses Forums angekommen. Sobald wir das Hochzeitsdokument haben, stellen wir einen Antrag. Falls das nicht klappt, werden wir wohl ein Studium aufnehmen - und hier ist ein wirklich interessanter Aspekt für viele andere, nämlich das 9monatige Visum zur Studienplatzsuche. Zudem kann auch das Studienkolleg ein wertvoller Ansatz sein, mal sehen.
Ich wünsche euch allen einen gesegneten Sommer, bzw denen auf der andern Seite der Halbkugel einen gesegneten Winter.

Herzlichst, euer Jürgen

P.S.: Das Antwortschreiben der BRD:

Nur wenn Ihre Schwägerin eine Erwerbstätigkeit aufnehmen möchte, benötigt sie aufgrund ihrer Staatsangehörigkeit ein Visum. Das Visum kann bei der deutschen Auslandsvertretung in dem Land, in dem der gewöhnliche Aufenthalt liegt, beantragt werden. Die zuständige deutsche Auslandsvertretung findet sie hier.



Welches Visum beantragt werden kann, hängt insbesondere von der beruflichen Qualifikation ab.



Grundsätzlich müssen bei der Visabeantragung zudem die allgemeinen Zulassungsvoraussetzungen (nach § 5 Aufenthaltsgesetz) erfüllt sein.



Mit einer beruflichen Ausbildung, kommt die Beantragung des folgenden Visums in Betracht:



Visum zur Erwerbstätigkeit (nach § 18 Aufenthaltsgesetz)

Das Visum berechtigt zur Erwerbstätigkeit in Deutschland. Die wichtigsten Voraussetzungen für die Erteilung sind:

1. Berufsausbildung in einem Mangelberuf gemäß der Positivliste der Bundesagentur für Arbeit

2. Berufsausbildung ist gleichwertig zu der entsprechenden deutschen Ausbildung

Nähere Informationen über die Möglichkeiten eine Ausbildung in Deutschland anerkennen zu lassen, können Sie dem folgenden Flyer entnehmen.

3. Vorlage eines konkreten Arbeitsplatzangebots oder eines Arbeitsvertrags, der der beruflichen Qualifikation entspricht





Visum zur Studienplatzsuche



Falls Ihre Schwägerin in Deutschland einen Studienplatz suchen möchten, kann sie ein Visum zur Studienbewerbung beantragen. Eine Aufenthaltserlaubnis zur Studienbewerbung kann sie bis zu einer Dauer von 9 Monaten erhalten.



Nach der Einreise beantragt sie dann eine Aufenthaltserlaubnis zum Zwecke des Studiums oder zur Studienbewerbung bei der Ausländerbehörde an ihrem Wohnort.



Das Visum wird Ihrer Schwägerin erteilt, wenn sie folgende Voraussetzungen erfüllt:



1. Sie hat eine Bewerberbestätigung von ihrer Hochschule

2. Sie kann nachweisen, dass sie Leben und Studium in Deutschland bezahlen kann. Derzeit muss sie dazu belegen, dass sie pro Jahr ca. 7.900 Euro zur Verfügung hat. Alternativ kann sie Freunde oder Familienangehörige in Deutschland bitten, eine Erklärung in der Ausländerbehörde für sie abzugeben, mit der sie sich verpflichten, für ihren Unterhalt aufzukommen (sog. Verpflichtungserklärung).

3. Außerdem benötigt sie eine Krankenversicherung.

4. Evtl. können weitere Unterlagen erforderlich sein. Ihre Schwägerin informiert sich am besten vorab auf der Webseite der deutschen Auslandsvertretung in ihrem Heimatland oder erkundigt sich dort, welche Dokumente erforderlich sind.





Studienplatz oder –programm finden

An deutschen Hochschulen gibt es ein großes Angebot an Studiengängen und Fächern. Darunter sind auch viele Programme, die sich besonders an ausländische Studierende richten und meist auf Englisch unterrichtet werden. Man kann auch wählen, ob man sein gesamtes Studium oder nur bestimmte Abschnitte seiner akademischen Ausbildung in Deutschland ablegen möchte.

Einen Überblick über Studienangebote und Programme findet man hier.



