Ein politischer Eklat war Hauptthema an der Eröffnungsfeier der 15. Panamerikanischen Spiele in Rio de Janeiro. Der brasilianische Staatspräsident Lula da Silva verzichtete im Maracana-Stadion auf die traditionelle Eröffnungsrede, nachdem er von einem Grossteil der 90'000 Zuschauer ausgepfiffen worden war. (tri/Si)
«Die Spiele sind eröffnet. Viel Glück Brasilien, viel Glück Lateinamerika», schrie anstelle von da Silva der Präsident des Brasilianischen Olympischen Komitees ins Mikrofon. Bis am 29. Juli kämpfen am Zuckerhut 5600 Sportler aus 42 Ländern um Medaillen in 35 Disziplinen.
Für Rio de Janeiro ist der Grossanlass ein Test im Hinblick auf eine allfällige Ausrichtung von Olympischen Spielen oder Fussball-WM-Partien.
Grosse Pobleme
Aber schon vor der Eröffnung bekundeten die Veranstalter grosse Probleme in den Bereichen Verkehr und Verpflegung. Drei Mexikaner und ein brasilianischer Volleyballspieler sind bereits wegen positiven Dopingproben von den Wettkämpfen ausgeschlossen worden.
Die Panamerikanischen Spiele finden seit 1951 und der ersten Austragung in Buenos Aires alle vier Jahre statt.
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