Einwandern von Brasilien als Verwandte 1.Grades

Alles was man wissen muss, um in Brasilien nicht ins Fettnäpfchen zu treten.....

Einwandern von Brasilien als Verwandte 1.Grades

Beitragvon juef » Fr 29. Mai 2015, 13:26

Hola,
ich bin ganz frisch hier, Wissenschaftler und seit 2,5 Jahren mit einer Frau aus Sao Bento verheiratet. Zur Krönung haben wir mittlerweile auch Kinder geschenkt bekommen :)
Nunmehr ist eine der Schwestern von meiner Frau Witwe und würde auch gern mit ihren Töchtern in die BRD zu uns ziehen wollen. Soweit ich mich bislang erkundigt hatte, benötigt sie einen akademischen Abschluß und einen Arbeitsvertrag mit einem Verdienst von mehr als 38.200€. Beides liegt nicht vor. Sie hat einen normalen Abschluß, der zum Studium berechtigt.
Dann hatte ich gelesen, dass Verwandte 1.Grades 'nachziehen' könnten - was immer das heissen mag und was der Grund ist, warum ich hier mit euch diskutieren möchte. Möglicherweise stand auch schon jemand vor diesem 'Problem'.
Ich hatte mir alternativ überlegt, dass meine cunhada anfängt in Deutschland zu studieren - auch wenn sie hier nicht arbeiten darf, so hat sie Ersparnisse um zunächst über die RUnden zu kommen. Oder evtl eine Ausbildung anfängt. In Brasilien kann man ja problemlos bei einer Bank arbeiten, ohne dass man eine Ausbildung erlangt hat. Aber das wird meines Wissens ja in der BRD nicht anerkannt, evtl gibt es aber die Möglichkeit die Ausbildung zur Bankkauffrau z.B. abzukürzen? Nach 8 Jahren wäre ja dann das dauerhafte Niederlassungsrecht erlangt.

Keine Ahnung, ich habe hier auf brasilienfreunde.net noch nicht den Überblick gefunden, aber gibt es auch Themen, die behandeln, wo sich Brasilianer und EIngwanderte in der BRD 'tummeln', bitte? Sprich, leben die meisten in Köln oder Hamburg oder auf dem Land im Schwäbischen? Vielleicht ist dies auch ein Vorschlag an die Moderatoren, ob man so etwas einrichten könnte, dass sich entsprechende Foren einrichten lassen würden, bitte? Dann würde man lokale 'Brasilienzentren' oder 'Brasilienstammtische' einrichten können, wo brasilienfreunde dann wüssten, dort könnten sie am ersten Mittwoch im Monat z.B. zum Klönen und Informieren hingehen.

Salude und ich freue mich auf Kommentare und bin sehr dankbar für etwaige Hilfe :)

Jürgen
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Re: Einwandern von Brasilien als Verwandte 1.Grades

Beitragvon GatoBahia » Fr 29. Mai 2015, 14:44

juef hat geschrieben:Hola,
ich bin ganz frisch hier, Wissenschaftler und seit 2,5 Jahren mit einer Frau aus Sao Bento verheiratet. Zur Krönung haben wir mittlerweile auch Kinder geschenkt bekommen :)
Nunmehr ist eine der Schwestern von meiner Frau Witwe und würde auch gern mit ihren Töchtern in die BRD zu uns ziehen wollen. Soweit ich mich bislang erkundigt hatte, benötigt sie einen akademischen Abschluß und einen Arbeitsvertrag mit einem Verdienst von mehr als 38.200€. Beides liegt nicht vor. Sie hat einen normalen Abschluß, der zum Studium berechtigt.
Dann hatte ich gelesen, dass Verwandte 1.Grades 'nachziehen' könnten - was immer das heissen mag und was der Grund ist, warum ich hier mit euch diskutieren möchte. Möglicherweise stand auch schon jemand vor diesem 'Problem'.
Ich hatte mir alternativ überlegt, dass meine cunhada anfängt in Deutschland zu studieren - auch wenn sie hier nicht arbeiten darf, so hat sie Ersparnisse um zunächst über die RUnden zu kommen. Oder evtl eine Ausbildung anfängt. In Brasilien kann man ja problemlos bei einer Bank arbeiten, ohne dass man eine Ausbildung erlangt hat. Aber das wird meines Wissens ja in der BRD nicht anerkannt, evtl gibt es aber die Möglichkeit die Ausbildung zur Bankkauffrau z.B. abzukürzen? Nach 8 Jahren wäre ja dann das dauerhafte Niederlassungsrecht erlangt.

