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 Betreff des Beitrags: Erneuerbare Energien und Hausbau
BeitragVerfasst: 30 Nov 2004 19:57 
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Registriert: 30 Nov 2004 19:24
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Hallo,

hat jemand Erfahrungen bei der Nutzung von Solarzellen zur Energiegewinnung fürs brasil. Eigenheim?
Ich wäre dankbar für mehr Informationen zu diesem Thema.

Gruß

H-J


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BeitragVerfasst: 15 Dez 2004 10:13 
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Registriert: 30 Nov 2004 09:16
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Hallo,

ich bin auch gerade dabei, mich zu informieren. Worum genau geht es Dir? Bist Du primär an Strom interessiert oder geht es Dir um Warmwasser? Im ersten Fall wären Solarzellen interessant, die ich allerdings für zu teuer halte, im zweiten Fall wären Thermokollektoren (Solaranlagen) interessant. Hierbei wird ein Fluid auf dem Dach erwärmt, anschließend wird die Wärme des Fluids mittels eines Wärmetauschers an einen Warmwasserspeicher abgegeben.
Da in einem brasilianischen Haushalt mit Elektrodusche ein Großteil der Energiekosten auf Warmwasser entfallen dürften, könnten diese Thermokollektoren eine ökonomische Alternative sein.

Im alten Forum gibt es übrigens einen Beitrag zu diesem Thema:

http://www.brasil-web.de/phpBB2/viewtopic.php?t=1114&start=35 (runterscrollen)

Oh, jetzt habe ich gerade gesehen, dass Du dort auch schon (detaillierter) gefragt hast.
Meine Einschätzung nach meinen bisherigen Recherchen:
Thermokollektor ist ökonomisch und ökologisch sinnvoll, Solarzellen lohnen sich aufgrund der hohen Investitionskosten nicht.

Viele Grüße

Moranguinho


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BeitragVerfasst: 15 Dez 2004 22:21 
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Beiträge: 12
Hi,

hier passend zum Thema einige links

http://www.aondevamos.eng.br/textos/texto05.htm
http://www.cresesb.cepel.br/Parte_Externa.htm
http://www.energiasrenovaveis.com/html/ ... versao.asp
http://www.planetasolar.com.br/framesupes.htm = Siemens
http://www.soletrol.com.br/Produtos/Com ... SOL_PV.php



antes tarde do que nunca,


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BeitragVerfasst: 16 Dez 2004 14:02 
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Hallo Taiquai und Moranguinho,

vielen Dank für die Hinweise. Die Erzeugung von Warmwasser ist ja relativ unkompliziert und kostengünstig, also aus meiner Sicht ein absolutes Muß. Obwohl ich kein militanter Ökofreak bin, würde ich trotzdem gerne unabhängig von der CEMIG sein, d.h. meinen Strom mit Solarzellen selbst erzeugen. Wenn man in Brasilien die Sonnenenergie nicht nutzt, wo dann?
CEMIG ruft bei mir ähnliche Allergieerscheinungen hervor wie das Thema Banco do Brasil. Ich hab' einfach aufgehört zu zählen, wie oft die in den letzten 2 Jahren, die preise erhöht haben. Da ich im Moment in meiner Wohnung relativ wenig Energie verbrauche (ca. 80 kWh/Monat), zahle ich bei jeder Erhöhung prozentual sehr viel mehr, denn bis 100 kWh/Monat wird nur der Basistarif abgerechnet, d.h. die Anschlußgebühr.
Jetzt könnte man ja auf die Idee kommen, wenn man also deutlich höhere Gebühren zahlt, verbessert sich auch die Leistung. Davon ist aber nichts zu spüren, denn die CEMIG scheint die Stromversorgung nach dem Zufallsprinzip zu regeln. Gestern abend haben wir gerade wieder ca. 1 Std. bei Kerzenlicht verbracht. Wenns etwas stärker regnet, wie z.B. zwischen Dez. und Feb. in BH, oder wenn es ein Gewitter gibt, dann kann man eigentlich nur auf den Zeitpunkt wetten, wann der Strom ausfällt, denn daß er ausfällt ist sicher.
Und das dritte Argument, weshalb die CEMIG auf meiner schwarzen Kiste steht, ist die Tatsache, daß wenn denn mal Strom verfügbar ist, man sich eigentlich nicht sicher auf konstante Spannung verlassen kann. Die schicken durch die Leitung, was denen gerade einfällt.
Vor drei Jahren wurde ja sogar der Stromverbrauch rationiert, weil auf Grund insuffizienter prospektiver Intelligenz, nicht genügen diversifiziert wurde und es in diesem Jahr zu wenig geregnet hatte, somit also die Wasserkraftwerke nicht die Leistung liefern konnten, die notwendig gewesen wäre.
Ich bin's einfach leid ...
Und wenn ich es mir leisten kann, wird die CEMIG demnächst einen Kunden verlieren. :lol:

Gruß

H-J


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BeitragVerfasst: 20 Dez 2004 00:14 
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Hi HJM

ich weiss nicht ob Du im eigenen Haus wohnst, oder zur Miete, oder bauen willst.

