Erbschaft nach Brasilien transferieren

Fragen zur Gesetzeslage in Brasilien, Einwanderungs-, Einfuhr- und Zollbestimmungen sowie Steuerfragen

Erbschaft nach Brasilien transferieren

Beitragvon bahiatropical » Di 14. Feb 2012, 02:27

hallo leute,

hoffe es geht euch allen gut ....

wie manche wissen lebe ich seit knapp 10 jahren recht zufrieden in der bahianischen strand-provinz
ich vermiete FeWos, renoviere hafenhaeuser, bisschen eigene, nicht hochpreisige immos - nix um uebermuetig zu werden, aber man kommt ueber die runden und haelt persoenlich und RF-maessig den ball flach - und so sollte es auch bleiben

nun meine frage: meine mutter moechte mir xx Euro zukommen lassen, als vorauszahlung auf meine erbschaft sozusagen

gemaess meiner wackeren dorf-steuerberaterin brauch ich nur einen privatschriftlichen schrieb meiner mutter, dass sie mir den betrag schenkt / vererbt ( doaçao )
mit beglaubigter unterschrift, versteht sich
den lass ich dann bei Lersch in SAL uebersetzen

dann einfach von ihrem konto auf meins hier swiften - pronto
und auch noch steuerfrei .....

ich kann mir nicht vorstellen, dass das so simpel ist

oder etwa doch ?????

gibts da einen steuerlichen freibetrag ?
weiss da jemand was genaues oder hat entsprechende erfahrung ?

muito obrigado im voraus
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meine mutter sagte immer: wenn du nix richtiges lernst, dann musst du hingehen, wo der pfeffer waechst
- da bin ich jetzt.........
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Re: erbschaft nach brasil transferieren

Beitragvon cabof » Di 14. Feb 2012, 07:14

Ich begleite einen ähnlichen Fall, ein BR erhält eine größere Erbschaft und wir kommen nicht weiter was den Papierkram angeht,
wenn der nicht stimmt wird das Geld nicht von der Zentralbank in Brasilien freigegeben. Auch die steuerrechtlichen Aspekte konnten
wir noch nicht klären. In Deinem Falle würde ich vorschlagen, das Geld in DE zu belassen und fallweise mit einer Bankkarte kostenlos
in Brasilien ziehen. Es sei denn, Du brauchst einen Batzen Geld auf einmal... da sind auch sonstige Kosten abzuziehen, nehme ich mal
so an.
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Re: erbschaft nach brasil transferieren

Beitragvon Frankfurter » Di 14. Feb 2012, 11:00

@ bahiatropical ... wie cabof bereits schreibt: BANK-KARTE. Jeden Tag 800 oder 1.000 abheben. Das ist einfacher als der ganze Papierkram.

Wir können bei einer Bank in Belo noch nicht mal das Konto in eine andere Stadt übertragen. Die machen Schwierigkeiten wo es nur geht. :evil: :evil: :evil:

Wir erledigen was nur geht per on-line in Europa. Das geht schneller und ohne Stress.
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Re: erbschaft nach brasil transferieren

Beitragvon cabof » Di 14. Feb 2012, 12:38

Wir sind so weit: Erbschein, Bankauszug im Original von einem
Notar beglaubigen lassen (der muß beim brasil. Konsulat registriert
sein, es gibt da eine Liste), Beglaubigung und Originale zum Konsulat
schicken und beglaubigen lassen, pro Dokument 17 Euros (für einen
läppischen Stempel). Übersetzungen, weitere Dokumente die in Brasilien
zur Freigabe führen sind vor Ort zu machen, es geht anscheinend nicht
ohne Contador (Steuerberater) und der nimmt bestimmt einen prozentualen Anteil von der Erbmasse, wird nicht wenig sein.

-wenn mein Fall das Geld nicht in Gänze braucht (braucht er nicht)
dann sollte er seine deutsche Bank monatliche Teilbeträge schicken
lassen, die unter der Meldegrenze liegen, Transferverluste hat man
immer.-

Was die steuerliche Seite in DE angeht, einen Steuerberater fragen,
Schenkungen an Kinder unterliegen einer Freigrenze, wie bei Erbschaft
auch, die Prozentsätze kenne ich nicht. Ehepartner hat 500 TDM frei.
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Re: Erbschaft nach Brasilien transferieren

Beitragvon cabof » Mi 15. Feb 2012, 15:07

Nachtrag: für eine Banküberweisung ist kein Contador notwendig, es werden nur die üblichen und unüblichen Prozente von den beteiligten
Banken abgezogen und der Empfänger muss bei seiner Steuererklärung dem Finanzamt darlegen woher das Geld kommt und wenn dann steuer-
rechtliche Probleme auftauchen sollten ist ein Contador einzuschalten.
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