Keine Ahnung, ich habe hier auf brasilienfreunde.net noch nicht den Überblick gefunden, aber gibt es auch Themen, die behandeln, wo sich Brasilianer und EIngwanderte in der BRD 'tummeln', bitte? Sprich, leben die meisten in Köln oder Hamburg oder auf dem Land im Schwäbischen? Vielleicht ist dies auch ein Vorschlag an die Moderatoren, ob man so etwas einrichten könnte, dass sich entsprechende Foren einrichten lassen würden, bitte? Dann würde man lokale 'Brasilienzentren' oder 'Brasilienstammtische' einrichten können, wo brasilienfreunde dann wüssten, dort könnten sie am ersten Mittwoch im Monat z.B. zum Klönen und Informieren hingehen.

Salude und ich freue mich auf Kommentare und bin sehr dankbar für etwaige Hilfe :)

Jürgen


Ola, ich mach heut mal den Grüßonkel!

Wenn immer irgendwo in einer Vorschrift kann drinne steht kannst du es vergessen. Es sei denn der Betreffende ist wirtschaftlich selbsständig und finanziell unabhängig, zweite Ausnahme wäre wenn er pflegebedürftig wäre und es keine andere Variante gebe das abzusichern. Studium oder Heirat würde ich sagen, is leider so #-o

Gato :mrgreen:
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Re: Einwandern von Brasilien als Verwandte 1.Grades

Beitragvon moni2510 » Fr 29. Mai 2015, 15:06

ich mag mich täuschen, aber eine Schwester ist nicht Verwandschaft 1. Grades... also damit kann man das vergessen ohne Arbeitsvisum etc.

1. Gtrad sind Eltern oder Kindern und sonst nix.
---
Woher soll ich wissen, was ich denke, bevor ich es hier aufschreibe.
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Re: Einwandern von Brasilien als Verwandte 1.Grades

Beitragvon juef » Fr 29. Mai 2015, 15:17

moni2510 hat geschrieben:ich mag mich täuschen, aber eine Schwester ist nicht Verwandschaft 1. Grades... also damit kann man das vergessen ohne Arbeitsvisum etc.

1. Gtrad sind Eltern oder Kindern und sonst nix.


Herzlichen Dank, Moni,
für diese wichtige Erinnerung!! Ja, die Geschwister sind verwandt 2.Grades.

Bzgl Grüßonkel Gato: könntest Du Deinen ersten Satz in einem verständlichen Deutsch wiederholen, bitte?

Obrigado,
Jürgen

P.S.: Schade, dass es keine anderen Optionen zu geben scheint. Gibt es denn noch Brasis im Münsterland zufällig?
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Re: Einwandern von Brasilien als Verwandte 1.Grades

Beitragvon GatoBahia » Fr 29. Mai 2015, 15:58

juef hat geschrieben:
moni2510 hat geschrieben:ich mag mich täuschen, aber eine Schwester ist nicht Verwandschaft 1. Grades... also damit kann man das vergessen ohne Arbeitsvisum etc.

1. Gtrad sind Eltern oder Kindern und sonst nix.


Herzlichen Dank, Moni,
für diese wichtige Erinnerung!! Ja, die Geschwister sind verwandt 2.Grades.

Bzgl Grüßonkel Gato: könntest Du Deinen ersten Satz in einem verständlichen Deutsch wiederholen, bitte?