Anerkennung von Schul- und Studienabschlüssen

Wenn man in Deutschland studieren möchte, braucht man eine Hochschulzugangsberechtigung – also ein Zeugnis, mit dem man in seinem Herkunftsland studieren darf. In Deutschland wird dann geprüft, ob dieses Zeugnis vergleichbar ist mit der deutschen Hochschulzugangsberechtigung. Viele ausländische Bildungsabschlüsse werden inzwischen als gleichwertig anerkannt. Auf welche Abschlüsse in seinem Herkunftsland das zutrifft und ob man weitere Prüfungen für die Zulassung benötigt, kann man in der Datenbank des DAAD nachsehen.



Kein anerkannter Schulabschluss: Studienkolleg

Auch wenn das Abschlusszeugnis aus dem Herkunftsland nicht mit der deutschen Hochschulzugangsberechtigung vergleichbar ist, hat man die Chance in Deutschland zu studieren. Man muss vor dem Studium einen Studienvorbereitungskurs an einem Studienkolleg absolvieren. Dort erhält man Sprachunterricht sowie Fachunterricht, der auf das Wunschstudium angepasst ist. Der Unterricht dauert in der Regel ein Jahr. Wenn man die Abschlussprüfung erfolgreich besteht, bekommt man eine fachgebundene Hochschulzugangsberechtigung. Nähere Informationen dazu sind auf der Website der Studienkollegs in Deutschland zu finden.



Sprachkenntnisse

Bewirbt man sich für einen deutschsprachigen Studiengang, muss man nachweisen, dass man ausreichend Deutsch kann. Die gängigen Zertifikate dafür sind die „Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang ausländischer Studienbewerber“ (DSH) und der „Test für Deutsch als Fremdsprache“ (TestDaf). Beide werden gleichwertig anerkannt. Bei englischsprachigen Studiengängen muss man normalerweise keine Deutschkenntnisse nachweisen. Auch wenn man eine deutsche Auslandsschule oder ein Studienkolleg besucht habt, muss man diese Prüfung nicht machen.

Unabhängig davon was man studiert: Es ist ratsam, die deutsche Sprache mindestens auf dem Niveau B2 zu beherrschen. Dies hilft, sich gut und ohne fremde Hilfe zu verständigen – sei es bei, Einkauf, bei der Ausländerbehörde oder bei einem Arztbesuch. Zudem kann man besser am gesellschaftlichen Leben teilhaben und erhöht seine Karrierechancen bei einem Verbleib in Deutschland.

Wenn man noch in seinem Heimatland eine Deutschprüfung ablegen will, kann man das beispielsweise in einem der weltweit 158 Goethe-Institute machen. Die Adresse des Instituts in seiner Nähe findet man auf unserer interaktiven Weltkarte „Deutschland vor Ort“. Weitere Informationen über Sprachprüfungen erhält man auf der Website „study-in.de“.



Um Studienplatz bewerben

Für die Bewerbung um einen Studienplatz gibt es zwei Wege: Bei vielen Hochschulen kann man sich über eine besondere Institution, Uni-Assist e.V. bewerben. Welche Hochschulen dazu zählen, erfährt man auf der Website von Uni-Assist. Wird die Wunschhochschule nicht von Uni-Assist betreut, kann man seine Bewerbung direkt an die Hochschule senden. Die Anschrift der Wunschhochschule kann man über die Liste der deutschen Hochschulen erfahren.





Für weiterführende Informationen kann man das „Willkommensportal – Make it in Germany“ besuchen. Auf der Webseite erhält man insbesondere viele nützliche Informationen über die Einreisemöglichkeiten und das Leben in Deutschland sowie zum Thema „Studieren in Deutschland“.



Viele hilfreiche Informationen zu den einzelnen Visumsarten und ihren Voraussetzungen (z. B. Merkblätter, Anträge, Kontaktmöglichkeiten etc.) sind außerdem auf den Internetseiten der jeweiligen Auslandsvertretungen sowie auf der Website des DAAD aufgeführt .





Bitte beachten Sie:

Die Entscheidung darüber, ob die gesetzlichen Voraussetzungen für die Erteilung eines Visums zur Einreise vorliegen, wird immer von der deutschen Auslandsvertretung getroffen. Ihre Schwägerin kann sich bitte daher für weitere Fragen direkt an die zuständige Auslandsvertretung wenden.



Tipps:

In dem Ratgeber „Arbeiten in Deutschland“ findet man weitere hilfreiche Informationen, die die Arbeitssuche in Deutschland erleichtern.



Die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) unterstützt ausländische Fachkräfte bei der Arbeitsplatzsuche und bietet Information und Beratung zum Thema Leben und Arbeiten in Deutschland.



In der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit findet man Jobangebote in Deutschland.
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