Erfahrung mit Immobilienverkauf und Maklern in Brasilien

Tipps zum Erwerb, Verkauf, Vermietung von Häusern, Wohnungen oder Grundstücken in Brasilien (KEINE IMMOBILIEN-ANGEBOTE) sowie Infos zu Bau, Umbau, Ausbau und Renovierung

Erfahrung mit Immobilienverkauf und Maklern in Brasilien

Beitragvon cruzeiro2003 » Do 9. Mai 2013, 21:15

Guten Abend,

ich habe ein Haus im Grossraum Belo Horizonte gekauft, das ich aufgrund Bauverzug mit mehr als einem Jahr Verspaetung erhalten habe. Daher musste ich mir beim Umzug von São Paulo nach BH eine andere Alternative suchen und nun will ich den schoenen Bungalow gleich wieder verkaufen.

Die Makler machen teilweise einen wenig interessierten Eindruck, obwohl sie mit einer Standard-Provision von 6% ja fuerstlich entlohnt werden, falls der Verkauf abgeschlossen wird.

Von Mitgliedern, die schon entsprechend Erfahrung gesammelt haben, wuerden mich mal die Erfahrungen zu folgenden Punkten interessieren:

1) Die Provision laesst sich ja verhandeln und reduzieren. Welche Nachlaesse habt Ihr bekommen?

2) Habt Ihr Immobiliar (insbes. festeingebaute Schraenke) getrennt vom Haus/Wohnung angeboten und verkauft?

3) Ein Makler meinte, dass es ueblich ist, in der jeweiligen "Imobiliária" eine Extra-Praemie (Geld, Smartphone, etc.) fuer den Verkaeufer anzusetzen, damit dieser "motiviert" den Verkauf des Objekts angeht.
Habt Ihr aehnliche Erfahrungen gesammelt?

Viele Gruesse
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Re: Erfahrung mit Immobilienverkauf und Maklern in Brasilien

Beitragvon Frankfurter » Do 9. Mai 2013, 22:51

Wir haben unsere ETW vor 2 Jahren in BH durch einen Makler verkauft. Du musst halt einen finden, der es kann. Alles ist verhandelbar, und immer eine Frage des Preises.

Wenn Du willst, kann ich Dir sonst gerne den Namen des Maklers per PN zusenden. Hat super geklappt, und war sehr zuverlässig. Viele Spinner und Laller, wie immer in dieser Berufssparte ..... :mrgreen:
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Re: Erfahrung mit Immobilienverkauf und Maklern in Brasilien

Beitragvon cruzeiro2003 » Do 9. Mai 2013, 23:00

Frankfurter hat geschrieben:Wir haben unsere ETW vor 2 Jahren in BH durch einen Makler verkauft. Du musst halt einen finden, der es kann. Alles ist verhandelbar, und immer eine Frage des Preises.

Wenn Du willst, kann ich Dir sonst gerne den Namen des Maklers per PN zusenden. Hat super geklappt, und war sehr zuverlässig. Viele Spinner und Laller, wie immer in dieser Berufssparte ..... :mrgreen:


Spinner und Laller? Wie wahr... =D>
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Re: Erfahrung mit Immobilienverkauf und Maklern in Brasilien

Beitragvon Limao » Fr 10. Mai 2013, 03:12

Bitte keinen Standard – Makler, weder in Brasilien noch in Deutschland! Ich hab hier BH welche erlebt, da musste ich anstatt einen gemeinsamen Termin vor Ort zu bekommen (allerdings Miete in dem Fall) in deren Agentur ans andere Stadtende fahren, um mir die Schlüssel zu holen. Obwohl ich es ganz schön finde, mir erst einmal selbst ein Bild zu machen ohne “tirar duvidas” wenn ich mir die Ecken oder das Dach ansehe, hätte ich mir schon gewünscht, ein paar Fragen beantwortet zu bekommen. Allerdings handelt sich es bei den Kommunikationspartnern meist um Angestellte: Null bock, keine Ahnung, d.h. Beratung Fehlanzeige oder jeder Angestellte erzählt was anderes, aber ein Auftreten, wie der selbstgefällige Chef persönlich, der sich dann wiederum auch mit dem Eigentümer verwechselt (nach dem Motto gerade von der 5th avenue eingehetzt).

Bezüglich der Provision gilt Codico Civil und der ortsübliche von der CRECI festgelegte Satz. Ich meine aktuell Belo Horizonte 6-8% für imoveis urbanos: http://www.crecimg.gov.br/outros/site/pdf/tabela_honorarios.pdf

Reduzieren offiziell dürfte schwer gehen. Gesetz ist Gesetz. Da könnte es Probleme geben. Höchstens über Kick back vom Makler oder Dreiecksvereinbarung. Da habe ich aber aktuell keine Ratschläge zur Hand.

Bezüglich festeinbauter Schränke:

Das ist, meine ich, überall in der Welt Verhandlungsache, wenn du die fest eingebauten Sachen nicht vorher rausräumst/ ausbaust, dann gehört es eben zum Verkaufsobjekt, und wird demnach mitverkauft. Wegen Beschreibung/Garantie/Gewährleistungsfragen bitte einen Anwalt (nicht den Makler) zwecks Formulierung zu raten ziehen. Letztlich muss man Einbauten im Preis berücksichtigen und verhandeln/aufschlagen, in Deutschland genauso.

Geld/Smartphones für den Verkäufer:

Das halte ich für ausgemachten Quatsch und würde das nicht mitmachen, ein Smartphone hat der Verkäufer übrigens schon, es geht wohl mehr um ein extra für den Makler.