Obrigado,
Jürgen

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Alle dieser schönen "Kann-Bestimmungen" sind doch sowieso hinfällig, du hast nämlich kein Recht auf Widerspruch oder gerichtliche Prüfung :!:

@Moni:

Völlig Recht, war zu sehr mit der eigenen Familienplanung beschäftigt #-o

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Re: Einwandern von Brasilien als Verwandte 1.Grades

Beitragvon sefant » Fr 29. Mai 2015, 16:06

juef hat geschrieben:Ich hatte mir alternativ überlegt, dass meine cunhada anfängt in Deutschland zu studieren - auch wenn sie hier nicht arbeiten darf, so hat sie Ersparnisse um zunächst über die RUnden zu kommen. Oder evtl eine Ausbildung anfängt. In Brasilien kann man ja problemlos bei einer Bank arbeiten, ohne dass man eine Ausbildung erlangt hat. Aber das wird meines Wissens ja in der BRD nicht anerkannt, evtl gibt es aber die Möglichkeit die Ausbildung zur Bankkauffrau z.B. abzukürzen? Nach 8 Jahren wäre ja dann das dauerhafte Niederlassungsrecht erlangt.


Es hat schon seine Gründe wieso für die grüne EU-Karte ein gutbezahlter Job Voraussetzung ist und nicht einfach nur irgendein Ausbildungsplatz ("Problemlos" ohne Ausbildung bei einer Bank kann man auch in Brasilien nicht einfach so arbeiten, übrigens..aber das ist ein anderes Thema).

Natürlich könnte sie versuchen einen Studiumsplatz zu bekommen, allerdings bezweifle ich stark daß sie C1-Deutsch spricht und das alleine dauert schon seine 1-2 Jahre und hätte wohl die Ersparnisse schon aufgefressen. Konnte sie hier ein Vollzeitstudium abschließen hat sie 6 Monate Zeit den oben genannten Job zu suchen. Kriegt sie den nicht heißt es wieder Abflug aus Deutschland. Verliert sie den Job wieder nach einiger Zeit ebenso.

Und könnte sie überhaupt ein Studium hier finanzieren? MIT Kindern? Studium mit Kleinkind ist mal richtig hart und die meisten alleinerziehenden Mütter sind quasi am Existenzminimum. FALLS sie zugelassen wird NACHDEM sie die Sprachkenntnisse etc erlangt hat.

Natürlich ist es ein traumhafter Gedanke, Schwester zieht nach, kann die ganzen Vorzüge geniessen (Kindergeld, kostenlose Schule etc), deine Frau hat ihre Kontaktperson etc, aber da zieht der Staat nicht ohne Grund enge Grenzen. Von daher wird das auch ohne eine Heirat mit einem Deutschen nix werden.

Brasilienstammtische oder Freundeskreise würde ich in Deutschland erstmal ganz hart außen vorlassen. Da gibt es hier im Forum auch genug Geschichten. Da bist du dann auch schnell im Bereich Ü50 hat seine U30-Tussi ausm urlaub eingeschlört und geheiratet etc. Diese kreise sind dann auch oft eine Live-Novela mit maximalen Neid-Faktor. Wehe es geht da jemanden anscheinend besser oder hat den besseren Typen geangelt etc. Was Brasilianerinnen noch weniger als mieses Wetter sehen möchten ist wenn es einer anderen in Deutschland besser geht.

Deine Frau soll sich einen deutschen Bekanntenkreis aufbauen und ihre Saudades nach Schnatterei über Skype mit der Verwandtschaft ausleben...
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Re: Einwandern von Brasilien als Verwandte 1.Grades

Beitragvon juef » Fr 29. Mai 2015, 16:27

sefant hat geschrieben:
juef hat geschrieben:Ich hatte mir alternativ überlegt, dass meine cunhada anfängt in Deutschland zu studieren - auch wenn sie hier nicht arbeiten darf, so hat sie Ersparnisse um zunächst über die RUnden zu kommen. Oder evtl eine Ausbildung anfängt. In Brasilien kann man ja problemlos bei einer Bank arbeiten, ohne dass man eine Ausbildung erlangt hat. Aber das wird meines Wissens ja in der BRD nicht anerkannt, evtl gibt es aber die Möglichkeit die Ausbildung zur Bankkauffrau z.B. abzukürzen? Nach 8 Jahren wäre ja dann das dauerhafte Niederlassungsrecht erlangt.


