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Vielleicht bekommt jetzt irgendwer einen Schreikrampf,
aber der Fortschritt in Brasilien ist nicht zu übersehen.
Ein paar klitzekleine Beispiele:
Überwiegend begann der Aufschwung 1994.
Früher fuhr ich in Taxis ohne Bodenplatten
und die Türe musste ich zuhalten.
Schaut euch die Taxis jetzt an, tio-top.
Schule und Schulgeld, Schulpflicht.
Ich weiss, dass viele Schulabgänger
Mühe mit lesen und schreiben haben, geschweige denn, rechnen.
Müllabfuhr,
der Dreck stapelte sich in den Strassen, das ist vorbei.
Medizinische Versorgung,
früher starben die Leute in der Warteschlange,
jetzt wird im Krankenhaus gestorben.
Inflation, ja wo ist sie denn?
Bei der Real Einführung war ich sehr skeptisch,
selbst der Mut nach Canoa Quebrada zu ziehen verliess mich damals.
Mittelschicht:
was hier an neuen Autos rumfahren ist sagenhaft.
Ob bezahlt, oder nicht, in D ist das nicht anders.
Arbeitslosengeld, Krankenversicherung, Rente, bolsa Familia
logisch, kleine Sümmchen, aber die helfen.
Politik, korrupt und verlogen wie überall,
aber man kann demonstrieren und seine Meinung sagen,
ohne auf nimmerwiedersehen grausam zu verschwinden.
Internet, ob Steuern oder Strafzettel, ein Klick
und ich hab´s schwarz auf weiss.
Tollwut,
alle 6 Monate kommt der Spritzenmann und jagt den Kätchen
und Hunden eine Ladung unters Fell, natürlich kostenlos.
( Zumindest im Gebüsch bei Camacari, wo ich wohnte )
Für ein Land dieser Grösse und Vielfalt erstaunliche Fortschritte
und es geht noch weiter, da bin ich mir sicher.
Zudem bewundere ich die Schlauheit der Leute,
die ein bisschen was haben.
Die schleppen das Geld nicht zur Bank,
keine Lebensversicherung und sonst was für Anlagen.
Nein, da wird ein Grundstück gekauft,
eine Kleinstwohnung, ein Häuschen.
Oft wird ein Grundstück gekauft und das Schild
´zu verkaufen´ bleibt angenagelt.
glücklich sein ist ein Geschenk, wer zufrieden ist, hat prima Karten, wer jammert, jammert.
http://www.itacare.com.br/pousada/encontrodasaguas
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