Oi Galera
Irgendwie läuft das hier am Thema vorbei:
Es geht doch um Entsendung. Für Entsendungen gibt es einen Vertrag und eine gesetzliche Regelegung. Diese Entsendungsregelung ist eine versteckte Exportförderung, die es den Firmen erleichtern soll, dem Mitarbeiter Konditionen zu gewähren, die es im wiederum leichter machen, die Erschwernisse eines Auslandaufenthaltes zu ertragen (schluchz). Aus diesen vom Arbeitgeber absetzbaren Leistungen ergeben sich folgende, übliche Regelungen.
1 bis 2 Heimflüge im Jahr, wenn die Firma nicht zu arm ist, Businessclass. Bei Großfamilien wird das sicher ehr mal Touri sein
Auslandszulage in Höhe von 20 % des Bruttogehaltes, muss aber im Gegensatz zur Auslösung versteuert werden.
Übernahme der Unterbringungskosten. Hotel oder bei längerem Aufenthalt ein angemessenes Apartment in guter Wohnlage (2.000 Reais mit Condominho(Nebenkosten) Glücklich der in der Zeit seine Wohnung in D aufgeben kann oder sein Haus vermieten.
Hinzu kommen noch Kosten für basic Möbelausstattung, wenn die Wohnung möbliert sein soll, ist sie natürlich einiges teurer.
Übernahme der Fahrtkosten vor Ort, in der Regel Gestellung einen kleinen Firmenwagen einschl. Privatnutzung.
Übernahme der Transportkosten für die wichtigsten privaten Mitbringsel nach Brasilien, Computer, Bücherkiste, ein paar Kartons Wäsche, Kleidung etc.
Bitte beachten, dass im Vertrag mit drinsteht, dass die Firma bei Beendigung eines mehrjährigen Aufenthalts deine Sachen, die du in der Zeit angehäuft hast, Möbel, Andenken, etc, wieder zurückholt. (bei mir 177 Packstücke)
Regelung, dass du nach Rückkehr wieder auf einen vergleichbaren Arbeitsplatz kommst.
Das sind so die Standards, normalerweise liegt das Interesse an der Entsendung ja bei der Firma, die dich für teuer Geld verleiht bzw. deren Exportgeschäfte du betreust. Da schickt man in der Regel keine Nieten, schon gar keine mit Familie und 2 Kindern, was ungewöhnlich ist.
Die Krankenversicherung ist Problem deiner Firma, es gibt für Firmen all-inclusieve Pakete. Lass dich nicht auf eine brasilianische Versicherung ein. Die zahlen nicht alles und die fehlende Leistung müsste deine Firma dir ersetzen,. Regelung Unfall/Tod.
Steuern: in deinem Vertrag wir stehen, das du für deine Steuern selbst verantwortlich bist. (aber nur einmal) Aufgrund des ausgelaufenen Doppelbesteuerumgsabkommen könnte es evtl passieren, dass du 2 mal zahlen müsstest. In der Praxis hat es das aber noch nicht gegeben. Solltest du gezwungen sein, in Brasilien dein Welteinkommen zu versteuern und du würdest trotz geringerem Steuersatz von 27,.. % in Deutschland wegen der besseren Absetzbarkeit weniger zahlen, ist die deutsche Firma verpflichtet, dir die in Brasilien mehr gezahlte Differenz zu vergüten.
Es soll aber auch Leute geben, die zahlen gar keine Steuer
Wenn du gut bist und selbstbewusst, wirst du bei deinem Abgang für die neuen und schwierigen Aufgaben und Mühen im Ausland auch noch eine Gehaltserhöhung aushandeln. Das ist nicht mehr als gerecht, kommst du nach 6 oder 10 Jahren wieder in Mutterhaus zurück, wirst du dich wundern.
Gruß
Manfred
PS: Ach ja, wenn du dir bei den Konditionen noch Sorgen wegen der Lebenshaltungskosten in Brasilien macht, sei beruhigt. Dort lebst du in der Regel billiger oder bei gleichen Ausgaben komfortabeler. Einige Sachen werden dir aber immer fehlen, dafür der finanzielle Ausgleich.
Man sollte schon jeden Monat in D ein hübsches Sümmchen zurücklegen können. Ausnahme bei dir sind die Schulkosten. Die müssten, da ja entsendungsbedingt, von der Firma als außergewöhnliche Belastung gesondert gezahlt werden.