Es hat schon seine Gründe wieso für die grüne EU-Karte ein gutbezahlter Job Voraussetzung ist und nicht einfach nur irgendein Ausbildungsplatz ("Problemlos" ohne Ausbildung bei einer Bank kann man auch in Brasilien nicht einfach so arbeiten, übrigens..aber das ist ein anderes Thema).

Natürlich könnte sie versuchen einen Studiumsplatz zu bekommen, allerdings bezweifle ich stark daß sie C1-Deutsch spricht und das alleine dauert schon seine 1-2 Jahre und hätte wohl die Ersparnisse schon aufgefressen. Konnte sie hier ein Vollzeitstudium abschließen hat sie 6 Monate Zeit den oben genannten Job zu suchen. Kriegt sie den nicht heißt es wieder Abflug aus Deutschland. Verliert sie den Job wieder nach einiger Zeit ebenso.

Und könnte sie überhaupt ein Studium hier finanzieren? MIT Kindern? Studium mit Kleinkind ist mal richtig hart und die meisten alleinerziehenden Mütter sind quasi am Existenzminimum. FALLS sie zugelassen wird NACHDEM sie die Sprachkenntnisse etc erlangt hat.

Natürlich ist es ein traumhafter Gedanke, Schwester zieht nach, kann die ganzen Vorzüge geniessen (Kindergeld, kostenlose Schule etc), deine Frau hat ihre Kontaktperson etc, aber da zieht der Staat nicht ohne Grund enge Grenzen. Von daher wird das auch ohne eine Heirat mit einem Deutschen nix werden.

Brasilienstammtische oder Freundeskreise würde ich in Deutschland erstmal ganz hart außen vorlassen. Da gibt es hier im Forum auch genug Geschichten. Da bist du dann auch schnell im Bereich Ü50 hat seine U30-Tussi ausm urlaub eingeschlört und geheiratet etc. Diese kreise sind dann auch oft eine Live-Novela mit maximalen Neid-Faktor. Wehe es geht da jemanden anscheinend besser oder hat den besseren Typen geangelt etc. Was Brasilianerinnen noch weniger als mieses Wetter sehen möchten ist wenn es einer anderen in Deutschland besser geht.

Deine Frau soll sich einen deutschen Bekanntenkreis aufbauen und ihre Saudades nach Schnatterei über Skype mit der Verwandtschaft ausleben...



Hola Sefante,
Danke sehr Deiner Ansichten, die aber z.T. revisionsbedürftig erscheinen - zumindest nach dem Wissen meiner Frau, mit der ich gerade diskutierte.
Für die Anstellung bei einer Bank in BRA mussten ihre Schwester (2 weitere) lediglich eine Prüfung bestehen, man lernt offenbar in der Endphase der Schule in BRA noch beruflich Relevantes. Insofern ist es 'problemlos' gemeint, man muss also nicht erst 3-3.5 anos lernen.
Ich gebe Dir gern Recht bzgl dessen, dass sich der Gesetzgeber etwas dabei gedacht hatte mit der green (oder ist es nicht blue??) card.
Du kannst es gern bezweifeln, dass sie auf C1-Niveau Deutsch spricht, es ist aber so, auch mit meiner Frau kann ich mich problemlos auf Deutsch unterhalten. :)
Es ist auch nicht korrekt, dass die Zeitperiode einen Job zu finden nach Abschluss des Studium nur 6 Monate betrage - sie beträgt 1 Jahr. 'Schnatterei' und 'Sozialschmotzerei' stehen hier etwas weniger im Vordergrund als vielmehr Verlust eines Ehemanns und Papa. Das bitte ich zu respektieren.