Ein paar gute Infos zu Passivhaeusern kannst du hier downloaden.

http://www.aee.at
http://www.oekologischbauen.at

speziell die publikation : Passivhaeuser in der Praxis, Tagungsband_Passivhaeuser.pdf

ist recht interessant, auch wenn BR sicher ein anderes Klima hat.

patecuco


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BeitragVerfasst: 23 Dez 2004 18:14 
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Registriert: 30 Nov 2004 09:16
Beiträge: 1052
Wohnort: bei Frankfurt
Hallo HJ,

daran habe ich in meinem letzten Post gar nicht gedacht: Eine mittelfristige Möglichkeit könnten Brennstoffzellen sein:

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,333878,00.html

Auf jeden Fall erlaubt diese Variante nahezu vollständige Unabhängigkeit vom öffentlichen Stromnetz.
Sobald das ausgereift ist, überlege ich mir, das anzuschaffen!

Viele Grüße

Moranguinho


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BeitragVerfasst: 23 Dez 2004 19:22 
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Registriert: 30 Nov 2004 19:24
Beiträge: 186
Wohnort: Belo Horizonte
Danke moranguinho,

das habe ich auch heute gerade im Spiegel-online gelesen. Hört sich wirklich interessant an. Da ich erst 2006 anfange zu bauen, bin ich mal gespannt, was sich da noch tut.

Gruß

H-J.


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BeitragVerfasst: 26 Dez 2004 21:01 
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Registriert: 30 Nov 2004 16:40
Beiträge: 426
Wohnort: Sergipe / z.Z. Afrika
@HJM

schau mal auf dieser Seite

http://www.ecodesign-beispiele.at/data/art/145_5.php

Ich war mal in Australien auf einer station im outback , dort haben sie alles mit 12 oder 24V betrieben, da dann das verlustreiche erzeugen von Wechselspannung wegfiel. Licht etc. ist ja in 12 V genauso gut. Probleme gibts wohl bei allen Haushaltsgeraeten, da musste halt nen Generator evtl. auch Trafo usw. haben.


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BeitragVerfasst: 07 Dez 2006 18:03 
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Registriert: 26 Nov 2006 19:36
Beiträge: 84
Wohnort: Berlin-Brandenburg
patecuco hat geschrieben:
@HJM

schau mal auf dieser Seite

http://www.ecodesign-beispiele.at/data/art/145_5.php

Ich war mal in Australien auf einer station im outback , dort haben sie alles mit 12 oder 24V betrieben, da dann das verlustreiche erzeugen von Wechselspannung wegfiel. Licht etc. ist ja in 12 V genauso gut. Probleme gibts wohl bei allen Haushaltsgeraeten, da musste halt nen Generator evtl. auch Trafo usw. haben.


Es gibt schon Haushaltsgeräte für Schwachstrom, die in Lauben/Kleingärten oder auf Schiffen und in LKWs oder beim Camping eingesetzt werden - z.B. Kühlschränke.

amicus


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BeitragVerfasst: 13 Jan 2007 18:58 
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Registriert: 31 Dez 2006 14:25
Beiträge: 31
Wohnort: noch Köln, bald Campinas
Hallo H.J.,
ich könnte Dir helfen... ich studiere grad ein Aufbaustudium "Regenerative Energien" in Köln, nachdem ich auch schon als Elektroingenieur in SP Gasturbinen eingeschaltet hab :idea:
Hmm, was Du für die Dimensionierung brauchst, ist als erstes der Verbrauch. Wenn der wirklich nur bei 80kWh im Monat liegt ist das nichmal so teuer. Also müsstest Du dein System auf 100kWh/monat auslegen. allerdings ist eher der tagesverbrauch interessant, da Du ja (fast) jeden Tag durch die sonne nachladen kannst. Dann brauchst Du noch einen Wechselrichter, ein ordentliches Ladegerät, Batterien (Spezielle solarbatterie), ein dickes Kabel vom Modul zum Wechselrichter und die Daten der solaren einstrahlung.
Der Vorteil dieses Systems ist, das Du nichts umstellen musst auf 24V, sondern einfach an Deinen vorhandenen Klemmkasten gehen kannst. Solardaten kann ich Dir sagen, wenn Du mir sagst, wo Du wohnst. Aber vergiss nicht, dass es auch zeiten gibt in denen die Sonne nicht so prall scheint und Du wenig leistung bekommst. Aber ich schätze mal in Br kommt man je nach Lage auf 3 bis 7 kWh pro Tag und m² (Das ist nur die Einstrahlung, nicht mit elektrischer Energie verwechseln). Am besten funktioniert das natürlich in Natal oder Fortaleza, die haben 300 Tage Sonne im jahr.
Noch fragen? es gibt auch kostenlose auslegungssoftware im Internet.

Gruss

Mefff
Könnte Dir beim Aufbau helfen, wenn Du nich soweit weg von Campinas wohnst und uns auf ein Churrrasco einlädst :beer:


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