(ohne Gewähr!)
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Re: Erfahrung mit Immobilienverkauf und Maklern in Brasilien

Beitragvon Elsass » Fr 10. Mai 2013, 07:27

cruzeiro2003 hat geschrieben:2) Habt Ihr Immobiliar (insbes. festeingebaute Schraenke) getrennt vom Haus/Wohnung angeboten und verkauft?

Das ist insofern sinnvoll, weil man dann das eigentliche Haus ganz legal "billiger" verkaufen kann. Es ist ja ueblich (und illegal) in Brasilien den Kaufpreis niedriger in den Dokumenten anzugeben, als er in Wirklichkeit war, um IPTU zu sparen.
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Re: Erfahrung mit Immobilienverkauf und Maklern in Brasilien

Beitragvon BrasilJaneiro » Fr 10. Mai 2013, 19:09

cruzeiro2003 hat geschrieben:Guten Abend,

ich habe ein Haus im Grossraum Belo Horizonte gekauft, das ich aufgrund Bauverzug mit mehr als einem Jahr Verspaetung erhalten habe. Daher musste ich mir beim Umzug von São Paulo nach BH eine andere Alternative suchen und nun will ich den schoenen Bungalow gleich wieder verkaufen.

Die Makler machen teilweise einen wenig interessierten Eindruck, obwohl sie mit einer Standard-Provision von 6% ja fuerstlich entlohnt werden, falls der Verkauf abgeschlossen wird.

Von Mitgliedern, die schon entsprechend Erfahrung gesammelt haben, wuerden mich mal die Erfahrungen zu folgenden Punkten interessieren:

1) Die Provision laesst sich ja verhandeln und reduzieren. Welche Nachlaesse habt Ihr bekommen?

2) Habt Ihr Immobiliar (insbes. festeingebaute Schraenke) getrennt vom Haus/Wohnung angeboten und verkauft?

3) Ein Makler meinte, dass es ueblich ist, in der jeweiligen "Imobiliária" eine Extra-Praemie (Geld, Smartphone, etc.) fuer den Verkaeufer anzusetzen, damit dieser "motiviert" den Verkauf des Objekts angeht.
Habt Ihr aehnliche Erfahrungen gesammelt?

Viele Gruesse


1. Ein Makler der teilweise auf seine Provision verzichtet taugt nichts. Wenn die Immobilie nur billiger angeboten werden muss, dann taugt die Immobilie nichts. Ist oft der Fall.
2. Entweder verkaufe ich die Möbel gleich mit oder räume komplett. Einbaumöbel bleiben und gehören zum Haus.
3. Kann der Makler von seiner Provision gerne machen. Wenn du einen Porsche drauflegst, dann geht die Immobilie bestimmt weg.
Nicht wissen, aber Wissen vortäuschen, ist eine Untugend. Wissen, aber sich dem Unwissenden gegenüber ebenbürtig verhalten, ist Weisheit.
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Re: Erfahrung mit Immobilienverkauf und Maklern in Brasilien

Beitragvon sonhador » Sa 11. Mai 2013, 11:03

Elsass hat geschrieben:
cruzeiro2003 hat geschrieben:2) Habt Ihr Immobiliar (insbes. festeingebaute Schraenke) getrennt vom Haus/Wohnung angeboten und verkauft?

Das ist insofern sinnvoll, weil man dann das eigentliche Haus ganz legal "billiger" verkaufen kann. Es ist ja ueblich (und illegal) in Brasilien den Kaufpreis niedriger in den Dokumenten anzugeben, als er in Wirklichkeit war, um IPTU zu sparen.



Unkenntnis ! Die IPTU hat mit dem Verkauf überhaupt nichts zu tun und der Wert der Objekte wird durch die Prefeitura festgelegt. (Valor Venal)
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Re: Erfahrung mit Immobilienverkauf und Maklern in Brasilien

Beitragvon sonhador » Sa 11. Mai 2013, 11:06

cruzeiro2003 hat geschrieben:
Frankfurter hat geschrieben: Viele Spinner und Laller, wie immer in dieser Berufssparte ..... :mrgreen:


Spinner und Laller? Wie wahr... =D>



So wie im Forum hier. Selten so dümmliche Komentare über eine ganze Berufsgruppe gelesen.
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Re: Erfahrung mit Immobilienverkauf und Maklern in Brasilien

Beitragvon Frankfurter » Sa 11. Mai 2013, 17:40

@ sonhador

ich hatte geschrieben VIELE !! und nicht alle oder die meisten.

Was ist daran "dümmlich" ?
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Re: Erfahrung mit Immobilienverkauf und Maklern in Brasilien

Beitragvon Elsass » So 12. Mai 2013, 11:10

sonhador hat geschrieben:
Elsass hat geschrieben:
cruzeiro2003 hat geschrieben:2) Habt Ihr Immobiliar (insbes. festeingebaute Schraenke) getrennt vom Haus/Wohnung angeboten und verkauft?

Das ist insofern sinnvoll, weil man dann das eigentliche Haus ganz legal "billiger" verkaufen kann. Es ist ja ueblich (und illegal) in Brasilien den Kaufpreis niedriger in den Dokumenten anzugeben, als er in Wirklichkeit war, um IPTU zu sparen.



Unkenntnis ! Die IPTU hat mit dem Verkauf überhaupt nichts zu tun und der Wert der Objekte wird durch die Prefeitura festgelegt. (Valor Venal)


dann streich IPTU und schreib Steuern, dann kommts wieder hin.
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