1. Halbzeit
Die Partie fing im vollbesetzten Wembley Stadion ruhig an. England, die mit Beckham, Gerrard, Lampard und Cole im Mittelfeld aufliefen, waren Anfangs nur auf Konter bedacht. Brasilien hingegen die mit Kaka und Ronaldinho sowie Gilberto Silva im Mittelfeld agierten taten sich schwer im Aufbau nach vorne. Nach rund 11 Minuten nahm das Spiel auf beiden Seiten Fahrt auf und es zeigten sich auch erste sehr gute Spielerische Aspekte. Englands Spielsystem verlagerte sich zunächst nur über David Beckhams rechte Seite. Mitte der ersten Halbzeit zog es Beckham deshalb mehr in die Mitte um dem Spiel endgültig seinen Stempel aufzudrücken. Nach einem Foul in der 30. Minute scheiterte Beckham nur knapp per Freistoß am Tor Brasiliens. Für Brasilien nahmen vor allem der gut spielende Ronaldinho und Kaka das Heft in die Hand und gläntzten vor allem durch Einzelaktionen quer durch das Mittelfeld und konnten nur selten im letzten Augenblick fair gestoppt werden. So resultierte ein Freistoß nach Foul an Ronaldinho, der zuvor das komplette Mittelfeld der Engländer durchquerte und nur mit unsauberen Mitteln gestoppt werden konnte. Den fälligen Freistoß allerdings verzog der Barcelona-Spieler. Dies war nicht der letzte gescheiterte Freistoß an diesem Abend für ihn. Die Partie ging mit einem 0:0 und ging in die Halbzeit.
2. Halbzeit
Die 2. Halbzeit begann gleich mit einem Paukenschlag. Ronaldinho scheiterte nach starkem Solo durch die englische Abwehr, am Torhüter Paul Robinson, der durch einen starken Reflex das Gegentor verhinderte. In der 57. Minute zeigte Beckham einmal mehr warum er noch immer Gefährlich im Umgang mit dem ruhenden Ball ist. Sein Schuss und die Kopfball Verlängerung ging nur wenige Zentimeter über das Gehäuse. Nach rund 68 Minuten und einigen Wechseln stand der Mittelfeldstratege von Real Madrid David Beckham wieder zum Freistoß bereit. Diesmal klappte seine perfekte Vorlage und landete auf dem Kopf von Abwehrrecken John Terry, der unbehindert zum 1:0 eindrücken konnte. Damit schafften die Engländer auch das erste Tor im 1,2 Milliarden teuren Wembley Stadion. Danach folgten einmal mehr die Versuche Ronaldinhos vom ruhenden Punkt, aber sie landeten vermehrt in der Mauer. In der Nachspielzeit, wo sich schon ein jeder im Stadion damit abgefunden hatte, das die englische Mannschaft ihr erstes Spiel gleich gewinnen würde, fand die Flanke einen Abnehmer in Form vom Bremer Diego und der köpfte ein zum 1:1 Endstand. Denn nach der Aktion pfiff Markus Merk auch schon ab.
Fazit
So endete ein interessantes Fussballspiel mit einem gerechten Remis, das nicht langweilig wurde, da es durch viele Einzelaktionen auf Seiten der Brasilianer schön für den Zuschauer anzusehen war.
Eins muss ich noch zu Markus Merk dem deutschen Schiedsrichter sagen, der das Spiel leitete. Man hat ihn sicher nicht unbedacht für das “Event” ausgewählt und man wird dies mit Sicherheit auch nicht bereuen. Merk bot eine Solide wie ebenso starke Leistung. Ich glaube seinen ersten Pfiff für ein Foul in der 17. Minute gehört zu haben. Dazu kam er über 90 Minuten ohne Karte aus. Einzig gab es 2-3 kleine Streitigkeiten mit seinem Assistenten am Seitenrand, der nicht ganz Souverän wirkte. Aber es zeigte sich einmal mehr das Merk noch lange nicht zum alten Eisen gehört und zu Unrecht bei der letzten WM ausgebootet wurde.
Statistik
England: Robinson, Shorey, Carragher, Terry (Brown 72.), King, Beckham (Jenas 77.), Cole (Downing 62.), Gerrard, Lampard (Carrick 88.), Smith (Dyer 62.), Owen (Crouch 83.) – Coach: McLaren
Brasilien: Helton, Juan, Daniel Alves (Maicon 65.), Gilberto, Naldo, Gilberto Silva, Mineiro (Edmilson 62.), Ronaldinho, Kaka (Afonso 71.), Robinho (Diego 74.), Vagner Love – Coach: Dunga
Tore: 1:0 Terry (68.), 1:1 Diego (90.+2)
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