BUENOS AIRES/SAO PAULO, 24. Mai 2007 - Argentinien und Brasilien wollen erst ab kommenden Oktober im gegenseitigen Zahlungsverkehr den US-Dollar abschaffen. Bisher wurde immer der Juli als deadline genannt.
Die Präsidenten der beiden Länder Néstor Kirchner und Luiz Inácio Lula da Silva (Foto) hatten das Vorhaben bereits im vergangenen Jahr auf den Weg gebracht, seit Februar hat eine gemeinsame Kommission die Arbeit aufgenommen, deren Hauptaufgabe es ist, die Kriterien für einen täglichen Peso/Real-Wechselkurs festzulegen. Parallel dazu bereiten die Verantwortlichen auch die Einrichtung eines Peso-Real-Marktes für future-Optionen vor.
Derzeit beträgt der Handelsaustausch zwischen Brasilien und Argentinien pro Jahr rund 15 Milliarden US-Dollar. Durch die Abkehr von der us-amerikanischen Währung sollen sich die Transaktionskosten für den Import-Export zwischen den Ländern um bis zu 2,5 Prozent reduzieren glaubt die argentinische Zentralbank BCRA.
Ihr Präsident, Martin Redrado, gab an, dass die Maßnahme insbesondere darauf abzielt, den Handelsaustausch auf der Ebene der Kleinen und Mittleren Unternehmen (KMUs) zu verstärken. „Rund 78 Prozent der argentinischen Exporte nach Brasilien haben einen Wert von unter 50.000 US-Dollar“
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