Die lateinamerikanischen Aktienmärkte gingen gestern unisono in die Knie. Auch die Wallstreet war (paradoxerweise) deutlich unter Druck gekommen, nach dort außerordentlich gute Daten aus dem Immobiliensektor gemeldet worden waren. Die Anleger sahen dies aber ausschließlich im Hinblick auf die Auswirkung dessen auf die weitere Zinsentwicklung. Eine baldige Leitzinssenkung schien angesichts dessen unwahrscheinlicher geworden zu sein.
Vor allem der brasilianische Markt ließ deutlich Federn; hier gab der Bovespa 2,47 Prozent auf 50.530 Zähler ab. In der Spitze war der Leitindex um bis zu 3 Prozent eingeknickt. Dabei verloren CVRD nach einem Unfall in einer Nickelmine des Konzerns in Kanada 2,95 Prozent. Die Aktie des Stahlkonzerns Usiminas gab 1,9 Prozent ab, Telemar verbilligten sich sogar um 4,01 Prozent.
Der mexikanische IPC Index gab 1 Prozent auf 30.573 Punkte ab. In Argentinien verlor der Merval 1,2 Prozent auf 2168 Stellen, wogegen sich der chilenische IPSA nach den Verlusten vom Vortag um 0,5 Prozent auf 3179 Zähler verbessern konnte. In Kolumbien knickte der IGBC Index um 3,6 Prozent ein. Zuvor hatte die dortige Regierung erklärt, Kapitalmarkt-Kontrollen für Auslands-Investments einzuführen, um damit den Höhenflug der heimischen Währung aufzuhalten.
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