Rio de Janeiro. DPA/baz. In der brasilianischen Metropole Rio de Janeiro ist erneut ein Bus mit Touristen überfallen worden. Wie Medien am Freitag berichteten, geschah der Überfall am späten Donnerstagabend (Ortszeit) kurz nach der Landung der elf aus China stammenden Touristen. Das Fahrzeug sei auf dem Weg vom Flughafen in die Stadt im feinen Stadtviertel Lagoa zum Halten gezwungen und von sechs maskierten und bewaffneten Männern gestürmt worden, hiess es. Die Täter hätten Koffer, Bargeld und Wertgegenstände an sich gerissen und seien unerkannt entkommen. "Das ist bei uns inzwischen wie in Bagdad", klagte der brasilianische Fahrer des Busses.
Überfälle auf Touristen nehmen in der von Kriminalität erschütterten Zuckerhut-Metropole und ihrer Umgebung immer mehr zu. Erst vor wenigen Tagen wurde in der Künstlergemeinde Paraty südwestlich von Rio ein Pole vor den Augen seiner Frau erschossen. Die Täter entkamen mit Rucksack und Fotoapparat. Allein seit Oktober vergangenen Jahres gab es vier Überfälle auf Busse mit kurz zuvor in Rio gelandeten Touristen und Unternehmern aus Deutschland, Kroatien, Grossbritannien und China. Der Gouverneur des Bundesstaates Rio, Sergio Cabral hat dieser Tage bei der Regierung in Brasilia den Einsatz der Streitkräfte zur Bekämpfung der Gewaltwelle beantragt.
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