Deine Ansichten zu Stammtischen haben uns nachdenklich gemacht. Zumal Du ja auch in Münster wohnst. Wir wollten eigtl nur ganz einfache Abende ohne großen Hintergedanken an irgendwas veranstalten, weil ja ein bisschen Heimat ganz nett ist, auch wenn frau vielleicht ganz gern in der Fremde lebt. Ich persönlich kann das durch meine Jahre in 3 Ländern außerhalb der Bundesrepublik gut nachvollziehen - es gibt viele schöne Länder auf dieser Welt und mit manchen möchte man gern länger in Kontakt bleiben. Das ist doch an sich nichts Verwerfliches und darum ging es mir beim Stammtisch, den ich eben auch in den Ländern nutzen konnte.

Nun, entmutigt hat es mich, weil diese Gedanken uns fremd sind. Zumindest im Moment entmutigt.

Dennoch Danke aller Deiner Ansichten, die ja nun offen zutage getreten sind.

Salude,
Jürgen
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Re: Einwandern von Brasilien als Verwandte 1.Grades

Beitragvon GatoBahia » Fr 29. Mai 2015, 16:43

@ Jürgen:

Es gibt in Brasilien nicht das System der dualen Ausbildung, betrieblich und Berufsschule.
(Was ich auch immer darüber denken mag, nachdem ich Ausbilder und Prüfer war) Posten
in Unternehmen werden da unten fast immer nach Beziehungen und kaum nach Qualifikation vergeben. Aber jeder hat ja das Recht sich weltweit bei jedem Unternehmen (Nordkorea?) zu bewerben. Bin wieder weg #-o

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Re: Einwandern von Brasilien als Verwandte 1.Grades

Beitragvon sefant » Fr 29. Mai 2015, 16:53

Ja, in der EU natürlich die blaue Karte :wink: Ich hatte irgendwo 6 Monate gelesen und nicht 12, aber wenn du dich erkundigt hast und es sind 12 glaube ich dir. Wenn die Schwester auch schon C1 spricht gut, aber nimm es mir nicht übel daß ich einfach mal vermutet habe daß sie es nicht kann.

Direkt von Schule ohne Studium bei einer privaten Bank anfangen, das dürfte bei den Schwestern aber auch schon einige Jährchen her sein, richtig? :wink:

Sozialschmotzerei habe ich nicht direkt vorgeworfen, aber Hand aufs Herz, das ist doch auch die verlockende Tatsache in ihrer Situation, das kann man dann doch auch schreiben. Alleinerziehend in Brasilien mehrere Kinder durch die Privatschule/Uni bringen kostet ein Vermögen. Aber wie gesagt, letztendlich steht auch der Plan via Studium-Job-blaue-Karte-Daueraufenthaltsrecht auf ganz ganz wackligen Beinen.

Und mit der Schnatterei war deine Frau gemeint. Natürlich gibt es Saudades etc, aber da muß man nicht krampfhaft einen brasilianischen Stammtisch suchen (aus den genannten Gründen) und da krampfhaft versuchen "Freunde" zu finden. Hier in BH Besuche ich auch nicht die deutschen Rentner-Stammtische, sondern benutze für meine Saudades auch lieber Skype :wink:

Ich sage mal einfach so, deine Frau sollte besser die Zeit investieren sich normal ins "deutsche" Umfeld zu integrieren, Kindergarten etc...da kommt dann ihr auch eigener Freundeskreis ganz von alleine, gerade wenn sie schon so gut deutsch kann. Dann geht ab und zu mal in ein Brasi-Lokal wenn die einen Party-Abend haben und schaut ob sich da auch brasilianische Zufalls-Bekanntschaften ergeben. Alles ohne Zwang.
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Re: Einwandern von Brasilien als Verwandte 1.Grades

Beitragvon juef » Fr 29. Mai 2015, 17:32

sefant hat geschrieben:

Direkt von Schule ohne Studium bei einer privaten Bank anfangen, das dürfte bei den Schwestern aber auch schon einige Jährchen her sein, richtig? :wink:

Sozialschmotzerei habe ich nicht direkt vorgeworfen, aber Hand aufs Herz, das ist doch auch die verlockende Tatsache in ihrer Situation, das kann man dann doch auch schreiben. Alleinerziehend in Brasilien mehrere Kinder durch die Privatschule/Uni bringen kostet ein Vermögen. Aber wie gesagt, letztendlich steht auch der Plan via Studium-Job-blaue-Karte-Daueraufenthaltsrecht auf ganz ganz wackligen Beinen.

Und mit der Schnatterei war deine Frau gemeint. Natürlich gibt es Saudades etc, aber da muß man nicht krampfhaft einen brasilianischen Stammtisch suchen (aus den genannten Gründen) und da krampfhaft versuchen "Freunde" zu finden. Hier in BH Besuche ich auch nicht die deutschen Rentner-Stammtische, sondern benutze für meine Saudades auch lieber Skype :wink:

Ich sage mal einfach so, deine Frau sollte besser die Zeit investieren sich normal ins "deutsche" Umfeld zu integrieren, Kindergarten etc...da kommt dann ihr auch eigener Freundeskreis ganz von alleine, gerade wenn sie schon so gut deutsch kann. Dann geht ab und zu mal in ein Brasi-Lokal wenn die einen Party-Abend haben und schaut ob sich da auch brasilianische Zufalls-Bekanntschaften ergeben. Alles ohne Zwang.


Ok, Sefante,

das eine nehm ich nicht übel, bin ja hart im Nehmen als MSländer ;) schlauer wäre es indes, ers zu fragen, vor dem 'Spekulieren' - naja, jedenfalls würd ich das so machen.
10 Jahre ist das her, und laut Aussage meiner Frau gerade 'sei das noch immer so'.

Hier muss ich mal kurz den Grüßonekl Gato @schreiben, dass er da einiges falsch verstanden haben muss, ich weiss es ja, dass es die Ausbildungsordnung in BRA so nicht gibt und das ist ja das Problem an der ganzen story, sonst würde sie ja als Bankkauffrau hier anfangen können zu werkeln. Was das ganze mit Nordkorea am Hut hat, ergreift sich mir zu meines Hirn' Schande leider nicht.

Soch, zurück zu Dir, BHler, 184€ im Monat nimmt frau gern mit, keine Frage, aber das weiss sie ja noch gar nicht. Ihre Töchter gehen auf eine staatliche Schule, da sind geringe Beiträge zu zahlen, insofern gibt es da keinen großen Unterschied zu unserer Grundschule.
Über den Plan kann man sicher diskutieren - andererseits reden die Unternehmen hier ja davon, dass sie durchaus qualifizierte Arbeitnehmer aus dem Ausland engagieren wollen.
Und meine Frau musste ziemlich lachen über Deine Saudades-Hinweise. Sie lebt ja schon seit 2007 in der Bundesrepublik, ihr geht es gut und wir haben da nicht soviel Heimweh, wie Du denkst, wir sind integriert hier im Dorf und in der Stadt, zwar noch nicht im Kindergarten - wird es vermutlich auch nicht, warum sollten wir dort hingehen, wenn wir die Kinder auch daheim erziehen dürfen -, aber doch im großen und Ganzen. Irgendwie gewinne ich den Eindruck, insbes. mit Deinem Ausdruck 'krampfhaft' Du versuchst aus meinem einfachen Fragen nach loggeren Stammtischen ein Problem zu machen, bzw eines darin zu sehen, und ich persönlich habe auch kein Problem mit Rentnern zu diskutieren - wir leben gar mit einem 88jährigen unter einem Dach. Aber wie gesagt - das war eine Idee, und wenn man hier eher krampfhaft nach zwanghaften Eifersuchtsszenen das definiert, dann belassen wir es doch dabei.

Ja, war nett, so weit wie ich hoffte, bin ich jetzt noch nicht gekommen, der Erkenntnisgewinn bislang zielt darauf ab, dass es wohl nix Weiteres gibt als das, was ich wusste und die Moni hat mir klar gezeigt, dass ein Weg nicht gangbar sei.

Dann wünsch ich Dir in BH nichtzuviel saudades, sondern Genuß des Moments, einfach in der Gegenwart :)

Herzliche Grüße,
Jürgen
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